Wirre Träume

Ich bin mit einer Gruppe von Menschen, von denen mir aber niemand bekannt vorkommt, in einem riesig großen, aber ziemlich abgerockten Hotel. Es findet irgendein Seminar statt, aber ich weiss nicht, worum es geht. Ob ich das im Traum wusste und nur beim Aufwachen vergessen habe oder ob ich es auch im Traum nicht wusste, weiss ich nicht so genau. Weil ich aber ohnehin nicht zuhörte, worum es ging, vermute ich, dass ich es auch im Traum gar nicht wusste.

Wir befinden uns in einer riesigen Halle des Hotels, dann bin ich aber urplötzlich auf einem kleinen Zimmer und Loreley und Rory Gilmore (ey, es ist Jahre her, dass ich die Gilmore Girls gesehen habe) kommen in mein Zimmer gestürmt, lassen sich auf mein Bett fallen und plappern non Stop auf mich ein als wären wir die ganze Zeit schon mitten in einer Unterhaltung gewesen. Ich versuche, mich weiter auf das Auspacken meines Koffers – ein kleiner roter Lederkoffer, den ich in meiner Kindheit immer mit auf Reisen hatte – zu konzentieren. Die ganze Situation scheint mir absurd, weil ich gar nicht weiss, worüber die beiden reden und weil ich weiss, dass ich die beiden nur aus der Serie kenne und nicht verstehe, wieso die mich auf einmal kennen. Dann hänge ich ein weisses Flatterkleid, das ich mit 16 besessen habe, in den Schrank des Hotelzimmers und als ich mich wieder zum Zimmer rumdrehe, stehe ich wieder in diesem riesigen Saal des Hotels, in dem das Seminar stattfindet.

Der Raum ist hoch und hat alle paar Meter große Kronleuchter von den Decken hängen und auf dem Boden und an den Wänden ist ein dunkelrot-orange gemusterter Teppich verlegt. Es gibt keine Fenster, nur künstliches Licht, was die ganze Atmosphäre unwirklich erscheinen lässt. In der vorderen, vom Eingang aus rechts gelegenen Ecke gibt es laut ratternde und blinkende Spielautomaten. Ganz an der hinteren Wand, mittig, sitzt meine Seminargruppe. Der Raum ist so riesig, dass ich sie von der Tür aus kaum dort sehen kann. Ich laufe los und der dicke Teppichboden verschluckt meine Schritte komplett. Das Rattern der Spielautomaten wird immer leiser, je weiter ich mich davon entferne. Irgendwann komme ich bei der Gruppe an, die in bequem aussehenden Polstermöbeln sitzt. Ich lasse mich in einen kiwigrünen freien Sessel fallen, der mehr aus einer Liegefläche als aus Sitzfläche und Rücken besteht. Kaum lehne ich mit dem Rücken an, rast der Sessel los, quer durch den Raum. Er scheint irgendeinen Mechanismus zu haben, der ihn in Gang setzt, sobald man sich gegen die Rückenlehne lehnt. Ich finde schnell heraus, dass ich durch Gewichtsverlagerung die Richtung ändern kann und immer wenn ich das tue, entfährt mir ein lautes ‚huuuiiiii‘.

Meine Seminargruppe wird total ungehalten, weil ich ohnehin schon zu spät war und sie deswegen nicht anfangen konnten und ein Mann, den ich auf einmal erkenne (O. mit dem zusammen ich eine dreijährige Fortbildung gemacht habe) brüllt mich mit einem Megaphon quer durch den Raum an. Mir ist das aber egal. Ich sause weiter mit meinem Sessel, laut ‚huuuiiii‘-rufend über den schweren Teppichboden.

Irgendwann bin ich zu schnell und knalle gegen eine der mit Teppich verkleideten Wände und werde wach.

