Prummedatschi

Wenn ich eines in den letzten Jahren auf Twitter gelernt habe, dann dass es vom Twittern eines Fotos von Pflaumenkuchen ungefähr 10 Minuten bis zum „Prummetaat!  😍“-Kommentar von Micha und dem „Zwetschgendatschi! 😍“-Kommentar von Armin dauert und natürlich auch, dass das die regionalen Vokabeln im Westen bzw. Süden der Republik sind.

Und weil ich unlängst jemandem versprochen hatte, mein Rezept für die Prummedatschi (und vielleicht nenne ich Pflaumenkuchen einfach ab jetzt immer so, als Hommage an die beiden Vokabelgeber 😅) aufzuschreiben, mache ich das direkt hier.

Meine beiden bisherigen diesjährigen waren beide mit Quark-Öl-Teig und Zimtstreuseln und das war ziemlich grandios.

Für 1 Blech dafür braucht man:

Für den Boden:

400 g Mehl
1 Tütchen Backpulver
125 ml Milch
125 ml neutrales Öl (ich nehme Rapsöl)
100 g Zucker
250 g Magerquark

Für den Belag:

ca. 1,5 kg Pflaumen

Für die Streusel:

300 g Mehl
150 g Zucker
2 Tütchen Vanillezucker
150 g weiche Butter
2 TL Zimt
(2 Handvoll grob gehackte Walnüsse – optional für mehr Crunch)

 

Und so geht’s:

Die Zutaten für den Quark-Öl-Teig zusammenkneten und auf dem gefetteten Backblech ausrollen und mit einer Gabel ein paar Mal einpieken. Die Pflaumen waschen, entsteinen und leicht einschneiden und ziegelartig überlappend auf dem Teig verteilen.

Die Zutaten für die Streusel mit der Hand zusammenkneten und über die Pflaumen streuseln.

Bei 200°C Ober-/Unterhitze für ca. 25 min backen.

 

 

That’s all.

Katja

Wenn man von etwas nicht genügend Varianten haben kann, dann ja wohl von Käsekuchenrezepten!

Neueste Eigenerfindung, ohne Boden, dafür dieses Mal nicht ganz ohne Aufwand. (Ein easypeasy 10 Minuten Käsekuchenrezept gibt es hier: Klick!)

Man braucht dafür:

1 kg Magerquark
250 g weiche Butter
300 g Zucker
1 Vanillezucker
6 Eier
1 Prise Salz
100 g Weichweizengries
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 TL Backpulver
Orangenschalenabrieb (von einer Bio-Orange bzw. die Backvariante von Dr. Oetker oder sonstwem, weil es nicht so trivial ist, unbehandelte Orangen aufzutreiben)
3-4 EL Grand Marnier

Und so geht’s:

Den Magerquark für mind. 1 Stunde in einem Sieb abtropfen lassen. Eine 26 cm Springform einfetten und mit Backpapier auslegen, den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker 5-6 Minuten lang mit Küchenmaschine oder Rührgerät schaumig rühren. Die Eier trennen und die Eiweiß zusammen mit dem Salz zu steifem Eischnee schlagen. Die Eigelb nach und nach zur Zucker-Butter-Mischung geben. Den Gries mit dem Puddingpulver und Backpulver vermischen und zu der Masse geben, dann den Quark, die Orangenschale und den Grand Marnier und alles gründlich verrühren. Zuletzt vorsichtig den Eischnee unterheben und die Masse in die Springform geben. Ca. 1 Stunde auf der unteren Schiene backen, nach etwa 40 min mit Backpapier oder Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Am besten in der Form und im Backofen auskühlen lassen.

