Schönes #13/15

Es fühlt sich irgendwie komisch an, für eine Woche, die so traurig und dunkel war, Schönes aufzuschreiben. Vielleicht ist es gerade deswegen eine gute Übung… ?

*Über eine Nachricht einer Freundin sehr gefreut. (Knutscher nach Irland, falls der von hier noch ankommt!)

*Die Wandschmiererei vorm Spanisch-Klassenzimmer hat mich zum Grinsen gebracht und ausserdem habe ich in der Stunde großes Lob für meine Hausaufgabe kassiert, bei der ich die Zeiten (Indefinido und Imperfect) nicht einmal vertauscht habe. Müsste ich mal nur die ganzen Formen lernen und nicht immer nachgucken, wie die Zeiten gebildet werden…IMG_20150324_185703

*Ein großes Kaffeepaket mit der Post bekommen. 6 Sorten zum Testen, die ich bestellt hatte. Bisher bin ich noch bei der ersten Sorte, aber die ist schon mal sehr toll.

*Gelernt Origami-Eulen zu falten, was vor allem gut ist, weil es wieder mal eine Sache ist, die in aller Schnelle die Hände (und damit den Rest) beruhigt. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

*A. besucht, Stunden verquatscht. Irgendwie fühlt es sich gar nicht an, als würden wir uns erst so kurz kennen.

*Viel (!) draussen gewesen. In dem Zusammenhang das Fitbit Flex in Tyrann O’Saurus Flex umgetauft, weil mich das Teil echt jeden Tag der letzten Woche und auch bei schlechtem Wetter vor die Tür gescheucht hat. Vermutlich wird das nicht immer so bleiben, trotzdem tut mir die Motivation und der Schwung gerade ziemlich gut.

*Reisefiebrige Vorfreude! (Heute einkaufen, Zeug vorbereiten und packen, morgen Früh ins Auto und ab nach Cuxhaven für ein paar Tage. Ick freu mir.)

Katja

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#swch

Schönes Mem aka Stöckchen, das da seit einiger Zeit bei Twitter die Runde macht. Es geht darum, an 5 Tagen je 1 Schwarz-Weiss-Foto zu twittern und jeweils eine*n andere*n zu nominieren, selbiges zu tun.

Ich erinnere mich noch, ganz zu Anfang als ich digital knipste, kam es für mich gar nicht in Frage, Bilder in irgendeiner Weise zu bearbeiten, nicht mal Farbe rausnehmen konnte ich. Die Fotos mussten gefälligst so bleiben, wie ich sie aufgenommen hatte. Schließlich konnte man das früher ja auch nicht so einfach. Waren analoge Aufnahmen einmal im Kasten, musste man sie schon selber entwickeln, um noch Einfluss darauf zu nehmen, was dann hinterher auf Papier zu sehen war. Das habe ich damals tatsächlich gelegentlich getan. Ganz früher im Zeltlager, als ich da Ferienfreizeiten betreut habe, habe ich halbe Nächte im Fotolabor verbracht, meist zusammen mit C. und einem halben Kasten Jever, haben wir die Schnappschüsse des Tages entwickelt und die Negative belichtet. Manchmal saßen wir auch einfach nur im schummrigen Rotlicht, nebeneinander mit den Rücken an die Tür gelehnt, weil es der einzige Platz war, wo man überhaupt sitzen konnte, rauchend, Bier trinkend und die halbe Nacht verquatschend.

Dann später, an der Uni, hatte ich eine Wahlpflichtveranstaltung in der Chemiedidaktik belegt, in der wir Schwarz-Weiss-Filme vollknipsten und dann im Labor entwickelten. Dabei haben wir alle möglichen Tricks gelernt, zB haben wir die Entwicklerchemikalien manchmal nur mit einer Pipette aufgetragen, anstatt die Fotos ganz einzuweichen. Das erzeugt skurrile Effekte, wenn der Rest des Fotopapiers weiss bleibt. Wir hatten damals ja nichts, mussten, wenn wir Effekte haben wollten, das was heute alle möglichen Filter und Apps erzeugen, mit Chemikalien simulieren. Aber Spaß hat es immer gemacht. Damals war ich überhaupt sehr fasziniert von s/w-Aufnahmen.

Mittlerweile bearbeite ich gelegentlich meine Fotos nach, längst nicht immer und alle, wie manche das tun, dafür fehlt mir Zeit und Geduld, aber speziell die Farbe nehme ich häufiger mal raus, einfach nur um die Wirkung einer Aufnahme in s/w zu sehen.

