Open mind for a different view

Meistens ist Schreiben für mich das Aufdröseln von Gedankenknäueln, aber es gibt Tage, da passiert genau das Gegenteil und ich merke beim Schreiben, wie ich mich immer weiter verheddere und wie es mir nicht gelingt, das in Worte zu fassen, was ich eigentlich ausdrücken möchte.

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Heute ist nach vielen ich-muss-heute-unbedingt-Tagen in Folge der erste ich-müsste-heute-mal-Tag und ich bin noch am überlegen, ob das nun gut oder schlecht ist. Einerseits bin ich immer noch furchtbar angespannt und fertig, von all den Dingen, die ich in den letzten Tagen erledigt habe, so sehr, dass nicht mal ein gewisser Stolz einsetzt, dass ich mich auch tatsächlich durch alles durchgekämpft habe, und ich bin froh, dass es heute auch mit einem weniger durchgetretenen Gaspedal geht. Andererseits kann ich mir das wieder mal nicht gut zugestehen, wenig zu machen und so hänge ich zwischen Motivationsverlust (der dringende Zwang ist weg) und dem nicht gut damit Fühlen, wenig zu schaffen.

So kommt es, dass mich die wenigen Dinge, die ich heute tatsächlich schaffe, viel mehr mentale Kraft kosten als das Durchziehen die letzten Tage. Und die Zeit, in der ich nichts echt Produktives mache, fließt an mir vorbei, ohne dass ich sie wirklich nutzen würde für die Dinge, die ich neben all jenen, die ich erledigen muss, gerne machen würde. So als würde irgendwas in mir dicht machen nach solchen hektischen Tagen und dieses Machenmachen anhalten – nur nicht auf dem gesunden Weg, dass es sich tatsächlich nach Ruhe anfühlt, sondern auf diesem innerlich durchdrehenden, der nur die Gedanken rotieren lässt und den Rest von mir blockiert.

Ich weiss nicht, wieviele Dinge ich heute angefangen habe, wie oft ich sinnlos in der Wohnung hin- und hergerannt bin, ohne wenn ich bei B angekommen war noch zu wissen, wieso ich von A losgelaufen war. Dann mache ich irgendwas ganz anderes, gehe zurück nach A und das, was ich machen wollte, fällt mir kurz darauf wieder ein. Nur, dass ich dann eigentlich schon etwas ganz anderes angefangen hatte, was ich in just dem Moment dann aber auch wieder aus den Augen verliere, weil mir ja das vorherige wieder eingefallen war. Und so fühle ich mich immer noch total gehetzt und gestresst, obwohl ich tatsächlich viel mehr Zeit damit verbringe, völlig verpeilt zu sein und dauernd den Faden zu verlieren, sowohl gedanklich als auch im Tun.

Und da sind so viele Gedanken in mir, die ich eigentlich aufschreiben möchte, aber mir fehlt so sehr die Zeit und die Ruhe dafür. Zumindest gefühlt tut sie das. Wie wird man das nur wieder los, dieses Zeitwegrenngefühl? Ich glaube, ich hänge da seit Wochen drin fest und weiss nicht, wie ich zur Ruhe kommen soll, weil ich, sobald ich mich still hinsetze, auch sofort wieder das Gefühl habe, dringend etwas zu erledigen zu müssen, weil da so viele Dinge sind für viel zu wenig Zeit… Aber das, was wirklich fehlt ist vermutlich gar nicht so sehr die Zeit sondern nur die innere Ruhe.

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Und der Kopf kreiselt und kreiselt und dann kommt eine SMS und ein Anruf und mir wird wieder mal bewusst, was dieses in mir selber festhängen doch für Luxusprobleme sind, im Vergleich zu jenen echten Problemen, die über anderen gerade zusammenbrechen. Und das ist der erste Moment, wo die Welt kurz stillsteht und die Gedanken kurz stillstehen und wo ich denke, dass das alles nichts ist, das, was ich da oben um mich selber kreiselnd aufgeschrieben habe. Gar nichts von irgendeiner Bedeutung.

