madeja

So viel im Kopf und schon wieder klappt das nicht, dieses Hinsetzen und drauflos Schreiben bis es raus ist. Zu viele Gedanken auf einmal, zu ungeordnet, wie ein Wollknäuel, das die Katze dreimal quer durch den Raum gejagt hat und bei dem kein Anfang und kein Ende mehr zu finden ist. Wahrscheinlich würde es helfen, die Finger tief einzugraben in dieses Wollgedankenkonglomerat oder sie eben wieder so lange auf die Tastatur zu legen bis das funktioniert, aber das würde auch den Schmerz wieder hochholen, vor dem du schon die ganze Zeit in bunte Farben flüchtest, fast als könntest du in die Motive, die dabei entstehen schlüpfen und ihm entkommen. Aber nur fast. Und nur für eine kurze Weile funktioniert das ja auch wirklich, aber spätestens wenn die Nacht kommt, dreht der Kopf wieder rund und all die Tricks, die normalerweise ganz gut funktionieren, versagen derzeit. Zu viel auf einmal, zu ungeordnet, wie ein Wollknäuel… Moment, zurück, da waren wir doch gerade schon.

Katja