Ich hab natürlich zum einen den Kuchen zu spät abgedeckt und obwohl ich ihn im Ofen hab abkühlen lassen, ist er wieder auf die Hälfte zusammengefallen und weil er für Gäste ist und ich mit der Optik so unglücklich war, hab ich meinen hinterher noch mit geschmolzener weißen Schokolade, zerbröselten Schokoladenkeksen und Blaubeeren optisch aufgemotzt und mir fällt jetzt kein sinnvoller Grund ein, wieso ich das nicht immer tun sollte, weil es nicht nur hübscher aussieht, sondern auch geschmacklich total gut passt.

(Man kann übrigens auch die Orangenschale und den Grand Marnier durch Zitronenschale und Zitronensaft ersetzen, was ja in Käsekuchen durchaus gängiger ist. Ich bin aber so ein großer Grand Manierfan und wollte unbedingt mal Käsekuchen mit Orangenaroma testen und bin ordentlich begeistert davon.)

Katja

Rumfort-Kuchen aka Banana Bread

Was tun, wenn man viel zu viele Bananen gekauft hat und die dann irgendwann dringend weg müssen? Richtig – man backt ein Banana Bread. Und wenn es sehr viele zu viel waren und das Banana Bread sehr lecker geworden ist, kann man das ruhig am nächsten Tag nochmal wiederholen – das Zeug bleibt ja eine ganze Weile sehr saftig. Also es würde, wenn es denn eine Chance hätte, überhaupt alt genug zu werden, um die fortwährende Saftigkeit unter Beweis zu stellen.

Nachdem ich beim letzten Mal einfach sehr wüst Zutaten kombiniert habe, ohne darauf zu achten, was und in welcher Menge überhaupt und mich hinterher darüber geärgert habe, dass das leckere Ding dadurch nicht reproduzierbar war, hab ich dieses Mal abgemessen und notiert – nur für den Fall, dass es wieder so gut würde. Ist sogar noch besser, deswegen jetzt hier der dauerhaftere Notizzettel.

Für eine Kastenform von geschätzt Mitte 20 cm braucht man:

3 sehr reife Bananen
100 g Butter‘
2 Eier
100 g brauner Rohr.ohr.zucker (+1 EL)
1 TL Zimt
1 TL Vanilleextrakt bzw. das Mark aus einer Vanilleschote
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
75 g gemahlene Haselnüsse
75 g Walnüsse

Und so geht’s:
Die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen, die Bananen schälen und mit einer Gabel grob zerdrücken (die müssen nicht ganz Matsch sein, mit Stückchen wird die Kuchenstruktur ganz prima). Das Mehl mit dem Backpulver, Salz und den gemahlenen Nüssen in einer kleinen Schüssel vermischen. In einer größeren Schüssel die Eier, den Zucker (ohne den Zusatzesslöffel), den Zimt und die Vanille mit einem Schneebesen zusammenrühren, die Mehl-Nuss-Mischung dazugeben und einrühren, dann die Bananen und zuletzt die flüssige Butter. In der Pfanne die Walnüsse (nur sehr grob zerkleinert) ein bisschen anrösten und dann den EL Zucker dazugeben und die Walnüsse karamellisieren und dann als letztes unter den Teig mischen. Den Teig in eine gefettete und leicht bemehlte Kastenkuchenform einfüllen und für 40 min bei Ober-/Unterhitze backen. (Stäbchenprobe machen, der Teig soll nicht mehr kleben.)
5 min in der Form und den auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und am besten schon lauwarm das erste Stü…naja die ersten beiden Stücke testen. 😀

Katja

Der Fluch des Selbermachens #7, heute: Überbrückungsbrötchen aka Burger Buns

Wenn der erste Versuch, Pulled Pork selber zu machen, ungeplant mal eben 11 Stunden länger braucht als man vorher so dachte, bleibt in der Wartezwischenzeit jede Menge Zeit, die Jeopardymelodie zu summen und wenn einem das auch zu langweilig wird, dann backt man halt mal eben noch die Burger Buns selber. Das doofe ist nur, dass die so dermaßen viel besser als jegliches gekauftes pappiges, zerbröselndes, durchweichendes Burger Brötchen sind, dass man vermutlich ab jetzt und für immer und ewig dazu verdammt ist, die Burger Brötchen selber zu backen.

