siete años

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und jetzt heute und hier gerade kommt die 7 neu hinzu.

Sieben Jahre wird mein Blog heute alt und das ist gleichzeitig unfassbar lange  – wo ist nur die Zeit geblieben? – und unheimlich kurz, denn eigentlich fühlt es sich an, als hätte ich schon immer gebloggt und ich kann mich kaum noch erinnern, wie es damals™ war, bevor ich anfing, meine Gedankensprünge in die Tastatur zu klöppeln. Was ich noch weiss ist, dass es mir anfangs wahnsinnig schwer fiel, direkt in die Tastatur zu denken. Ich war vorm Bloggen immer ein Papier- und Stift-Mensch gewesen, habe damals zwar viel Zeit chattenderweise im IRC verbracht, aber sobald ich (längere oder schwierigere) Texte verfasst habe, habe ich das zuerst handschriftlich auf Papier machen müssen, weil das die Methode war, wie ich am besten über Texte nachdenken konnte.

Das ist heutzutage, hauptsächlich durch’s Bloggen, ganz anders. Die Tastatur ist mir vertrautes Medium geworden, um Gedanken in Worte zu fassen und zu Sätzen zu bündeln. Jetzt kann ich das umgekehrt kaum noch, wenn ich vor einem Blatt Papier sitze. Vor allem merke ich, dass ich dann mit dem Schreiben nicht mehr mit dem Tempo meiner Gedanken mithalten kann und viele losen Enden verliere, bevor ich es schaffe, sie aufzuschreiben.

*

Mit dem Bloggen anzufangen, war eine der guten Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe, denn mir ist nicht nur das Aufschreiben meiner Gedanken wichtiges Instrument geworden, um meinen Kopf zur Ruhe zu bekommen, das Blog hat mir ausserdem wunderbare Menschen ins Leben gespült, für die ich froh und dankbar bin.

Vielen Dank allen, die mir durch’s Bloggen zu echten Freunden geworden sind, an alle, die hier lesen und/oder kommentieren. Danke für euer Dasein, eure Unterstützung, eure Freundschaft, euren Trost, euer Mitfreuen, eure Freundlichkeit, euer Lob, eure Denkanstöße und Gedanken. Danke für die viele Aufmerksamkeit, die ihr mir und meinem Blog zukommen lasst, obwohl ich hier nichts Wichtiges zu sagen habe, sondern nur aus meinem – meist überaus langweiligen (obwohl mir nie langweilig ist) – Leben berichte und aus meiner oft verqueren und schwierigen Gedanken- und Gefühlswelt.

Danke für eure Begleitung auf meinem Weg, das Fürchten zu verlernen. Ich bin froh, dass ihr da seid, denn auch wenn Bloggen für mich in erster Linie dem Aufschreiben (und damit aus dem Kopf entlassen) dient, ist es doch um einiges großartiger, wenn auch jemand das, was ich schreibe, lesen mag.

Ich mag euch! <3

Scribo ergo sum!

Katja

Schönes 34/15

*Ich bin dankbar über Menschen, die mich auffangen.

*Post verschickt, Freude gemacht. \o/

*Strawberry-Mojito.

*Angepackt, was ich seit Jahren vor mir herschiebe, zum Telefon gegriffen und mir doch nochmal einen Therapeuten gesucht. (Ich sollte häufiger “ich hab doch eigentlich gar nichts zu verlieren” denken.) Am 1.9. ist schon der erste Termin, drückt mir bitte die Daumen, dass ich mit dem arbeiten kann.

*(Viel zu viele) Sachen eingepackt und ans Meer gefahren und das ist sehr grandios, denn ich bin noch bis morgen hier.

*Die Füße in die eiskalte Ostsee gehalten und festgestellt, wie verwöhnt ich durch die Atlantiktemperaturen im Oktober bin. Brrrrrr.

*Ein Badezimmer mit Wellenplätschersound. I can haz at home pleez? K thx bai.

*Bei 17°C und Nebel in alle Richtungen in Shorts und Shirt am Strand gesessen. (Ich bin im August am Meer, ich gehe an den verdammten Strand und wenn ich mir dort den Tod hole!1elf :D ) Vertrieben hat mich dann am Ende der Regen, obwohl ich dann endlich die warme, beim letzten Besuch am Meer in Cuxhaven erstandene Bommelmütze aufhatte.

*Ein Henkersmahl (haha, nicht wirklich, ich hab den Strand möglicherweise überlebt) im Henkershaus. Solltet ihr mal nach Kolberg kommen, geht da essen! Die können was.

*Tolle Fotos.

*Eine Panikattacke überstanden, ohne komplett aus der Situation flüchten zu müssen und schon kurze Zeit später den Rest des Tages komplett normal weitermachen können. Das ist total gut, denn früher haben die mich völlig alle gemacht und manchmal für Tage lahm gelegt.

*Aus Mustern ausgebrochen. (u.a. aus dem fast schon zwanghaften, nirgendwo hinfahren zu können, ohne vorher genau zu recherchieren, was es dort Wichtiges zu sehen gibt. Statt dessen hier gerade viel Rumtrödeln, Meer gucken, nochmehr trödeln und es einfach gut sein lassen. Könnte ich nicht immer, das wird mir schnell langweilig, tut aber gerade recht gut.)

