Im Wort-Sinn

Es ist manchmal so kompliziert, wenn der Kopf so übervoll ist und ich das, was mich so sehr beschäftigt, einfach nicht in Sätze gegossen bekomme. So viel Widerstreit – gedanklich und gefühlsmäßig – in mir, dass mir ganz schwindlig wird. Das kenne ich so nicht. Da war früher fast immer nur eine alles überdeckende Traurigkeit, die war vertraut, wie das alte Lieblingsshirt, damit konnte ich umgehen. Jetzt ist sie meistens immer noch die erste, die zur Stelle ist, aber da ist auch etwas in mir, das dann – nicht immer, aber gelegentlich – trotzig die Nase hochzieht und merkt, dass da noch jede Menge anderer Gefühle zum Vorschein kommen.

Und ich ahne, wie treffend der Begriff des Selbst-Bewusst-Seins ist, denn irgendwo unter und hinter der Traurigkeit liegt dieser ganze Rest von mir, der mir fast mein ganzes Leben verschlossen, und teilweise nicht nur das, sondern sogar verborgen, war und auch das gehört zu mir. Und je bewusster mir diese Teile meines Selbst werden und je mehr ich ihnen zugestehen kann, da und Teil von mir zu sein, desto selbst-bewusster werde ich tatsächlich. Zumindest ein Stück weit. Und neben all den komplizierten Dingen im Kopf ist das zumindest eine gute Erkenntnis.

Katja

Wandschrankentdeckung

Diese Dinge, die ich gerade kann und schaffe und anpacke und mutig einfach mache, statt mir lange den Kopf darüber zu zerbrechen und mir mit meiner Angst selber im Weg zu stehen sind gut.

Aber da ist auch eine Schattenseite, wenn man anfängt, zu sehr an sich selber zu rütteln, das Innere zu sehr durchzuschütteln, neu zu sortieren, auf den Kopf zu stellen.

Da springen gerade Türen in meinem Inneren auf, hinter denen, sorgfältig verborgen, wie in einem großen, alten Wandschrank, bei dem man immer nur kurz die Tür einen Spalt weit öffnet, um nochwas reinzuschieben und den man um Gottes Willen bloß nicht zu weit öffnen darf, damit einem der ganze reingestopfte Mist nicht entgegenfällt, noch furchtbarere Wahrheiten und ältere Muster lauern als mir bisher bewusst war.

Da wird mir schmerzhaft bewusst, wieviel größer die Macke ist, die ich eigentlich habe und es erschreckt mich, dass ich, die ich eigentlich seit ein paar Jahren dachte, mich ganz gut zu kennen – vor allem all diese Muster, die mir ein so starres Korsett anlegen, von dem ich mich nur so schwer befreien kann – merke, dass ich ganz wesentliche Anteile von mir bisher nicht kannte, nicht mal eine Ahnung davon hatte, dass sie da sind, also quasi dieser Schrank überhaupt da ist.

Neben all den mutigen Dingen, auf die ich gerade tatsächlich stolz bin, kommen an fast jedem Tag, neue verdammte Ängste und erschreckende Erkenntnisse in mir hoch. Viel zu schnell, viel zu gewaltig, als dass ich da gerade noch irgendwie mit- oder hinterherkäme. Und ich weiss nicht, was ich machen soll. Wenn diese Türen einmal aufgesprungen sind und einem der ganze Kram entgegengefallen ist, kann man ja auch nicht so tun als sei nichts gewesen. Alles schnell wieder wegstopfen, die Tür verrammeln, von draussen ein Poster davor kleben, damit man sie nicht mehr sieht. Das funktioniert ja nicht, zumindest nicht bei mir. Ich weiss jetzt, dass da noch so viel mehr ist. So viele Aufgaben mehr. So viel mehr, das mir Angst macht.

