How to make your Nudeln selber

Ich weiss, kein Mensch nennt das mehr Nudeln, weil Pasta viel hipper moderner klingt. Ich mag das Wort aber nach wie vor viel lieber. Und ich mag Nudeln. Und besonders mag ich selbstgemachte Nudeln.
Weil das aber echt viel Aufwand ist, fallen die nicht unter die Kategorie ‚Fluch des Selbermachens‚, dann würde ich nämlich gar nix anderes mehr machen als die Kurbel der Nudelmaschine zu drehen. Selbstgemachte Nudeln sind für mich immer wieder/noch etwas Besonderes. Und ich wollte zwischen einigen Versuchen auch schon wieder aufgeben, weil der Teig immer zu klebrig war oder zu rissig. Aber jetzt hab ich endlich das perfekte Rezept, mit dem sie zuletzt immer gelungen sind.

Simpelste Zusammensetzung:

Pro Person 100 Gramm Mehl, 1 frisches (!) Ei. Und insgesamt (also nur einmal) 1 TL Öl (ich nehme da immer ein neutrales Pflanzenöl, kein Olivenöl, weil mir das zu intensiv schmeckt im Nudelteig).

Das Mehl auf Tisch oder Arbeitsplatte sieben, in die Mitte eine Mulde machen, da kommen die Eier und das Öl rein. Mit den Fingern vermischen und dann kneten. Kneten. Kneten. Am besten, indem man den Teig irgendwie zusammenfaltet und mit dem Handballen plattdrückt und dann wieder zusammenfaltet und plattdrückt. Das muss man so lange machen, bis der Teig sich geschmeidig anfühlt. Das dauert schon so an die 15 Minuten und wer Teig kneten nicht gewohnt ist (oder auch nicht, Dinge mit den Händen zu tun), hat garantiert nach dem ersten Mal, am nächsten Tag einen schmerzenden Handballen. 😀

Aus dem Teig eine Kugel formen und diese in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten ruhen lassen. Danach sollte der Teig noch weicher geworden sein als er am Ende des Knetens war. Den Teig aufteilen und immer nur kleine Mengen auf einmal aus der Folie wickeln, den Rest eingewickelt lassen. Ausrollen (möglichst dünn! Das geht zugegebenermaßen mit der Nudelmaschine extrem viel leichter.) und nach belieben Nudeln schneiden oder auch mit den Plätzchenausstechern ausstechen.

Die Nudeln auf (sauberen) Geschirrtüchern ausbreiten und etwas trocknen lassen, Bandnudeln kann man auch gut über Kochlöffel- oder (saubere!) Besenstiele aufhängen. Sollen sie gefüllt werden, muss man das so zügig wie möglich erledigen (ohne vorheriges Trocknen).
Getrocknet habe ich die selbstgemachten Nudeln schon bis zu 1,5 Wochen aufbewahrt – angeblich soll man das mehrere Wochen lang können, aber ich trau’s mich des Eis wegen nicht.

Die Kochzeit richtet sich ein wenig nach der Dicke der Nudeln, ist aber auf jeden Fall kürzer als bei fertig gekauften. Das muss man einfach ein bisschen im Auge behalten. 🙂

Ich schreib mal meine Anfängerfehler dazu und was sich als wichtig rausgestellt hat, damit der Teig die richtige Konsistenz hat:
Die Zutaten sollten möglichst die gleiche Temperatur haben. Kommen die Eier direkt aus dem Kühlschrank, wird der Teig bei mir immer brüchig.
Kein Salz! Auch wenn das in den meisten Nudelteigrezepten mit drin steht. Salz bekommen die Nudeln durch’s Kochen in Salzwasser ab. Bei mir wurde der Teig, wenn ich vorm Ausrollen Salz reingegeben habe, immer klebrig. Mit diesem Rezept brauche ich bei der Nudelmaschine noch nicht mal Mehl zum Ausrollen, der klebt nicht. (Wobei ich noch nicht probiert habe, den per Hand auszurollen – da wird man vermutlich ein wenig brauchen.)

