Samstagspätnachmittagsspaziergangsimpressionen (nT)

Schon ganz hübsch hier in der Neuen Stadt. (Auch wenn mir der Rhein sehr fehlt.)

Katja

Und es hat „Klack“ gemacht…

Heute Morgen irgendwann, konnte ich das innere „Klack“ fast hören, als ein paar meiner neueren Erkenntnisse und Errungenschaften und Fortschritte, was mich und mein Denken und Fühlen angeht, die bisher eher getrennt voneinander und nebeneinander standen, auf einmal irgendwie im Kopf einrasteten und sich zu einem neuen Bild zusammenfügten.

Das ist gerade sehr großartig für mich, weil es mich hoffen lässt, dass es mir in Zukunft helfen und das Leben ein Stück weit erleichtern wird, es ist aber zugleich großartig², weil es mir gerade retrospektiv endlich eine Erklärung liefert, wieso ich in einer ganz bestimmten Sache auf eine ganz bestimmte Weise ticke, was ich mich tatsächlich schon seit Jahren frage, ohne dass ich bisher eine Erklärung dafür fand.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich das hier weiter aufdröseln möchte, aber vermutlich kommt das doch noch; alleine schon, damit mir das neue Wissen nicht wieder entgleitet. Aber dafür müssen sich die Sätze erst finden und formen.

Katja

Was ist das für ein Top(f)wetter?!

Ich liiiiebe Eintöpfe und dass man sich im Herbst und Winter damit so gut von innen wärmen kann, versöhnt mich immer ein bisschen mit der Kälte und dem schlechten Wetter.

Gestern gab es einen wilden Mix aus u.a. Gemüsefachresten, durch die Gewürze orientalisch anmutend. Und scharf. Huiii! Auf jeden Fall aber merkens- und damit hier festhaltenswert.

Für einen großen Topf, von dem 4-5 satt werden braucht man:

1 rote Zwiebel (oder natürlich eine ganz normale)
3 Zehen Knobi
1 mind. daumengroßes Stück Ingwer
500 – 600 g Hühnerbrust (schmeckt vermutlich auch lässig ohne)
6 Karotten
3 Pastinaken
2 Stangen Lauch
6 Tomaten
100 g rote Linsen
1 Dose Kidneybohnen
1 TL Harissa (wer keins hat kann auch Chili verwenden)
2 EL Tomatenmark
2 TL Cumin
2 TL Ras El-Hanout
2 TL getrockneter Thymian
1 TL Sumach (wer’s nicht hat, lässt’s weg oder gibt einen kleinen Schluck Balsamico rein)
1 TL scharfes Paprikapulver (ich nahm mein geräuchertes aus Spanien)
1 Prise Zimt
Pfeffer, Salz aus der Mühle
2 Liter Gemüsebrühe
Olivenöl (oder ein beliebiges anderes zum Anbraten)

Diese ganzen Gemüsesachen sind vermutlich auch beliebig austauschbar, bei mir war es das, was noch im Kühlschrank lag und weg musste. Ich könnte mir auch Paprika gut dazu vorstellen oder Zucchini oder Blumenkohl oderoderoder.

Und so geht’s:

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. In wenig Öl bei mittlerer Hitze in einem großen Topf glasig dünsten. In der Zwischenzeit die Hühnerbrust in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Immer mal im Topf rühren und währenddessen Karotten und Pastinaken schälen und in Scheiben schneiden. Harissa, Tomatenmark und sämtliche Gewürze dazugeben und gründlich verrühren, sodass das Fleisch von einer Art Gewürzpaste überzogen ist. Dann auch die Karotten und Pastinaken dazugeben. Lauch in dünne Ringe schneiden und waschen, Tomaten kleinschnippeln und ebenfalls in den Topf, genauso wie die roten Linsen und die (abgesiebten und unter fließendem Wasser abgespülten) Kidneybohnen. Brühe drüberkippen, Herd hochdrehen bis es einmal kräftig aufgekocht ist, dann bei mäßiger Hitze ohne Deckel 30-40 min vor sich hinköcheln lassen, gelegentlich umrühren, falls es zu sehr eindickt einen Schluck Wasser nachkippen und in der Zwischenzeit die Küche wieder hübsch machen. Oder bloggen.

Hinsetzen, freuen.

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Katja

Katja knipst Sonnenuntergänge, die 143. #25

Zum Beispiel jenen heute, als wir uns seit einiger Zeit doch endlich mal wieder abends aufgerafft haben und noch eine Runde durch Feld und Ort gedreht haben, was wir eine Weile lang fast täglich gemacht, aber dann doch wieder wegen dauerndwasanderes aus den Augen verloren hatten. Schön war’s. Sowohl der Sonnenuntergang, dessen Knatschstrahlenddoobydoopink auf den lausigen Händifotos leider gar nicht richtig zur Geltung kommt, als auch die Runde. (Klick macht big.)

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Katja

Un poco loco

…ist es ja schon, wenn man auf dem Heimweg vom Spanisch-Stammtisch einen Song im Radio hört und dann erst mal „Hö? Wieso ist das Lied denn jetzt auf Deutsch?“ denkt. Also zumindest, wenn es um diesen Song geht.

Mir ist die spanische Version mittlerweile viel vertrauter, weil ich sie im letzten Jahr aus Sprachlerngründen viel häufiger gehört habe als die deutsche insgesamt.

