Wirre Träume

Ich bin mit einer Gruppe von Menschen, von denen mir aber niemand bekannt vorkommt, in einem riesig großen, aber ziemlich abgerockten Hotel. Es findet irgendein Seminar statt, aber ich weiss nicht, worum es geht. Ob ich das im Traum wusste und nur beim Aufwachen vergessen habe oder ob ich es auch im Traum nicht wusste, weiss ich nicht so genau. Weil ich aber ohnehin nicht zuhörte, worum es ging, vermute ich, dass ich es auch im Traum gar nicht wusste.

Wir befinden uns in einer riesigen Halle des Hotels, dann bin ich aber urplötzlich auf einem kleinen Zimmer und Loreley und Rory Gilmore (ey, es ist Jahre her, dass ich die Gilmore Girls gesehen habe) kommen in mein Zimmer gestürmt, lassen sich auf mein Bett fallen und plappern non Stop auf mich ein als wären wir die ganze Zeit schon mitten in einer Unterhaltung gewesen. Ich versuche, mich weiter auf das Auspacken meines Koffers – ein kleiner roter Lederkoffer, den ich in meiner Kindheit immer mit auf Reisen hatte – zu konzentieren. Die ganze Situation scheint mir absurd, weil ich gar nicht weiss, worüber die beiden reden und weil ich weiss, dass ich die beiden nur aus der Serie kenne und nicht verstehe, wieso die mich auf einmal kennen. Dann hänge ich ein weisses Flatterkleid, das ich mit 16 besessen habe, in den Schrank des Hotelzimmers und als ich mich wieder zum Zimmer rumdrehe, stehe ich wieder in diesem riesigen Saal des Hotels, in dem das Seminar stattfindet.

Der Raum ist hoch und hat alle paar Meter große Kronleuchter von den Decken hängen und auf dem Boden und an den Wänden ist ein dunkelrot-orange gemusterter Teppich verlegt. Es gibt keine Fenster, nur künstliches Licht, was die ganze Atmosphäre unwirklich erscheinen lässt. In der vorderen, vom Eingang aus rechts gelegenen Ecke gibt es laut ratternde und blinkende Spielautomaten. Ganz an der hinteren Wand, mittig, sitzt meine Seminargruppe. Der Raum ist so riesig, dass ich sie von der Tür aus kaum dort sehen kann. Ich laufe los und der dicke Teppichboden verschluckt meine Schritte komplett. Das Rattern der Spielautomaten wird immer leiser, je weiter ich mich davon entferne. Irgendwann komme ich bei der Gruppe an, die in bequem aussehenden Polstermöbeln sitzt. Ich lasse mich in einen kiwigrünen freien Sessel fallen, der mehr aus einer Liegefläche als aus Sitzfläche und Rücken besteht. Kaum lehne ich mit dem Rücken an, rast der Sessel los, quer durch den Raum. Er scheint irgendeinen Mechanismus zu haben, der ihn in Gang setzt, sobald man sich gegen die Rückenlehne lehnt. Ich finde schnell heraus, dass ich durch Gewichtsverlagerung die Richtung ändern kann und immer wenn ich das tue, entfährt mir ein lautes ‚huuuiiiii‘.

Meine Seminargruppe wird total ungehalten, weil ich ohnehin schon zu spät war und sie deswegen nicht anfangen konnten und ein Mann, den ich auf einmal erkenne (O. mit dem zusammen ich eine dreijährige Fortbildung gemacht habe) brüllt mich mit einem Megaphon quer durch den Raum an. Mir ist das aber egal. Ich sause weiter mit meinem Sessel, laut ‚huuuiiii‘-rufend über den schweren Teppichboden.

Irgendwann bin ich zu schnell und knalle gegen eine der mit Teppich verkleideten Wände und werde wach.

