492

Das ist die Anzahl der Dinge, die ich aus einem einzigen, zugegebenermaßen sehr großen, Schrankteil ausgemistet/aussortiert habe. Und das ist nicht nur sehr gut, weil dieses ziemlich große Schrankteil jetzt fast leer ist, sondern auch, weil es mein „Angstgegner“ war.

Fast alle Dinge in der Wohnung habe ich, seit dem Einzug hier, vor mittlerweile fast 8 Jahren, immer mal wieder in der Hand gehabt, durchsortiert, umgeordnet, aber um diesen Schrank habe ich dabei immer einen weiten Bogen gemacht. Beim Einzug ist da irgendwie alles reingewandert, das keinen sinnvollen anderen Platz hatte und zum großen Teil befanden sich die Dinge noch in den gleichen Schuhkartons, Kisten und Dosen, in denen sie aus der alten Wohnung hier angekommen waren. Oder noch schlimmer: ein anderer Teil ist dort schon, noch von einem Umzug vorher, verpackt gelagert gewesen und stand also seit insgesamt 14 Jahren noch in gleicher Verpackung rum und je länger ich das alles gemieden habe, desto schwieriger erschien es mir.

Jetzt bin ich, nach einigen Stunden, verteilt über 2 Tage, fertig und letztendlich war es deutlich weniger schlimm als die Hürde in meinem Kopf mich die letzten Jahre befürchten ließ, in denen ich die Aufgabe immer wieder von todo-Liste zu todo-Liste weiterschob. Natürlich war das (emotional) anstrengend, weil viele der Dinge erinnerungsgetränkt sind, aber trotzdem war es relativ einfach zu erspüren, wovon ich mich trennen kann und wovon lieber noch nicht.

Vor allem bin ich aber gerade stolz darauf, den Endgegner zuerst umgeboxt zu haben. Jetzt kann es eigentlich nur leichter werden, die anderen Schränke anzupacken.

Katja

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7 Kommentare zu “492

  1. Gut gemacht, weiter so!
    Es ist immer erstaunlich, wie toll man sich fühlt wenn man so etwas endlich geschafft hat, und wie wenig schlimm es dann eigentlich war.
    ;o)
    Ulje

  2. @Terence: Dankeschön! Und ein schönes ebensolches! Zumindest das bisschen, das vom Wochenende noch übrig ist. 🙂

    @Anette: Mach doch mit! 🙂

    @Jule: Danke und: Ja das stimmt. Die Berge sehen von unten immer viel höher aus. (Und trotzdem fällt es mir so schwer, wenn sie vor mir liegen, mich genau darauf zu besinnen….)

    @WdW: *2 cm wachs*

    @Wolfgangdannyweber: Danke! Es ist bei mir mehr ein Loslassen als eine Neuordnung. Ich habe so einen Hang, viele Dinge aus rein sentimentalen Gründen aufzubewahren und im Laufe von ein paar Jahrzehnten hat sich da so viel angesammelt, dass es sich wie Ballast anfühlt.

    @Zeilentiger: Jawoll! Danke, das werde ich. (Und überlege gerade, ob ich mir heute direkt den nächsten Schrank vornehme.)

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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