Kannste mal halten?

Es gibt manchmal diese Tage, da wandern alle negativen Gedanken und Gefühle durch eine Art Verstärker oder Vegrößerungsglas und wecken dieses große Monster in meinen Inneren, das meine Ruhe verschlingt und ein brennendes Inferno in mir anrichtet. Das piekt und sticht und brennt sich Löcher in die Oberfläche, dringt nach aussen, nimmt mir auch nach aussen die Kontrolle und Fassung, lässt diese ganze Hölle, die in dem Moment in mir stattfindet, wasser- nein eher feuerfallartig, vulkanerupierend nach aussen dringen, stachelt damit dann noch den Selbsthass an, kocht noch höher, noch weiter, noch blubbernder. Alles in mir tut weh, fühlt sich an, wie innerlich ausgepeitscht, überall wunde Striemen, fühlt sich an wie verbrannt, versengte, brennende Wundheit, pieksende Messer- und Nadelstiche nach innen, Juckpulver nicht auf, sondern unter der Haut.

Wenn das passiert, entzieht es sich/ich mich ab einem gewissen Punkt meiner Kontrolle. Ich bin dann wie fremdgesteuert, von diesem inneren Monster, nehme mich selber wie durch einen Schleier wahr, kann mich nicht leiden, hasse mich, kann mich kaum aushalten, würde am liebsten vor mir selber weglaufen…

Vielleicht sind die wahren Freunde, die du im Leben finden kannst die, die dein Monster (aus-)halten, wenn es sich losreisst und du es selber gerade nicht halten kannst?!

Katja

 

siete años

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und jetzt heute und hier gerade kommt die 7 neu hinzu.

Sieben Jahre wird mein Blog heute alt und das ist gleichzeitig unfassbar lange  – wo ist nur die Zeit geblieben? – und unheimlich kurz, denn eigentlich fühlt es sich an, als hätte ich schon immer gebloggt und ich kann mich kaum noch erinnern, wie es damals™ war, bevor ich anfing, meine Gedankensprünge in die Tastatur zu klöppeln. Was ich noch weiss ist, dass es mir anfangs wahnsinnig schwer fiel, direkt in die Tastatur zu denken. Ich war vorm Bloggen immer ein Papier- und Stift-Mensch gewesen, habe damals zwar viel Zeit chattenderweise im IRC verbracht, aber sobald ich (längere oder schwierigere) Texte verfasst habe, habe ich das zuerst handschriftlich auf Papier machen müssen, weil das die Methode war, wie ich am besten über Texte nachdenken konnte.

Das ist heutzutage, hauptsächlich durch’s Bloggen, ganz anders. Die Tastatur ist mir vertrautes Medium geworden, um Gedanken in Worte zu fassen und zu Sätzen zu bündeln. Jetzt kann ich das umgekehrt kaum noch, wenn ich vor einem Blatt Papier sitze. Vor allem merke ich, dass ich dann mit dem Schreiben nicht mehr mit dem Tempo meiner Gedanken mithalten kann und viele losen Enden verliere, bevor ich es schaffe, sie aufzuschreiben.

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Mit dem Bloggen anzufangen, war eine der guten Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe, denn mir ist nicht nur das Aufschreiben meiner Gedanken wichtiges Instrument geworden, um meinen Kopf zur Ruhe zu bekommen, das Blog hat mir ausserdem wunderbare Menschen ins Leben gespült, für die ich froh und dankbar bin.

Vielen Dank allen, die mir durch’s Bloggen zu echten Freunden geworden sind, an alle, die hier lesen und/oder kommentieren. Danke für euer Dasein, eure Unterstützung, eure Freundschaft, euren Trost, euer Mitfreuen, eure Freundlichkeit, euer Lob, eure Denkanstöße und Gedanken. Danke für die viele Aufmerksamkeit, die ihr mir und meinem Blog zukommen lasst, obwohl ich hier nichts Wichtiges zu sagen habe, sondern nur aus meinem – meist überaus langweiligen (obwohl mir nie langweilig ist) – Leben berichte und aus meiner oft verqueren und schwierigen Gedanken- und Gefühlswelt.

Danke für eure Begleitung auf meinem Weg, das Fürchten zu verlernen. Ich bin froh, dass ihr da seid, denn auch wenn Bloggen für mich in erster Linie dem Aufschreiben (und damit aus dem Kopf entlassen) dient, ist es doch um einiges großartiger, wenn auch jemand das, was ich schreibe, lesen mag.