Katja

Wirre Träume

Ich werde wach, stehe auf, gehe durch die Wohnung. Die Wohnung ist nicht diese hier und auch keine, in der ich in der Vergangenheit gewohnt habe, aber das Gefühl ist, dass ich dort zu Hause bin. Dann fallen mir zuerst ganz kleine Veränderungen auf. Die Details, an denen ich es zuerst bemerkt habe, habe ich mittlerweile vergessen, aber es waren anders stehende Gegenstände. Die Möbel standen zunächst noch richtig. Ich weiss nicht, woher ich es weiss, aber mir ist direkt klar, dass die Nachbarn (und zwar jene, die in der Realität gerade über uns wohnen) nachts in der Wohnung gewesen sein müssen und hier Kram rumgeräumt haben. Auf meinem Schreibtisch finde ich einen Haufen Papiere und es ist klar, dass das jemand alles angesehen und gelesen hat. In mir ein großes Gefühl der Empörung. Das geht doch nicht, das kann doch nicht wahr sein. Irgendwas hier läuft doch total verkehrt… Die können doch nicht einfach…

Dann ist der Mitdings auf einmal auch da, bemerkt die Veränderungen auch, aber er regt sich gar nicht darüber auf. Stattdessen sagt er Dinge wie: ist doch toll, mein Schreibtisch ist viel ordentlicher so. Und ich versuche total hilflos, ihm klar zu machen, weswegen es trotzdem alles verkehrt ist, dringe aber nicht zu ihm durch. Empörung, ganz viel Hilflosigkeit, das Gefühl, das ganz alleine lösen zu müssen. Ich weiss, ich muss die Nachbarn damit konfrontieren, habe aber auch Angst davor. Gedankenfetzen, dass ich vielleicht die Komische bin, dass was sie gemacht haben, doch ganz normal, ganz natürlich ist und nur ich das als so extrem empfinde.

Mir fallen immer mehr Dinge auf, die sie verändert haben oder vielleicht ändert sich auch die Wohnung noch immer mehr im Verlauf des Traumes. Die Wände des Schlafzimmers sind auf einmal grün gestrichen. Der Nachbar muss das gemacht haben, während wir schliefen. Wieder ganz viel Angst, dass fremde Menschen nicht nur in die Wohnung eindringen, sondern sie sogar nach Gutdünken verändern und ich bin hilflos und kann nichts machen.

Dann, in einem Raum, von dem ich gar nicht weiss oder mich jetzt nicht erinnere, welchen Zweck er überhaupt hat, fehlt der halbe Fußboden und man kann ins darunterliegende Zimmer sehen. Die Nachbarn wohnen im Traum nicht über sondern unter uns und jetzt gibt es einen Durchbruch zu ihrer Wohnung und da lehnt eine Leiter und unten sitzt die Tochter im Schlafanzug und starrt apathisch auf einen Fernseher und reagiert nicht auf mein Rufen. Dann taucht der Kopf der Nachbarin auf und sie fragt in ihrem ganz normalen Tonfall als wäre nichts gewesen „was gibt’s denn?“. Ich atme tief ein, mache den Mund auf, um meiner Empörung Luft zu machen und es kommt kein Ton heraus, nur heisse Luft. Ich sehe mich von aussen wie ich den Mund auf- und zuklappe. Dann bin ich aufgewacht.

Katja

Direkt nochmal ein wirrer Traum

Keine Ahnung, was da gerade los ist und weswegen ich so umfassend träume und mich noch dazu nach dem Aufwachen so gut erinnern kann. Teilweise weiss ich sogar im Traum schon, dass ich träume, komme aber auch dann nicht aus der Geschichte raus. Vor einiger Zeit habe ich überhaupt nur mitbekommen, dass ich träume, wenn ich aus Albträumen erwacht bin. Ich deute das also gerade eher positiv, mich auch mal an andere Träume erinnern zu können – auch wenn die sehr wirr sind.

*

Im Traum letzte Nacht ging ich wieder zur Schule. Das Gebäude war von aussen eine Mischung meiner alten Sekundarstufenschule und der 30 Kilometer entfernten Berufsschule, innen war die Raumanordnung und die Korridore aber so wie am Kolleg, wo ich viel später mein Abi im zweiten Bildungsweg gemacht habe.

Ich musste eine Matheprüfung bei meinem alten Mathelehrer aus der Sekundarstufe schreiben. Das war ein furchtbar strenger Typ, der immer ‚ganz knau‘ sagte, wenn man eine gute Antwort gegeben hat. Wir hatten alle ziemlichen Respekt vor ihm und auch im Traum war mir ungeheuer wichtig, mit der Prüfung einen guten Eindruck bei ihm zu machen. Ich weiss aber nicht mehr, weswegen das überhaupt so wichtig war, aber es gab dafür einen Grund. Die Prüfung war total langwierig, ging von Dienstag (oder Donnerstag, das wusste ich im Traum schon nicht genau, nur dass es ein Tag mit D. war) über das Wochenende hinweg bis zum darauffolgenden Freitag. Ich musste täglich hin und die Aufgaben bearbeiten und weiss noch, dass ich mich furchtbar geärgert habe, weil ich auch samstags und sonntags für jeweils 8 Stunden von 8 bis 16 Uhr und ganz ohne Pause hin musste, um Matheaufgaben zu lösen. An die Aufgaben selber kann ich mich nicht erinnern und auch nicht daran, ob sie mir schwer fielen.