Katja

Wirre Träume

Ich werde wach, stehe auf, gehe durch die Wohnung. Die Wohnung ist nicht diese hier und auch keine, in der ich in der Vergangenheit gewohnt habe, aber das Gefühl ist, dass ich dort zu Hause bin. Dann fallen mir zuerst ganz kleine Veränderungen auf. Die Details, an denen ich es zuerst bemerkt habe, habe ich mittlerweile vergessen, aber es waren anders stehende Gegenstände. Die Möbel standen zunächst noch richtig. Ich weiss nicht, woher ich es weiss, aber mir ist direkt klar, dass die Nachbarn (und zwar jene, die in der Realität gerade über uns wohnen) nachts in der Wohnung gewesen sein müssen und hier Kram rumgeräumt haben. Auf meinem Schreibtisch finde ich einen Haufen Papiere und es ist klar, dass das jemand alles angesehen und gelesen hat. In mir ein großes Gefühl der Empörung. Das geht doch nicht, das kann doch nicht wahr sein. Irgendwas hier läuft doch total verkehrt… Die können doch nicht einfach…

Dann ist der Mitdings auf einmal auch da, bemerkt die Veränderungen auch, aber er regt sich gar nicht darüber auf. Stattdessen sagt er Dinge wie: ist doch toll, mein Schreibtisch ist viel ordentlicher so. Und ich versuche total hilflos, ihm klar zu machen, weswegen es trotzdem alles verkehrt ist, dringe aber nicht zu ihm durch. Empörung, ganz viel Hilflosigkeit, das Gefühl, das ganz alleine lösen zu müssen. Ich weiss, ich muss die Nachbarn damit konfrontieren, habe aber auch Angst davor. Gedankenfetzen, dass ich vielleicht die Komische bin, dass was sie gemacht haben, doch ganz normal, ganz natürlich ist und nur ich das als so extrem empfinde.

Mir fallen immer mehr Dinge auf, die sie verändert haben oder vielleicht ändert sich auch die Wohnung noch immer mehr im Verlauf des Traumes. Die Wände des Schlafzimmers sind auf einmal grün gestrichen. Der Nachbar muss das gemacht haben, während wir schliefen. Wieder ganz viel Angst, dass fremde Menschen nicht nur in die Wohnung eindringen, sondern sie sogar nach Gutdünken verändern und ich bin hilflos und kann nichts machen.

Dann, in einem Raum, von dem ich gar nicht weiss oder mich jetzt nicht erinnere, welchen Zweck er überhaupt hat, fehlt der halbe Fußboden und man kann ins darunterliegende Zimmer sehen. Die Nachbarn wohnen im Traum nicht über sondern unter uns und jetzt gibt es einen Durchbruch zu ihrer Wohnung und da lehnt eine Leiter und unten sitzt die Tochter im Schlafanzug und starrt apathisch auf einen Fernseher und reagiert nicht auf mein Rufen. Dann taucht der Kopf der Nachbarin auf und sie fragt in ihrem ganz normalen Tonfall als wäre nichts gewesen „was gibt’s denn?“. Ich atme tief ein, mache den Mund auf, um meiner Empörung Luft zu machen und es kommt kein Ton heraus, nur heisse Luft. Ich sehe mich von aussen wie ich den Mund auf- und zuklappe. Dann bin ich aufgewacht.

Katja

Und noch ein Traum

Manchmal ist das mit den Traumbildern total verworren und ich habe keine Ahnung, wofür bestimmte Dinge, die ich träume stehen könnten.

Aber dann gibt es auch jene, die völlig einfach erkennbar sind.

Vorgestern habe ich mir eine Blase in meinen Lieblingsschuhen gelaufen. Ich habe diese Schuhe jetzt schon so lange, dass ich sie eigentlich vor 3 Jahren schon hätte ausmisten wollen und seitdem bin ich (natürlich sehr sporadisch, weil ich so furchtbar ungerne Schuhe kaufen gehe) auf der Suche nach einem Ersatz für die Lieblingsschuhe, in dem ich ebenso gut laufen kann.

