Neulich in meiner Küche

Das könnte ich durchaus häufiger tun – für Menschen kochen, die ich so gerne habe und sie dann um meinen Tisch versammeln – kaum etwas macht mich so dermaßen froh und zufrieden.

Gestern durfte ich und das war wegen der besonderen Menschen besonders schön! (Klick macht big!)

Auf das Leben! Und auf die Freundschaft!

Kommt bitte bald wieder! ❤

Katja

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Neulich in meiner Küche

„Wir haben dir gerne den Gefallen getan, uns aufopferungsvoll um deine Köstlichkeiten zu kümmern, damit du 2 Tage lang beim Kochen glücklich sein konntest.“ verabschieden sich meine Lieblingsgäste, für die ich deswegen so gerne koche, weil sie tatsächlich niemals sagen, dass man sich doch nicht so viel Mühe hätte machen sollen. Ich liebe es, mir die Mühe zu machen. Ich liebe es, wenn Menschen sich richtig darüber freuen können, dass man mit Liebe und Freude für sie kocht und jene Gäste können das.

Nachdem ich gestern 8 Stunden und heute ab kurz nach 7 morgens in der Küche stand, bin ich gerade überaus erledigt, aber zufrieden grinsend, weil meine Gäste vorhin satt und glücklich wieder in Richtung ihrer Heimat aufgebrochen sind.

Heute hier so. In ein paar Bildern: (Klick macht groß)

 

Kann losgehen!

Aperitif (schnöder Holunderblütenlikör bzw. -sirup mit Mineralwasser)

Meine ersten Antipasti…

…und ich bin zugegebenermaßen stolz darauf.

Dazu Focaccia.

Spinatgnudi mit Salbeibutter

Pizza

Pizza

und Pizza

Saltimbocca ala Romana mit Peperonata und Risoleekartoffeln

Pflaumencrumble mit Amarettini-Streuseln und Vanilleeis

Und weil die Gäste dann noch so hungrig aussahen, gab es hinterher noch Monkeybread.

 

Küchenchaos. (Mittlerweile fast schon wieder in Ordnung.)

Das war sehr schön! Ich hoffe, die kommen bald wieder. 🙂

Katja

 

 

Muss ja.

„Schreibste morgen eben: ich hatte gestern keinen Bock mehr zu bloggen. Und um 22.28 Uhr muss ja auch niemand mehr bloggen.“, sagt er und dann sagen wir noch Gute Nacht, was eine Weile dauert und legen auf, was ja genau genommen gar nicht mehr so heißt, weil man gar keinen Hörer mehr auflegt, sondern nur einen blöden Knopf drückt, aber bei mir wird das wohl auf immer und ewig Auflegen heißen und ehrlich gesagt fand ich das richtige Auflegen auch immer viel schöner, weil jetzt kann man zum Beispiel nicht mal mehr wütend den Hörer auf die Gabel knallen, sondern höchstens wütend auf den roten Knopf drücken, der ja noch nicht mal ein echter Knopf ist, sondern nur als solcher auf dem Display angezeigt wird, aber das wütende Knopfdrücken kann man auch gleich bleiben lassen, weil der andere gar nicht merkt, ob man wütend oder traurig oder betrunken oder fröhlich gedrückt hat, also zumindest nicht am Drücken und obwohl das mit dem Telefonieren ja alles ein bisschen einfacher ist, auch dadurch, dass man nicht mehr angeleint ist, sondern volle Bewegungsfreiheit hat, ist es doch auch komplizierter.

Und jetzt ist es sogar noch deutlich später als zweiundzwanziguhrachtundzwanzig und ich sitze doch wieder mit den Fingern auf der Tastatur, weil es gar nicht mehr so ist, dass ich keinen Bock mehr habe zu bloggen, sondern eigentlich sogar das dringende Bedürfnis, jetzt doch noch aufzuschreiben, dass dieser durch und durch besch…eidene Tag noch ein so versöhnliches Ende findet. Yukon Jack und Tee trinkend, in der schummrigen Küche telefonierend und statt weiterheulend ganz schön viel lachend, dann auflegend, eine Nachricht findend und direkt weiterfreuend.

In diesem Internet gibt’s ganz schön großartige Menschen und ich bin froh, ein paar davon zu kennen. Heute wieder mal besonders. ❤

Katja

Hold on

Diese kurzen Momente, in denen sich alles gut anfühlt und in denen du denkst, dass alles gut werden kann und von denen du dir wünscht, du könntest sie festhalten. Aber vermutlich liegt genau in der Nichtfesthaltbarkeit der Trick, weswegen sie dir so besonders und so groß erscheinen und du kannst nur die Augen schließen und versuchen, dir das ‚alles gut‘-Gefühl im Herzen einzuprägen und die Zuversicht, die in der gleichen Ecke wohnt, damit zu füttern auf dass sie groß und stark werden kann.

Katja

Irgendwas mit Fokussierung: #3guteDingedesTages

Ich muss DRINGEND wieder mal häufiger meinen Fokus auf die kleinen Dinge richten, die das Leben schön und mich glücklich machen, daher hier wieder mal #3guteDingedesTages

*Ein Spaziergang im herrlichen Sonnenschein.

*Ein Blümchen am Wegesrand.

*Die erste Kürbissuppe des Herbstes mit Kräutern aus dem eigenen Garten. ❤

Katja

 

Während draußen die Landschaft vorbeisaust

Und dann sitzt du im Zug, noch 2 Stunden Fahrt liegen vor dir, die Kopfhörer, aus denen Billy Talent ertönt, in den Ohren, das Handy in der Hand, im Blick ein bisschen vom Handy, ein bisschen von der Landschaft, die vorm Zugfenster vorbeisaust, ein bisschen von deinem Gegenüber, ebenfalls mit Kopfhörern in den Ohren, mit Häkelnadel statt Handy bewaffnet. 

