Und noch ein Traum

Manchmal ist das mit den Traumbildern total verworren und ich habe keine Ahnung, wofür bestimmte Dinge, die ich träume stehen könnten.

Aber dann gibt es auch jene, die völlig einfach erkennbar sind.

Vorgestern habe ich mir eine Blase in meinen Lieblingsschuhen gelaufen. Ich habe diese Schuhe jetzt schon so lange, dass ich sie eigentlich vor 3 Jahren schon hätte ausmisten wollen und seitdem bin ich (natürlich sehr sporadisch, weil ich so furchtbar ungerne Schuhe kaufen gehe) auf der Suche nach einem Ersatz für die Lieblingsschuhe, in dem ich ebenso gut laufen kann.

Jetzt werde ich nicht mehr drum herum kommen, wirklich ernsthaft zu suchen. Die Innensohle der Lieblingsschuhe hat sich im Schuh so verschoben, dass ein harter Knubbel eben jene Blase verursacht hat.

Letzte Nacht tauchte irgendwann inmitten eines an sich schon recht schräg-wirren Traumes, an dessen Rest ich mich nicht mehr erinnere, von dem ich nur noch weiss, dass er sehr schräg war, eine Szene auf, in der ich versuchte, mir aus Paprikaschoten ein paar Schuhe zu schnitzen. Ich hantierte mit einem Küchenmesser rum und zog die Schoten immer wieder über die Füße, was schon recht seltsam war, denn so winzig sind meine Füße nicht, es waren also ungewöhnlich große Schoten und weil Paprikaschoten naturgemäß recht uneben sind, waren die selbstgeschnitzten Schuhe alles andere als bequem. Ich schnitzte also weiter und weiter und probierte immer wieder an.

Mitten in einem solchen Anprobiervorgang wachte ich auf, war verwundert, dass das kühle Gefühl an den Füßen schlagartig weg war, erinnerte mich sofort was los gewesen war und dass ich geträumt hatte und musste lachen als mir der Zusammenhang klar wurde. Ich mache mich dann also mal auf die Suche nach einem Paar Schuhe, bei dem einer wie eine rote Spitzpaprika, der andere wie eine gelbe Gemüsepaprika aussieht und irgendwie kommt mir das kaum schwieriger vor als wirklich richtig bequeme Schuhe zu finden. :mrgreen:

Katja

kurz zitiert #48

Nur eines schaffte ich nicht: Mutter aus meiner Erinnerung und meinen Gedanken zu löschen. Ich wage zu bezweifeln, dass überhaupt ein Mensch das kann, wenn es um Eltern oder Geschwister geht. Das Band, das einen an die Familie bindet, kann durchtrennt werden, aber die abgeschnittenen Enden haben so eine Art, einem an windigen Tagen ins Gesicht zu flattern.

(Olivia Whitelaw – in den Mund gelegt von: Elizabeth George, Asche zu Asche, Seite 562)

 

(Ohne Worte)

Katja

Neulich am Rhein

Zugegebenermaßen handelt es sich bei diesem ‘Neulich’ um ein recht kurzgefasstes, man könnte es auch treffender als ‘eben gerade’ bezeichnen, aber das würde natürlich die Benamsung hier im Blog völlig durcheinander bringen.

Eigentlich dachte ich gerade beim Sichten der Fotos, die ich auf meinem Spaziergang vorhin gemacht habe ‘nee, kannste jetzt nicht bloggen. Hast ja noch so viele ältere Bilder, die du dringend mal sortieren und ein paar davon ins Blog packen solltest.’, aber im Grunde ist die Reihenfolge ja völlig wumpe. Und weil ich diese nunmal eh gerade von der Speicherkarte auf den Rechner kopiert und dabei ein paar markiert habe, weil ich ja auch eines für mein daily-Foto brauchte, kippe ich sie also direkt ins Blog. Denn zum Sortieren von anderen komme ich heute sowieso nicht mehr. Hier wird gleich ein Grill entflammt und ich sollte mich sowieso dringend mal um den Salat kümmern.

Daher ohne weitere längere Vorrede: R(h)ein gucken! (Klick macht groß!)

Katja

Wirre Träume

Ich stehe im Schlafzimmer vor meinem Kleiderschrank mit einem offenen Koffer. Der Mitdings und ich diskutieren, ob wir jetzt überhaupt noch fahren wollen, weil es schon so spät ist. Irgendein Besuch, der auch noch da ist und uns dauernd im Weg rumsteht, hat unsere Pläne durchkreuzt. Der Besuch bleibt ohne Gestalt, als wäre er ausserhalb der Kameraperspektive im Traum, aber ich weiss genau, dass da noch jemand ist und dass es der Besuch ist, über den wir in seiner Anwesenheit reden. Wir beschließen uns die Reise davon jetzt nicht verderben zu lassen und trotzdem noch loszufahren. Ich werfe wahllos Klamotten in den offenen Koffer und es ist wirklich ein gehetztes Werfen.

