Wirkt schon

Abendlicher Dia… äh Monolog:

Ah, gehst du in die Küche? Kannst du bitte… ääääh… ach, ich geh schon selber.

Katja

(Während die Monologistin vom Arbeitszimmer in die Küche eilt, um ihre leere Wasserflasche wegzubringen, tätschelt sie verstohlen ihr neues Schritte-zählendes-Armband. Mal sehen, wie lange der Effekt vorhält.)

 *Update:

Verdammt! :mrgreen:

Tiefsitzend

Wirste doch bekloppt.

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Seit ich in den 90ern mein erstes Handy hatte, habe ich keine Armbanduhr mehr getragen. Trotzdem habe ich seit Samstag etliche Dutzend Male den linken Arm gedreht und draufgeguckt, um die Uhrzeit abzulesen. So tief sitzt diese alte Gewohnheit am Arm nach der Zeit zu suchen und wird sofort unterbewusst reaktiviert sobald ich etwas* ums linke Handgelenk trage.

(Da wundere ich mich dann auch wieder ein bisschen weniger, dass ich so lange brauche, um alte Denkmuster abzulegen und umzulernen.)

Katja

 

[*Das ist übrigens so’n Schrittzähler-Dingsi, um hoffentlich ein bisschen aktiver zu werden. Kennt ihr vermutlich eh alle längst.]

Schönes #12/15

*Endlich warm (naja, war es zumindest Anfang der Woche) und endlich angefangen, ein bisschen was im Garten zu machen. :)

*Schwierige Dinge aufgeschrieben. (Was ich lange vor mir hergeschoben hatte.)

*Mehr als 50 Sachen ausgemistet.

*Kurztripp geplant. (Wenn alles gut geht, bald am Meer!)

*Ein- und ausgeatmet und irgendwie funktioniert, Dinge trotzdem gemacht. (Ja, manchmal muss man sich über die Kleinigkeiten freuen.)

Woche 12 war keine so gute Woche und ich musste mich ganz schön konzentrieren bis mir ein paar Sachen eingefallen sind über die ich mich gefreut habe. Das wird diese Woche hoffentlich sicher wieder viel besser!

Katja

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Ich glaube, was ich ganz gut kann, ist dieses Trotzdem

Das ist irgendwie nicht meine Woche. Ich fühle mich – wieder mal – als völlige Memme, weil der gestorbene Vogel mich für Tage aus der Bahn geworfen hat. Dazu kommt, dass ich mich gerade schwierigen Themen stelle, vor denen ich eigentlich immer ausweiche und dann ist auch noch die Sonne wieder verschwunden und das, was ich mir eigentlich als mildes Frühlingswochenende erhofft hatte, um wieder in meine Form zu finden, ist kaltgraues Ungetüm, das mich erst recht wieder wünschen lässt, mich einfach einrollen zu können.

Ich hab mich trotzdem aufgerafft und war am späten Nachmittag am Rhein. Ein paar Schritte machen. Ein paar Eindrücke ins Bild bannen. Hier wieder mal Beute. Ich werd’s einfach nicht satt, Wasser zu knipsen. Oder Blümchen. Oder überhaupt.

Hauptsache trotzdem raus und machen. Keep on rocking. \m/

(Klick macht groß.)

Katja

Piepmatz

Achtung, traurige Wendung.

Heute Morgen war ich total happy. Kurz nachdem ich mit dem ersten Kaffee vorm Rechner saß, hüpfte wieder mal ein Vögelchen in den verwelkten Sonnenblumen des letzten Jahres auf der Suche nach noch ein paar verbliebenen Sonnenblumenkernen herum. Die Sonnenblumen ziehe ich immer aus Samen und pflanze sie dann im Garten direkt neben die Terrasse, so dass ich sie vom Schreibtisch aus im Blick habe. Das ist zum einen schon schön, wenn sie im Sommer blühen und ich die leuchtenden gelben Blüten im Blick habe, zum anderen ist es dann im Herbst und Winter toll, weil es die Vögel genau in mein Sichtfeld lockt und ich nur mit der Kamera in der Hand, am Schreibtisch sitzend, hinter dem schmutzigen Arbeitszimmerfenster, ausharren muss und dafür gelegentlich einen der Piepmätze im Bild einfangen kann. Ohne die schützende Scheibe dazwischen sind die viel zu scheu und es ist mir noch nie gelungen einen im Garten zu knipsen während ich draussen war.