Katja

zwölf am zwölften: Februar 2013

Seit etlichen Monaten wieder mal ein Zwölfer von mir und wieder mal in einer Quick’n’Dirty-Version – also 12 Fotos, nicht von meinem Tagesablauf (da wäre heute wenig Spannendes zu sehen), sondern zu einem bestimmten Thema.

Und da ich gerade wieder mal dauernd mit der Zeit und ihrem irrsinnigen Tempo zu tun habe, in dem sie vorbeirast, gibt es die Zwölfe zum Thema Zeit, genauer zu den Zeitmessern in meiner Wohnung. Ich trage seit Jahren (möglicherweise sind das sogar zufälligerweise gerade 12 Jahre :D) keine Armbanduhr, habe aber jede Menge Geräte in der Wohnung rumliegen, -stehen und hängen, die die Zeit anzeigen.

Hier also eine Collage mit 12 am 12., so gegen 12 Uhr mittags (natürlich hab ich’s nicht genau auf den Punkt geschafft, weil mir die Idee erst genau Punkt 12 kam und ich nicht so fix im Speicherkarte in die Kamera schubsen und Uhren suchen war):

Februar 13(Klick macht größer)

Alle Teilnehmer sammelt Caro hier.

Katja

kurz zitiert #31

„Nun ja“, sagte Hector, „was ist Ihrer Meinung nach ein gut ausgefülltes Leben?“
Die beiden Hundertjährigen schauten einander an, und dann brachen sie in Gelächter aus. Das war zwar schön anzusehen, aber es brachte Hector kein bißchen weiter.
Schließlich hörte der Hunderjährige mit der Fliege zu lachen auf und sagte in sehr ernsthaftem Ton: „Das mit dem ausgefüllten Leben ist eine ziemlich schlechte Idee. Man kann es nämlich nie mit allem füllen, was einem vorschwebt. Außerdem füllt man notgedrungen auch Fehler und Irrtümer mit hinein. Was aber zählt, ist, bestimmte Momente gut auszufüllen. Oder wenn Sie so wollen, gewisse Augenblicke voll auszuleben.“
„Um die Gegenwart gut ausfüllen zu können“, sagte der Alte mit der Schirmmütze, „müssen wir auch oft unser Inneres entrümpeln und freien Raum schaffen.“
Hector begriff, was er damit sagen wollte. Wenn man einen Augenblick wirklich auskosten wollte, mußte man sich ganz von ihm erfüllen lassen und durfte sich nicht wegen anderer Dinge den Kopf zerbrechen.
„Das Leben ist ja keine Flasche, in die man etwas hineingießen soll“, meinte der Hundertjährige mit der Fliege, „sondern eher wie eine Musik, die manchmal weniger gelungene oder langweilige Stellen hat und manchmal sehr intensive. Die Musik vermittelt eine sehr gute Vorstellung von der Zeit. Eine einzelne Note berührt Sie nur, weil Sie sich an die vorangegangene erinnern und die nächste erwarten … Jede gewinnt ihren Sinn nur dadurch, daß sie in ein wenig Vergangenheit gehüllt ist und in ein wenig Zukunft.“

(François Lelord, Hector un die Entdeckung der Zeit, Seite 163/164)

 

Die schönsten (und in meinen Augen) klügsten Sätze, die ich seit langem gelesen habe. Überhaupt das ganze Buch ist ungeheuer lesenswert – aber das habe ich auch bei dem weiteren Hector Band, jenem über das Glück, den ich schon gelesen habe, auch so empfunden.

Ich hadere so oft mit der Zeit, habe das Gefühl sie rennt mir davon und ich habe so viel davon verloren und verliere noch, schaffe es nicht, die Flasche mit genügend Inhalt zu füllen. Ewig fühlen sich die Dinge an als würde ich furchtbar hinterherhinken, müsste rennen, um nicht komplett den Anschluss zu verpassen. Und das setzt mich so unter inneren Druck, dass ich regelmäßig stolpere.

Und auch hier scheint das Zauberwort wieder mal Loslassen zu sein.

