made my day

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[Dies ist hier quasi gerade der neueste Teil eines Freude-Perpetuum-Mobiles. Sich über einen wunderbaren Abend freuen, der Freude dankbar Ausdruck verleihen (und sie zur Post bringen), damit anscheinend große Freude auf der anderen Seite auslösen und dann völlig baff, weil gänzlich unerwartet, eine Antwort aus dem Briefkasten fischen (und schon nach kurzer Zeit mit der ungewöhnlichen Schrift trotz der fremden Sprache zurechtkommen). Manchmal ist das Leben ja doch ganz schön schön. ❤ ]

Katja

Serendipity

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„Ach es ist einfach nicht das Gleiche. Das Zeug ist zwar wirklich lecker, aber….“ *soifzt*
„Mhhm. Das liegt nicht am Zapfen oder so, Felipe macht das aus, dass es so gut ist.“
„Als wir aus dem Laden raus sind, hätte ich schwören können, es ist eines der leckersten Getränke, die ich je im Leben getrunken habe.“

2 Wochen vorher:

„Felipe, wir müssen leider gehen.“ sage ich auf Spanisch und dass wir am nächsten Morgen früh raus müssen, weil wir über 800 km bis zu unserem nächsten Hotel fahren müssen. Er guckt bedauernd, redet in Highspeedspanisch und wieder mal viel zu schnell auf mich ein, winkt mich zu der Stelle der Theke, die schmal genug für eine Umarmung über die Theke hinweg ist, drückt mich, un beso links, un beso rechts, drückt mir eine Tüte mit einer Flasche in die Hand. „Wenn ihr zurück in Deutschland seid, dann denkt mal an mich, wenn ihr das trinkt.“ und immerhin das verstehe ich perfekt und weiß in dem Moment schon, dass ich gar nicht anders könnte, wahrscheinlich im ganzen Leben nicht mehr anders können werde, wenn ich wieder Wermut trinke, als dann an diesen Abend in der winzigen Bar in der kleinen spanischen Stadt zurückzudenken.

Wir gehen aus der Bar, blicken von der Tür aus nochmal zurück auf diesen besonderen Menschen an diesem besonderen Ort, schlendern – zugegebenermaßen ziemlich angeschickert – durch Tomelloso, die paar Hundert Meter zurück zu unserem Hotel, können das, was passiert ist noch gar nicht so recht einsortieren. „Ist doch echt völlig egal, wie schmutzig das Hotelzimmer verflucht nochmal ist, wir fahren hier ab jetzt jedes Jahr wieder vorbei. Alleine für einen Abend im Lauticia, für Felipe lohnt sich das.“ da sind wir uns einig.

Etwa 5 Stunden vorher:

Irgendwie verkatert, nicht von Alkohol sondern vom Abreiseschmerz aus Cádiz, von unserer Ferienwohnung direkt am Meer und direkt vor der Stadt, kommen wir in Tomelloso, der kleinen spanischen Stadt in Kastilien – La Mancha an, wo wir unser erstes Hotel für die Rückreise gebucht haben. Beim Check in frage ich die freundliche Dame an der Rezeption, wann das hoteleigene Restaurant abends geöffnet hat und sie bedauert, dass es an dem Abend gar keine Möglichkeit gibt dort zu essen, weil eine größere Gesellschaft im Hotel weilt, die auch die gesamte Restaurantkapazität belegt. „Haben Sie eine Empfehlung für ein Restaurant in der Nähe für uns?“ frage ich in meinem besten Sonntagsspanisch, immer noch erfreut staunend darüber, wie gut die Verständigung in den letzten 2,5 Wochen funktioniert hat und wieviel besser mein Spanisch in den letzten beiden Jahren geworden ist. „Klar“ antwortet sie, zückt einen kleinen Stadtplan, in dem das Restaurant schon eingezeichnet ist und beschreibt mir den Weg dorthin.

Kurze Zeit später auf dem Zimmer schlägt der Mitdings erst mal im Internet nach. Ein italienisches Restaurant ist das, was sie uns da empfohlen hat. Hm, ja nee. Dafür reisen wir ja dann doch nicht nach Spanien. Wir beschließen uns auf eigene Faust was zu suchen. Der Mitdings befragt Tripadvisor, wir suchen uns 3 Alternativen aus, die alle auf einem Spazierrundweg vom Hotel aus liegen und beschließen uns die mal anzuschauen. Aber erst mal 10 Minuten durchschnaufen, den Abreise- und Fahrtstress wegduschen und dann ganz gemütlich.

