Schönes 05/16

*man kann Wochen schlechter als mit Kaffee und Buch im Bett beginnen

*überhaupt an einigen Tagen morgens zum ersten Kaffee gelesen. Das ist gut.

*eine Woche mit unheimlich vielen Terminen ziemlich gut überstanden. ufff.

*ich hab die Haare wieder schön und sehr mit der und über die Lieblingsfriseurin gelacht

*endlich wieder beim Therapeuten gewesen nach einigen Krankwochen, samt interessanter Erkenntnis

*die allerletzte Spanischstunde nach 6 Jahren im Kurs, was an sich ein bisschen traurig wäre, wenn wir nicht fast alle zusammen mit Privatstunden weitermachen würden

*eine unheimlich freundliche und fröhliche Bedienung kennengelernt, mit der wir nach einer Stunde nicht nur per du waren, sondern die auch alle unsere Namen kannte und uns dann noch ihren Vater vorstellte

*endlich wieder mal eine okaye Wohnung besichtigt, die wir sofort nähmen, wenn wir dringend umziehen müssten, so aber nicht nehmen, weil sie wieder mal ein paar blöde Haken hat. (allerdings ist es gut zu wissen, dass es von diesen okayen welche gäbe, sollte es doch mal dringend werden)

*wieder mal festgestellt und darüber gefreut, was für wunderbare Menschen man im Internet kennenlernen kann

*mit der Bahn (wuhu schon wieder) nach Mannheim gefahren und dort mit der großartigen Anette <3 getroffen, viel guten Kaffee getrunken und überhaupt nicht gemerkt, wie schnell die Zeit verflogen ist, weil wir so vertieft in die Unterhaltung waren

*Kaffee geschenkt bekommen (ich kenne die Sorte und bin sehr gespannt auf die Röstung und die Unterschiede!)

*und immer noch mit Anette ein grandioses persisches Restaurant entdeckt mit freundlicher Bedienung und tollem Essen. Da will ich dringend wieder hin.

* <3!

*guter Rotwein :)

*bei Babbel endlich in den alltime Top 20k :mrgreen:

*seit Jahren (!) endlich wieder mal eins meiner Lieblingsrezepte von meiner Oma nachgekocht bzw. gebacken!

Katja

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1492

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder vorbei und weil ich (schon wieder) so lange krank war, ist er ziemlich an mir vorbeigezogen. Daher wieder mal ein paar Tage verspätet ein neuer Blogheader für den Februar.

Entstanden ist das Foto während des letzten Spanienurlaubs im Oktober 2014. Nachdem wir ansonsten fast immer in die Provinz Cadiz reisen, waren wir in jenem Jahr in der Nähe von Huelva, an einem traumhaften Strand in Punta Umbria. In der Gegend sind die baulichen Erinnerungen an die Zeiten von Al-Andalus rarer, dafür gibt es dort Zeugnisse einer ganz anderen Geschichte zu bestaunen.

Ganz in der Nähe von Huelva, wo der Rio Tinto in den Rio Odiel fließt, kurz bevor dieser in den Atlantik mündet, liegt der kleine Ort Palos de la Frontera mit dem Monasterio, dem Kloster, de la Rabida und wiederum in der Nähe liegt die Muelle de las Calabelas, die Mole der drei Karavellen, an der Nachbildungen der drei Karavellen – der Niña, der Pinta und der Santa Maria – mit denen Christoph Kolumbus von dort aus am 3. August 1492 in See stach, um einen neuen Seeweg in Richtung Westen nach Indien auszumachen.

Die sind viel kleiner als ich gedacht hätte und man kann darauf herumkraxeln und sich dabei äusserst übel den Knöchel verknacksen, was der Mitdings schon mal für euch getestet hat. Ihr müsst das also nicht dringend nachmachen, falls ihr mal dort hinkommt!

Und weil ich aus diesem Urlaub fast noch gar keine Fotos gezeigt und nix erzählt hatte, hier noch ein paar Impressionen von der Mole.

(Klick macht groß)

Einen schönen Februar euch allen!

Katja

Kurz vorm Handgemenge

“Ich bring dich mit dem Schirm zum Auto!”
“Danke, aber brauchste nicht! Ich bin ja nicht aus Zucker und es ist doch nicht weit.”
“Ich hab gerade ZWAN-ZIG MINUTEN an deiner Frisur gefÖHNT! Die wird jetzt WENIGSTENS halten, bis du wieder zu HAUSE BIST. ICH BRING DICH MIT DEM SCHIRM!1elf KEINE WIDERREDE!”

(Und während sich ihre Stimme überschlug, stemmte sie die Hände in die Hüften und funkelte mich an. Ich verkniff mir mühsam weiteren Widerspruch und noch mühsamer, laut loszuprusten.)

Ich mag meine Friseurin. :mrgreen:

Katja

Schönes 1/4**

*endlich wieder fitter!

