Wirksam. (kurz zitiert #53)

„Aaah! Jetzt sind Sie endlich wieder blau! Wenn Sie blau sind ist alles total super!“

„Hihi. Wenn SIE das sagen, wird das sicher sehr wirksam sein.“

(Der Therapeut letztens so bei der neuen sehr wirksamen Mojito-Therapie beim geglückten Einlesen meiner Versicherungskarte nach mehreren gescheiterten Versuchen.)

Katja

Außerdem gestern so.

Alles übrigens Alsfeld, ganz in der Nähe des winzigen Vogelsbergnestes, in dem ich aufgewachsen bin. Klick macht groß, auch wenn die Qualität recht lausig ist, weil ich nur das Händi dabei hatte, keine Kamera.

 

Und ein ganz besonderes Schmankerl:

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In diesem Laden kaufte ich anno 1994 meinen ersten PC, einen 486er mit 33 MHz Prozessor, 214 MB Festplatte und 8 MB Ram. Mit den 33 MHz war der voll schnell im Vergleich zum Büro-Rechner, der nur 25 hatte. Es gab damals auch gerade so die 40 MHz Prozessoren, aber – und ich zitiere hier den Fachverkäufer anno 1994 – „das wird sich nicht durchsetzen. So schnelle Prozessoren braucht man allerhöchstens im Profibereich und auch da käme man eigentlich mit den 33ern aus“. Hab ich ihm natürlich geglaubt. Damals™.

Katja

Schmerzstellen.

Vielleicht muss man wirklich manchmal an die Stellen, die man lange gemieden hat, weil sie zu sehr schmerzen, zurückkehren, um herauszufinden, ob der Schmerz immer noch da ist und immer noch der gleiche ist oder ob es mehr die Angst vor dem (möglicherweise) wiedererwachenden Schmerz ist, die einen fern hält.*

Ich hab das heute mit einem Ort gemacht, vor dem ich mich jetzt lange gefürchtet habe, also nicht vor dem Ort, sondern dem, was an Erinnerung und Verlust daranhängt und es war gut, dorthin zu gehen, auch wenn es noch nicht diese Junimond-Sache ist, dass es jetzt nicht mehr wehtut, aber der Schmerz hat sich in den letzten 15 Jahren, denn so lange habe ich den Mut zurückzukehren, nicht aufgebracht, verändert.

Das Gefühl dort ist jetzt ein anderes und ich kann es noch gar nicht richtig greifen und einsortieren und konnte mich damit dann auch gar nicht direkt befassen, weil dann gleich so viel Action und Ablenkung kam, aber dass es anders ist, als damals, als ich dort zum letzten Mal war, das habe ich direkt gemerkt. Nur einmal bin ich in all der Zeit in die Nähe zurückgekommen und da konnte ich gar nicht so richtig gucken und reinspüren, war zu nervös, zu verwirrt, zu wasweißich. Das war heute anders. Ich war neugierig. Darauf, was noch gleich ist, darauf, was anders ist, darauf, was es mit mir macht. Ich musste vorgehen, nachschauen, es wissen.

Das ist alles noch unausgegoren, das muss noch in mir arbeiten, noch richtig ankommen. Aber es ist gut, dass ich mich dieser alten Angst endlich gestellt habe, dass ich dort war.

Katja

[*Beim nochmaligen Drüberlesen und -nachdenken glaube ich, das gilt sowohl für äußere Orte als auch für innere, an denen man bestimmte Erinnerungen und Gefühle vergraben hat. Und dass das der eigentliche Trick ist, nachdem ich jetzt äußerlich an den Ort zurückgekehrt bin, auch innerlich nochmal an diese Stelle im Leben zurückzukehren, die genau mit jener zusammenfällt, in der es mein Leben so aus der Bahn gehauen hat.]

Samstagspätnachmittagsspaziergangsimpressionen (nT)

Schon ganz hübsch hier in der Neuen Stadt. (Auch wenn mir der Rhein sehr fehlt.)

Katja

Und es hat „Klack“ gemacht…

Heute Morgen irgendwann, konnte ich das innere „Klack“ fast hören, als ein paar meiner neueren Erkenntnisse und Errungenschaften und Fortschritte, was mich und mein Denken und Fühlen angeht, die bisher eher getrennt voneinander und nebeneinander standen, auf einmal irgendwie im Kopf einrasteten und sich zu einem neuen Bild zusammenfügten.