Für 8 große Brötchen braucht man:

50 g Butter
300 ml (+ 1 Schluck) Milch
1/2 Würfel Hefe
1,5 EL Zucker
500 g Mehl
1 TL Salz
1 Ei
Sesam zum Bestreuen

Und so geht’s:

Die Butter schmelzen, dann die Milch dazu geben und checken, ob das ganze etwa handwarm ist, dann den Zucker dazu geben und die Hefe reinbröseln und mit einem Löffel verrühren damit sie sich ein bisschen löst. Beiseite stellen, bis sich deutliche Blasen bilden.

In der Zwischenzeit das Mehl mit dem Salz vermischen, das Ei aufschlagen, verkleppern und ca 1 EL davon wegnehmen und beiseite stellen. Sobald die Hefemischung Blasen wirft, diese und den Rest des Eis zum Mehl geben und mit der Küchenmaschine oder den Knethaken vom Handmixer ca. 6 min lang durchkneten bis sich ein elastischer Teigklumpen gebildet hat.

(Normalerweise knete ich Hefeteige immer mit der Hand, aber bei diesem funktioniert das tatsächlich nicht, weil er dann so dermaßen klebt und man dazu neigt das mit mehr Mehl auszugleichen und dann funktioniert das Aufgehen nicht. #füreuchgetestet)

Ein sauberes Geschirrhandtuch mit warmem Wasser anfeuchten und die Teigschüssel damit abdecken und für ca. 45 min an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zeit sollte sich das Volumen des Teiges etwa verdoppelt haben.

Die Luft aus dem Teig kneten, den Teig in 8 gleichgroße Teile teilen und aus jedem ein rundes Brötchen kneten. Die Teiglinge auf ein mit Backpapier belegten Backblech legen und wieder mit dem feuchten Geschirrtuch abdecken und nochmal ca. 45 min gehen lassen. In der Zeit irgendwann den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den beiseite gestellten Löffel Ei mit einem großen Schluck Milch vermischen und die Brötchenoberseiten mit einem Backpinsel mit der Mischung bestreichen, Sesam darüber streuen und das Blech für 18 bis 20 min in den Ofen schieben. Nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen, die Brötchen auf ein Kuchengitter legen und für 15 min mit einem sauberen Geschirrhandtuch (dieses Mal ein trockenes) abdecken. (Das dient dazu, dass sie weich bleiben.) Dann noch ein bisschen abkühlen lassen, Burger draus basteln und fluchen, weil man nie wieder gekaufte Burger Buns essen möchte.

 

Das selbstgemachte Pulled Pork war übrigens auch so unfuckingfassbar lecker, dass ich leider leider auch das nie wieder als Fertigvariante zum Aufwärmen kaufen kann.

Katja

Whisky-Schokoladen-Kuchen

Wenn man im Dezember auf der Interwhisky in Frankfurt nach dem Genuss von 3 bis 17 Drams (man zählt ja besser nicht so genau mit) am Stand einer deutschen Whiskydestillerie landet, deren direkt aus einem Sherryfass (in dem er nicht nur zum Finish war, sondern die komplette Zeit der Reifung) gezapften Whisky probiert und für gut befindet und dann noch ’nen Flyer mitnimmt, auf dem sie für Besuche der Destillerie werben, dann hat man quasi gar keine andere Möglichkeit, als die Idee der gemeinsamen ‚Klassenfahrt‘ – denn den Charakter einer Klassenfahrt hatte schon der gemeinsame Besuch der Whiskymesse – ein paar Monate später wieder aufzugreifen und die whiskyaffine Twittertimeline zur Klassenfahrt zur St.Kilians Destillerie einzuladen.