An dem Freitag als die Prüfung zu Ende war, war ich pünktlich fertig und hinterher total erleichtert. Dann ging ich in den 1. Stock des Gebäudes hoch (von innen glich das ja dem Hessenkolleg) und in den Gang, wo sich ein Teil des Wohnheims befindet. Da klopfte ich an S. Tür (mit der zusammen ich Abi gemacht habe) und wir saßen im Gemeinschaftsraum des Wohnheims und tranken zusammen Tee und ich zeigte ihr meine bearbeiteten Aufgaben. Das war insgesamt nur ein einziges Din-A4-Blatt, trotz der langen Prüfungsdauer, was S. total komisch fand, mir aber nicht ungewöhnlich vorkam. Sie sagte das direkt mehrfach und fragte, ob ich auch wirklich alle Aufgaben gelöst hätte, auch die, die nur an der Rückwand des Raumes an der Wand gestanden hätten. An meine Antwort kann ich mich nicht erinnern, nur dass ich auf einmal ein ganz flaues Gefühl hatte. Dann fragte S. noch, wieso ich denn eigentlich am kommenden Sonntag schon wieder um 8 Uhr da sein müsste und ob es jetzt nicht langsam mal gut wäre mit der Schikane durch Z. Jetzt wo doch die Prüfung eigentlich schon fertig wäre. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass ich am Sonntag wieder da sein musste und regte mich furchtbar darüber auf, weil ich doch so müde und erschöpft war.

Plötzlicher Szenenwechsel und ich saß mit meiner Freundin aus Kindertagen in deren Auto auf dem Beifahrersitz und wir wollten in die nahegelegene Stadt fahren. Wir hatten dort auch etwas bestimmtes vor, das weiss ich noch, aber nicht mehr, was es war. Auf dem Rücksitz saß ihr 2 Jahre jüngerer Bruder, wir waren alle etwa Anfang 20. Mir fiel auf einmal siedend heiss ein, dass ich immer noch meinen Zettel mit den Testaufgaben in der Tasche hatte und vergessen hatte, den abzugeben. Ich versuchte E. zu überreden, dass sie mich erst bei der Schule, die sogar fast auf dem Weg lag, vorbeifuhr, damit ich den noch abgeben könnte, aber sie meinte, der Z. (der Mathelehrer) würde den ja eh nicht mehr annehmen, jetzt wo ich den schon so lange mit mir rumgeschleppt und die Lösungen längst hätte googeln können. Sie fuhr also einfach weiter in die geplante Richtung und ich musste losheulen und war panisch. Ihr Bruder überredete sie dann, doch kurz an der Schule anzuhalten.

Dann war ich im Schulgebäude und lief einen langen grauen Korridor entlang (der gehörte zu keiner der echten Schulen, die im Traum vorkamen und ich wusste in dem Moment auch, dass ich den eigentlich gar nicht kannte). Währenddessen spielte ich gedanklich mögliche Dialoge durch, wie ich Z. überreden könnte, meine Aufgaben doch noch anzunehmen und wie ich ihm versichern könnte, dass ich die Lösungen natürlich nicht nachgeschlagen hätte. Der Korridor zog sich und zog sich und ich sah ganz am Ende einen Lichtschein, von einem großen Fenster, aber so angestrengt ich auch in die Richtung weiterging, später dann schnell lief, ich kam und kam nicht dort an und meine Panik über die nichtabgegebene Aufgabe und was deswegen passieren könnte, wurde immer größer.

Just als ein Schatten im Korridor vor dem Licht auftauchte und ich die Silhouette von Z. darin erkannte, der jetzt seinerseits in meine Richtung auf mich zukam, wachte ich auf.

Katja

Wirre Träume, wieder mal.