Und doch…

Katja

(Kann es so einfach sein? Schranktür auf, Zeug raus und auf dem Boden ausbreiten, einzeln anheben, von allen Seiten betrachten, überlegen, was damit zu tun ist? Wenn es sich doch wie so’n oller Schrank anfühlt, müsste doch das Ausmisten auch irgendwie auf ähnliche Weise zu schaffen sein…)

erkannt

Manchmal denke ich, so schlimm könnte das gar nicht sein, wenn eine der Dystopien wahr wird, in denen nicht mehr Eltern Kinder bekommen, sondern die kleinen Menschen in Nährlösungen in irgendwelchen Retorten heranwachsen und ohne Familien aufgezogen werden. Manchmal denke ich, dann ist wenigstens keine Mutter da, die einen in frühester Kindheit total verkorksen kann, die einen so prägen kann, dass man später Jahre darauf ver(sch)wenden muss, da irgendwie wieder rauszukommen.

Und dann denke ich als nächstes, wie einfach ich es mir doch damit mache, wenn ich immer (noch) so an meiner Kindheit und der Prägung in der Zeit klebe. Ich bin erwachsen, habe lange begriffen, was mit mir los ist, wo das alles herkommt und müsste es doch einfach nur mal auf die Reihe bekommen. Wer hat schon eine gute Kindheit und alle anderen bekommen es doch auch hin. Es liegt alles nur an mir. Zu klein, zu blöd, zu unfähig.

Alles, womit ich in den letzten Monaten auseinandergesetzt habe, alle Versuche, mich selber endlich anzunehmen und damit vielleicht auch all meinen seelischen Ballast loszulassen, kommen mir gerade so weit entfernt vor und die Welle aus Selbsthass zieht mir die Füße unter dem Boden weg.

Dabei ist – eigentlich – gar nichts passiert.

Ich hab auf Twitter rumgealbert, weil ich ein recht krasses Kuchenrezept entdeckt hatte und meine Unfähigkeit / Angst / Feigheit, mich in ‚echt‘ darauf einzulassen, Menschen zu begegnen, die ich im Netz kenne (was ja auch eine sehr simple Lösung für meinen Wunsch wäre, viel häufiger mal für jemanden zu kochen), sorgt nach ein paar Tweets hin und her dafür, dass ich heulend hier sitze und alles in mir schmerzt und schreit.

„Probleme sehen statt Chancen?“ schreibt mir jemand (den ich ziemlich dafür bewundere, dass er genau das umgekehrte Konzept drauf hat) – ich mag’s nicht als Tweet zitieren, weil derjenige ja nicht ahnen konnte, dass mich diese eine Frage so umhauen kann – und beim Lesen krampft sich mein Magen zusammen, der Blick wird eng, der Nacken steif, ich komme nicht gegen die Tränen an, denn genau DAS bzw. so bin ich. Mit meiner elenden Angst vor allem, mit meiner Unfähigkeit einfach mal zu machen, statt vorher über alles nachgrübeln zu müssen, mit meinem ewigen mir selber im Weg stehen – mit jeder meiner Fasern bin ich so.

Und ich kenne mich, ich weiss, dass ich so bin. Ich kenne meine Probleme, meine (falschen) Denkmuster, meine ganzen Schwachstellen. Ich setze mich seit Jahren damit auseinander, kämpfe dagegen an, arbeite an mir… Ich will WILL W-I-L-L nicht so sein und doch bekomme ich die Kurve nicht. Ich komme nicht da raus, kann nicht loslassen, weiss nicht wie und was ich noch machen soll. Ich weiss nicht, wie ich die verdammte Angst ablegen soll. Ich habe keine Ahnung, was ich mit den verfluchten Abers machen soll, die sich turmhoch vor mir aufbauen.

Der Weg, den ich dahingehend schon hinter mir habe, erscheint mir gerade so geschrumpft im Angesicht des „Probleme sehen statt Chancen“… der vor mir endlos lang und mir fehlt das richtige Schuhwerk und wo genau es lang geht, weiss ich auch wieder mal nicht. Und ich will verflucht nochmal nicht immer nur geduldig sein müssen und momentan schon gar nicht mit mir selbst.

Ich merke, wie zerbrechlich all meine Fortschritte an manchen Tagen sind.

Alles in mir fühlt sich gerade wund an.

