Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #9

Fast so, wie der Sonntag aufhört – nämlich mit einem wahnsinnig tollen Farbspektakel am Himmel – beginnt der Montagmorgen. Während die Kaffeemaschine das Wasser aufheizt, fällt mir auf, dass man durch’s Küchenfenster sehen kann, wo das Meer die aufgehende Sonne ausspuckt. Also Fenster auf, Fliegengitter hoch und Kamera im Anschlag: (Klick macht alle Fotos größer.)

Einer der Vorteile von Urlaub im Oktober ist ja, dass man nicht abartig früh aufstehen muss, um solche Sonnenuntergänge über’m Meer fotografieren zu können. 🙂

Nachdem wir den ganzen Sonntag unterwegs waren und planen, den ganzen Dienstag unterwegs zu sein, vertrödeln wir den Montag vorwiegend lesend, einkaufend und am Strand spazierend.

Der kürzeste Weg von der Isla zum Festland und nach Ayamonte führt durch die Marismas, das ausgedehnte Sumpf- und Marschland, das direkt hinter dem Gebäudekomplex beginnt. Dort gibt’s überall große Wasserlöcher, auf denen sich oft irgendwelche (Wasser-)Vogelarten tummeln, von denen mir die wenigsten bekannt vorkommen.
Die hauen natürlich sofort ab, wenn man sich ihne nähert. Die riesigen Kakteen (weiss jemand, was für welche das sind? Opuntia Cymochila?), die überall entlang des Weges wachsen, sind dankbarere Modelle.

Und auch die Ziegenherde, die an diesem Abend samt Schä… äh wie nennt man einen Ziegendingens überhaupt? – und einer Horde Hütehunde unterwegs ist, hält still genug für ein paar Fotos.

Abends, beim Spaziergang am Strand, entpuppt sich der seltsame weisse Streifen auf dem Sand beim Näherkommen, als hunderte von Möwen, die, vermutlich tidebedingt, von ihrer Sandbank, auf der sie üblicherweise sitzen, auf den Strand umgezogen sind.

Viel unterhaltsamer als die stillsitzenden Möwen sind allerdings die kleinen Vögelchen, die auf Nahrungssuche immer wieder in Richtung Wasser vortippeln und dann, vor den Wellen zurückweichend, wieder auf den Strand zurücktippeln. Wir beobachten sie eine ganze Weile und die sind so wahnsinnig geschickt! Keiner bekommt mehr als nasse Füße, obwohl sie so klein sind. Besonders sportlich finde ich, dass die nie hochgefliegen, sondern immer zu Fuß vor den Wellen abhauen.

Dann, als wir umdrehen und zurückgehen, blendet die untergehende Sonne in den Augen und in mir wird alles ganz ruhig und friedlich. Das. Ist. Urlaub.

Katja

9 Kommentare zu “Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #9

  1. Marion und Sherry: Ich freue mich, dass es euch gefällt! 🙂
    Mir bringt das unheimlich viel, meine Erinnerungen an Reisen hier zusammen mit Bildern zu fixieren, weil sie dann auch viel später beim Lesen wieder viel lebendiger werden als das nur durch das Ansehen von Fotos der Fall wäre.
    Und ich freue mich ausserordentlich, wenn ausserdem noch euch die Eindrücke gut gefallen und ich euch vielleicht für ein paar Minuten mit in meine Erinnerungen nehmen kann. 🙂

  2. Pingback: Head(er)rotation « Gedankensprünge

    • Die waren wirklich total putzig. Sie sind den ganzen Spaziergang auch vor uns hergehüpft. Also nicht nur immer vor und zurück zum Wasser, sondern auch am Strand lang, sodass wir nie näher kamen. 🙂

  3. Pingback: Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #10 « Gedankensprünge

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