Jetzt werde ich nicht mehr drum herum kommen, wirklich ernsthaft zu suchen. Die Innensohle der Lieblingsschuhe hat sich im Schuh so verschoben, dass ein harter Knubbel eben jene Blase verursacht hat.

Letzte Nacht tauchte irgendwann inmitten eines an sich schon recht schräg-wirren Traumes, an dessen Rest ich mich nicht mehr erinnere, von dem ich nur noch weiss, dass er sehr schräg war, eine Szene auf, in der ich versuchte, mir aus Paprikaschoten ein paar Schuhe zu schnitzen. Ich hantierte mit einem Küchenmesser rum und zog die Schoten immer wieder über die Füße, was schon recht seltsam war, denn so winzig sind meine Füße nicht, es waren also ungewöhnlich große Schoten und weil Paprikaschoten naturgemäß recht uneben sind, waren die selbstgeschnitzten Schuhe alles andere als bequem. Ich schnitzte also weiter und weiter und probierte immer wieder an.

Mitten in einem solchen Anprobiervorgang wachte ich auf, war verwundert, dass das kühle Gefühl an den Füßen schlagartig weg war, erinnerte mich sofort was los gewesen war und dass ich geträumt hatte und musste lachen als mir der Zusammenhang klar wurde. Ich mache mich dann also mal auf die Suche nach einem Paar Schuhe, bei dem einer wie eine rote Spitzpaprika, der andere wie eine gelbe Gemüsepaprika aussieht und irgendwie kommt mir das kaum schwieriger vor als wirklich richtig bequeme Schuhe zu finden. :mrgreen:

Katja

Wirre Träume

Ich stehe im Schlafzimmer vor meinem Kleiderschrank mit einem offenen Koffer. Der Mitdings und ich diskutieren, ob wir jetzt überhaupt noch fahren wollen, weil es schon so spät ist. Irgendein Besuch, der auch noch da ist und uns dauernd im Weg rumsteht, hat unsere Pläne durchkreuzt. Der Besuch bleibt ohne Gestalt, als wäre er ausserhalb der Kameraperspektive im Traum, aber ich weiss genau, dass da noch jemand ist und dass es der Besuch ist, über den wir in seiner Anwesenheit reden. Wir beschließen uns die Reise davon jetzt nicht verderben zu lassen und trotzdem noch loszufahren. Ich werfe wahllos Klamotten in den offenen Koffer und es ist wirklich ein gehetztes Werfen.

Nächste Szene: Wir sind angekommen. Eigentlich wollten wir an den Bodensee fahren, in das Haus meiner Oma, wo ich viele Kindheitsurlaube verbracht habe. Ich glaube, das sind wir auch. Als vage Erinnerung ist da ein Bild des Hauses von aussen. Dann sind wir aber drinnen und da sieht es ganz so aus wie mein Elternhaus, in dem ich viele Jahre eine Etage alleine bewohnt hatte. Das Haus steht leer und die denen es jetzt gehört dürfen auch nicht mitbekommen, dass wir dort sind. Wer die sind, weiss ich nicht genau. Ich habe aber irgendwie diffus Angst vor ihnen. Mein altes Wohnzimmer sieht anfangs noch genauso aus wie früher, nur ganz ohne Möbel. Dann merke ich, dass es halb renoviert ist und an der Wand kleben Streifen von grauem Teppichboden.

Ich gehe rüber in die Küche mit Esszimmer. Die in meiner Kindheit eingezogene dünne Trennwand fehlt, es sieht aber nicht aus, als wäre sie eingerissen worden sondern als wäre das immer so gewesen. Im Traum ist mir auch nicht bewusst, dass da eine Wand fehlt. Erst hinterher wach in der Erinnerung an den Traum merke ich das. Auf dem Fußboden, da wo früher der Esstisch stand, liegt eine nackte Männerleiche. Die restlichen Möbel sind hier allerdings genauso erhalten wie sie früher standen, nur der Tisch fehlt. Ein Teil der Küchenzeile steht mitten im Raum, weil die Trennwand ja weg ist. Ich gehe ein Stück dichter an die Leiche ran. Diese ist gefesselt oder vielleicht auch eher eingeschnürt und hat überall offene Wunden. Es erstaunt mich überhaupt nicht, dass die Leiche dort liegt und ich weiss auf einmal, dass wir kurz vorher schon einmal dort in Urlaub gewesen waren und dass sie da auch schon dort lag. Irgendwie gehört sie an diese Stelle auf dem Boden und ich schaue sie versunken an. Ich erkenne den toten Mann allerdings nicht. Er ist groß und hat kurze dunkle Locken.