Ich war in einer Art Ferienlager mit so größeren 10-Leute-Zelten, aber ich glaube, ausser mir waren nicht viele weitere Menschen dort. Ich hatte irgendetwas getan oder wusste etwas und wollte das allen anderen erzählen, was irgendwer (eine höhere Macht? die Lagerleitung? ich glaube, es war eine mächtigere Organisation im Hintergrund, die aber unsichtbar blieb) aber nicht wollte, also gab man mich zur Jagd frei.

Von der Jagd und meiner Flucht selber weiss ich nicht mehr viel, nur dass ich erst durch einen Wald hetzte und später aber auch an einem Strand im weichen Sand entlang, wo mich dann alle Kräfte verließen und ich dauernd auf die Knie fiel. Sobald ich innehielt und nicht mehr weiterrannte, holten mich riesenhafte Bücher ein. Ich glaube, das waren meine einzigen Jäger und es gab gar keine menschlichen Verfolger. Die Bücher hatten Softcover und waren total zerfleddert und standen nicht aufrecht wie im Regal, sondern waren wie riesige Jakobsmuscheln und klappten immer auf und zu mit ihren sehr abgenutzten, aufgequollenen Seiten und sie drängten mich immer wieder in eine Ecke und fingen an, mich aufzufressen und mich kauend zwischen ihre Seiten zu ziehen. Ich kam aber immer gerade so wieder los, weil sie immer mit meinem Shirt anfingen und das zuerst zwischen ihre Seiten zogen und zermalmten. Das ließ sich, sobald ich mit verzweifelter Kraft daran zog, dann wieder rausziehen und war auch immer noch heil, wurde nur immer länger vorne und ich stolperte dauernd drüber. Aber ich konnte es auch nicht ausziehen, weil sie mich sonst beim nächsten Mal direkt gefressen hätten und ich nicht mehr diesen Puffer dazwischen hätte. Ich musste das also immer weiter hochraffen, das wurde immer mehr Stoff und ich konnte es kaum noch schleppen.

Irgendwann keilten sie mich zu dritt vor einem Schuppen (?) in meinem Rücken ein und eines fing nicht wie üblich bei meinem Shirt an, sondern verschlang direkt meinen Arm bis zur Schulter. Ich war überrascht, weil das viel weniger wehtat als ich befürchtet hatte. Und irgendwie verließ mich dann der Mut und ich hörte auf, mich zu wehren, obwohl ich immer noch riesige Angst hatte, was danach passieren würde, aber ich ließ mich dann ohne Gegenwehr zwischen den Seiten zermalmen.

Dann bin ich aufgewacht.

Einer von drei oder vier seltsamen Träumen, aus denen ich in der letzten Nacht immer wieder wach geworden bin. In allen wurde ich verfolgt / gejagt und war auf der Flucht. Und in mindestens noch einem spielten Bücher eine Rolle und ich glaube, auch da, waren sie lebendig und verfolgten mich, ich kann mich aber nicht erinnern, was es genau war. Alle anderen Teile sind sehr diffus, nur das mit den Büchern, die mich aufgefressen haben, hat mich bis zum Aufstehen verfolgt.

Katja

Wirre Träume

Heute Nacht habe ich sehr wirr geträumt. Das passiert ja häufiger mal und oft kann ich danach nicht wieder einschlafen. Es passiert aber trotzdem selten, dass mir der Kram auch etliche Stunden nach dem Aufwachen (was heute um kurz nach 5 war) noch so präsent ist. Daher schreibe ich den schrägen Kram heute mal auf:

Ich war in einem Krankenhaus, aber nicht weil ich krank war, sondern weil ich Medizin studierte. Wie absurd der Gedanke war, war mir selbst im Traum klar. Ich kann nämlich weder Blut sehen ohne umzukippen noch Nadeln, die sich menschlicher Haut nähern, um reinzupieken. Also war ich in diesem Krankenhaus, um mich abzuhärten. Und meine Kommilitonen waren auch alle da. Wir waren in einem großen Krankenzimmer untergebracht und saßen in Krankenhaushemdchen, die hinten offen waren, auf den Betten. Zwischen den Betten gab es bodenlange weisse Vorhänge, die teils zurückgezogen waren, teils geschlossen. Ein junger Arzt kam und ich versuchte, ihn davon zu überzeugen, dass ich hier völlig falsch bin, weil ich gar nicht Medizin studieren sollte, aber er hörte mir gar nicht richtig zu. Als er mir dann mit einer Spritze in die Armvene pieksen wollte, wurde ich ohnmächtig.