Seit Tagen besucht mich immer wieder eine Blaumeise, die ich schon etliche Male fotografiert habe. Selten kommt ein Rotkehlchen vorbei, das aber noch scheuer ist als die Blaumeise. Sobald ich mich hinter der Scheibe bewege und nur nach der Kamera, die fast immer auf dem Schreibtisch liegt, greife, flattert das schüchterne Rotkehlchen weg und ich habe überhaupt nur ganz wenige Aufnahmen von ihm.

Heute Morgen habe ich mich dann so sehr gefreut, weil der erste Distelfink des Jahres in den Sonnenblumen aufgetaucht ist, eifrig von Stengel zu Stengel flatternd, aber mir trotzdem genug Zeit lassend, ein paar Fotos zu machen. Ich wollte die heute Nachmittag gerade sortieren und eines davon für mein daily Foto aussuchen, konnte mich aber nicht direkt für eines entscheiden. Also verschob ich das erst mal, um ein bisschen in den Garten zu gehen.

*

Ein paar Stunden später habe ich dann heulend ein Loch ins Sonnenblumenbeet gegraben und ein kleines mit einer bunten Serviette gepolstertes Pappschächtelchen mit dem kleinen Piepmatz dort begraben. :(

Ich weiss nicht, was genau passiert ist. Als ich auf die Terrasse kam, lag er reglos am Boden – vermutlich war er gegen die Tür geflogen. Ich hab ihn ganz sachte mit einem Finger berührt, um zu sehen, ob er noch am Leben ist und er hat ganz schwach reagiert, aber es war klar, dass er noch lebt. Es gab keine sichtbaren Verletzungen, er war nur ganz benommen. Dann habe ich erst mal gegoogelt und die Twitter-Timeline befragt und ihm einen flachen Blumenuntersetzer mit Wasser hingestellt und ein paar Sonnenblumenkerne hingelegt und ihn dann in Ruhe gelassen und durch die Scheibe beobachtet.

Er lag noch eine ganze Weile, aber man konnte deutlich sehen, dass er atmet und gelegentlich den Kopf ein bisschen drehte. Irgendwann dachte ich, er hätte es geschafft, da hat er den Kopf ganz deutlich gedreht und damit gewackelt und das Hinterteil samt Schwanzfedern erst zur einen, dann zur anderen Seite gedreht. Anschließend saß er wieder ein paar Minuten reglos. Dann machte er einen Hopser nach vorne, plusterte die Flügel und ich dachte, er würde gleich losflattern. Stattdessen kippte er kopfüber nach vorne weg und war tot.

Ich bin so traurig. Kurz vorher dachte ich wirklich, er hätte sich wieder erholt.

Das sind die Momente, in denen ich so gerne glauben möchte, dass es irgendetwas wie ‘ganz weit oben’ gibt…

Hier die Fotos von heute Morgen als er durch die Sonnenblumen geflattert ist. Als er angeschlagen da lag hätte ich jede Gelegenheit der Welt gehabt, ihn ganz aus der Nähe zu fotografieren, aber ich konnte das nicht. Ich konnte jetzt auch nicht mehr einfach nur eines aussuchen und zeige euch stattdessen alle, die einigermaßen gelungen waren – auch wenn sie sich sehr ähneln.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Flieg hoch, mein kleiner Piepmatz!

Katja (schniefend)

 

Also Stopp! (Bis zum nächsten Mal.)