Plötzlich blinzelt die Leiche. Ich erschrecke und stoße einen Schrei aus. Ich brülle den Mitdings an, ob er das auch gesehen hat und dass das doch gar nicht sein kann, dass ein Toter blinzelt. Der Tote blinzelt nochmal. Mir klopft das Herz bis zum Hals, ich will am liebsten wegrennen, weiss aber nicht wie das geht. Es ist eindeutig klar, dass der Mann nicht mehr lebt, das steht ausser Frage. Ich werde immer hysterischer. Ich frage den Mitdings, wie das denn sein kann, dass ein Toter blinzelt, bin völlig in Aufruhr.

Dann dreht der tote Mann seinen Kopf in meine Richtung und öffnet den Mund um mir zu antworten.

In dem Moment werde ich wach. Mir ist bewusst, dass das ein Traum war, aber sowohl die Bilder sind noch da als auch die Angst. Die bleibt auch noch ewig und ich habe Angst davor, wieder einzuschlafen.

Katja

 

Wirrer Prüfungstraum

Heute Nacht habe ich geträumt, ich müsste nochmal zur schriftlichen Abiturprüfung in Chemie antreten. Ich kam in den gleichen Raum wie damals, nur dass die Tische nicht wie seinerzeit für die Klausur einzeln im Raum verteilt, sondern in einem großen U an den Wänden entlang standen und die Tafel war auch nicht mehr vorne sondern an einer Seitenwand des schmalen Raums angebracht.

Ich war total nervös, weil ich nicht auf die Klausur vorbereitet war und selbst im Traum wusste, dass ich alles längst vergessen habe, aber meine alte Chemielehrerin A. begrüßte mich erst mal freudig und wollte wissen, was ich seit damals gemacht hätte. Ich konnte mich aber nicht auf das Gespräch konzentrieren, weil ich solche Angst hatte, durchzufallen und so stellte sie mir immer wieder die gleichen Fragen, die ich aus irgendwelchen Gründen gar nicht beantworten konnte. Irgendwann fiel mir auf, dass wohl an die 5 Leute im Raum verteilt saßen und schon längst dabei waren, die Klausur zu schreiben und eine der Frauen stand auf und ging zur Tafel und schrieb da ihre Lösungen an. Ich stand aber immer noch mit A. neben der Tür und konnte mich dort einfach nicht loseisen. Sie versicherte mir, dass die Aufgaben für mich ein Klacks sein würden, viel leichter als damals bei meiner ersten Abiklausur und zu meiner Nervosität kam noch das wachsende Gefühl, dass ich sie sicher enttäuschen würde und das wollte ich auf keinen Fall.

Irgendwann wies A. mir dann endlich einen Platz zu und reichte mir das Aufgabenblatt. Sie sagte, ich hätte jetzt noch eine halbe Stunde Zeit und sie würde darauf bauen, dass ich das ja trotzdem noch schaffen müsste. Ich guckte mir die Aufgaben an und sie waren in einer Sprache aufgeschrieben, die ich überhaupt nicht verstand. Vielleicht war es auch gar keine Sprache und nur ein Kauderwelsch, nicht mal das konnte ich erkennen. Ich hatte kalte Schweissausbrüche, weil ich nicht wusste, was ich machen sollte, denn aus irgendeinem Grund war es total wichtig, dass ich die Prüfung nochmal bestand. Dann fiel mir ein, dass diese Frau, die jetzt neben mir saß, doch die Lösungen an die Tafel geschrieben hatte. Ich drehte mich zur Tafel und wollte gerade anfangen, einfach von dort abzuschreiben, was sie angeschrieben hatte, aber genau in dem Moment ging A. mit einem Schwamm zur Tafel und wischte den Anschrieb ab.

