Happy Holidays!

Es war hier stiller als gewohnt in den letzten 12 Monaten, was vielleicht daran liegt, dass es in diesem Jahr in mir drin und in meinem Leben so viel lauter geworden ist als es das vorher war. Ich blogge seit 9,5 Jahren, ich glaube, in diesen letzten 12 Monaten hat sich mehr in mir getan als in den 8,5 Jahren vorher und #ausGründen hat nur weniges davon seinen Weg ins Blog gefunden. Das Schreiben fehlt mir ein bisschen oder besser das geordnete Gedanken Aufschreiben oder Gedanken beim Schreiben überhaupt zu ordnen, aber gerade fehlt mir oft einfach die Zeit dafür, weil der ganze Rest Leben so stürmisch ist. Und so viel davon. Also Leben. So viel mehr als in all den letzten Jahren.

Leben. Sturm. Bewegung. Vieles davon macht mir Angst, vieles ist gut. Mal sehen, wo das alles so hinführt. 2018 wird in jedem Fall spannend.

Aber jetzt erst Mal Weihnachten. Der Baum ist geschmückt, die Geschenke liegen drunter, in der Küche steht ein halb vorbereitetes Winzerfondue, im Wohnzimmer wartet „Tatsächlich Liebe“.

 

Ihr Lieben! Ich wünsche euch das schönste Weihnachtsfest, das man sich vorstellen kann. Genau so, wie ihr es euch selber wünscht! Schön, dass es euch gibt. Schön, dass ihr nach so langen Jahren immer noch – oder auch ganz frisch – hier lest.

Lasst es euch gut gehen!

 

 

 

Frohe Weihnachten! ❤

Katja

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Neulich in meiner Küche

„Wir haben dir gerne den Gefallen getan, uns aufopferungsvoll um deine Köstlichkeiten zu kümmern, damit du 2 Tage lang beim Kochen glücklich sein konntest.“ verabschieden sich meine Lieblingsgäste, für die ich deswegen so gerne koche, weil sie tatsächlich niemals sagen, dass man sich doch nicht so viel Mühe hätte machen sollen. Ich liebe es, mir die Mühe zu machen. Ich liebe es, wenn Menschen sich richtig darüber freuen können, dass man mit Liebe und Freude für sie kocht und jene Gäste können das.

Nachdem ich gestern 8 Stunden und heute ab kurz nach 7 morgens in der Küche stand, bin ich gerade überaus erledigt, aber zufrieden grinsend, weil meine Gäste vorhin satt und glücklich wieder in Richtung ihrer Heimat aufgebrochen sind.

Heute hier so. In ein paar Bildern: (Klick macht groß)

 

Kann losgehen!

Aperitif (schnöder Holunderblütenlikör bzw. -sirup mit Mineralwasser)

Meine ersten Antipasti…

…und ich bin zugegebenermaßen stolz darauf.

Dazu Focaccia.

Spinatgnudi mit Salbeibutter

Pizza

Pizza

und Pizza

Saltimbocca ala Romana mit Peperonata und Risoleekartoffeln

Pflaumencrumble mit Amarettini-Streuseln und Vanilleeis

Und weil die Gäste dann noch so hungrig aussahen, gab es hinterher noch Monkeybread.

 

Küchenchaos. (Mittlerweile fast schon wieder in Ordnung.)

Das war sehr schön! Ich hoffe, die kommen bald wieder. 🙂

Katja

 

 

Eine uralte südhessische Weisheit, die ich gerade erfunden habe, besagt: fällt dir nach 5 Minuten kein Titel ein, schreib eben einfach irgendwas in das Feld.

So viele Gedanken im Kopf und doch komme ich derzeit so selten dazu, sie hier festzuhalten.

Leben passiert gerade in einer rasanten Geschwindigkeit – außen und auch innen und vielleicht ist es daher nicht mal ein Wunder, dass mir gerade andauernd schwindlig ist. Da ist so viel Denken, bei dem ich mit dem Fühlen nicht hinterherkomme und so viel Fühlen, bei dem ich mit dem Denken nicht hinterherkomme und ich mittendrin. Aber ausnahmsweise mal nicht zerfasert und zerrissen, sondern irgendwie ganz. Ganz anders und ganz ungewohnt und wirklich irgendwie ganz in diesem eigentlichen ganzen Wortsinne. Wenig (hinter-)fragend, mehr hinspürend, hinguckend.

Hinguckend auch immer wieder mal im Draußen. Wenn es denn mal schön und trocken genug für das Draußen ist. Draußenbeute von letztens, denn für manches fehlt mir nicht nur die Zeit, sondern gerade auch die Worte*. Deswegen Bilder. (Klick macht groß.)

 

Katja

(*Aber fände ich sie, wären es gerade gute.)

Nebelmeer. (nT)

(Klick macht groß.)

(Alles Cuxhaven, Elbe und Nordsee, Anfang April 2017)