Zeit als Musik, als Fluss – das Bild mag ich mir in Zukunft gelegentlich rauskramen, wenn ich wieder mal in Sorge um den Inhalt meiner Flasche bin.

Katja

 

Gegen die Schreibentwöhnung und die Bildgewöhnung

Soviel hab ich im Kopf in diesen Tagen, aber irgendwie gelingt es mir gerade nicht, den Kanal über die Finger in die Tastatur zu nutzen. Ich merke, dass es wirklich eine Übungssache ist, dieses (Auf-)Schreiben, dass es mir schwer fällt, Gedanken zu fassen zu bekommen, wenn ich aus der Übung bin. Und das ist eigentlich doof, weil ich merke, dass es mir nicht gut tut, den ganzen Kram im Kopf zu behalten anstatt ihn rauszulassen. Und ich merke wieder einmal, dass ich mir bewusst die Zeit nehmen sollte, Dinge aufzuschreiben – erst recht dann, wenn ich das Gefühl habe, keine Zeit dafür zu haben.

Die Zeit zieht gerade rasend schnell an mir vorbei. Eben noch war Mitte November und jetzt ist schon der zweite Advent vorbei. Und wie sehr sie rauscht, die Zeit, merke ich daran, dass ich nicht einmal daran gedacht habe, dem Blog für den Dezember einen neuen Hut zu verpassen. Das will ich jetzt aber endlich doch noch tun, obwohl – oder vermutlich gerade weil – ich merke, wie ich mich an den Sonnenuntergang und die warmen Farben gewöhne, wie sich das hier vertraut anfühlt. Aber genau darum ging es ja in meinem kleinen Loslass-Projekt mit dem Headerwechsel. Die Übung darin, Vertrautes aufgeben, loszulassen, Platz für Neues zu schaffen. Und deswegen jetzt auch der neue ‚Hut‘.

Das neue Headerfoto stammt vom Wochenendtrip ans belgische Meer Ende Juni/Anfang Juli, genauer gesagt aus Brügge, dieser wunderschönen Stadt mit ihren Kanälen und Brücken und faszinierenden Häuser, in die ich mich auf den ersten Blick verliebt habe.

Katja

Meine zugehörige Brüggeschwärmerei gab es hier zu lesen. Alle alten Hüte finden sich auf dem Hutständer.

Über’s Zeitnehmen und Prioritäten

Ich muss heute Brot backen.

Nachdem ich heute aber nur über Schluffiantrieb zu verfügen scheine und meine Todo-Liste noch viel mehr Punkte enthält als mir lieb ist, überlege ich, dass ich ebensogut auf dem Weg zwischen Altglascontainer und Erdbärbude (formally known as Spargelbude – die Zeit ist rum 😦 ) beim Bäcker reinspringen könnte und ein fertiges Brot kaufen.

Die Katja, die ich vor hmmm schätzungsweise 1,5 Jahren noch war, hätte vermutlich an genau der Stelle aufgehört zu überlegen und das genau so gemacht. Die Katja heute, ist eine andere.

Obwohl ich (objektiv im Vergleich zu vielen anderen Menschen) gerade sehr frei über meine Zeit verfügen kann, hatte ich ganz häufig das Gefühl für etwas keine Zeit zu haben. Lesen? Oh Gott, wann denn? Ich komme ja so schon zu nix. Um nur mal ein Beispiel zu nennen, für etwas, wofür ich häufig dachte, keine Zeit zu haben.

Irgendwann – und ich glaube, dass auch daran meine Entscheidung, nicht mehr zu rauchen, die ja ohnehin mein Leben ordentlich durchgeschüttelt hat, nicht unwesentlichen Anteil hat – ist mir aufgegangen, dass das so gar nicht stimmt. Und dass das Gefühl keine Zeit zu haben, ein hausgemachtes Ding ist.

Seitdem springt bei mir an bestimmten Stellen – wenn ich wieder einmal denke, keine Zeit zu haben – eine Art Sicherung an, die mich sanft darauf stupst oder wahlweise auch feste tritt, dass ich mir die Zeit ja nur nehmen muss. Ganz simpel.