Dann ist mein Kopf auf das Aufgabenblatt auf dem Tisch gesackt und ich bin aufgewacht.

Katja

Direkt nochmal ein wirrer Traum

Keine Ahnung, was da gerade los ist und weswegen ich so umfassend träume und mich noch dazu nach dem Aufwachen so gut erinnern kann. Teilweise weiss ich sogar im Traum schon, dass ich träume, komme aber auch dann nicht aus der Geschichte raus. Vor einiger Zeit habe ich überhaupt nur mitbekommen, dass ich träume, wenn ich aus Albträumen erwacht bin. Ich deute das also gerade eher positiv, mich auch mal an andere Träume erinnern zu können – auch wenn die sehr wirr sind.

*

Im Traum letzte Nacht ging ich wieder zur Schule. Das Gebäude war von aussen eine Mischung meiner alten Sekundarstufenschule und der 30 Kilometer entfernten Berufsschule, innen war die Raumanordnung und die Korridore aber so wie am Kolleg, wo ich viel später mein Abi im zweiten Bildungsweg gemacht habe.

Ich musste eine Matheprüfung bei meinem alten Mathelehrer aus der Sekundarstufe schreiben. Das war ein furchtbar strenger Typ, der immer ‚ganz knau‘ sagte, wenn man eine gute Antwort gegeben hat. Wir hatten alle ziemlichen Respekt vor ihm und auch im Traum war mir ungeheuer wichtig, mit der Prüfung einen guten Eindruck bei ihm zu machen. Ich weiss aber nicht mehr, weswegen das überhaupt so wichtig war, aber es gab dafür einen Grund. Die Prüfung war total langwierig, ging von Dienstag (oder Donnerstag, das wusste ich im Traum schon nicht genau, nur dass es ein Tag mit D. war) über das Wochenende hinweg bis zum darauffolgenden Freitag. Ich musste täglich hin und die Aufgaben bearbeiten und weiss noch, dass ich mich furchtbar geärgert habe, weil ich auch samstags und sonntags für jeweils 8 Stunden von 8 bis 16 Uhr und ganz ohne Pause hin musste, um Matheaufgaben zu lösen. An die Aufgaben selber kann ich mich nicht erinnern und auch nicht daran, ob sie mir schwer fielen.

An dem Freitag als die Prüfung zu Ende war, war ich pünktlich fertig und hinterher total erleichtert. Dann ging ich in den 1. Stock des Gebäudes hoch (von innen glich das ja dem Hessenkolleg) und in den Gang, wo sich ein Teil des Wohnheims befindet. Da klopfte ich an S. Tür (mit der zusammen ich Abi gemacht habe) und wir saßen im Gemeinschaftsraum des Wohnheims und tranken zusammen Tee und ich zeigte ihr meine bearbeiteten Aufgaben. Das war insgesamt nur ein einziges Din-A4-Blatt, trotz der langen Prüfungsdauer, was S. total komisch fand, mir aber nicht ungewöhnlich vorkam. Sie sagte das direkt mehrfach und fragte, ob ich auch wirklich alle Aufgaben gelöst hätte, auch die, die nur an der Rückwand des Raumes an der Wand gestanden hätten. An meine Antwort kann ich mich nicht erinnern, nur dass ich auf einmal ein ganz flaues Gefühl hatte. Dann fragte S. noch, wieso ich denn eigentlich am kommenden Sonntag schon wieder um 8 Uhr da sein müsste und ob es jetzt nicht langsam mal gut wäre mit der Schikane durch Z. Jetzt wo doch die Prüfung eigentlich schon fertig wäre. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass ich am Sonntag wieder da sein musste und regte mich furchtbar darüber auf, weil ich doch so müde und erschöpft war.