2 Stunden später verlassen wir das Hotel, trippeln zur Plaza de España, bestaunen das beleuchtete Ayunamiento, den Brunnen, die Posada de los Portales, dann nur noch ein paar Hundert Meter weiter bis wir in einer eher unscheinbaren Seitenstraße vor einem eher unscheinbaren Laden stehen, den wir im ersten Moment fast übersehen hätten, wenn nicht 3 Stehtische vor der Tür gestanden hätten.

Wir gucken durch die offene Tür, sind ein bisschen unschlüssig, gehen dann aber doch erst mal rein. Die Bar ist winzig, die Theke geht über Eck und nimmt etwa Dreiviertel des Raumes ein, ansonsten gibt es keine Tische, nur ein schmales Board an der der Theke gegenüberliegenden Wand, vor dem auch noch 2 Hocker stehen. Beim Betreten der Bar scheinen wir ein Stück durch die Zeit gereist zu sein, die Einrichtung und Dekoration könnte direkt den 60er Jahren entstammen, vermutlich tut sie das sogar, aber nicht in diesem ungepflegt schmuddeligen Sinne, wie wir das in spanischen Bars auch schon häufiger mal erlebt haben, sondern das ist alles liebevoll platziert und der Laden ist blitzsauber.

Die Theke ist vollbesetzt, vor allem ältere Spanier sitzen dort, kein einziger Hocker im Lauticia ist frei. Hinter der Bar ein Mann im ordentlichen dunkelblauen Hemd. Kurz nachdem wir zur Tür rein kommen, begrüßt er uns über die Köpfe seiner Gäste hinweg wortreich und vor allem maschinenpistolenschnell. Es gibt nirgendwo eine sichtbare Karte, mir wird ein bisschen schummrig bei dem Gedanken, was mir da vielleicht gleich an gewaltiger Sprachanforderung begegnen wird. Mein erster Reflex im Kopf ist „Flucht“ und „das ist mir ’ne Nummer zu groß“, aber mittlerweile gucken uns alle im Laden an. Ich gehe einen Schritt auf die Theke zu „Por favor, mas despacio.“ „Bitte viel langsamer. Mein Spanisch ist noch nicht so gut.“ sage ich und merke, wie ich rot werde. „Ah!“ ruft der Mann hinter der Theke und winkt uns zu der Stelle der Theke, die deutlich schmaler ist und wo man sich einfacher verständigen kann. Woher wir kommen, will er als erstes wissen und sagt uns dann ganz stolz „Auf Wiedersehen!“ als er hört, dass wir Deutsche sind und dass das sein einziges Deutsch ist. Mein Spanisch muss also auf jeden Fall besser als sein Deutsch sein, das weiss er da schon. Dann redet er wieder viel zu schnell auf mich ein und ich lächle hilflos und schaue ihn groß an. Ich verstehe kaum was von den Worten, die er sagt, aber erstaunlicherweise verstehen wir die Bedeutung ziemlich gut. „Wollt ihr was essen, ja? Ist alles gut, ich mach euch einfach mal was und ihr probiert.“ Dann fragt er, was wir trinken wollen und der Mitdings will schon Rotwein bestellen, aber mir fällt ein, dass die ganzen spanischsprachigen Tripadvisornutzer ausnahmslos den Wermut empfehlen. Ich bestelle also lieber den und der im blauen Hemd strahlt auf einmal los. Ich versuche, ihm radebrechend zu erklären, dass wir bei Tripadvisor von seinem Laden gelesen hatten und auch über den Wermut.

Dann, kurze Zeit später stellt er uns ein kleines Schälchen mit frittierten Gambas im Ausbackteig vor die Nase und die sind unfassbar großartig. Am Abend vorher waren wir in Cádiz nochmal essen gewesen, extra in einer Freiduria, einem speziellen Fischrestaurant, wo es hauptsächlich diverse frittierte Fischsorten gibt und waren echt enttäuscht, aber das hier war großartig.

„Es bueno?“ „Si, riquísima!“ Die Verständigung wird immer leichter.

Einige Minuten nachdem wir die Gambas gegessen haben, stellt er das nächste Schälchen mit Tapas vor uns auf der Theke ab. Kleine würzige Fleischstückchen – Lomo de cerco, wie ich später erfahre – auf Baguettewürfelchen gespießt. Riquísima tambien! Nach dem ersten Wermut bestelle ich eine zweite Runde, will aber zu meinem Wasser dazu. „Nein, kein Wasser“ sagt mir der Mann hinter der Theke. „wenn du was ohne Alkohol willst, hier probier das!“ und stellt mir ein Glas mit einem Trauben-Apfel-Saft vor die Nase.