Ich mag euch! <3

Scribo ergo sum!

Katja

Schönes 34/15

*Ich bin dankbar über Menschen, die mich auffangen.

*Post verschickt, Freude gemacht. \o/

*Strawberry-Mojito.

*Angepackt, was ich seit Jahren vor mir herschiebe, zum Telefon gegriffen und mir doch nochmal einen Therapeuten gesucht. (Ich sollte häufiger “ich hab doch eigentlich gar nichts zu verlieren” denken.) Am 1.9. ist schon der erste Termin, drückt mir bitte die Daumen, dass ich mit dem arbeiten kann.

*(Viel zu viele) Sachen eingepackt und ans Meer gefahren und das ist sehr grandios, denn ich bin noch bis morgen hier.

*Die Füße in die eiskalte Ostsee gehalten und festgestellt, wie verwöhnt ich durch die Atlantiktemperaturen im Oktober bin. Brrrrrr.

*Ein Badezimmer mit Wellenplätschersound. I can haz at home pleez? K thx bai.

*Bei 17°C und Nebel in alle Richtungen in Shorts und Shirt am Strand gesessen. (Ich bin im August am Meer, ich gehe an den verdammten Strand und wenn ich mir dort den Tod hole!1elf :D ) Vertrieben hat mich dann am Ende der Regen, obwohl ich dann endlich die warme, beim letzten Besuch am Meer in Cuxhaven erstandene Bommelmütze aufhatte.

*Ein Henkersmahl (haha, nicht wirklich, ich hab den Strand möglicherweise überlebt) im Henkershaus. Solltet ihr mal nach Kolberg kommen, geht da essen! Die können was.

*Tolle Fotos.

*Eine Panikattacke überstanden, ohne komplett aus der Situation flüchten zu müssen und schon kurze Zeit später den Rest des Tages komplett normal weitermachen können. Das ist total gut, denn früher haben die mich völlig alle gemacht und manchmal für Tage lahm gelegt.

*Aus Mustern ausgebrochen. (u.a. aus dem fast schon zwanghaften, nirgendwo hinfahren zu können, ohne vorher genau zu recherchieren, was es dort Wichtiges zu sehen gibt. Statt dessen hier gerade viel Rumtrödeln, Meer gucken, nochmehr trödeln und es einfach gut sein lassen. Könnte ich nicht immer, das wird mir schnell langweilig, tut aber gerade recht gut.)

*Immer mehr vom Meer. Eigentlich ist das alleine schon genug Schönes für eine Woche. <3

Katja

(mehr Schönes)

Ausserdem sammeln mit:
die wunderbarste Welt des Wissens
Rabea
Sternenkratzer

und dergl sammelt Geschichten über Menschen, die die Welt ein bisschen schöner machen.

Und du vielleicht auch bald? :)

Shoes on

Ich neige dazu, mir Schuhe, die mir jemand hinhält, sofort anzuziehen. Es gibt, allerdings sehr selten, auch die Gelegenheit, wo mir die Schuhe so dermaßen nicht passen, dass ich stattdessen lieber meine alten ausgelatschen anziehe und damit rausgehe, um ein Stück durch die Natur zu laufen, um den Kopf freizubekommen.

Hier ein paar Eindrücke von meinem letzten Versuch, den Kopf frei zu bekommen. (Klick macht groß)

Katja

Neues Passwort

In Zukunft gibt es für die geschützten Einträge hier ein neues Passwort.

Ich habe eben eine Mail mit dem neuen Passwort an alle, die sich bisher deswegen gemeldet hatten und/oder bei denen ich mich erinnerte, dass sie das alte hatten und annahm, sie würden gerne weiterhin mitlesen, geschickt.

Falls ich jemanden vergessen habe / die Mailadresse nicht mehr hatte (oder jemand mitlesen möchte, der es bisher nicht hatte) meldet euch einfach. :)

Ich würde das gerne auch in Zukunft so handhaben, dass ich erst mal alle, die nicht auf Anhieb völlig schräg daherkommen, mitlesen lasse und niemanden aussperre. Ich weiss selber, wie hoch die Hürde sein kann, nach einem Blog-Passwort zu fragen und will die – speziell für Menschen, die selber mit Depressionen zu tun haben und darüber hergefunden haben, aber nur lesen und nicht interagieren möchten – nicht noch höher machen.

Katja