Das ist gerade sehr großartig für mich, weil es mich hoffen lässt, dass es mir in Zukunft helfen und das Leben ein Stück weit erleichtern wird, es ist aber zugleich großartig², weil es mir gerade retrospektiv endlich eine Erklärung liefert, wieso ich in einer ganz bestimmten Sache auf eine ganz bestimmte Weise ticke, was ich mich tatsächlich schon seit Jahren frage, ohne dass ich bisher eine Erklärung dafür fand.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich das hier weiter aufdröseln möchte, aber vermutlich kommt das doch noch; alleine schon, damit mir das neue Wissen nicht wieder entgleitet. Aber dafür müssen sich die Sätze erst finden und formen.

Katja

Was ist das für ein Top(f)wetter?!

Ich liiiiebe Eintöpfe und dass man sich im Herbst und Winter damit so gut von innen wärmen kann, versöhnt mich immer ein bisschen mit der Kälte und dem schlechten Wetter.

Gestern gab es einen wilden Mix aus u.a. Gemüsefachresten, durch die Gewürze orientalisch anmutend. Und scharf. Huiii! Auf jeden Fall aber merkens- und damit hier festhaltenswert.

Für einen großen Topf, von dem 4-5 satt werden braucht man:

1 rote Zwiebel (oder natürlich eine ganz normale)
3 Zehen Knobi
1 mind. daumengroßes Stück Ingwer
500 – 600 g Hühnerbrust (schmeckt vermutlich auch lässig ohne)
6 Karotten
3 Pastinaken
2 Stangen Lauch
6 Tomaten
100 g rote Linsen
1 Dose Kidneybohnen
1 TL Harissa (wer keins hat kann auch Chili verwenden)
2 EL Tomatenmark
2 TL Cumin
2 TL Ras El-Hanout
2 TL getrockneter Thymian
1 TL Sumach (wer’s nicht hat, lässt’s weg oder gibt einen kleinen Schluck Balsamico rein)
1 TL scharfes Paprikapulver (ich nahm mein geräuchertes aus Spanien)
1 Prise Zimt
Pfeffer, Salz aus der Mühle
2 Liter Gemüsebrühe
Olivenöl (oder ein beliebiges anderes zum Anbraten)

Diese ganzen Gemüsesachen sind vermutlich auch beliebig austauschbar, bei mir war es das, was noch im Kühlschrank lag und weg musste. Ich könnte mir auch Paprika gut dazu vorstellen oder Zucchini oder Blumenkohl oderoderoder.

Und so geht’s:

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. In wenig Öl bei mittlerer Hitze in einem großen Topf glasig dünsten. In der Zwischenzeit die Hühnerbrust in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Immer mal im Topf rühren und währenddessen Karotten und Pastinaken schälen und in Scheiben schneiden. Harissa, Tomatenmark und sämtliche Gewürze dazugeben und gründlich verrühren, sodass das Fleisch von einer Art Gewürzpaste überzogen ist. Dann auch die Karotten und Pastinaken dazugeben. Lauch in dünne Ringe schneiden und waschen, Tomaten kleinschnippeln und ebenfalls in den Topf, genauso wie die roten Linsen und die (abgesiebten und unter fließendem Wasser abgespülten) Kidneybohnen. Brühe drüberkippen, Herd hochdrehen bis es einmal kräftig aufgekocht ist, dann bei mäßiger Hitze ohne Deckel 30-40 min vor sich hinköcheln lassen, gelegentlich umrühren, falls es zu sehr eindickt einen Schluck Wasser nachkippen und in der Zwischenzeit die Küche wieder hübsch machen. Oder bloggen.

Hinsetzen, freuen.

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Katja

Katja knipst Sonnenuntergänge, die 143. #25

Zum Beispiel jenen heute, als wir uns seit einiger Zeit doch endlich mal wieder abends aufgerafft haben und noch eine Runde durch Feld und Ort gedreht haben, was wir eine Weile lang fast täglich gemacht, aber dann doch wieder wegen dauerndwasanderes aus den Augen verloren hatten. Schön war’s. Sowohl der Sonnenuntergang, dessen Knatschstrahlenddoobydoopink auf den lausigen Händifotos leider gar nicht richtig zur Geltung kommt, als auch die Runde. (Klick macht big.)

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Katja