Auftauchen

Wenn sich der ganze Tag anfühlt, wie unter Wasser, aber nicht auf diese gute Art, bei der es warm und weich den Körper umspielt und nicht auf die ruhige, bei der du komplett unter Wasser bist und alles in dir friedlich wird, sondern mit Strudeln, die dich in die Tiefe ziehen und du strampelst und versuchst, dich irgendwo festzuhalten, aber da ist nichts, was dir Halt bieten könnte und so tauchst du immer wieder mit dem Kopf unter, japst nach Luft und verstehst überhaupt nicht, wie du da hineingeraten bist.

Und dann, irgendwann abends kurz vorm Einschlafen, ist da der klare Gedanke, nach dem du fassen, den du (be-)greifen kannst. Da ist auf einmal Klarheit, wo den ganzen Tag nur diffuser Kampf gegen irgendwelche unsichtbaren Wassergeister war.

Einatmen. Ausatmen. Und dir wird wieder einmal bewusst, wie sehr du in deinen ganzen Sein davon abhängig bist, dein Fühlen verstehen zu können, Worte dafür zu finden, was da in dir los ist und dass das dich-selber-nicht-verstehen, die fehlende Klarheit immer wieder das eigentliche Schreckgespenst ist.

Katja

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