Katja

 

 

So wej Kließ

In meinem Kopf geht es drunter und drüber und eigentlich hatte ich mich gerade hingesetzt, um das durch Aufschreiben ein bisschen zu sortieren. Erstaunlicherweise habe ich mich bei dem Versuch noch heftiger in den Gedanken verheddert. Zu viel auf einmal, zu viele verschiedene Dinge und Themen, die im Kopf kreiseln. Wenn ich versuche, die alle zu erwischen, kommt nur Brei dabei heraus. Immerhin bin ich mittlerweile so geübt darin, derartige Knoten zu entwirren, dass ich merke, wenn es statt dessen schlimmer wird und auch woran das liegt. Also braucht es wieder mal eine der Lebensweisheiten meines Opas (von dem ich immer deutlicher ahne, wie weise er tatsächlich war):

Eins nach dem anderen. So, wie man Klöße isst.

Katja

Wirre Träume, wieder mal.

Ich war in einer Art Ferienlager mit so größeren 10-Leute-Zelten, aber ich glaube, ausser mir waren nicht viele weitere Menschen dort. Ich hatte irgendetwas getan oder wusste etwas und wollte das allen anderen erzählen, was irgendwer (eine höhere Macht? die Lagerleitung? ich glaube, es war eine mächtigere Organisation im Hintergrund, die aber unsichtbar blieb) aber nicht wollte, also gab man mich zur Jagd frei.

Von der Jagd und meiner Flucht selber weiss ich nicht mehr viel, nur dass ich erst durch einen Wald hetzte und später aber auch an einem Strand im weichen Sand entlang, wo mich dann alle Kräfte verließen und ich dauernd auf die Knie fiel. Sobald ich innehielt und nicht mehr weiterrannte, holten mich riesenhafte Bücher ein. Ich glaube, das waren meine einzigen Jäger und es gab gar keine menschlichen Verfolger. Die Bücher hatten Softcover und waren total zerfleddert und standen nicht aufrecht wie im Regal, sondern waren wie riesige Jakobsmuscheln und klappten immer auf und zu mit ihren sehr abgenutzten, aufgequollenen Seiten und sie drängten mich immer wieder in eine Ecke und fingen an, mich aufzufressen und mich kauend zwischen ihre Seiten zu ziehen. Ich kam aber immer gerade so wieder los, weil sie immer mit meinem Shirt anfingen und das zuerst zwischen ihre Seiten zogen und zermalmten. Das ließ sich, sobald ich mit verzweifelter Kraft daran zog, dann wieder rausziehen und war auch immer noch heil, wurde nur immer länger vorne und ich stolperte dauernd drüber. Aber ich konnte es auch nicht ausziehen, weil sie mich sonst beim nächsten Mal direkt gefressen hätten und ich nicht mehr diesen Puffer dazwischen hätte. Ich musste das also immer weiter hochraffen, das wurde immer mehr Stoff und ich konnte es kaum noch schleppen.

Irgendwann keilten sie mich zu dritt vor einem Schuppen (?) in meinem Rücken ein und eines fing nicht wie üblich bei meinem Shirt an, sondern verschlang direkt meinen Arm bis zur Schulter. Ich war überrascht, weil das viel weniger wehtat als ich befürchtet hatte. Und irgendwie verließ mich dann der Mut und ich hörte auf, mich zu wehren, obwohl ich immer noch riesige Angst hatte, was danach passieren würde, aber ich ließ mich dann ohne Gegenwehr zwischen den Seiten zermalmen.

Dann bin ich aufgewacht.

Einer von drei oder vier seltsamen Träumen, aus denen ich in der letzten Nacht immer wieder wach geworden bin. In allen wurde ich verfolgt / gejagt und war auf der Flucht. Und in mindestens noch einem spielten Bücher eine Rolle und ich glaube, auch da, waren sie lebendig und verfolgten mich, ich kann mich aber nicht erinnern, was es genau war. Alle anderen Teile sind sehr diffus, nur das mit den Büchern, die mich aufgefressen haben, hat mich bis zum Aufstehen verfolgt.

