Sonntagabendschlemmen

Ich bin völlig fasziniert davon, was dabei herauskommen kann, wenn man ’nen Liter Rotwein mit Hühnchen, ein paar Kräutern, Zwiebeln, Schinken und Gewürzen 1,5 Stunden vor sich hinkochen lässt.

Mir ist es selten passiert, dass mich beim Kochen ein Geschmack / Aroma so sehr überrascht hat. Abschmecken? Unnötig. Perfekt Mjam.

Ich glaube, ich hab mich in Coq au vin verliebt!

Katja (Küchenfee!)

Ach ja: Falls wer nachkochen möchte:

4-5 kleine Zwiebeln schälen, nicht schneiden
ca. 150 Gramm Schinkenwürfel

zusammen in ’nem weiten Bräter in Butterschmalz kräftig anrösten und aus dem Topf fischen.

Huhn oder Hähnchenschenkel (die hab ich genommen, fand ich einfacher, 1-2 pro Person) abwaschen, trockentupfen, salzen, pfeffern und dünn mit Mehl bestäuben

im Bräter in dem Butterschmalz kräftig von allen Seiten anbraten.

In der Zwischenzeit frischen Rosmarin, frischen Thymian (je 1-2 Zweige), 2 Lorbeerblätter und ein paar schwarze Pfefferkörner in einen Teefilter packen, mit Zwirn zubinden.

Das Huhn, wenn’s gebräunt ist, mit ’nem guten Schuss Sherry ablöschen, gerne auch noch ein zweites Mal. Kräftig durchkochen lassen. Mit etwas Salz, schwarzem Pfeffer, Muskatnuss (am besten alles frisch gemahlen/gerieben) und einer Prise Zucker würzen.
(Eigentlich nimmt man für Coq au vin Cognac, aber sowas hab ich nicht im Haus, weil ich den nicht mag.)

Die Kräuter dazugeben und auch den Schinken und die Zwiebeln wieder in den Topf geben, 2 grob zerkleinerte Knoblauchzehen mit reinwerfen. Mit etwa einem Liter Rotwein angießen und etwa 45 Minuten lang im geschlossenen Topf köcheln lassen (ruhig bei ordentlich Hitze). Den Deckel runternehmen und die Soße ordentlich runterreduzieren. Das dauerte bei mir nochmal so 20 Minuten.

Eigentlich gehören auch noch frische Champignons rein, die hatte ich aber zu besorgen vergessen. Meiner Meinung nach braucht’s die auch nicht dringend dazu.

Frisches Baguette dazu und gut.

Herrlich!

Überholspur

Unser Postbote hier kommt ziemlich früh. Früher, als ich in diesen Tagen eigentlich auf den Beinen wäre. Heute bin ich nun den dritten Tag in Folge deswegen früher als mir lieb war unter der Bettdecke rausgekrabbelt. Obwohl meine erste Amazon Marktplatzbestellung, wenn ich der Mail glauben darf, am Dienstag schon losgeschickt wurde und drei weitere am Mittwoch war es die letzten beiden Tage vergeblich.

Heute früh klingelte der Postbote dann doch tatsächlich. Und brachte mir das Buch, das ich gestern am späten Nachmittag direkt bei Amazon bestellt hatte. 😯
Von den Bestellungen von Dienstag Früh immer noch keine Spur. Fast zwei Stunden später kam dann noch ein Postbote und brachte die ersten der sieben am Dienstag bestellten Bücher.

Ich frage mich ernsthaft, wo das Amazon Buch unterwegs überholt hat, dass es nicht mal 17 Stunden nach der Bestellung da war, die anderen aber von Dienstag / Mittwoch bis Samstag und länger unterwegs sind. Und wieso zur Hölle kamen heute zwei Postboten?

Das tatsächlich Bemerkenswerte ist aber vermutlich, dass ich die superschnelle Lieferung sehr viel erstaunlicher und beängstigender finde als die, auf die ich tagelang warten muss.