So sitzt du und hast den Kopf voll mit Eindrücken von einem Tag in Erfurt, von einer ersten Begegnung mit einer tollen Frau, die du seit Jahren kennst, aber heute zum ersten Mal getroffen hast, und musst darüber nachdenken, wie sehr sich dein Leben in den letzten 2 Jahren verändert hat, wie sehr du dich verändert hast. So ein Ausflug wie heute wäre noch vor einigen Monaten undenkbar gewesen. Zu große Angst, mit der du dir selber im Weg gestanden hättest. 

Irgendwann vibriert dein Handy wegen einer eingehenden WhatsApp. Die Frau gegenüber grinst einmal kurz hoch, die WhatsApp: „wenn du was essen willst, winkst du, ja?“. Und dann merkst du, wie du auf einmal schwer an 3 Tränen schlucken musst. Die Frau mit dem Kopfhörer gegenüber, die statt zu reden, weil ihr beide gerade kommunikationsmüde und -satt seid nach dem langen Tag, der kurz nach 6 auf dem Bahnhof begonnen hat, WhatsApp schreibt, ist deine Freundin und das ist ein Gedanke, der dir gerade regelmäßig Tränen in die Augen treibt. So viele Jahre hast du dir jemanden gewünscht, mit dem du dich derart verstehst und der nicht am anderen Ende der Republik wohnt, sondern in einer Distanz, in der man sich auch einfach Mal so und ohne großen logistischen Aufwand und lange Planung treffen kann. So sehr, dass du es sogar via Anzeige versucht hast, um immer irgendwann festzustellen, dass das nie über ganz nett hinaus kam, immer anstrengend war und mit viel Bauchweh verbunden und dem Gefühl, immer aufpassen zu müssen, was du sagst und wie du bist. Immer gebremst, nur nicht zeigen, wie schräg und seltsam du manchmal bist.
Und dann ist da auf einmal jemand, da bist du ganz du und das ist ok. Und nach ein paar Monaten und etlichen Begegnungen, fragst du dich, ob es wirklich erst ein paar Monate sind, weil dieser Mensch mit vollkommener Natürlichkeit in die Lücke passt, die da so lange war. Irgendwann fällt dir auf, dass du wirklich eine Freundin gefunden hast und du heulst auf einmal Rotz und Wasser, als dir aufgeht, wie sehr du anfangs davon ausgegangen bist, dass sie nur Mitleid mit dir haben kann, weil was sollte so ein klasse Mensch ausgerechnet mit dir Loserin wollen? Aber das Verstehen, das da zwischen euch ist, das ist alles nur kein Mitleid und du fühlst dich auf einmal gar nicht mehr als Loserin sondern überaus dankbar über so viele Veränderungen.

Käthe

Umgekehrt wird ein Schuh daraus*

Vor ein paar Monaten habe ich zum ersten Mal im Leben Sport für mich entdeckt und vor allem in dem Sinne entdeckt, dass ich merke, wie sehr er sich auf mein seelisches Gleichgewicht und Wohlbefinden auswirkt. Wenn ich japse, alle Muskeln jaulen, ich an meine Grenzen gehe und manchmal auch drüber hinaus, dabei die richtige Musik im Ohr habe, stellt sich irgendwann automatisch ein Grinsen im Gesicht ein und es hat schon seinen Grund, dass ich vom Fitnessstudio meist als die „Endorphinfabrik“ spreche.

In den letzten 3 Wochen war ich nicht trainieren, weil’s mir schlecht geht (Ha! Mit ein bisschen Übung fällt es mir gerade leichter, das Kind beim Namen zu nennen und ich habe mich nicht von „nicht so gut“ kommend auf „schlecht“ korrigieren müssen.) und ich so viele Termine um die Ohren habe, dass ich froh über jeden Tag war, an dem ich nicht aus dem Haus und vor allem nicht unter Menschen musste. Ich habe mich stattdessen, so oft und gut es ging (und das war nicht besonders häufig) zu Hause vergraben und darauf gewartet, dass es mir irgendwann wieder so viel besser gehen wird, dass ich auch wieder motiviert bin, trainieren zu gehen.

Das. Funktioniert. So. Aber. Nicht.

Das dämmerte mir schon vor ein paar Tagen und heute hatte ich endlich wirklich die Zeit, hab mir ’nen Tritt abgeholt, mich aufgerafft, die Sportsachen gepackt und bin trainieren gegangen. Und es war wie’s fast immer ist: ich habe geschwitzt, jeder Muskel tat irgendwann weh – aber der Kopf wurde im Laufe der zwei Stunden immer leichter und es ging mir seit Tagen nicht so gut wie gerade. Körperlich total ko, psychisch endlich mal nicht mehr im Dauernd-Losweinen-Müssen-Modus.

Und damit ich nicht so schnell wieder vergesse, dass ich mich erst aufraffen muss, um Sport zu machen, damit es mir besser geht, anstatt zu warten, dass es mir von selber besser geht, um mich wieder zum Sport aufraffen zu können, halte ich das lieber direkt hier fest! (Filed under: #TIL)

Gib mir ein leichtes Schwert
für meine schwere Hand
eins das führt, wenn ich folge
und folgt, wenn ich führe

Ein leichtes Schwert
für meine müde Hand
eins das tanzt wie ein Schmetterling
tanzt wie ein Schmetterling
tanzt, tanzt, tanzt

(Judith Holofernes – Ein leichtes Schwert)

Katja

[*Link zur Erklärung des Ursprungs der Redewendung im Titel. Geht euch das auch so, dass ihr sowas immer nachschlagen müsst?]