Katja

Unstrukturiert

Das, was den Kopf dauernd schwer macht, fasse ich im Moment immer nur in Gedanken in Worte, formuliere Sätze, bleibe hängen, überlege, dass ich mir eigentlich längst die Zeit nehmen müsste, diese Dinge mal aus dem Kopf raus in die Tastatur zu denken, weil das doch so oft dieses gedanklich Holpern wegnimmt und dann bleibt es bei diesem eigentlich und ich mache es doch nicht. Dabei rede ich mir die ganze Zeit ein, dass mir ja sowohl Zeit als auch Ruhe fehlen, um mich wirklich mal länger hinzusetzen – immerhin komme ich ja auch so gerade zu viel zu wenig – aber ich glaube in Wahrheit verstecke ich mich wieder mal nur vor mir selber, verstecke mich vor diesen Gedanken und weiss auch gar nicht, wo ich neben der Zeit und Ruhe gerade die Kraft hernehmen soll, mich diesen Dingen zu stellen. Aber sie sind ja dauernd da, pieksen mich und lassen mir keine Ruhe. Und für so Fälle ist Aufschreiben in den letzten Jahren für mich ein guter Weg gewesen, weil es dieses Pieksen sanfter macht und das Gedankenkarussell abbremst. Und so wie das in meinem Kopf durcheinander geht, wie kein Gedanke länger ausharrt bevor schon der nächste von hinten kommt und ihn beiseite schubst, so weiss ich auch gar nicht, wo ich anfangen soll. Da ist gerade keine Struktur. Deswegen sollte ich vielleicht einfach irgendwo anfangen, vielleicht gerade hier und mit diesen ersten wirren Gedanken darüber, dass ich ja eigentlich diese wirren Gedanken aufschreiben müsste. Aber vielleicht nicht gerade jetzt und heute, wo ich so müde bin und dann schiebe ich es wieder einen Tag weiter und bekomme den Kram einfach nicht zu fassen, trete auf der Stelle und der Kopf wird immer schwerer. Aber es drängt mich ja auch nichts und niemand, ausser mir selber, die ich jetzt endlich glaube, den Schlüssel in der Hand zu haben, um zum Kern vorzudringen. Aber was, wenn das gar nicht der Kern sondern die Büchse der Pandora ist? Und kann man das überhaupt von aussen sehen ohne sie aufzumachen? Das ist diese Grenze, diese Linie vor der ich immer zurückschrecke.

Wirr. Wieder mal. Und ich seufze und bin von mir selber genervt, weil ich – statt endlich einfach eines dieser verworrenen Gedankenknubbelknäuel zu nehmen und aufzuschreiben (aufzudröseln) nur darüber schreibe, dass ich das eigentlich tun sollte.

Katja

Wirre Träume

Heute Nacht habe ich sehr wirr geträumt. Das passiert ja häufiger mal und oft kann ich danach nicht wieder einschlafen. Es passiert aber trotzdem selten, dass mir der Kram auch etliche Stunden nach dem Aufwachen (was heute um kurz nach 5 war) noch so präsent ist. Daher schreibe ich den schrägen Kram heute mal auf:

Ich war in einem Krankenhaus, aber nicht weil ich krank war, sondern weil ich Medizin studierte. Wie absurd der Gedanke war, war mir selbst im Traum klar. Ich kann nämlich weder Blut sehen ohne umzukippen noch Nadeln, die sich menschlicher Haut nähern, um reinzupieken. Also war ich in diesem Krankenhaus, um mich abzuhärten. Und meine Kommilitonen waren auch alle da. Wir waren in einem großen Krankenzimmer untergebracht und saßen in Krankenhaushemdchen, die hinten offen waren, auf den Betten. Zwischen den Betten gab es bodenlange weisse Vorhänge, die teils zurückgezogen waren, teils geschlossen. Ein junger Arzt kam und ich versuchte, ihn davon zu überzeugen, dass ich hier völlig falsch bin, weil ich gar nicht Medizin studieren sollte, aber er hörte mir gar nicht richtig zu. Als er mir dann mit einer Spritze in die Armvene pieksen wollte, wurde ich ohnmächtig.