Und so kam es, dass Samstag 10 Twitterer aus diversen Ecken der Republik nach Rüdenau anreisten und sich erst mal auf dem Platz vor der Kirche zum Stehpicknick im Halbtrockenen versammelten und jetzt bin ich endlich an dem Ende des Bogens angekommen, wo ich hinwollte und der in Kurzform einfach nur Kuchenrezept lautet. Standesgemäß gab’s vor dem Besuch einer Whiskydestillerie *natürlich* passend dazu einen

Whisky-Schokoladen-Kuchen

und der geht so:

Idealerweise backt man den Kuchen einen Tag bevor man ihn essen möchte, damit er ein bisschen durchziehen kann. Idealerweise² fängt man da nochmal 2-3 Tage vorher an, mit

100 ml Whisky (nach Geschmack und Schmerzgrenze. Ich nahm einen Non Age Statement Bushmills, der mMn ein grandioses Preis-Leistungs-Verhältnis hat) in die man 80 g Cranberries (oder Rosinen, wer mag) einlegt.

für den Teig:

200 g Zartbitterschokolade
120 g Butter

zusammen über’m Wasserbad schmelzen

3 große Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und erst mal beiseite stellen.

Das Eigelb zusammen mit 140 g Zucker weißschaumig rühren, die geschmolzene Schokolade und Butter dazu geben und rühren, dann

100 g Mehl
1/2 TL Backpulver
120 g gemahlene Mandeln miteinander vermischen, ebenfalls unterrühren, genauso wie die Cranberries und den Whisky, in dem sie gebadet haben.

Zuletzt vorsichtig den Eischnee unterheben und den Teig in eine Springform mit 24 cm Durchmesser geben, bei der der Boden mit Backpapier ausgelegt ist und die Ränder leicht eingefettet und bemehlt sind.

Für 20 min bei 190°C Ober-/Unterhitze backen. Der Kuchen soll an der Oberseite fest sein, die Mitte bleibt Mousse-au-chocolat-mäßig weich.

Den Kuchen 10 min in der Form ruhen lassen, dann rausnehmen und vollständig erkalten lassen.

Dann 100 g Zartbitterschokolade über’m Wasserbad schmelzen, 50 g weiche Butter, 1-2 EL Whisky und 3 EL gesiebten Puderzucker unterrühren und den Kuchen mit einem Pinsel oder Messer mit einem Schokoladenguss überziehen. Bis zum nächsten Tag oder mindestens für 2-3 Stunden stehen lassen. Anschneiden.
Freuen.

Man kann die St. Kilians zwar auch ohne vorheriges Kuchenpicknick am Dorfplatz besuchen und ganz zur Not auch ohne unsere Gesellschaft, aber dann ist es natürlich nur halb so schön!

Katja

 

So easy-peasy war Brotbacken noch nie!1elf / 3 to go

Nach viel zu langer Zeit, habe ich endlich wieder mal ein Brot gebacken und wat sollsch sachen? So einfach und vor allem so schnell (!) war das wirklich noch nie. Ca. 30 min incl. Backzeit und heraus kommt ein wirklich leckeres Brot. Nachdem ich hier und hier schon zwei super einfache Brotrezepte Schrägstrich Brotbackmethoden verbloggt habe, ist das Irische Sodabrot wirklich nochmal einfacher. Das Rezept stammt aus „Cook’s Bible Backen“, mit dem ich recht zufrieden bin, weil alle bisher ausprobierten Rezepte, gut funktionierten und die Ergebnisse lecker waren.

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Für das Irische Sodabrot braucht man:

450 g Mehl (+evtl. 50 weitere Gramm)
400 ml Buttermilch
1 TL Salz
1 TL Natron

Und so geht’s:

Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen und daran merkt man, dass das Brot tatsächlich ruckzuck geht – man ist nämlich mit dem Teig fertig, wenn der Ofen heiß ist. Ein Backblech mit Backpapier belegen (das Originalrezept fettet das Blech ein, aber ich halte das Spülen lieber einfacher).