Wir essen, unterhalten uns, trinken den unfassbar fantastischen Wermut vom Fass und beobachten ein bisschen Felipe, von dem ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht weiß, dass er so heißt, so weit sind wir an der Stelle noch nicht, das frage ich erst 2 oder 3 Wermut später, weil ich unbedingt wissen muss, wie dieser Mensch heißt. „Weisst du, was total komisch ist?“ frage ich den Mitdings. „Ich finde das nicht schlimm, sondern ganz im Gegenteil total stimmig, dass Felipe mich direkt angefasst hat als wir kaum im Laden drin waren und er nach unserer Sprache fragte.“ Da hatte er mir nämlich in der Tat direkt die Hand auf den Arm gelegt und das machte er auch im späteren Verlauf des Abends jedes Mal, wenn er in meine Nähe kam und mit mir redete. Immer die Hand auf den Arm oder bei der Hand gefasst und obwohl sich das für mich bei wildfremden Menschen normalerweise seltsam anfühlt, ist das bei Felipe anders. Es fühlt sich echt an und herzlich und direkt. Überhaupt ist es eine Wonne, Felipe bei der Arbeit zuzusehen. Mit lässiger Eleganz zapft er Wermut, den die meisten Gäste in der Bar trinken, sammelt Gläser und Schälchen ein, bückt sich zur Drehtür in Richtung Küche, aus denen er die köstlichen Tapas holt und gibt die nächste Bestellung durch. Er vergisst nichts, notiert sich fast nichts, scheint völlig den Überblick zu haben, wer was bestellt hat und wer was bezahlen muss. Immer wieder, wenn neue Gäste die Bar betreten, gehen sie zuerst zu der hinteren Ecke der Theke, an die Felipe auch uns zuerst gewunken hat, umarmen ihn, für jeden findet er freundliche Worte und Gesten, alle scheinen sich unheimlich wohl zu fühlen und auch uns geht es so. „Weisst du, der hat keine Kunden, der hat Gäste.“ sag ich irgendwann zum Mitdings und ich glaube, das trifft die Atmosphäre im Lauticia recht gut.

Zwischendurch kommt Felipe immer wieder zu uns, legt mir die Hand auf den Arm „Qué tal?“ fragt er mich jedes Mal, was gleichermaßen „wie geht’s?“ und „wie war’s?“ bedeutet. „Muy bien.“ sage ich jedes Mal, denn das passt irgendwie auf beide Fragen, sämtliche Tapas, die er uns nach und nach in kleinen Schälchen hinstellt sind großartig, der Wermut ist großartig, es geht uns großartig. Immer zwischendurch, wenn einen Moment lang alle Gäste gut versorgt sind, kommt Felipe und unterhält sich mit mir. So erfahre ich im Laufe des Abends, dass er die Bar in der 4. Generation seiner Familie betreibt, dass Tomellosos Hauptwirtschaftszweig die Alkoholproduktion darstellt und das viele Menschen in die Region lockt und dass Tomelloso total stolz ist auf einen Rekord, den sie innehaben. 5 Jahre in Folge hat ein spanischer Pizzabäcker die Weltmeisterschaft gewonnen und die Italiener sind total verärgert deswegen. „Haha. Wie heißt denn der Laden, der da gewonnen hat?“ frage ich und erzähle, dass uns die Dame an der Hotelrezeption dort zum Essen hinschicken wollte und mir jetzt klar sei, weswegen. Dass wir aber in Spanien nunmal viel lieber Tapas essen wollten und dass ich froh darüber bin. Porque todo esta muy bien.

Wir wollen’s jetzt doch wissen, wie das mit dem lokalen Wein ist und bestellen einen Tinto. Felipe hält mir die Flasche hin. „Ist das der beste der Gegend?“ will ich wissen. Er lacht. „Es ist der beste in meinem Laden.“ und mir dämmert, dass es auch der einzige im Laden ist. Die trinken dort einfach keinen Wein. Die trinken Bier oder Wermut vom Fass. Wir bekommen ein Glas Wein, probieren. Felipe guckt fragend. „Ist ok“ sage ich, „aber der Wermut ist viel besser!“ Prompt bekomme ich ein Glas Wermut „Hier, trink den dazu.“

Dann holt er eine Flasche Weißwein aus der Kühlung, gießt ein Glas randvoll damit, gießt den Rest aus der Flasche weg, spült die Flasche ein paar Mal mit Wasser aus und zapft sie mit Wermut voll. Dann beugt er sich zu mir rüber und erklärt mir irgendwas mit 15 und Sifón und ich steige sprachlich erst mal wieder aus und lächle ein bisschen hilflos.