Als ich wieder aufwachte, stand ich im Badezimmer des Hauses, in dem ich aufgewachsen bin und tuschte mir die Wimpern. Meine Schwester war auch da und auch ihr zweiter Exmann. Der war aber viel jünger, hatte eher das Alter, das er vor deren Ehe hatte. Meine Schwester war auch jünger als sie heute ist, aber älter als P. Ich war aber, glaube ich, so alt wie ich tatsächlich bin. Irgendwann hörte ich Lärm im Haus, obwohl eigentlich niemand hätte da sein sollen. Ich ging los, um nachzusehen, wo das herkam und fand in meinem früheren Wohnzimmer meinen Onkel mit irgendwelchen Leuten, die ich nicht kannte. Ich regte mich furchtbar darüber auf, dass er einfach in das Haus eingedrungen war, aber noch mehr, dass er in diesem Raum war, obwohl ich ihm doch früher schon deutlich gesagt hätte, dass er dort nichts verloren hätte. Das Zimmer hatte aber nur die Lage im Haus und die Wandfarbe mit meinem ursprünglichen Wohnzimmer gemeinsam, die Möbel darin kannte ich nicht. Da standen nur eine ganze Menge Sofas und die standen alle mitten im Raum und mit der Sitzfläche aneinander geschoben, sodass man nur über die Rückenlehne in die Sofaburg reinklettern konnte. Mein Onkel saß dort ganz entspannt mitten drin und trug einen grauen Anzug. Meine Aufregung über sein Eindringen tat er einfach ab.

Dann hörte ich es wieder poltern, dieses Mal aus der unteren Etage und dort fand ich an die 20 Leute, die rund um eine große festlich gedeckte Tafel saßen. Sie behaupteten alle zu meiner Familie zu gehören, aber ich kannte überhaupt nur 2 meiner Tanten, die sich auf einmal schrill kreischend und keifend vor mir aufbauten, aber ich wusste gar nicht, was sie von mir wollten. Ich ging zurück nach oben, um meine Schwester für Unterstützung zu holen, aber die war nicht mehr da. Stattdessen hatte eine junge Frau, die ich nicht kannte, die aber behauptete, die Frau eines meiner Cousins zu sein, angefangen, in meinem Schlafzimmer aufzuräumen und meine Sachen, in Schränke und Kartons zu stopfen. In echt war das allerdings nie mein Schlafzimmer, sondern ganz früher jenes meiner Eltern und als ich die Wohnung alleine bewohnte, habe ich den Raum nie genutzt. Im Traum war mir bewusst, dass das eigentlich gar keinen Sinn machte, dass meine Sachen in dem Zimmer waren, aber ich wusste nicht weswegen. Und ich wusste auch, dass ich die gar nicht so wüst in der Gegend herumgeworfen hatte und für die Unordnung verantwortlich war und versuchte das dieser Frau zu erklären, weil es mir irgendwie peinlich war, für so unordentlich gehalten zu werden.

Dann war ich plötzlich wieder unten, ohne dass ich mich daran erinnern könnte, runtergegangen zu sein und ich weiss noch, dass ich mich völlig hilflos fühlte, weil diese Menschen einfach in meine Wohnung eingedrungen waren und mich wie ein Kind behandelten, obwohl ich längst erwachsen war und dass ich mich furchtbar bedrängt und deren Verhalten als übergriffig empfunden habe, obwohl ich gar nicht so genau wusste, was sie dort überhaupt wollten und dass ich mich völlig ohnmächtig fühlte, aber auch empört, weil ich wusste, dass sie sich nicht korrekt verhielten und nicht einfach dort sein durften. Aber ich wusste nicht, wie ich mich zur Wehr setzen sollte. Alle Versuche, mit denen zu reden und ihnen zu sagen, dass sie gehen müssten und gar nicht einfach hätten eindringen dürfen, schlugen fehl, weil mich niemand ernst nahm und alle so taten als seien sie im Recht und ich ein kleines, freches Gör. Mit diesem Gefühl der Ohnmacht wachte ich auf und konnte dann auch nicht wieder einschlafen.