*Immer mehr vom Meer. Eigentlich ist das alleine schon genug Schönes für eine Woche. <3

Katja

(mehr Schönes)

Ausserdem sammeln mit:
die wunderbarste Welt des Wissens
Rabea
Sternenkratzer

und dergl sammelt Geschichten über Menschen, die die Welt ein bisschen schöner machen.

Und du vielleicht auch bald? :)

Shoes on

Ich neige dazu, mir Schuhe, die mir jemand hinhält, sofort anzuziehen. Es gibt, allerdings sehr selten, auch die Gelegenheit, wo mir die Schuhe so dermaßen nicht passen, dass ich stattdessen lieber meine alten ausgelatschen anziehe und damit rausgehe, um ein Stück durch die Natur zu laufen, um den Kopf freizubekommen.

Hier ein paar Eindrücke von meinem letzten Versuch, den Kopf frei zu bekommen. (Klick macht groß)

Katja

Neues Passwort

In Zukunft gibt es für die geschützten Einträge hier ein neues Passwort.

Ich habe eben eine Mail mit dem neuen Passwort an alle, die sich bisher deswegen gemeldet hatten und/oder bei denen ich mich erinnerte, dass sie das alte hatten und annahm, sie würden gerne weiterhin mitlesen, geschickt.

Falls ich jemanden vergessen habe / die Mailadresse nicht mehr hatte (oder jemand mitlesen möchte, der es bisher nicht hatte) meldet euch einfach. :)

Ich würde das gerne auch in Zukunft so handhaben, dass ich erst mal alle, die nicht auf Anhieb völlig schräg daherkommen, mitlesen lasse und niemanden aussperre. Ich weiss selber, wie hoch die Hürde sein kann, nach einem Blog-Passwort zu fragen und will die – speziell für Menschen, die selber mit Depressionen zu tun haben und darüber hergefunden haben, aber nur lesen und nicht interagieren möchten – nicht noch höher machen.

Katja

Schönes 33/15

*Beim Einkaufen so gute Laune gehabt, dass sie ansteckend war. Wald rein, Wald raus funktioniert manchmal eben doch.

*Toller Kaffee-Wasser-Colaschorlen-Wespen-Plausch am Rhein im Rahmen eines Treffens der Simulationsgruppe für Sozialkompetenz, viel gelacht und nur ein paar ganz wenige Tränchen verstohlen weggedrückt, von denen der Großteil darin begründet war, dass es sich so schön und normal anfühlen kann, jemanden zu treffen. (Ey wie schön, dass wir uns getraut haben! <3 )

*Große Internet- und momentan speziell Twitterliebe, die mir kostbare Menschen ins Leben spült. Kleiner Drei.

*Ein unheimlich freundlicher, kommunikativer und hilfsbereiter Telekom-Techniker, der zwar das Problem unserer DSL-Leitung nicht lösen, aber endlich identifizieren konnte und ein bisschen bedröppelt über die Nichtlösung war, weil er seine Kunden ‘so gerne glücklich macht’. :)

*Die Erkenntnis, die mich zwei Tage nach dem Technikerbesuch ereilt hat. So much Yay.

*Seit über einer Woche komplett Schlafmittel-und-Baldrian-frei und trotzdem besser einschlafen können und mehr Schlaf bekommen als seit vielen Jahren vorher. Und das obwohl ich voll aus meinem Rhythmus raus bin und immer, für meine Verhältnisse, viel zu spät im Bett war. Und dann auch noch morgens erstaunlich wenig matschig und erstaunlich gut gelaunt aufgestanden.

*Viel gelacht, viel mehr als geweint.

*Ich hab die Haare schön. (Und die überaus putzige Neugeborene der Lieblingsfriseurin bewundert.)

*Zwei Dinge, über die ich mich normalerweise sehr geärgert hätte, konnte ich einfach erst mal hinnehmen, weil es bei einer zu spät war, um etwas daran zu ändern, bei der anderen zu früh, um einschätzen zu können, wie ärgerlich es noch werden könnte. Ich merke seit Jahren, dass ich kontinuierlich ein bisschen gelassener werde. Das gefällt mir sehr.

*Grandios mitgefreut, weil ★eine★, die einen tiefen Platz in meinem Herzen hat, am Meer gewesen ist und mir Grüße geschickt hat.

*Beim Poetry Slam gewesen, der drinnigsten Open Air Veranstaltung der Woche. Dadurch, dass der Slam von der Freilichtbühne in die Schulaula verlegt worden war, war das leider nicht ganz so schön, wie im letzten Jahr und die Menschen haben mir mehr zugesetzt, aber ich hab’s gut überstanden und 7 der 8 Slammer waren gut bis großartig. :) (Mal sehen, ob ich es in diesem Jahr dann mal schaffe, zu dem regelmäßig in der Gegend stattfindenden Slam zu gehen. Das wollte ich eigentlich nach der Dichterschlacht im letzten Jahr schon probieren.)

*Endlich ein bisschen kühler und damit kam die Lust, mal wieder richtig zu kochen zurück und ich habe wieder einmal gemerkt, wie magisch die Wirkung auf mich ist und wie sehr kochen mich erdet und froh macht. Ich hoffe, das geht mir nie verloren.
Abgesehen davon war’s noch dazu echt gut und es war eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen ich mal nicht unsicher war, ob ich’s überhaupt kann oder mir das nur einbilde. \o/

*Edit: Waaah, ganz vergessen: Füße im Meer in T-5d! \o/

Katja

 

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