Katja

25 Kommentare zu “How to make your Nudeln selber

  1. In dir steckt ja ein richtiges Kochgenie!!
    Nudeln selbermachen… auf diese Idee wäre ich ja nie gekommen. Es gibt doch so viele Sorten schon fertig zu kaufen 😉
    Ich könnte mir jetzt vornehmen das auch mal zu probieren, aber wir haben gar keine Nudelmaschine!!
    Und da wir jetzt vor dem Umzug kräftig am ausmisten sind, werden wir uns wohl auch so schnell keine zulegen.
    Also bleibt mir nur weiterhin vor dem Nudelregal zu stehen und über die Auswahl zu staunen!!

    • Fertig kaufen kann man vieles, selber machen finde ich aber bei einigen Dingen schöner/besser/leckerer/spannender/…

      Ohne Nudelmaschine geht’s schon auch, das Dingens heisst ja nicht umsonst Nudelholz.^^ Ist aber wirklich anstrengender. *zugeb*

  2. Würde ich Nudeln (Nudeln! Immer Nudeln, never Pasta, dafür ist „Nudel“ ein viel zu lustiges Wort… 😉 ) selber machen, dann würde ich dir für all die Tip(p)s an dieser Stelle ein von Herzen kommendes „Dankeschööön!!!“ zurufen, da ich das aber nicht mache und aber auch schon selbstgemachte Nudeln probiert habe und bis jetzt nicht soooo der Fan von war, staune ich einfach nur, was für tolle Sachen du kannst.

    Nudelteig-hauchdünn-ausrollen ist ja wohl etwas für wahre Könner, Nudelmaschine hin oder her! Und den Teig so kneten, daß er tatsächlich FUNKTIONIERT und genudelt werden kann, finde ich einfach nur fantastisch. Und wären sie glutenfrei, würden sie mir mit Sicherheit auch richtig gut schmecken, davon bin ich überzeugt, jetzt, wo ich die Bilder gesehen habe.

    Hut ab und schmecken lassen! :))

    • Hätte ich einen da, würde ich dir jetzt den Orden für die meisten Konjunktive in einem Kommentar anpappen. 🙂 ( :mrgreen: )

      Geschmeckt haben sie schon und werden sie heute nochmal. Sie dürfen ein Bad in der Hühnersuppe nehmen. Ich weiss nicht wieso, aber wenn ich denn mal (was selten vorkommt) so ein Süppchen koche, dann müssen da auch zwingend selbstgemachte Nudeln rein. Geht nicht anders.

    • Ich hab sie gerade nochmal aus dem Schrank geholt, wo sie in ihrer Originalkiste drin steht, weil ich mich erinnerte, dass meine Mutter den Kassenbon an die Packung geklebt hatte (so aus Garantiegründen).
      Sie hat sich die Maschine nämlich mal gekauft und da sie sie nie benutzt, hat sie sie mir vor 2 Jahren in die Hand gedrückt (zusammen mit ihrer Getreidemühle, die mittlerweile über 25 Jahre auf dem Buckel haben dürfte, bei meiner Mutter aber vermutlich seit 23 Jahren nur im Schrank stand).

      1998 hat sie sie gekauft. Ob das jetzt für eine Nudelmaschine nostalgisch ist, weiss ich aber nicht. 🙂

  3. Kann man den Teig auch für Ravioli nutzen? Ich hab nämlich letzten Montag beim Italiener gefült mit Rucola und passender Pesto gegessen und war so hin und weg, dass wir die nun selber machen wollen 😀 Wenn ich denn ein halbwegs passendes Rezept dazu finde.

    • Ich hab’s bisher noch nicht ausprobiert, aber grundsätzlich kann man jeden Nudelteig nehmen (nehme ich an). Elastisch genug ist er und wenn man ihn direkt nach dem Ausrollen, bevor er antrocknet mit Ei zusammenpappt und verschließt sollte das hinhauen.
      Steht bei mir auch für’s nächste Mal Nudeln selber machen an. Ich bekam von ’ner Freundin vor einer Weile eine Teigfalle geschenkt, mit der man das wunderbar machen kann. 🙂