Plötzlicher Szenenwechsel und ich saß mit meiner Freundin aus Kindertagen in deren Auto auf dem Beifahrersitz und wir wollten in die nahegelegene Stadt fahren. Wir hatten dort auch etwas bestimmtes vor, das weiss ich noch, aber nicht mehr, was es war. Auf dem Rücksitz saß ihr 2 Jahre jüngerer Bruder, wir waren alle etwa Anfang 20. Mir fiel auf einmal siedend heiss ein, dass ich immer noch meinen Zettel mit den Testaufgaben in der Tasche hatte und vergessen hatte, den abzugeben. Ich versuchte E. zu überreden, dass sie mich erst bei der Schule, die sogar fast auf dem Weg lag, vorbeifuhr, damit ich den noch abgeben könnte, aber sie meinte, der Z. (der Mathelehrer) würde den ja eh nicht mehr annehmen, jetzt wo ich den schon so lange mit mir rumgeschleppt und die Lösungen längst hätte googeln können. Sie fuhr also einfach weiter in die geplante Richtung und ich musste losheulen und war panisch. Ihr Bruder überredete sie dann, doch kurz an der Schule anzuhalten.

Dann war ich im Schulgebäude und lief einen langen grauen Korridor entlang (der gehörte zu keiner der echten Schulen, die im Traum vorkamen und ich wusste in dem Moment auch, dass ich den eigentlich gar nicht kannte). Währenddessen spielte ich gedanklich mögliche Dialoge durch, wie ich Z. überreden könnte, meine Aufgaben doch noch anzunehmen und wie ich ihm versichern könnte, dass ich die Lösungen natürlich nicht nachgeschlagen hätte. Der Korridor zog sich und zog sich und ich sah ganz am Ende einen Lichtschein, von einem großen Fenster, aber so angestrengt ich auch in die Richtung weiterging, später dann schnell lief, ich kam und kam nicht dort an und meine Panik über die nichtabgegebene Aufgabe und was deswegen passieren könnte, wurde immer größer.

Just als ein Schatten im Korridor vor dem Licht auftauchte und ich die Silhouette von Z. darin erkannte, der jetzt seinerseits in meine Richtung auf mich zukam, wachte ich auf.

Katja

Wirre Träume

Im Traum war ich Eigentümerin irgendeiner nicht näher bestimmbaren Firma. Die Geschäftsräume lagen in einem kleinen Wald am Rande eines Sumpfes und die Besonderheit war, dass lauter Leichen für mich arbeiteten. Mein direkter Untergebener war eine Art Frankenstein mit einer ganz hohen Stirn und er war auch für die Mitarbeiterbeschaffung zuständig. Wie er da genau vorging, wollte ich gar nicht so genau wissen.

Was die Firma machte, kam im Traum nicht näher heraus, aber ich sah häufig je zwei Leichen, alle männlich, gemeinsam Pappkartons tragen, die in etwa das Format von Türen hatten, also eher groß, rechteckig und im Verhältnis sehr flach. Die luden sie auf kleine Lastwagen mit offener Pritsche und manchmal entluden sie sie auch und trugen sie in einen Holzschuppen, der ein Teil der Firmengebäude war.

Ich weiss, dass die Geschäfte – was auch immer meine Firma machte – ganz gut liefen und plötzlich verschwanden immer mehr unserer Mitarbeiter bzw. kamen einfach nicht mehr zur Arbeit. Ich weiss noch, dass ich dachte, dass das ja echt komisch war, weil Leichen doch gar nicht krank werden und sie ja deswegen so gute Mitarbeiter waren. Gehalt wollten sie übrigens auch keines, ich kann mich erinnern, dass ich einem eines anbot und er fast empört ablehnte.