Als ich wieder aufwachte, stand ich im Badezimmer des Hauses, in dem ich aufgewachsen bin und tuschte mir die Wimpern. Meine Schwester war auch da und auch ihr zweiter Exmann. Der war aber viel jünger, hatte eher das Alter, das er vor deren Ehe hatte. Meine Schwester war auch jünger als sie heute ist, aber älter als P. Ich war aber, glaube ich, so alt wie ich tatsächlich bin. Irgendwann hörte ich Lärm im Haus, obwohl eigentlich niemand hätte da sein sollen. Ich ging los, um nachzusehen, wo das herkam und fand in meinem früheren Wohnzimmer meinen Onkel mit irgendwelchen Leuten, die ich nicht kannte. Ich regte mich furchtbar darüber auf, dass er einfach in das Haus eingedrungen war, aber noch mehr, dass er in diesem Raum war, obwohl ich ihm doch früher schon deutlich gesagt hätte, dass er dort nichts verloren hätte. Das Zimmer hatte aber nur die Lage im Haus und die Wandfarbe mit meinem ursprünglichen Wohnzimmer gemeinsam, die Möbel darin kannte ich nicht. Da standen nur eine ganze Menge Sofas und die standen alle mitten im Raum und mit der Sitzfläche aneinander geschoben, sodass man nur über die Rückenlehne in die Sofaburg reinklettern konnte. Mein Onkel saß dort ganz entspannt mitten drin und trug einen grauen Anzug. Meine Aufregung über sein Eindringen tat er einfach ab.

Dann hörte ich es wieder poltern, dieses Mal aus der unteren Etage und dort fand ich an die 20 Leute, die rund um eine große festlich gedeckte Tafel saßen. Sie behaupteten alle zu meiner Familie zu gehören, aber ich kannte überhaupt nur 2 meiner Tanten, die sich auf einmal schrill kreischend und keifend vor mir aufbauten, aber ich wusste gar nicht, was sie von mir wollten. Ich ging zurück nach oben, um meine Schwester für Unterstützung zu holen, aber die war nicht mehr da. Stattdessen hatte eine junge Frau, die ich nicht kannte, die aber behauptete, die Frau eines meiner Cousins zu sein, angefangen, in meinem Schlafzimmer aufzuräumen und meine Sachen, in Schränke und Kartons zu stopfen. In echt war das allerdings nie mein Schlafzimmer, sondern ganz früher jenes meiner Eltern und als ich die Wohnung alleine bewohnte, habe ich den Raum nie genutzt. Im Traum war mir bewusst, dass das eigentlich gar keinen Sinn machte, dass meine Sachen in dem Zimmer waren, aber ich wusste nicht weswegen. Und ich wusste auch, dass ich die gar nicht so wüst in der Gegend herumgeworfen hatte und für die Unordnung verantwortlich war und versuchte das dieser Frau zu erklären, weil es mir irgendwie peinlich war, für so unordentlich gehalten zu werden.

Dann war ich plötzlich wieder unten, ohne dass ich mich daran erinnern könnte, runtergegangen zu sein und ich weiss noch, dass ich mich völlig hilflos fühlte, weil diese Menschen einfach in meine Wohnung eingedrungen waren und mich wie ein Kind behandelten, obwohl ich längst erwachsen war und dass ich mich furchtbar bedrängt und deren Verhalten als übergriffig empfunden habe, obwohl ich gar nicht so genau wusste, was sie dort überhaupt wollten und dass ich mich völlig ohnmächtig fühlte, aber auch empört, weil ich wusste, dass sie sich nicht korrekt verhielten und nicht einfach dort sein durften. Aber ich wusste nicht, wie ich mich zur Wehr setzen sollte. Alle Versuche, mit denen zu reden und ihnen zu sagen, dass sie gehen müssten und gar nicht einfach hätten eindringen dürfen, schlugen fehl, weil mich niemand ernst nahm und alle so taten als seien sie im Recht und ich ein kleines, freches Gör. Mit diesem Gefühl der Ohnmacht wachte ich auf und konnte dann auch nicht wieder einschlafen.

Das eigentlich erschreckende an diesem wirren Mist ist, dass ich ihn sogar verstehe…

Katja