Das eigentlich erschreckende an diesem wirren Mist ist, dass ich ihn sogar verstehe…

Katja

 

 

 

 

Dream a little dream

Ich koche für mein Leben gerne. In Kochtöpfen zu rühren, Gemüse zu schnippeln, beim Abschmecken rumzuexperimentieren – das alles erfüllt mich mit echter Zufriedenheit. Kochen ist eines der wenigen Dinge, von denen ich auch selber das Gefühl habe, etwas gut zu können. Klar, meine Gerichte kommen meist schlichter daher als bei den zahlreichen Kochsendungen, die das Fernsehen bereit hält, nix mit Schäumchen hier und an Sößchen da – schmecken tut’s trotzdem. Ich koche mit frischen Zutaten, Fertigkram und Tütenkost kommt mir nicht ins Haus.

Und ich koche wirklich gerne für Gäste. Vielleicht, weil es mich ein bisschen von meiner Nervosität ablenkt, die bei mir immer mit der Begegnung mit Menschen einhergeht. Vielleicht, weil es sich ein bisschen so anfühlt, als könne ich von meinen Unzulänglichkeiten, meiner Angst mit einem guten Essen ablenken.

Seit längerem habe ich so ’nen beknackten Traum darüber, was ich gerne mit mir anfangen würde. Ich weiss, dass er fernab der Realität ist, aber das haben Träume ja so an sich. Die Vorstellung, wie es in dieser Traumwelt sein könnte, mag ich trotzdem. 🙂

In meiner Traumwelt betreibe ich ein kleines Restaurant. Ein großes Hoftor, dessen Tür, wenn das Restaurant geöffnet ist, einladend offen steht, schirmt den grünen Innenhof, in dem im Sommer die Tische draussen stehen, vor den vorübergehenden Passanten ab.
Im Speisezimmer gibt es einige wenige Nischen, ansonsten aber keine kleinen Tische sondern zwei bis drei größere Tafeln für je an die 8 bis 10 Personen. Ansonsten erinnert die Einrichtung eher an ein privates Ess- oder Wohnzimmer. In der Ecke steht ein großer Geschirrschrank mit einem bunten Sammelsurium an Tellern, Tassen und Co.

Es gibt keine Speisekarte, dafür aber nur ein oder zwei Gerichte pro Tag. Die Gäste sind überwiegend Stammgäste. Ich koche für Menschen, die sonst irgendwo alleine an einem Tisch sitzend oder auf der Couch vorm Fernseher ihr Abendessen einnehmen würden. Vermutlich ein Fertiggericht oder was vom Schnellimbiss um die Ecke. Alleine essen ist doof. Ich finde selten fühlt sich Einsamkeit gemeiner an, als wenn man alleine vor ’nem Teller sitzt. Und ich glaube, dass deswegen auch so viele alleinstehende Menschen das, was sie essen, vernachlässigen und gar nicht auf die Idee kommen, „richtig“ (im Sinne von nicht nur in der Mikrowelle warm machen) zu kochen. Wenn man alleine isst, ist eine Mahlzeit nunmal oft nicht mehr als die Befriedigung eines zum Überleben notwendigen Bedürfnisses. Das würde ich gerne ändern.
Mit großen Tischen, Stammkunden, die sich im Laufe der Zeit durch die Gespräche beim Essen kennenlernen, gefüllten Töpfen und Schüsseln auf dem Tisch, aus denen sich jeder selber bedienen kann. Das ist viel familiärer als die vorgefüllten Restaurantteller. Den Kaffee nach dem Essen gibt’s für jeden aus der persönlichen Lieblingstasse, gerne auch aus der selbstmitgebrachten, die ihren Platz im Geschirrschrank findet. Was ich in der nächsten Zeit koche – da dürfen die Gäste gerne mitreden und Wünsche äussern. Ansonsten koche ich nach Lust und Laune. Vom schlichten Eintopf bis zum mehrgängigen Menü.

Und hinterher zahlt jeder soviel er möchte oder kann. Reich werden will ich mit dem Restaurant nicht, nur davon leben können. Und etwas für meine Zufriedenheit tun. Und vielleicht auch für die meiner Gäste. Gutes Essen in Gesellschaft ist (zumindest für mich) ein Stück Lebensqualität.

Ich weiss *soifz* alles völlig unrealistisch. Aber ich mag den Traum. 🙂

Katja