Nächste Szene: Wir sind angekommen. Eigentlich wollten wir an den Bodensee fahren, in das Haus meiner Oma, wo ich viele Kindheitsurlaube verbracht habe. Ich glaube, das sind wir auch. Als vage Erinnerung ist da ein Bild des Hauses von aussen. Dann sind wir aber drinnen und da sieht es ganz so aus wie mein Elternhaus, in dem ich viele Jahre eine Etage alleine bewohnt hatte. Das Haus steht leer und die denen es jetzt gehört dürfen auch nicht mitbekommen, dass wir dort sind. Wer die sind, weiss ich nicht genau. Ich habe aber irgendwie diffus Angst vor ihnen. Mein altes Wohnzimmer sieht anfangs noch genauso aus wie früher, nur ganz ohne Möbel. Dann merke ich, dass es halb renoviert ist und an der Wand kleben Streifen von grauem Teppichboden.

Ich gehe rüber in die Küche mit Esszimmer. Die in meiner Kindheit eingezogene dünne Trennwand fehlt, es sieht aber nicht aus, als wäre sie eingerissen worden sondern als wäre das immer so gewesen. Im Traum ist mir auch nicht bewusst, dass da eine Wand fehlt. Erst hinterher wach in der Erinnerung an den Traum merke ich das. Auf dem Fußboden, da wo früher der Esstisch stand, liegt eine nackte Männerleiche. Die restlichen Möbel sind hier allerdings genauso erhalten wie sie früher standen, nur der Tisch fehlt. Ein Teil der Küchenzeile steht mitten im Raum, weil die Trennwand ja weg ist. Ich gehe ein Stück dichter an die Leiche ran. Diese ist gefesselt oder vielleicht auch eher eingeschnürt und hat überall offene Wunden. Es erstaunt mich überhaupt nicht, dass die Leiche dort liegt und ich weiss auf einmal, dass wir kurz vorher schon einmal dort in Urlaub gewesen waren und dass sie da auch schon dort lag. Irgendwie gehört sie an diese Stelle auf dem Boden und ich schaue sie versunken an. Ich erkenne den toten Mann allerdings nicht. Er ist groß und hat kurze dunkle Locken.

Plötzlich blinzelt die Leiche. Ich erschrecke und stoße einen Schrei aus. Ich brülle den Mitdings an, ob er das auch gesehen hat und dass das doch gar nicht sein kann, dass ein Toter blinzelt. Der Tote blinzelt nochmal. Mir klopft das Herz bis zum Hals, ich will am liebsten wegrennen, weiss aber nicht wie das geht. Es ist eindeutig klar, dass der Mann nicht mehr lebt, das steht ausser Frage. Ich werde immer hysterischer. Ich frage den Mitdings, wie das denn sein kann, dass ein Toter blinzelt, bin völlig in Aufruhr.

Dann dreht der tote Mann seinen Kopf in meine Richtung und öffnet den Mund um mir zu antworten.

In dem Moment werde ich wach. Mir ist bewusst, dass das ein Traum war, aber sowohl die Bilder sind noch da als auch die Angst. Die bleibt auch noch ewig und ich habe Angst davor, wieder einzuschlafen.

Katja

 

Schönes 15/15

*Ein alter Freund, von dem ich lange nichts gehört hatte, hat sich gemeldet.

*2-stellige Temperaturen und Sonne.

*Tolle Post von der tollen Lieblingscorina.

*Mit A. zusammen am Rheinstrand im Sand gehockt, viel Sonne abbekommen, viel gequatscht und vor allem sehr gefreut, dass ich sie kennengelernt habe und so Sachen überhaupt mit jemandem machen kann. <3

*Die erste Kugel Eis des Jahres gefuttert. (Joghurt-Amarena aus der Waffel und dabei auf den Rhein geguckt.)

*Rabea sammelt jetzt auch Schönes! Juhu!

*Kurz vorm Wochenende von noch einem anderen alten Freund gehört.

*Fast jeden Morgen der Woche sehr früh wach gewesen und dann aber liegen geblieben und vorm Aufstehen ein paar Seiten gelesen. Guter Tagesbeginn!

*Endlich angegrillt!

Katja

(mehr Schönes)

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Am Wegesrand

Alle heute, auf einer kurzen Runde um den Block entdeckt. Bonjour Tristesse.

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Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich nicht auf der anderen Seite des Lasters nachgesehen habe, ob da das passende Gegenstück steht.

Katja