Ich gehöre jetzt

…ganz offiziell zu den Menschen, denen es schon gelungen ist den Mount Everest zu besteigen eine genähte Tasche komplett durch einen winzigen, engen, genähten Taschenträger zu stülpen, um die Tasche zu wenden.

Klick macht groß!Ich habe zum ersten Mal mit einem Schnittmuster gearbeitet (und es auch direkt ein bisschen verändert) und nach 3 Nachmittagen hatte ich sie stolz zum ersten Mal über die Schulter hängen und bin – in ‚Ich habe eine Wassermelone getragen‘-Tonfall ‚Ich habe eine Tasche genäht!‘ vor mich hinbrabbelnd durch die Wohnung gehüpft.

Vermutlich ist das für erfahrene Näher ein Klacks, der sich mal eben in ’ner Stunde nebenbei erledigen lässt, aber ich hab da wirklich 5-6-7 Stunden oder so drüber geschwitzt. Dafür war das mein allererstes Nähdingens, bei dem ich überhaupt keine Naht wieder auftrennen musste. Sogar die Träger habe ich direkt richtig zusammengenäht (benachbarte nicht gegenüberliegende!), wobei das vermutlich der hervorragenden Anleitung, die auf genau dieses Problem hinweist, geschuldet ist. Die gibt es übrigens hier. (Und vermutlich ist die in meinen Bookmarks gelandet, weil Tanya sie mal verlinkt hatte.) Auf jeden Fall ist sie so simpel, dass sogar blutige Näh(anleitungs)anfänger damit klar kommen.

Einige meiner Nähte sind ganz schön krumm und an den Trägern sind die beiden Taschen nicht exakt gleichbreit und bündig, aber mein Vorsatz war ja, das erst mal zu übersehen. Das wichtigste ist mir gerade die Übung (auch und gerade die meiner Geduld [auch und gerade jener mit mir selber]).

Und Spaß hat’s auch gemacht. 🙂

Katja

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