*endlich (endlich!) wieder Kaffee trinken!

*hachzpopachz-Dinge

*manchmal ist Glück nicht weiter entfernt als das eingetauchte Messer ins frisch geöffnete Erdnussbutterglas

*Bücher, in deren Protagonisten man sich schon nach wenigen Kapiteln verknallt <3

*Menschen, die ‘kannste erzählen, ich halt das aus’- Angebote machen <3

*endlich wieder gesund genug und Nerv zu kochen! (Das fehlt mir immer zusätzlich, wenn ich krank bin, für’s seelische Gleichgewicht.)

*wieder mal Zeit und Gelegenheit zum Schnuddeln gehabt! \o/ <3

*zwei neue Qwertees und sie sind so schön!

*die fast schon tot geglaubte Orchidee bekommt doch wieder einen Blütentrieb \o/

Katja

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[**04/16]

Gelesen im Januar 2016

Krank sein an sich ist schon ätzend, zu krank sein zum Lesen ist nochmal eine Steigerung und so ging’s mir im Januar. Daher eine recht bescheidene Liste, auch wenn ich ansonsten nicht viel gemacht habe und ausreichend Zeit zum Lesen gehabt hätte.

Andreas Altmann – Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

Ufff! Andreas Altmann wächst nach dem zweiten Weltkrieg im beschaulichen Wallfahrtsort Altötting auf. Alles, was ihm da an Gewalt und Misshandlung innerhalb seiner Familie widerfährt, hat aber wenig mit Beschaulichkeit zu tun. In seinem autobiografischen Buch rechnet er wütend und schonungslos mit allen ab, die seine Jugend zu einer solchen Scheißjugend gemacht haben. Versöhnlich stimmt nur, dass er am Ende seinen Ausweg aus der eigenen Zerrissenheit durch die dauernde Abwertung, Ablehnung, den Missbrauch gefunden hat.

Als ich mit dem Buch anfing, wusste ich nicht so genau, auf was ich mich da einlasse, ich weiss gar nicht, ob ich es ansonsten gelesen hätte. Im Nachhinein bin ich aber froh (sofern man das in diesem Zusammenhang so nennen kann), dass ich es gelesen habe, denn alleine die Kraft, die hinter dieser wütenden Abrechnung steckt, hat mich sehr beeindruckt. Mich haben die Gewalterfahrungen meiner Kindheit eher in die passive Traurigkeit gedrängt, über einen zu lesen, der daraus soviel Wut und Hass gezogen hat, war eine heftige Erfahrung.

Nochmal: ufff!

Und direkt nach Altmann noch so ein ‘Psychobuch’, das mir nahe gegangen ist:

 

Sarah Kuttner – Mängelexemplar

Als Karo erst ihren Job und dann ihre eher mittelmäßige Beziehung verliert, verliert die ansonsten in ungeduldiger Hektik lebende Städterin auch ihren Halt im Leben und wird von Panikattacken ereilt. Sie sucht Hilfe in Psychopharmaka, Gesprächstherapie, beim besten Freund, bei der Mutter, ständig selbstreflektierend, grübelnd und auch hier kann sie ihr gehetztes Wesen und den Druck schnell gesund zu werden, nicht ablegen.

Mir ging es selten so, dass ich bis zum Ende eines Buches nicht wusste, was ich von der Protagonistin halten soll und ob ich sie leiden kann, wie das bei Mängelexemplar der Fall war. Karo ist eine furchtbare Nervensäge, andererseits erinnern mich viele ihrer Erkenntnisse in der Therapie daran, was da mit mir gerade dauernd passiert und Sarah Kuttner bringt die Dinge gut auf den Punkt. Sicher ist das Buch ein Gewinn für alle die, die Angst, Panikattacken, Depressionen nur von aussen kennen. Natürlich gibt es da keinen typischen Krankheitsverlauf, keinen typischen Umgang, keine typischen Gedanken und doch gibt das Buch einen Einblick in die seelischen Nöte, in die man durch die Krankheit stürzt.

Noch ein Uffff-Buch. Lesenswert!

 

Erich Kästner – Das doppelte Lottchen

“Wie? Du hast noch nie was von Kästner gelesen?”, fragte der Mitdings vor Jahren und obwohl ich in meiner Kindheit alles verschlungen habe, was zwischen zwei Buchdeckeln daherkam, kann ich mich zumindest nicht erinnern, dass ich Erich Kästner in die Finger bekommen hätte. Daher hier endlich mal ein Anfang. Die Geschichte des doppelten Lottchens kannte ich natürlich seit Kindertagen in diversen Verfilmungen und natürlich habe ich mir damals sehnlich eine Zwillingsschwester gewünscht, um alle hereinlegen zu können. Jetzt also das Buch. Man merkt ihm deutlich sein Alter an, da geht es um Fräuleins und Mädchen die Zöpfe und Schürzen tragen und sich als kleine Hausfrauen hervortun. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte zauberhaft und lässt einen für einen kurzen Moment darüber nachdenken, wie schön es wäre, wenn man sich etwas nur ausreichend wünschen müsste, damit es in Erfüllung geht.