Katja

Spaziergang: Wortbeute – Bildbeute

Und dann raus, den Gedanken entfliehen, es zumindest versuchen, so tun als ginge das besser, wenn du dem Drinnen entfliehst, buchstäblich, dem eigenen Drinnen und dem zu Hause Drinnen, die Füße auf den Boden setzen, Bodenhaftung suchen, Schritt für Schritt für Schritt, so lange und schnell bis du nicht mehr merkst, dass du eigentlich zu dünn für das Wetter angezogen bist. Schritt. Bodenhaftung, der Gedanke geht dir seit Tagen durch den Kopf als er dir am Strand kam, wo du nicht nur auf dem Boden, sondern sogar ein deutliches Stück in den Boden eingesackt, standest, Bodenhaftung und dass sie dir vor einer Weile abhanden gekommen ist, zwischen all dem Tun und Machen und Unterwegssein. Schritt. Zu wenig Zeit mit deinem Kopf und Bauch, wobei das nicht stimmt und du verkneifst dir das eigentlich, weil es tatsächlich und nicht nur eigentlich nicht stimmt, zu wenig Zeit, in der du mit dir gut zurecht kommst, grundsätzlich mangelt es gar nicht so sehr an Zeit, aber du bist dauernd auf der Flucht vor dir selber. Schritt. Das, was dich beschäftigt, glitscht dir durch die Finger oder meinetwegen auch die Hirnwindungen, auf jeden Fall glitscht es und lässt sich nicht (be-)greifen, nicht fassen, nicht festhalten, aufdröseln, genauer betrachten, es flutscht und glitscht und rollt sich in einer Ecke zusammen und du bekommst immer nur wieder die gleiche Seite zu sehen, von der du genau weißt, dass sie nur ein Trugbild ist. Schritt. In Teilen ist es so wie es immer war, du ringst um Verstehen und Begreifen, um Worte, die das beschreiben können, was in dir los ist. Schritt. Neu ist, dass du nicht mal genau verstehst, was da in dir los ist, also ausnahmsweise nicht nur, wo es herkommt, sondern auch noch, was es überhaupt mit dir macht. Schritt. Und warum. Schritt. „Bleiben Sie bei sich“, dröhnt es in deinem Kopf und du fragst dich, wo du gerade überhaupt bist und wie du bei dir bleiben kannst, wenn du nicht mal weißt, wo du bist. Schritt. Also erst mal festen Boden suchen, dich auf das besinnen, was das für dich ausmachen kann, gucken, wo du stehst. Und dann weiter. Schritt für Schritt für Schritt. (Klick macht groß)

Katja

Neulich in meiner Küche

 

 

img_20161213_104606Jaja, es ist schon ein bisschen länger her und statt neulich könnte ich fast schon damals™ sagen, aber da ich einer meiner Spanischcompañeras versprochen habe, dass ich ihr die Fotos und ein Rezept endlich mal schicke, habe ich endlich mal auf dem Händi gekramt und wenn ich sie jetzt eh schon rausgesucht habe, kann ich sie ja auch direkt noch bloggen.

Nachdem ich schon eine ganze Weile die Idee im Kopf gewälzt hatte, mal Tapas für die Leute von meinem Spanisch-Stammtisch formerly known as Spanisch-Kurs zu machen, bot sich das mit der neuen innig geliebten Riesenküche jetzt tatsächlich an. Noch dazu, weil wir wieder einiges an Lebensmitteln aus Spanien nach Hause geschleppt hatten, unter anderem einen kompletten Pata Negra und diverse Käsesorten.

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Und damit meine Gäste was zu tun hatten, während ich mit diversen Töpfen und Pfannen beschäftigt war – denn bei Tapas bietet es sich an, sie nach und nach zuzubereiten – durften sie ein bisschen Spanisch üben und die zerschnippelte Tapaskarte am Kühlschrank zusammenbasteln. (Klick macht Extragroß)

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Am Tag vorher sah meine Küche übrigens so aus. Und das war nachdem ich zwischendrin aufgeräumt hatte.

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Und jetzt: Bilder von Essen. (Falls ihr Interesse an den Rezepten – oder Teilen davon habt – piepst ruhig in den Kommentaren. Ansonsten spare ich mir das gerade mal, weil es wirklich viel Zeug war.)

Nicht ins Bild haben es geschafft: die Gambas al ajillo con romero und die Crema catalana. Die waren schneller verputzt als ich dran gedacht habe, Fotos zu machen. Und ja, lausige Händiqualität bei Schummerlicht bei den Fotos.

 

Schee war’s! Die lade ich garantiert wieder ein. 🙂

Katja

Rezeptbaukasten: No-Butter-Dingsi, #2 Lentils

Hier ging’s los mit Teil 1.

Was sich als Gewürzmischung und Grundzutatenzusammenstellung mit Huhn so gut macht, kann ja insgesamt nicht so verkehrt sein. Deswegen habe ich irgendwann mal angefangen, damit rumzuprobieren und bin noch dabei. Als ziemlich lecker hat sich die No-Butter-No-Chicken-Suppe mit roten Linsen herausgestellt und die geht quasi fast genauso wie das Huhn, nämlich so:

 

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Man braucht für 2 bis 3:

1 (rote) Zwiebel
2-3 Zehen Knobi
1 etwa daumengroßes Stück Ingwer
2 EL Tomatenmark
1 EL braunen Zucker
1 EL Kreuzkümmel (ganz, wenn ihr habt, sonst geht auch gemahlen)
1 EL Garam Masala
1 TL Salz
1 TL Kurkuma
1 TL rote Chiliflocken
1 Schluck Olivenöl
200 g rote Linsen
1 Schluck Weißwein (optional)
400 g passierte Tomaten
1/2 Liter Wasser

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Und so geht’s:

Gewürze zusammensuchen. Zwiebel, Knobi und Ingwer schälen und fein schnippeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebel und Co bei mittlerer Hitze ein paar Minuten unter Rühren anschwitzen, dann die Gewürze dazugeben und weiterrühren und braten, bis sie duften! Tomatenmark dazu und ebenfalls die Linsen. Rühren und nach zwei, drei Minuten mit einem großzügigen Schluck Weißwein ablöschen (oder direkt mit Wasser). Wasser und Tomaten dazugeben. Ca. 45 min bei schwacher Hitze im geschlossenen Topf vor sich hinköcheln lassen und immer mal umrühren (speziell zum Ende hin), damit die Linsen nicht anbrennen.

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That’s all.

Katja

 

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