Auf jeden Fall blieben irgendwann die Arbeiter aus und wir brauchten dringend neue, die der Frankenstein-Untergebene besorgen sollte. Wir hatten das vorher nicht abgesprochen, wie er sich darum kümmert, aber dann erzählte er mir, er hätte (Namen vergessen) angerufen und ihm die Firmenanschrift gegeben und der hätte versprochen, zügig neue Leichen zu schicken. Und in dem Moment kippte die ganze Stimmung im Traum total um. Ich hatte den Namen gehört (an den ich mich jetzt blöderweise nicht erinnern kann) und kannte denjenigen und hatte Todesangst vor ihm. Weil mein Frankenstein-Mitarbeiter ihm noch dazu die Adresse gegeben hatte, rechnete ich jeden Moment mit seinem Auftauchen und auch die Leichen waren auf einmal gar nicht mehr friedliche, fleissige Mitarbeiter sondern furchteinflößend.

Ich hatte furchtbare Todesangst vor diesem Namen und dann wurde ich wach und auch im Wachen hallte diese Panik noch lange in mir nach, obwohl ich wusste, dass sie aus dem Traum kam. Irgendwie fühlte sich in dem Moment die Wohnung nicht mehr sicher an und ich hatte Angst, jemand könnte hier eingedrungen sein, obwohl ich genau wusste, dass diese Stimmung nur aus dem Traum nachklingt. Das war gegen 3 Uhr heute Nacht.

Irgendwann bin ich dann doch wieder eingeschlafen und hatte im nächsten wirren Traum schon wieder ein Geschäft. Dieses Mal aber ganz anders. Das war ein heller, freundlicher Laden irgendwo mitten in einer Großstadt. Eher schmal als tief und mit einer großen Schaufensterfront. Obwohl ich selber überhaupt keine Ahnung davon hatte (wie vorher ja auch schon) war ich die Inhaberin und machte einen Friseursalon auf, in dem es aber auch Kaffee und Gebäck gab. Das Gebäck stellte ich selber im Raum hinter dem Laden her, der eher einer Backstube in einer Bäckerei als einem Lager im Friseursalon glich. Gegenüber der Schaufensterfront gab es eine lange Reihe von Spiegeln vor denen die Frisierstühle standen und ich hatte ebensoviele Friseure unter Vertrag wie Stühle da waren. Die waren also durchgängig besetzt und mit dem Rücken zum Schaufenster stand da noch eine lange Reihe von schwarzen Ledersofas mit niedrigen Couchtischen, die auch immer komplett von Wartenden besetzt waren. Ich konnte mir das im Traum selber nicht erklären, aber irgendwie war das Ladenkonzept ungeheuer erfolgreich. Die ganzen einander fremden Wartenden freundeten sich in der Wartezeit bei Kaffee und Keksen an und waren alle glücklich, wenn sie den Laden verließen und versprachen, ihn weiterzuempfehlen. Und auch die Friseure waren immer alle gut gelaunt und glücklich.

Das Skurrilste war, dass irgendwann Flix, mein Lieblingscomiczeichner, den Laden betrat. Ich bekam das erst gar nicht mit, weil ich gerade hinten am Backen war und von den anderen Menschen, schien ihn seltsamerweise niemand zu erkennen. Er saß eine Weile auf einem der Sofas (woher ich das weiss, obwohl ich am Backen war, weiss ich überhaupt nicht. Ich glaube, das was im Laden passierte, lief eher wie ein Film ohne meine Beteiligung ab, wenn ich nicht gerade dort war. Ich habe zumindest viele Szenen mitbekommen, an denen ich gar nicht beteiligt war), dann stand er auf, steckte kurz den Kopf durch die Tür der Backstube und sagte, dass er dann mal Kaffee kochen würde. Dann drehte er sich zu den anderen Wartenden um und sagte denen das gleiche und fragte, wer noch einen wolle.

Dann bin ich wieder aufgewacht.

Einzig die Friseurassoziation kann ich mir gerade gut erklären und auf was mein Unterbewusstsein da im Schlaf angesprungen ist.

Katja