Tja und dann, als wir die _un_glaub_lich_ niedrige Rechnung – so niedrig, dass wir ohne mit der Wimper zu zucken das Doppelte gezahlt hätten und immer noch das Gefühl gehabt hätten, einen günstigen Abend verbracht zu haben – mit einem breit grinsenden „Esta barata, he?“ „Ist billig, he?“ bezahlt haben und uns verabschieden, drückt Felipe mir just diese Flasche in die Hand, damit wir an so Abenden wie heute in der Küche sitzend, einen Wermut trinken (übrigens bei 15°C und mit ein bisschen Mineralwasser vermischt – ich habe die Sifón-Botschaft doch noch enträtselt) und an ihn denken.

Welch Glück, dass das Hotelrestaurant nicht geöffnet war. Welch Glück, dass wir keine Lust auf Pizza hatten und das das einzige Restaurant war, das uns die Dame vom Hotel empfohlen hatte. Und welch Glück, dass ich nicht meinem ersten Fluchtimpuls nachgegeben habe.

Es sind diese Momente im Leben, in denen man schon in dem Moment weiß, dass man gerade zur genau richtigen Zeit am genau richtigen Ort der Welt ist. Jener Abend im Lauticia gehört für mich dazu, denn Felipe ist ein ganz besonderer Mensch, der auf mich – nur aus diesen Momentaufnahmen an diesem einen Abend – genau diesen Eindruck gemacht hat, dass er in seiner großartigen winzigen Bar immer genau richtig ist und dass sich dieses Gefühl auf seine Gäste überträgt.

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Gracias por todo!

Katja

Einfach da.

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Morgens aufstehen, ein bisschen kaltes Wasser ins Gesicht, die Sneaker an die Füße und noch vorm ersten Kaffee erst mal aus der Wohnung, den Aufzug rufen, 10 Etagen nach unten, aus dem Haus, über die Straße und dann rechts, immer in Richtung der Altstadt, der „echten“ Stadt und es ist total egal, wenn die Haare trotz Kämmens noch wüst in Bettfrisur abstehen, weil um diese Zeit fast nur Jogger und Walker und Wiesienichtalleheißen auf der Promenade unterwegs sind. Den Blick mal vor die Füße gerichtet, vorsicht, da kommen gleich zwei Stufen, aber meist auf’s Meer. Den Wind im Gesicht, in den Haaren, die Leute, die entgegenkommen oder überholen, alle irgendwie in Sportklamotten, fast alle mit Händies am Oberarm festgeschnallt und Stöpseln im Ohr, eine Frau mit Kinderwagen joggend, zwischen allen, da wo die Stadt näher kommt, der alte Mann im weißen Hemd und schwarzen Anzug, Leute die vorbeigehen, ihn respektvoll grüßen, das sind die Einheimischen, die kennen sich, kennen ihn, der Bus, unser Bus, die 7, vorbeifahrend Richtung Stadt, Wellen, Surfer, einer davon mit Surfbrett über die Promenade joggend, nur schnell zum Strand, nur die nächste Welle nicht auch noch verpassen, wo sie gerade so schön sind…

Ich glaube, das ist es, was mir seit einer Woche am meisten fehlt, dieses morgens rausgehen, losstapfen und das Meer ist immer einfach so da. Kein spezielles an den Strand gehen, einfach nur raus vor die Tür, Richtung Stadt und es gehört völlig normal zum Leben dazu. Es müsste ja viel häufiger im Leben einfach so Meer da sein…

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Katja (mit viel Meerweh)

Das Mädchen und die Frau.

Das kleine Mädchen auf Rollschuhen, lachend, strahlend, ungestüm rumrasend, stolpernd, weinend, aufstehend, lachend, strahlend, ungestüm rumrasend. Immer wieder ein ganzes Stück nach vorne auf der Promenade und zurück zu ihrem Vater. Der, ebenfalls lachend, strahlend, sie immer wieder und wieder anfeuernd, ihr Mut zusprechend.

