Ich geh mir mal selber die Zunge im Spiegel rausstrecken

In manchen Situationen gehen mir die Flüche dafür aus, wie ich am liebsten losschimpfen würde.

Ich könnte mich gerade sinnlos betrinken oder wieder anfangen zu rauchen oder irgendwas kaputt machen oder am liebsten von jedem davon etwas.
Die letzten 10 Stunden, der ungeliebten, nervigen Arbeit, die als einzigen – zugegebenermaßen sehr charmanten – Vorteil aufzuweisen hat, dass sie gut bezahlt ist, gehen auf die Rechnung des Haustiers, für das man soviel wie für kein anderes macht: die Katz. Wegen eines blöden, bescheuerten, doofnasigen, hirnrissigen, schwachmatischen Denkfehlers, der mir jetzt erst aufgefallen ist. Ich schwör’s, wäre ich alt genug, Gebissträgerin zu sein, würde ich die Dritten gerade rausnehmen und mir selber damit in den Allerwertesten beissen.

Es geht doch nix drüber, sich ordentlich über sich selber zu ärgern. Wäääh!

In solchen Momenten wünschte ich, ich hätte nicht so ’ne Schreihemmung, die dafür sorgt, dass ich gar keinen Ton über die Lippen bekomme, wenn ich am liebsten Mal ’nen ordentlich befreienden Urschrei loslassen würde.

Wieso ist im Boxsack eigentlich nie ausreichend Luft drin, wenn man das am dringendsten bräuchte?

Katja ( 👿 )

23 Kommentare zu “Ich geh mir mal selber die Zunge im Spiegel rausstrecken

    • Willkommen hier und entschuldige, dass du hier als erstes in einen meiner recht seltenen Ausbrüche von Grmpf geraten bist. Normalerweise bin ich gar nicht so und will nur spielen. 😉

    • Danke! Den hätte ich tatsächlich brauchen können. Ein paar Stunden später noch dringender als ich erfahren hab, dass ich statt der angepeilten und gedachten 3-4 Wochen plötzlich eine 5-Tages-Deadline hatte.

  1. na abba nu,ja doch geh heute abend mal aus…..PAUSE…….die dicksten doofheiten geschehen mir immer wenn ich etwas mache was ich nicht will,oder sowieso schon eine ganze weile zu muede bin…..
    der rest….irren ist menschlich 🙂

    • Pause ging nicht, dafür bin ich jetzt fertig. Der Fehler lag gar nicht mal an Müdigkeit, sondern daran, dass ich einen Denkfehler drin hatte. Und im Nachhinein war es gut, dass ich es an der Stelle gemerkt habe, später wäre schlimmer geworden. 🙂

  2. kryptisch. aber: ich habe heute geschrien, nachdem ich erst mit herrn [bald ex-]vermieter und dann mit frau [ebenso bald zum glück ex]vermieterin telefonieren durfte. verstehe also.

    • Wie macht man das denn? Konntest du das schon immer oder kann man das irgendwie lernen? Ich kann mir nämlich echt vorstellen, dass es befreiend ist, manchmal einfach innen Wald zu gehen und so ’nen Urschrei loszulassen. :mrgreen:

      Mit deinen Ex-Vermietern scheint’s ordentlich zu krachen? Hab gerade schon beim Überfliegen des Feedreaders was dahingehend gesehen und muss gleich mal genauer gucken, ob du da erzählt hattest.

      • das schreien muß man tatsächlich in den meisten fällen etwas üben – ich scheine ein naturtalent zu sein ^^. ist ’ne zwerchfell-sache, und mein dirigent im orchester macht das tatsächlich öfter mal, wenn ihm [privat] alles über den kopf wächst :). du kannst ja zuerst mal üben, deine sprechlautstärke zu variieren – lauter, leiser, normal, LAUT, SEHR LAUT :)… das führt auf den richtigen weg, denke ich.

        am donnerstag habe ich ja tatsächlich nur ein kleines schrei’chen in der wohnung losgelassen, aber selbst das war schon gut. lautes vor mich hinschimpfen und dabei herumrennen hilft mir übrigens auch sehr.