Dieses Twitter-Mem hat mir viel Spaß gemacht und weil ich die Fotos, die ich da gezeigt habe, allesamt sehr mag, sie bei Twitter aber so fix in der Timeline runterrutschen und ich sie gerne irgendwo festhalten möchte, wo ich sie auch wiederfinde, bekommt ihr sie hier jetzt auch noch zu sehen, alle auf einmal.

Ja, die Miez’ – übrigens ist das eine echte Palastkatze, sie lebt auf dem Gelände der Alhambra in Cordoba – ist geschummelt, aber ich liebe das Bild so sehr. Fast am liebsten mag ich das vierte, obwohl das Motiv so schlicht ist. Aber ich finde es so grandios, weil ich es in Farbe sehe – auch in dieser s/w-Version, weil die Farbe zusammen mit der Erinnerung an den knackeblauen Himmel im Herzen abgelegt ist.

(Klick macht ihr-wisst-schon-was.)

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Katja

Wirkt schon

Abendlicher Dia… äh Monolog:

Ah, gehst du in die Küche? Kannst du bitte… ääääh… ach, ich geh schon selber.

Katja

(Während die Monologistin vom Arbeitszimmer in die Küche eilt, um ihre leere Wasserflasche wegzubringen, tätschelt sie verstohlen ihr neues Schritte-zählendes-Armband. Mal sehen, wie lange der Effekt vorhält.)

 *Update:

Verdammt! :mrgreen:

Tiefsitzend

Wirste doch bekloppt.

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Seit ich in den 90ern mein erstes Handy hatte, habe ich keine Armbanduhr mehr getragen. Trotzdem habe ich seit Samstag etliche Dutzend Male den linken Arm gedreht und draufgeguckt, um die Uhrzeit abzulesen. So tief sitzt diese alte Gewohnheit am Arm nach der Zeit zu suchen und wird sofort unterbewusst reaktiviert sobald ich etwas* ums linke Handgelenk trage.

(Da wundere ich mich dann auch wieder ein bisschen weniger, dass ich so lange brauche, um alte Denkmuster abzulegen und umzulernen.)

Katja

 

[*Das ist übrigens so’n Schrittzähler-Dingsi, um hoffentlich ein bisschen aktiver zu werden. Kennt ihr vermutlich eh alle längst.]

Schönes #12/15

*Endlich warm (naja, war es zumindest Anfang der Woche) und endlich angefangen, ein bisschen was im Garten zu machen. :)

*Schwierige Dinge aufgeschrieben. (Was ich lange vor mir hergeschoben hatte.)

*Mehr als 50 Sachen ausgemistet.

*Kurztripp geplant. (Wenn alles gut geht, bald am Meer!)

*Ein- und ausgeatmet und irgendwie funktioniert, Dinge trotzdem gemacht. (Ja, manchmal muss man sich über die Kleinigkeiten freuen.)

Woche 12 war keine so gute Woche und ich musste mich ganz schön konzentrieren bis mir ein paar Sachen eingefallen sind über die ich mich gefreut habe. Das wird diese Woche hoffentlich sicher wieder viel besser!

Katja

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Ich glaube, was ich ganz gut kann, ist dieses Trotzdem

Das ist irgendwie nicht meine Woche. Ich fühle mich – wieder mal – als völlige Memme, weil der gestorbene Vogel mich für Tage aus der Bahn geworfen hat. Dazu kommt, dass ich mich gerade schwierigen Themen stelle, vor denen ich eigentlich immer ausweiche und dann ist auch noch die Sonne wieder verschwunden und das, was ich mir eigentlich als mildes Frühlingswochenende erhofft hatte, um wieder in meine Form zu finden, ist kaltgraues Ungetüm, das mich erst recht wieder wünschen lässt, mich einfach einrollen zu können.

Ich hab mich trotzdem aufgerafft und war am späten Nachmittag am Rhein. Ein paar Schritte machen. Ein paar Eindrücke ins Bild bannen. Hier wieder mal Beute. Ich werd’s einfach nicht satt, Wasser zu knipsen. Oder Blümchen. Oder überhaupt.

Hauptsache trotzdem raus und machen. Keep on rocking. \m/

(Klick macht groß.)

Katja

Piepmatz

Achtung, traurige Wendung.