Mehl mit Natron vermischen und in eine Schüssel sieben, Salz untermischen, eine Mulde in die Mitte drücken und die Buttermilch komplett in die Mulde gießen. Den Teig zuerst in der Schüssel mit einem Löffel vermischen und dann mit der Hand durchkneten. Der Teig soll sehr weich, aber nicht zu feucht sein. Meiner war sehr feucht, ich habe noch etwas zusätzliches Mehl untergeknetet. Dann auf der bemehlten Arbeitsfläche noch ein bisschen weiterkneten und einen runden Laib formen. Den Laib auf’s Blech legen, mit einem scharfen Messer ein Kreuz in die Oberseite ritzen und für 20 bis 25 Min in der Mitte des Ofens backen. Mein Brot war nach 20 min fertig. Man erkennt das – außer an der Farbe – daran, dass es hohl klingt, wenn man drauf klopft.

Auf einem Gitter abkühlen lassen, anschneiden. #Omnomnom!

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Katja

Wieder mal Gäste bekochen, heute: orientalisch

Die Zeit rennt so und es ist schon ein paar Wochen her, dass ich wieder einmal Gelegenheit hatte, für Gäste zu kochen. Und weil ich die Rezepte versprochen habe (und die vom Mal davor schuldig geblieben bin, weil ich nicht zum Aufschreiben kam *soifz*), schreibe ich sie auch gleich auf’s Blog, wenn ich sie ohnehin aufschreibe.

Es gab orientalisches Essen, weil ich das schon länger mal als Menü kochen wollte und jene Gäste sind immer erfreulich probierfreudig. 🙂

Los geht’s mit Arabic Sun!

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Der Aperitif hat den großen Vorteil, dass man ihn auch als alkoholfreie Variante für die kleinen Gäste am Tisch zubereiten kann und er sieht trotzdem genauso wie der Erwachsenendrink aus!
Für den alkoholischen mischt man 43 (den spanischen Likör) und Orangensaft im Verhältnis 1:3 zusammen mit einer kleinen Prise Kardamom, gibt das auf Eiswürfel in hohe Gläser, lässt vorsichtig über einen Löffel ca. 1 TL Grenadine reinlaufen und streut eine Prise Zimt auf die Oberfläche. Beim alkoholfreien lässt man einfach den 43 weg.

Danach gab es dünnes Fladenbrot, Hummus, Tomaten-Granatapfel-Salat und Kichererbsen-Spinat-Salat:

 

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Für das Fladenbrot braucht man:

400 g Mehl (ich nahm 300 g ganz schnödes und 100 g Dinkelmehl)
200 ml lauwarmes Wasser
1 Würfel Hefe
1 TL Salz
2 TL Zucker
2 EL Olivenöl

Und so geht’s:

Aus den Zutaten einen geschmeidigen Hefeteig kneten, warm stellen und gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat. Dann in 6 Portionen aufteilen und aus jeder Portion mit einem Nudelholz einen halbwegs runden Fladen mit ca. 20 cm Durchmesser ausrollen. Eine beschichtete Pfanne dünn einölen (wenn die Beschichtung tippitoppi ist, geht es auch ohne), die Platte so auf 3/4 Hitze (bei mir 7 von 9) stellen. Die Fladen mit einer Gabel einpieksen und einen nach dem anderen in der Pfanne braten bzw. backen. Wenn die Oberseite Blasen wirft, umdrehen und noch kurz die andere Seite braten. Die Fladen bleiben relativ hell und weich haben nur ein paar dunkle Stellen.

Das kann man soweit vorbereiten und in einer Dose (vermutlich geht auch ein Gefrierbeutel) über Nacht aufbewahren und dann am nächsten Tag für’s Essen kurz (nur etwa 2 min) in den Backofen bei 200°C geben. Die Reste (die noch nicht im Backofen waren!) schmecken auch noch einen Tag später, wenn man sie so behandelt wie gerade beschrieben.

Die Fladen eignen sich dadurch, dass sie so weich sind, sicher auch toll, um Dinge einzurollen. Das werde ich demnächst mal testen.