Und da kommt dann die Frage nach der Priorität ins Spiel. Welchen Dingen räume ich in meinem Leben eine solche Priorität ein, dass ich mir die Zeit dafür nehme? Und mit Verlaub, es wäre sehr idiotisch, sie nicht genau jenen Dingen einzuräumen, die mir gut tun, die mich erden. Und genau dazu gehören zB Lesen und Brotbacken. (Memo an mich: Endlich mal die Zeit nehmen (!) für’s rebhuhn aufzuschreiben, was das mit dem Erden für mich ist. Ich hab’s nicht vergessen, hühnschn. 🙂 )

Dieses Umdenken, diese anspringende Sicherung (oder vielleicht ist es ein Prioritäten- oder Gutgeh-Detektor? Keine Ahnung, welcher Name dafür der richtige ist.) tut mir ungeheuer gut, rückt so viele Dinge für mich gerade, weil er ganz oft dafür sorgt, dass ich innehalte und überlege, was mir wichtig ist.

Aus „ich habe keine Zeit zum Lesen“ wird durch diese Prioritätenüberprüfung ganz häufig ein „ich nehme mir heute Zeit zum Lesen, weil ich Zeit für mich und in Ruhe brauche“ und manchmal mache ich das auch einen ganzen Tag lang oder zwei, wenn es ein sehr spannendes Buch ist und ansonsten finden alle Tätigkeiten nur auf Sparflamme statt in dieser Zeit. Insgesamt geht es mir dadurch aber soviel besser, dass ich so viel produktiver und motivierter bin, dass ich hammervielmehr schaffe als vor diesen 1,5 Jahren noch. Auch, weil ich weiss, dass es mir gut tut, aktiv zu sein.

Der erste Satz muss also eigentlich lauten: Ich will heute Brot backen (selbst wenn die Zeit knapp ist), weil das gut und richtig für mich ist.

Und während ich hier tippe, wofür ich eigentlich gar keine Zeit habe, sie mir aber nehme, weil es Gedanken gibt, die mir so wichtig sind, dass ich sie hier festhalten möchte, so lange sie mir im Kopf rumschwirren, geht in der Küche mein Brotteig, den ich mit einem breiten Lächeln im Gesicht geknetet habe. Und wenn ich ihn gleich auf’s Blech und in den Ofen verfrachtet habe, fahre ich zum Altglascontainer und der Erdbärbude und mit einem noch breiteren Grinsen am Bäcker vorbei.

Katja

aktueller Zeitfresser

Ich merke, halb über mich selber belustigt, halb von mir selber genervt, dass ich es gerade überhaupt nicht schaffe, mich beim Lesen zu zügeln. Maß zu halten. Nur so viel Zeit mit der Nase in Büchern zu verbringen, wie ich dafür erübrigen kann oder besser könnte und sollte.

Nachdem ich das Jahr so tief mit der Nase in den Harry Potters begonnen hatte und sonst wenig mitbekommen habe, dachte ich, es würde besser, wenn ich die Geschichte endlich beendet hätte, aber so richtig ging die Rechnung nicht auf. Ein weiteres Buch habe ich schon ausgelesen und aktuell fesselt dies hier meine Aufmerksamkeit:

Eigentlich hatte ich befürchtet, dass es langsam langweilig werden könnte, den nun mittlerweile vierten Dan Brown zu lesen, aber dieser Mix aus Fakten, Mythen und Fiktion hat mich wieder mal in seinen Bann gezogen.

Die meiste Zeit nervt mich, dass ich Bücher nicht einfach mal langsam lesen und die Geschichte genießen kann. Primär allerdings bei Geschichten, die ich mag – weil ich es bedaure, wenn die zu Ende ist. Gerade habe ich noch so viele ungelesene Bücher im Regal liegen, eine abartig lange Wunschliste bei Amazon und dadurch, dass ich nicht mehr rauche, auch endlich mal Kohle, die ich hemmungslos in Bücher stecken kann, dass ich mich bedenkenlos von der Spannung mitreissen lassen kann. Das nächste Buch wartet ja immerhin schon.