Heute Morgen war ich total happy. Kurz nachdem ich mit dem ersten Kaffee vorm Rechner saß, hüpfte wieder mal ein Vögelchen in den verwelkten Sonnenblumen des letzten Jahres auf der Suche nach noch ein paar verbliebenen Sonnenblumenkernen herum. Die Sonnenblumen ziehe ich immer aus Samen und pflanze sie dann im Garten direkt neben die Terrasse, so dass ich sie vom Schreibtisch aus im Blick habe. Das ist zum einen schon schön, wenn sie im Sommer blühen und ich die leuchtenden gelben Blüten im Blick habe, zum anderen ist es dann im Herbst und Winter toll, weil es die Vögel genau in mein Sichtfeld lockt und ich nur mit der Kamera in der Hand, am Schreibtisch sitzend, hinter dem schmutzigen Arbeitszimmerfenster, ausharren muss und dafür gelegentlich einen der Piepmätze im Bild einfangen kann. Ohne die schützende Scheibe dazwischen sind die viel zu scheu und es ist mir noch nie gelungen einen im Garten zu knipsen während ich draussen war.

Seit Tagen besucht mich immer wieder eine Blaumeise, die ich schon etliche Male fotografiert habe. Selten kommt ein Rotkehlchen vorbei, das aber noch scheuer ist als die Blaumeise. Sobald ich mich hinter der Scheibe bewege und nur nach der Kamera, die fast immer auf dem Schreibtisch liegt, greife, flattert das schüchterne Rotkehlchen weg und ich habe überhaupt nur ganz wenige Aufnahmen von ihm.

Heute Morgen habe ich mich dann so sehr gefreut, weil der erste Distelfink des Jahres in den Sonnenblumen aufgetaucht ist, eifrig von Stengel zu Stengel flatternd, aber mir trotzdem genug Zeit lassend, ein paar Fotos zu machen. Ich wollte die heute Nachmittag gerade sortieren und eines davon für mein daily Foto aussuchen, konnte mich aber nicht direkt für eines entscheiden. Also verschob ich das erst mal, um ein bisschen in den Garten zu gehen.

*

Ein paar Stunden später habe ich dann heulend ein Loch ins Sonnenblumenbeet gegraben und ein kleines mit einer bunten Serviette gepolstertes Pappschächtelchen mit dem kleinen Piepmatz dort begraben. :(

Ich weiss nicht, was genau passiert ist. Als ich auf die Terrasse kam, lag er reglos am Boden – vermutlich war er gegen die Tür geflogen. Ich hab ihn ganz sachte mit einem Finger berührt, um zu sehen, ob er noch am Leben ist und er hat ganz schwach reagiert, aber es war klar, dass er noch lebt. Es gab keine sichtbaren Verletzungen, er war nur ganz benommen. Dann habe ich erst mal gegoogelt und die Twitter-Timeline befragt und ihm einen flachen Blumenuntersetzer mit Wasser hingestellt und ein paar Sonnenblumenkerne hingelegt und ihn dann in Ruhe gelassen und durch die Scheibe beobachtet.

Er lag noch eine ganze Weile, aber man konnte deutlich sehen, dass er atmet und gelegentlich den Kopf ein bisschen drehte. Irgendwann dachte ich, er hätte es geschafft, da hat er den Kopf ganz deutlich gedreht und damit gewackelt und das Hinterteil samt Schwanzfedern erst zur einen, dann zur anderen Seite gedreht. Anschließend saß er wieder ein paar Minuten reglos. Dann machte er einen Hopser nach vorne, plusterte die Flügel und ich dachte, er würde gleich losflattern. Stattdessen kippte er kopfüber nach vorne weg und war tot.

Ich bin so traurig. Kurz vorher dachte ich wirklich, er hätte sich wieder erholt.

Das sind die Momente, in denen ich so gerne glauben möchte, dass es irgendetwas wie ‘ganz weit oben’ gibt…

Hier die Fotos von heute Morgen als er durch die Sonnenblumen geflattert ist. Als er angeschlagen da lag hätte ich jede Gelegenheit der Welt gehabt, ihn ganz aus der Nähe zu fotografieren, aber ich konnte das nicht. Ich konnte jetzt auch nicht mehr einfach nur eines aussuchen und zeige euch stattdessen alle, die einigermaßen gelungen waren – auch wenn sie sich sehr ähneln.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Flieg hoch, mein kleiner Piepmatz!

Katja (schniefend)