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Für das Hummus braucht man:

1 kleine oder 1 halbe große Dose Kichererbsen
Tahini nach Geschmack – bei mir darf es gerne viel davon sein, also 3-4 große EL voll
2 Knoblauchzehen, grob gehackt
2 EL Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
gemahlener Kreuzkümmel (reichlich)
Salz
evtl. eiskaltes Wasser

2 EL Butter
2 TL Paprikapulver (ich mag’s am liebsten mit geräuchertem)

Und so geht’s:

Die Kichererbsen in ein Sieb abgießen und unter fließendem Wasser gründlich abspülen. Wer sich ein Fleisssternchen verdienen will, flitscht anschließend alle Kichererbsen aus dem dünnen Häutchen, in dem sie locker sitzen. Das macht zugegebenermaßen viel Arbeit und wenig Spaß, aber es lohnt sich. Das Hummus wird unvergleichlich viel cremiger! (Was man sich allerdings getrost sparen kann ist getrocknete Kichererbsen selber zu kochen statt Dosen zu nehmen. Das ist nur langwierig und verursacht Arbeit und ich habe noch keinen Vorteil entdecken können, den es bringt.)

Hat man die Geduldsübung hinter sich (oder will darauf verzichten) werden alle Zutaten, bis runter zum Salz, fein püriert. Je nach Festigkeit gibt man dann noch in kleinen Portionen möglichst kaltes Wasser dazu, bis das Hummus so cremig ist, wie man es gerne hätte.

Das lässt sich soweit gut vorbereiten und zieht dankbar über Nacht im Kühlschrank durch.

Am nächsten Tag dann noch 2 EL Butter in einem kleinen Pfännchen (oder Topf) erwärmen, mit dem Paprika vermischen und am besten gibt man es in eine Mulde im Hummus und verrührt es erst beim Servieren.

IMG_20160221_124308Das ist meine Lieblingsvariante und das Rezept hat mir Tanya mal gegeben, nachdem ich nach gemeinsamem Grillen von ihrem Hummus so begeistert war. Die rote Butter macht’s! 🙂

Wenn man in einer Kleinen Stadt wohnt, ist es nicht immer so leicht an alle Zutaten zu kommen und weil ich hier wieder mal kein Tahini bekommen habe und keine Zeit hatte, dafür extra anderswo (respektive in Darmstadt) einkaufen zu gehen, habe ich auch zum ersten Mal Tahini selber gemacht.

Dafür braucht man:

250 g Sesam
einen großen Schluck Sesamöl (neutrales Öl geht auch)

Und so geht’s:

Sesamsaaten in einer Pfanne ohne Fett leicht bräunen, abkühlen lassen und in einem hohen Gefäß zusammen mit dem Öl zu einer feinen Paste pürieren. (Das ist leider kein Rezept für schwachbrüstige Pürierstäbe, hier braucht’s schon ein bisschen Schmackes, damit eine Paste daraus wird und ich musste auch alle Nase lang die Messer des Stabes von festem Sesamklump befreien, aber mit ein bisschen Geduld ging es doch.) In einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Auch wenn das eine recht große Menge wird, empfiehlt es sich nicht, die Menge zu reduzieren, sofern man das mit dem Pürierstab mixt, weil der bei zu wenig Püriermasse einfach nicht vernünftig arbeitet.

Für den Tomaten-Granatapfel-Salat braucht man:

ca. 500 g Tomaten (ich nahm verschiedene Sorten, alle unterschiedlich geschnitten, das mag ich immer ganz gerne in Tomatensalat)
3-4 EL Granatapfelkerne
1-2 Schalotten (eine kleine Zwiebel geht vermutlich auch)
1 Zehe Knoblauch
2-3 EL Zitronensaft
2-3 EL Olivenöl
1 TL Honig
Salz und Pfeffer, am besten frisch gemahlen
ein paar gewaschene und klein geschnittene Blättchen Minze zum Bestreuen

Und so geht’s:

Die Tomaten recht klein schneiden, Schalotten und Knoblauch fein würfeln. Tomaten, Granatapfelkerne, Schalotten und Knoblauch vermischen. Aus den restlichen Zutaten ein Dressing aufschlagen und mit dem Salat vermischen, Minze drüber, fertig.