Wobei ich mir vielleicht wenigstens mal 1, 2 Tage Pause zwischen zwei Büchern angewöhnen sollte. Andererseits ist gerade eh doofes Wetter und wenn’s wieder wärmer wird, strecke ich die Nase schon von alleine wieder in den Wind. Vielleicht sollte ich einfach genießen, mir den Luxus von Lesezeit gönnen zu können. 🙂

Katja

Durchatmen

Gefühlt raste die Zeit seit Freitag wie im Zeitraffer und ich hatte keine ruhige Minute, in der ich mein Buch hätte aufklappen und lesen oder einfach nur gemütlich und in Ruhe mit ’nem Kaffee vor dem Monitor hocken können, um meinen Feeedreader in Ruhe zu durchstöbern/-lesen oder hier meine Gedanken reinzukritzeln.

Das Gefühl, dass die Zeit nur so rast und ich gehetzt und im Stress bin, ist nicht neu. Das fühlte sich in den letzten Jahren dauernd so an.

Ich konnte Zeit spielend einfach ausblenden, wusste meistens nicht was für ein Wochentag oder Datum, manchmal sogar nur mit Konzentration welcher Monat war. Vielleicht muss man das so machen, wenn man jahrelang nicht rausgeht, fast seine komplette wache Zeit nur vorm Rechner hockt und irgendwo draussen vorm Fenster das Leben ohne einen stattfindet. Gut waren die Momente zumindest nicht, wo mich die Realität eingeholt hat und mir bewusst war, wie viel Zeit vergangen war.

Die Tage glichen sich, ich verzettelte mich mit meiner Zeit. Das was ich mir vorgenommen hatte, war oft zwischen zwei Klicks auf der Strecke geblieben. Dann war schon Abend und ich fragte mich, wo die Zeit geblieben war. Fühlte mich wie in Momo, hielt Ausschau nach den grauen Herren. Ich war ständig gehetzt, hatte keine Ruhe, kam zu viel weniger als ich vorhatte und der Berg türmte sich immer weiter auf. Und ich wusste nicht oder vermutlich wollte ich nicht wahrhaben, wo die Zeit geblieben war.

Gleich geblieben ist, dass ich immer noch oft das Gefühl habe, im Stress und gehetzt zu sein, dass die Dinge sich vor mir auftürmen, ich keine Ruhe habe. Gleich geblieben ist auch, dass es schneller Abend wird als mir lieb wäre, dass mir die Tage wahnsinnig kurz vorkommen und auch, dass ich mich häufig abends frage, wo die verfluchte Zeit geblieben ist.

Was anders und total gut ist, ist dass ich jetzt (meistens) eine Antwort auf die Frage habe. Zeit ist keine leere Hülle mehr, die vorbei geht ohne dass ich so genau mitbekäme, wo sie geblieben ist. Ich komme immer noch nicht zu allem, was ich mir vornehme. Aber das liegt mittlerweile oft daran, dass ich mich im Aufwand verschätze und die Dinge, die ich tue, länger dauern als ich dachte.

Ich stehe nicht mehr bewegungsunfähig vor riesigen Bergen, die sich vor mir auftürmen und bei denen ich vor lauter Panik, dass ich das nicht alles schaffe, erst gar nicht weiss wo ich anfangen soll. Ich mache. Manchmal sogar nicht nur irgendwas, was getan werden muss, sondern sogar mit sinnvoller Reihenfolge.

Das Gefühl ist anders, abends auf den Tag zurückzugucken, wenn ich aktiv und der Tag gefüllt war. Ich bin müde und weiss wovon. Ich zerfleische mich nicht mehr selber, wenn ich etwas nicht geschafft habe, weil ich dafür drei andere Dinge gemacht habe.

Und wenn ich dann zur Ruhe komme – und so fühlt sich das gerade zum ersten Mal seit Freitag an – dann hat der gemütliche Kaffee vorm Monitor und das Gedanken hier reinkritzeln plötzlich eine völlig andere Wertigkeit.

Katja