Die Frau, die die Szene beobachtet, zuerst denkend „Ufff, das geht doch hier niemals gut, die tut sich gleich ernsthaft weh, wie leichtsinnig das alles ist“, dann auf einmal erkennend, woher diese Gedanken kommen. An ihre eigene Kindheit zurückdenkend „Komm da runter, du fällst. Mach das nicht, du tust dir weh. Nicht so schnell. Nicht so hoch. Nicht so weit. Nicht so, nicht, nicht, nicht. Du tust dir weh. Du kannst das nicht. Du fällst hin.“. Die Frau, die die Szene beobachtet, auf einmal wissend „So geht das. So er_mutigt_ man sein Kind, so bestärkt man es, gibt ihm Selbstvertrauen.“.

Die Frau auf der Promenade, Tränen in den Augen, zum ersten Mal nicht voller Selbsthass wegen ihrer Feigheit vor allem, vorm Leben, sondern voller Mitgefühl mit dem kleinen Mädchen, das sie vor so vielen Jahren war und das eine ganz andere Lektion zu lernen hatte als jenes auf den Rollschuhen, sich fragend, was für ein Leben sie hätte führen können, wenn jemand da gewesen wäre, der sie lachend und strahlend angefeuert, ihr Mut gemacht hätte.

Die Frau mit den Fingern auf der Tastatur, „besser spät als nie“ denkend, sich endlich mehr trauend, sich endlich Dinge zu_trauend_.

Katja

Tadaaa!

Da bin ich wieder! 🙂

Nein, nein, ich hatte euch nicht vergessen. Ich war nur so mit „im Urlaub sein“ beschäftigt, dass ich unterwegs gar keine Lust zu bloggen hatte und nur die Twitter-Timeline mit ungefähr einer Schrilliarde Meer-, Sonnenuntergangs- und Zeugsfotos versorgt habe, weil das so einfach zwischendurch und von unterwegs aus geht und nicht so vieler Worte bedarf.

Jetzt bin ich seit Montag spätabends wieder im Lande, habe gestern ALLES wieder ausgepackt und die ersten 6 Maschinen Wäsche gewaschen und bin aber ansonsten noch nicht wieder so richtig und mit dem Kopf und allen Sinnen hier angekommen. Die Gedanken hängen noch ein bisschen am Meer rum und gucken den Wellen zu und in mir regt sich wieder das altbekannte Gefühl, das mich nach jeder Spanienreise überkommt. Die Gedanken noch ein bisschen beisammen halten, den Alltag noch ein bisschen ausklammern und mich stattdessen noch ein bisschen an den letzten 3 Wochen festklammern, die wirklich großartig waren. Doch davon in der nächsten Zeit vielleicht – oder besser hoffentlich, wenn ich Zeit und Ruhe dafür finde – noch ein bisschen mehr. Heute erst mal nur das kleine Lebenszeichen, erst mal die Gedanken noch ein bisschen beisammen und bei mir behalten, den Alltag noch ein bisschen ausklammern.

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Geht’s euch gut?

Katja

 

Ich bin dann mal weg

Jetzt nochmal einen Wimpernschlag lang hinlegen und dann in etwa 3 Stunden aufstehen, duschen, Kaffee kochen, Reste einpacken, Kaffeemaschine putzen und los geht’s.

Meerluft schnuppern, Sonnenuntergänge am Atlantik bestaunen, die Zehen in warmen Sand graben, tinto de verano und vino tinto trinken, Tapas futtern, Zeux angucken, Gambas pulen, Spanisch üben, den Sommer noch ein bisschen verlängern,…

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Mal sehen, ob ich Lust habe, direkt von unterwegs aus ein bisschen live zu bloggen. Ansonsten bis in etwa 3 Wochen!
Lasst’s euch gut gehen!

Katja

Sonnenuntergangskitschpopitsch

Nur noch 2 Tage, dann geht’s los ins innig geliebte Andalusien und damit ihr hier auch ein bisschen was zum Hachzen habt, habe ich für den Oktoberheader eines meiner Lieblingssonnenuntergangsfotos von der letzten Reise nach Spanien rausgekramt. Entstanden ist es am allerletzten Abend in Punta Umbria, wo wir mit einer Flasche Wein und den Fotoapparaten am Strand noch einmal der Sonne beim Untergehen zugeschaut und dann, weil es so schön und der Abschied so schwer war, gründlich den Punkt verpasst haben, an dem wir schleunigst von dort hätten flüchten müssen, weil jeden Abend exakt pünktlich in dem Moment, in dem das Meer den letzten Happen Sonne verschluckt hat, kamen die drölf Schrilliarden Stechmücken, die sich alle gleichzeitig auf einen gestürzt haben, was speziell an diesem Abend zu einem größeren Problem führte, aber das ist eine ganz andere und nicht so schöne Geschichte. Dann doch lieber noch mal hochgucken und hachzen!

Katja