Katja

Unsichtbar

Ich habe heute drei Anläufe gebraucht, um das Haus zu verlassen um Einkaufen zu gehen. Es gibt insgesamt zwar nur drei Wohnungen im Haus, aber jedes Mal, wenn ich gerade gehen wollte, tummelten sich Nachbarn im Flur bzw. Treppenhaus. Hoch, runter, wieder hoch, wieder runter, sich unterhaltend. Ich gehe dann nicht raus. Ich gehe nie raus, wenn gerade jemand im Treppenhaus unterwegs ist. Nicht mal in den Keller zur Waschmaschine. Ich weiss, dass das idiotisch ist, aber ich bringe es einfach nicht fertig meinen Nachbarn absichtlich zu begegnen. Es ist schlimm genug, wenn ich zufällig jemandem beim Verlassen des Hauses oder beim Wäsche waschen begegne. Ich fühle mich unwohl. Statt freundlichem Smalltalk gelingt mir höchstens ein zaghaft lächelndes „Hallo“ mit kaum hörbarer Stimme. Ich weiss nicht, weswegen das so ist. Mit anderen Menschen, der Kassiererin im Supermarkt, der Frau von der Post, meiner Lieblingsapothekerin gelingt mir mittlerweile problem- und zwanglos eine Unterhaltung. Nur meine Nachbarn schüchtern mich so ein. Heute Nachmittag hat mich das extrem genervt. Der Vorsatz war da, einfach rauszugehen, gar nicht darauf zu achten, ob immer noch jemand im Treppenhaus rumgeistert. Dann stand ich an der Tür, die Hand auf der Türklinke, die Knie gaben nach und ich hab’s nicht fertig gebracht. Bin wieder zurück in die Wohnung, hab mich nochmal hingesetzt. Mist das. Ein bisschen fühlt sich das immer an, als dürfe ich nicht da sein, müsse heimlich agieren, mich verstecken, flüchten. Und ich kann dem Gefühl keinen sinnvoll passenden Gedanken zuordnen. Objektiv gibt es keinen Grund, mich so zu fühlen. Trotzdem ich das weiss und mir selber bewusst mache, bekomme ich das Gefühl nicht weg. Wenn meine Knie nicht so unkooperativ wären, hätte ich’s längst mit einer Augen-zu-und-durch-jetzt-erst-recht Desensibilisierung versucht, aber das ist eine der seltenen Gelegenheiten, wo sie mir noch jedes Mal wegknicken. Mist das.

Katja

Heldenhaft

Als ich als Teenie im besten Bravolesealter war gab es da jede Woche eine Fortsetzungsfotolovestory. Die war meistens total gekünstelt und grottenschlecht und ich habe fast immer drüber weggeblättert und ihr keine weitere Beachtung geschenkt.

Die großartige Sarah Burrini, die zweimal wöchentlich auf’s neue beweist, dass das Leben kein Ponyhof ist, hat gestern eine Lobeshymne auf die Union der Helden geschmettert, die mich neugierig gemacht hat. Dabei handelt es sich nämlich um keinen „klassischen“ Comic sondern um einen Fotocomic. Also eigentlich sowas wie in der Bravo – damals™ – nur mit Superhelden, ewigen Opfern, Einem Der Weiss und vor allem dem, was die doofen Bravofotostorys nicht hatten: extrem guter Unterhaltung. Ich bin jetzt mit allen Folgen durch und rutsche nervös auf dem Stuhl rum bis die Geschichte dort weitergeht.

Unbedingt reinklicken. Marsch! Marsch! Und beim Ponyhof natürlich auch!

Katja

Bfasdmzbhudesevwigs

Ufff. Nachdem Muriel vor über 2 Wochen zum Bfasdmzbhudesevwigs aufgerufen hatte und ich seitdem mit mir ringe, ob ich mitmachen soll, habe ich heute, passend zum Anmeldeschluss, doch noch Mut gefasst und mich angemeldet. Ich bin gespannt auf das Experiment, das sich für mich gerade (noch) eher nach Mutprobe, denn als Spaß anfühlt. Aber das kommt hoffentlich sicherlich noch. 🙂

Da Muriel nach hochkarätigen Teilnehmern gesucht hat und ich weit von diesem Olymp entfernt bin, muss ich das jetzt wenigstens auf andere Weise wett machen. Ich tue das wirklich nicht gerne, aber ich kann es mir und euch leider nicht ersparen. Also seid jetzt bitte ganz tapfer und bringt den Klick auf den Startknopf hinter euch.

Ach und legt euch schon mal ’ne Nummer von ACDC oder Maiden für den anschließend dringend notwendigen Ausgleich zurecht. Ich mache das auf jeden Fall!

Ich hoffe, damit ist die Karatzahl hier jetzt hoch genug. :mrgreen:

Katja

Glück ist #13

…manchmal käuflich. Wenn es sich um bunte Blütenpracht im Januar handelt.

Die wurden mir Montag geschenkt und seitdem komme ich nicht dran vorbei ohne zu lächeln. 🙂 Erstaunlich, was so ein Hauch von Sommer bei dem trüben Wetter bewirken kann.

Schöööön!

Katja

12 Monate – 12 Lieder – 12 Bilder

Nachdem ich angesichts diverser Fotoprojekte, über die ich immer wieder in diversen Blogs gestolpert bin, schon häufiger mal nervös auf dem Stuhl rumgerutscht bin, konnte ich mir’s jetzt in der Tat mal nicht mehr verkneifen, mich bei einem anzumelden.

Sanys 12 Monate – 12 Lieder – 12 Bilder Projekt verbindet nämlich auf schöne Art und Weise zwei Dinge, die ich ungeheuer mag. Musik und Fotografieren. Jeden Monat gibt Sany einen Song vor, der von den Teilnehmern mit einem (oder mehreren) Bild(ern) – frisch geknipst oder auch aus der Mottenkiste –  interpretiert / dargestellt wird.

Ich muss gestehen, dass es für mich noch sehr ungewohnt ist, nach irgendwie gearteten Vorgaben zu fotografieren. Aber das ist ja durchaus reizvoll.

Der Januarsong, den es darzustellen galt, ist von den Sportfreunden Stiller:

Und da es da um meinen Begriff von Perfektion geht, ist ja (fast) ganz klar, wem ich diese Ode widmen muss. :mrgreen:

Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist!

Katja