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Das ist die Anzahl der Dinge, die ich aus einem einzigen, zugegebenermaßen sehr großen, Schrankteil ausgemistet/aussortiert habe. Und das ist nicht nur sehr gut, weil dieses ziemlich große Schrankteil jetzt fast leer ist, sondern auch, weil es mein „Angstgegner“ war.

Fast alle Dinge in der Wohnung habe ich, seit dem Einzug hier, vor mittlerweile fast 8 Jahren, immer mal wieder in der Hand gehabt, durchsortiert, umgeordnet, aber um diesen Schrank habe ich dabei immer einen weiten Bogen gemacht. Beim Einzug ist da irgendwie alles reingewandert, das keinen sinnvollen anderen Platz hatte und zum großen Teil befanden sich die Dinge noch in den gleichen Schuhkartons, Kisten und Dosen, in denen sie aus der alten Wohnung hier angekommen waren. Oder noch schlimmer: ein anderer Teil ist dort schon, noch von einem Umzug vorher, verpackt gelagert gewesen und stand also seit insgesamt 14 Jahren noch in gleicher Verpackung rum und je länger ich das alles gemieden habe, desto schwieriger erschien es mir.

Jetzt bin ich, nach einigen Stunden, verteilt über 2 Tage, fertig und letztendlich war es deutlich weniger schlimm als die Hürde in meinem Kopf mich die letzten Jahre befürchten ließ, in denen ich die Aufgabe immer wieder von todo-Liste zu todo-Liste weiterschob. Natürlich war das (emotional) anstrengend, weil viele der Dinge erinnerungsgetränkt sind, aber trotzdem war es relativ einfach zu erspüren, wovon ich mich trennen kann und wovon lieber noch nicht.

Vor allem bin ich aber gerade stolz darauf, den Endgegner zuerst umgeboxt zu haben. Jetzt kann es eigentlich nur leichter werden, die anderen Schränke anzupacken.

Katja

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