Katja

Aber jetzt hole ich mir wirklich einen Pullover!

Heute zum ersten Mal seit langem wirklich freiwillig morgens schon Socken angezogen, weil die Fliesen in der Wohnung zu kalt zum Barfußlaufen waren, nachdem ich gestern schon beim Bett beziehen zur Winterdecke gewechselt hatte und dann als ich heute Mittag raus zum Einkaufen bin, zum ebenfalls ersten Mal seit Wochen eine Jacke angezogen. Jetzt wird’s also Herbst und das macht mir viel weniger aus, weil ich weiß, dass ich in gut 2 Wochen der südhessischen Kälte nochmal entfliehen kann.

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Ich mag es, im Oktober in den Süden zu reisen, den Sommer nochmal um gut 2 Wochen zu verlängern, vorm trüben November, der für mich, nach wie vor, der schlimmste Monat des Jahres ist, nochmal ordentlich Sonne zu tanken und dem Herbst, der dann in manchen Jahren schon fast in den Winter übergeht, gestärkt entgegentreten.

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Mir ist kalt und ich hole mir jetzt tatsächlich auch noch einen Pullover statt das frierend auszusitzen.

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Vielleicht kommt der für ursprünglich für März (wohlgemerkt den vergangenen, nicht den 2017er) angekündigte Fensterbauer(-schauspieler) noch vor unserer Abreise vorbei. Es bleibt spannend.

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Manche Dinge werden über die Jahre einfacher und ich lerne wohl doch noch loszulassen. Und doch waren meine Gedanken am Samstag noch oft genug bei E., auch wenn ich sie in den meisten Fällen unwirsch beiseite gewischt habe.

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Warum fällt es mir eigentlich so schwer, Wolle in Läden zu widerstehen? Ich habe seit ein paar Jahren wieder mal keine einzige Masche gestrickt, aber trotzdem muss ich mich arg dazu zwingen, nicht noch mehr Wollvorräte anzuhäufen.

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Die Wut zu spüren und zu äußern hat – speziell im Nachhinein als ich die Gewissensbisse hinter mir lassen konnte – gut getan. Auch das ist gerade viel einfacher geworden und wenn das Telefon klingelt, kann ich rangehen, ohne dass es mich die Kraft eines ganzen Tages kostet. „Es ist wie’s ist.“ hilft da sehr.

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Was gerade dauernd nicht so leicht ist: nach fast 8 rauchfreien Jahren pieksen die alten Suchttrigger seit einiger Zeit wieder häufiger. Da war jahrelang Ruhe und ich habe fast nie ans Rauchen gedacht, seit ein paar Wochen tue ich’s wieder wirklich häufig. Zum Glück war das Aufhören so elendig schlimm, dass ich genau weiß, dass ich mich nie trauen würde, nur diese eine…

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Über 4 Monate nach dem Umzug und der Ärger mit dem Ex-Vermieter dauert immer noch an. Mir steht’s ungefähr hier. *fuchtelt wild vor ihrer Stirn rum*  Nebeneffekt: ich muss gerade alle paar Wochen mit der Ex-Nachbarin telefonieren, die quasi den gleichen Ärger hat, um uns gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. Das „OK, ich geb dir meine Händinummer, aber ich möchte nicht telefonieren, lass uns bitte per Whatsapp schreiben.“ hat ungefähr einmal funktioniert. Seitdem ruft sie mich dann doch jedes Mal an, weil „ist ja viel zu viel zum Schreiben“. Ich beisse die Zähne zusammen und mich da durch.

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Ich habe immer noch keinen Pullover an und mein heißer Tee ist alle. Die Gedanken auch gerade, zumindest die (mit-)teilbaren. Hoch zum Titel.

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Und ihr so?

Katja

 

Round and round

Da ist schon wieder so viel innere Unruhe, so viel Gehetztheit, so viel Überforderung. Heute den ganzen Tag am Tun und Machen und abends dann doch wieder das Gefühl, eigentlich gar nichts geschafft zu haben und dass das Bergmassiv an zu erledigenden Dingen, das vor mir liegt, eher höher geworden ist und man den erledigten Minihügel quasi gar nicht sehen kann. Zum Glück falle ich nicht mehr so leicht darauf rein. Ich kenne das ja nun schon seit Jahren aus immer wiederkehrenden Phasen und weiß, dass es vermutlich auch dieses Mal _eigentlich_ irgendetwas ganz anderes ist, das da noch unter der Oberfläche brodelt und mir die Ruhe stiehlt und dass ich aus diesem gedanklichen Hamsterrad am besten und einfachsten rauskomme, indem ich genau das Gegenteil mache, nämlich anstatt rumzuhetzen, mir bewusst Zeit für Dinge zu nehmen. Und doch, trotzdem ich den Weg kenne, kostet es jedes Mal wieder so dermaßen viel Überwindung, es dann auch so zu machen und ich weiß gar nicht, ob ich dann jetzt besonders streng oder besonders nachsichtig mit mir bin, wenn ich versuche, langsam zu machen, denn es ist immer noch eher die Langsamkeit zu der ich mich bewusst zwingen muss. Also irgendwie mehr Strenge, um nachsichtiger mit mir zu werden und mir mehr Ruhe zuzugestehen. Das klingt schon beim Formulieren kompliziert und so fühlt es sich auch (wieder mal) an.

Katja