 

Katja

Diese Tage

Diese Tage, an denen du schon beim Duschen weisst, dass sie nicht so richtig passen. Zu kalt, zu heiss, zu kalt… du findest einfach nicht die passende Temperatur, greifst alle paar Sekunden nach dem Einhandhebelmischer und drehst kälter, dann wärmer, dann wieder kälter und du fragst dich, was Einhandhebelmischer überhaupt für ein blödes und kompliziertes Wort ist und dann denkst du an das Badezimmer deiner Kindheit, in dem es noch echte Wasserhähne gab, die man wechselseitig drehen musste, um die Temperatur zu justieren und dann fällt dir auf, dass Wasserhahn zwar ein viel schöneres, klareres und schlichteres Wort ist, aber dass das mit der Temperatureinstellung damals ja eigentlich noch komplizierter war.

Dann, nach dem Duschen, ziehst du eine Jeans an. Und natürlich ausgerechnet heute ist es eine frisch gewaschene, die beim ersten Anziehen, drückt und kneift und bei der du dich erst mal rücklings auf’s Bett fallen lässt, um den Reißverschluss zu schließen, dann aufstehen und langsam zwei- oder dreimal in die Knie gehen und du weisst, dass die Jeans morgen ganz wunderbar sitzen wird und gemütlich sein… Aber eben nicht heute.

Die Musik ist zu laut oder zu leise und überhaupt findest du gar kein wirklich passendes Lied für deine Stimmung und so skipskipskipst du dich durch die Playlist und machst dann schließlich die Musik ganz aus.

Dir fällt zu Hause die Decke auf den Kopf, aber du willst auch nicht rausgehen, dahin wo du anderen Menschen begegnen würdest/müsstest/könntest, weil du trotz deiner Einsamkeit eigentlich gerade lieber alleine sein willst.

Diese Tage, an denen du dich dann trotzdem aufraffst, langsam die Hände von der Tastatur nimmst, aufstehst, rückwärts vom Schreibtisch weg und dann in den Flur gehst, deine Schuhe anziehst, dir Schlüssel, Tasche und Klappbox schnappst, weil du verflucht nochmal wenigstens abends Salat essen willst und keinen mehr zu Hause hast. Und dann fragst du dich, ob das jetzt nun Überwinden oder Funktionieren ist und denkst dir aber, dass es eigentlich ja völlig egal ist und du gar nicht mehr so viel darüber nachgrübeln willst, sondern dich lieber freuen, dass das jetzt trotzdem geht.

Katja

Schönes 02+03/16

2 Wochen auf einmal, weil ich vor lauter Husten zu gar nichts Nerv hatte letzte Woche. (Ausserdem gab’s seit ich krank bin tatsächlich fast nix Schönes in der Sammlung und Woche 3 sähe sonst tatsächlich ganz schön leer aus…) Keine gute Zeit gerade. Irgendwie bin ich seit Anfang Dezember nicht mehr richtig gesund und fit gewesen und so langsam zermürbt mich das ganz schön.

*wieder mal über den Lieblingspostboten gefreut, der klingelt und mir die Post in die Hand drückt, damit sie im Briefkasten nicht durchweicht :)

*Das ist gleichzeitig so uffff und yeah! Danke für’s Lesen!

*3 gute Taten beim Montagseinkauf vollbracht und damit 3 griesgrämig guckende Leute zum Lächeln gebracht

*den Schweinehund überwunden

*und nochmal der Lieblingspostbote, der mich bei Grabeskälte, ob meines Bibberns, morgens strahlend mit einem ’na Schätzchen, ist dir kalt?’ begrüßt. (So dürfen mich nicht viele nennen, aber er darf.)

*ich hab endlich doch noch einen Kalender (zusätzlich zum großen Janosch-Kalender, der seit 15 Jahren jährlich in meiner Küche hängt) für das Jahr gefunden. Einen mit 12 Fotos von Pfaden und Wegen – ich dachte, das passt gerade ziemlich gut zu mir.

*Kaffee bestellt :)

*mit Anette verabredet! <3 (Und ich hoffe, ich bin dann wieder fit.)

*spontan Hotel gebucht

*ich habe einen neuen Schal und der ist so FLAUSCHIG!

*großartige Menschen aus diesem tollen Internet schicken mir Wein!

*Sonnemeerstrandsehnsuchtspost mit Wieselküssen im Briefkasten

*den tollen oben bestellten Kaffee schon bekommen

*abends, wenn die Wirkung des Codeins einsetzt und ich endlich nicht mehr husten muss und ein bisschen schlafen kann

Katja

(mehr Schönes)