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Für den Kichererbsen-Spinat-Salat braucht man:

1 kleine oder den Rest aus der großen Dose Kichererbsen
ca. 400 g TK-Blattspinat
2 Zehen Knoblauch
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 unbehandelte Zitrone, davon die abgeriebene Schale und 2 EL Saft
Pfeffer, Salz frisch gemahlen
Garam Masala und Cumin, beides gemahlen
100 g Schafskäse
1/2 – 1 Bund Petersilie
evtl. 1 Schluck Olivenöl

Und so geht’s:

Den tiefgekühlten Spinat in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze auftauen. Währenddessen Knoblauch und Ingwer sehr fein schneiden und dann direkt zum getauten Spinat geben. Ebenso die Kichererbsen und die Gewürze mit in die Pfanne geben und ein paar Minuten unter Rühren mitbraten. Zitronenschale und Saft zum Salat geben und den Salat dann abkühlen lassen. Den Schafskäse zwischen den Fingern zerbröseln und unterrühren. Petersilie waschen, fein hacken und ebenso untermischen. Evtl. einen Schluck Olivenöl unterrühren, je nach Konsistenz und Geschmeidigkeit.

Lässt sich (bis zur Stelle, an der der Schafskäse dazukommt) gut am Vortag zubereiten und kann über Nacht im Kühlschrank durchziehen.

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Danach gab’s Hühnchen Tajine mit Feigen und Couscous:

IMG_20160221_132832Für das Hühnchen braucht man: (eigentlich eine Tajine, wie der Name vermuten lässt. Man kann aber auch schummeln und das einfach in einer Pfanne mit Deckel zubereiten)
Welche Zutaten man braucht und wie’s geht, hatte ich hier schonmal aufgeschrieben. Das mache ich noch fast genauso. Nur, dass ich mittlerweile die Rosinen immer rauslasse (die Feigen bringen genügend Süße) und die Cashewkerne immer reingebe.

Den Couscous einfach nach Packungsaufdruck zubereiten, der braucht nur wenige Minuten und macht keine Arbeit. Ich ersetzte einen Teil des Wassers durch einen Rest Geflügelfond.

Und dann gab’s noch Joghurt mit Orangen, Walnüssen und Honig:

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Dafür braucht man:

400 – 500 g Joghurt (am besten griechischen)
2 Orangen
2 Handvoll Walnüsse
5-6 EL flüssiger Honig
Zimt, Kardamom
ein paar Granatapfelkerne

Und so geht’s:

Die Orangen mit einem scharfen Messer schälen, sodass die weisse Haut ab ist, in der Hälfte durchschneiden und dann in dünne Scheiben schneiden. Den Orangensaft dabei auffangen und die Orangenscheiben dann erst mal über einem Sieb noch ein bisschen abtropfen lassen, sonst wird’s am Ende zu flüssig. Die Walnüsse in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, ein bisschen abkühlen lassen und auf einem Brett grob zerhacken. 2 EL vom Orangensaft mit 1 EL Honig und einem Hauch Kardamom vermischen und dann mit dem Joghurt verrühren.

Die Nüsse auf eine entsprechende Anzahl Gläser (bei mir waren das 5 Portionen) verteilen, ebenso die Orangenscheiben und mit je ca. 1 EL Honig vermischen. Den Joghurt darüber geben und mit Zimt und ein paar Granatapfelkernen bestreuen.

Und dann: zurücklehnen und über zufriedene Gäste freuen und später irgendwann noch einen Käsekuchen mit Blaubeeren aus dem Hut ziehen.

Katja