      • Ich hatte eher das Gefühl, dass ich da eine hmm Hemmung habe, fühlt sich an, als bekäme ich gar keinen Ton raus, wenn ich bewusst schreien will. Kann das tatsächlich am Zwerchfell liegen? Ich hätte es eher als psychischen Hau einsortiert. :mrgreen:
        Rumrennen und vor mich hinschimpfen mache ich auch. 😀 Zumindest seit ich nicht mehr rauche.

      • Das passiert mir tatsächlich jedesmal, wenn ich schreien schreiben will, dass mir zuerst ein „B“ mit reinrutscht – vermutlich, weil die Tippfolge von Schreiben so verinnerlicht ist, dass ich nicht mehr drüber nachdenke. Wenn’s noch dazu im Zusammenhang mit einem Buch auftaucht, würde ich’s vermutlich gar nicht merken. (Hatte ich bei dir nicht mal.^^)

      • ich denke auch, daß das ein wenig psychisch ist – man schreit ja nicht einfach so… 🙂 aber ich denke, daß man das mit dem sprechen zunächst üben kann, und immer schön aus dem bauch heraus laut werden – trainieren kann man das, indem man sich hinlegt und beim sprechen versucht, ein buch mit dem bauch zu heben und zu senken.

      • Laut vor Menschen konnte ich früher problemlos reden ohne dass es mir auf die Stimmbänder ging (also vermutlich aus dem Bauch raus). Ich hab früher bei der Jugendarbeit 80 Kiddies übertönt, hab ja stellenweise schon unterrichtet und hatte auch ’nen Job an der Uni, wo ich vor Studis quasseln musste, die Technik laut sein zu können, ist es glaube ich nicht. Womit ich mir, so vermute ich, so schwer tue ist, das eben alleine zu machen. Vor mich hinbrabbeln ist da definitiv viel einfacher. 😀

        Aber das mit dem Buch muss ich auf jeden Fall mal testen, schon alleine, weil sich’s lustig anhört. :mrgreen:

      • stimmt, dann kannst du das wohl. trotzdem – versuch‘ mal, allein unterschiedlich laut zu sprechen :)… ich denke, daß das schon was nützt. klar, es ist noch kein schreiben, aber – immerhin laut! [brabbeln ist zumindest bei mir auch eher so’n halblautes gemurmel.. ;)]

        bin gespannt, was das buch dir sagt :).

  3. Bei uns im Doku-Raum (das ist so etwas wie das Schwesternzimmer im Krankenhaus, man könnte es auch Erzieherzimmer nennen) steht für solche Momente ein rege genutzter Papierkorb mit Tennisbällen. Die nächste leere Wand findet sich immer… Ansonsten ist Schattenzwergs Methode äußerst hilfreich. 1.000 Mal im Studium erpropt.

      • In der Einrichtung darf wegen Brandgefahr nichts hängen, also haben wir da Platz. Draußen macht das übrigens richtig Spaß.

  4. Der Boxsack will Dich reizen. Zeig es ihm und mach ihn richtig platt.

    Ist die vergangene Arbeit hinfällig, falsch oder kaputt?

    /me haut auch gegen tote Gegenstände, die sich nicht wehren, das kann auch schon mal eine Wand sein, Hauptsache es bekommt einer ab und hat keinen Schmerz dabei. Den mag ich dann haben.

    • Ich hatte keine Luft drin und auch keine Möglichkeit, den aufzupumpen. (Ich hab so’n aufblasbares Teil mit Standfuß, in den Wasser oder Sand reinkommt, den mir ein Bekannter geschenkt hat, als ich aufgehört habe, zu rauchen. :D)

      Die Arbeit war falsch. Ich hatte ’nen doofen Denkfehler und bin erst drauf gekommen, nachdem der sich schon durch die Arbeit von 10 Stunden zog und ich musste alle Tabellen und Grafiken nochmal neu machen. Das ging zum Glück schneller als ich befürchtet hatte und das Werte austauschen hat dann nur etwa 3 Stunden gedauert. Aber nu is eh fertig. 🙂

      Gegen ’ne Wand hauen ist mir zu riskant, dass ich meine Hand erst mal lahmlege.

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