  4. Aaaaaarrrrggggggs…. Boah. Seit drei Wochen schleiche ich um diese obergeniale italienische Kochschule drum rum, in der so ziemlich alle Nudelteigse in allen möglichen Variationen mit gaaanz vielen Bildern und vermutlich idiotensicher erklärt sind. Seit drei Wochen hol ich mir das Buch in der Pause immer mal nach hinten mit in den Pausenraum und schwelge in der Vorstellung, wie ich mich darin ausprobiere. Seit drei Wochen rede ich mir dann immer sehr vernünftig ein, dass ich dafür eh keine Zeit habe. Und was machst du hier? … *grummel* 🙂 🙂

    • So. So. Mit deinen Kochartikeln zahlst du es mir für meine Buchansteckartikel heim, wat? Und dann genießte das auch noch in aller Ausgedehntheit. :mrgreen:

      Recht so. Mach’s ja nicht anders. ^^

      Es wird wohl also demnächst bald mal schon ein ordentlich dickes Buch mehr in meiner Kochbuchsammlung auftauchen und dann gibt’s für den Teighorst eine ordentliche Küchenschlacht 😀

      • Wer issen der Teighorst? 😀

        Naja komm. Du schießt ja auch mit Kochartikeln oft genug scharf auf meine empfindsamen ‚Boah. Muss ich auch probieren!1elf‘-Nerven. Ich bin nur noch nicht so diszipliniert im Nachkochen, dafür aber ganz groß im Bookmarken und Markieren. 😀

      • 🙂 Der bin ich. Ich steh ja so generell ein wenig auf Kriegsfuß mit den Teigsen. Die woll’n meist nie so, wie ich will. Ich bin da aber hartnäckig, verdränge das Fluchen und geb nich auf. Wär ja noch schöner.

  5. Oh, da hätte ich auch noch mal lust drauf!
    ich werde dein rezept mal testen! (abgesehen davon ist mir mein super einfaches, das man sich problemlos merken kann, entfallen, weil ich es nicht aufgeschrieben habe- denn ist ja soooo einfach!!! Kann man sich ja GANZ LEICHT merken!!)
    hoffentlich will der sohn wieder beim kurbeln helfen 😉
    Liebe Grüße
    Katha

    • Stimmt, aus Pasta lässt sich längst kein so schönes Wort kreieren. 😀

      Dein verlorenes Rezept war bestimmt ähnlich wie meines, das ist ja auch so simpel wie möglich. Ich bin trotzdem, gerade bei so Dingen, die ich nur echt selten mache, dazu übergegangen, die Rezepte zu notieren. Ich vergesse die sonst auch wieder. 🙂

      • Naja, ich „mach das ja jetzt öfter, weil ich hab ja endlich ne Nudelmaschine“! Deswegen war das ÜÜÜÜÜÜÜBERHAUPT nich nötig =)
        Hahahahahaha, und das bei drei (damals erst noch zwei…) Kindern!!! Da kommt man so oft zum Nudeln selber machen!! 😉

      • Und dann für so viele Personen? Respekt! 😀

        Da kann ich den Wunsch nachvollziehen, dass der Sohn kurbeln helfen möge. 😉

  6. Mist, jetzt habe ich doch das *wichtigste* vergessen! 😉
    wir sagen selbstverständlich auch nur nudeln, denn dann kann man sagen Nudel-Schnudel! Und es gibt hier auch ab und an schnudelsuppe *gg*

  7. Pingback: Mit wenigen Zutaten selbstgemachte Nudeln herstellen | RSS Verzeichnis

  8. Pingback: In der eigenen Küche Nudeln herstellen: wie es geht | RSS Verzeichnis

    • Ich weiss nicht genau, was für ein Modell ich habe, weil ich gar nicht die Kiste davon habe. Meine Mutter hat sich die Nudelmaschine vor ca. 20 Jahren gekauft und sie mir vor ein paar Jahren überlassen, weil sie sie ohnehin nie benutzt.

      Besonders toll ist die aber nicht, man muss schon ziemlich ausdauernd kurbeln und braucht eine flache Tischkante zum Befestigen – dank meines neuen Tisches kann ich sie gar nicht mehr benutzen. 🙄
      Aber es wird eben mit Nudelmaschine grundsätzlich viel dünner als ich den Teig per Hand ausrollen könnte. Auch wenn der Aufwand erheblich ist.

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