Das Gefühl, dauernd und immer irgendetwas zu müssen und dann vor lauter Müssen und Druck und Überforderung irgendwann gar nicht mehr zu können und dann irgendwann doch wieder aufzurappeln, dabei denkend, was das doch eigentlich für ein unpassendes Wort ist, weil dann gar nichts rappelt, es ist doch eher ein leises Seufzen – und wieder von vorn. Dabei die ganze Zeit wissen, dass all das hausgemacht ist, wie ein gutes Vanilleeis, nur dass es hier um Müssen und Druck und Überforderung geht und das alles ist auch in hausgemacht nicht gut und schon gar nicht besser. Die ganze Zeit wissen, das ist eigentlich alles nur ein Gefühl, wie es schon ganz am Anfang steht. Wobei es ja dem Gefühl gegenüber nicht fair ist, es mit ‘nur’ ein Gefühl zu bezeichnen, sind doch gerade Gefühle so ausgefeilte Steuermechanismen, Antriebsfedern und oft Hauptentscheidungsverantwortungsträger. Doch zurück zum Müssen, das natürlich ein selbstauferlegtes ist, gerade wieder in einem solchen Ausmaß, dass die Unterscheidung zwischen Müssen und Wollen schwer fällt, weil selbst das eigentlich Gewollte im Gewand von unerledigten ToDos auf dem inneren Laufsteg auf- und abflaniert und dabei keck den Kopf zurückwirft. Immer das Gefühl zu müssen, um gegen die Gefühle nichts zu können, nichts zu leisten, zu nichts nütze zu sein, nichts wert zu sein, anzukämpfen und das mit noch mehr Müssen und noch mehr Machen zu kompensieren versuchen. Dabei ist doch längst klar, dass dieser Ausweg nicht im Tun, sondern nur im Denken zu finden ist.

Katja

Schönes #11/15

*Wunderbare Post von meiner Lieblingsküste im Briefkasten. <3 (Jetzt allerdings dolles Meerweh.)

*Über den Lieblingspostboten gefreut. Das mache ich ziemlich häufig, weil das ein unheimlich freundlicher und oft gut gelaunter Mensch ist, der selbst in strömendem Regen seinen Humor nicht verliert. Dieses Mal aber Freude über etwas, was ich zufällig beim Kaffeekochen vom Küchenfenster aus gesehen habe: wenn er Post einwirft, lässt er immer die Klappe des Briefkastens offen stehen und ich sehe vom Küchenfenster aus, ob was im Kasten drin ist und ich rausgehen muss zum Leeren. Irgendwann hatte ich schonmal gesehen, dass er deswegen extra nochmal zurückgegangen war. Dieses Mal ist mir aufgefallen, dass er extra nochmal einen Schritt zurückgegangen ist, um die Klappe runterzuklappen. Ich war natürlich neugierig geworden und habe den Kasten direkt geleert, war nur Werbung drin. Der geht extra nochmal zurück und macht die Klappe zu, damit ich nicht nur wegen Werbung zum Briefkasten gehe. Der ist echt zum Knutschen! <3

*Ein entzückendes neues Shirt. (Entzückend sagt man ja auch viel zu selten!)

*Das erste Mal für dieses Jahr mit geöffnetem Autofenster gefahren.

*Jemandem bei etwas geholfen.

*Viel Lob von des Mitdingsens Kollegen für die gebackenen Wawuschel eingesackt.

*Sonne und See.

*A. besucht und den ganzen Nachmittag durchgequatscht. Ich bin ja eher vorsichtig und ängstlich dahingehend geworden, aber möglicherweise, hoffentlich, ichglaubsschon habe ich eine Freundin gefunden (die noch dazu auch in der Kleinen Stadt wohnt). \o/

*Seit Jahren wieder mal durch Alsfeld geschlendert und festgestellt, dass der Lieblingsbuchhändler meiner Kindheit und Jugend, der damals schon wirklich alt war, seinen Laden immer noch hat. <3 (Leider war ich ausserhalb der Öffnungszeiten dort.)

*Ein Stück Erdbeerkuchen und die Erdbeeren schmeckten tatsächlich wie solche. Oh Wonne!

Katja

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