Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #11

Kunst gucken

Vom Orsanmichele sind es nur ein paar Schritte bis zur berühmten Piazza della Signoria, lt. Wikipedia einem der berühmtesten Plätze Italiens und das will ich gerne glauben, so umfangreich wie sich hier die Kunst quasi stapelt.

Irrümlicherweise habe ich anfangs gar nicht bemerkt, dass es beim Namen gar nicht um eine Frau geht, sondern dass die Signoria (nicht Signora!) die frühere Regierung der Republik Florenz war (der Name kommt wohl daher, dass da ein Signore vorstand).

Wenn man die Piazza erreicht, sticht als erstes der Palazzo Vecchio mit seinem hohen Turm ins Auge. Spätestens wer ‚Hannibal‘, den zweiten Film um Hannibal Lecter mit Anthony Hopkins gesehen hat, erinnert sich vielleicht an den Palazzo Vecchio – auf dem kleinen Balkon dort, an dem die Flaggen hängen, tötet Hannibal Inspector Pazzi im Film.

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Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #10

Lebende Kunst!

Wie peinlich! Wir waren nur eine Woche unterwegs und ich bin jetzt schon am 10. Teil meiner Erinnerungen und Fotos. 😳

Noch peinlicher ist, dass ich bei meiner Erzählung im September letzten Jahres exakt bis zu dem Satz obendrüber gekommen bin und dann so lange gebraucht habe, um weiterzuschreiben. Der Teil vorher lag komplett geschrieben so lange in den Entwürfen, weil ich mir irgendwann vorgenommen hatte, hier immer erst einen Teil zu veröffentlichen, wenn der nächste fast fertig geschrieben ist, damit ich mal motiviert bin, auch bis zum Ende des Reiseberichtes durchzuhalten. Seitdem ist übrigens auch immer noch der Tab mit einer Ansicht von Florenz in Googlemaps in meinem Browser offen. 😀

Jetzt aber: weiter mit Florenz! (Mal sehen wie ausführlich oder nicht meine Erinnerung zurückkehrt beim Schreiben. Ich glaube, vor allem sollte ich drauf pfeifen, wie viele Teile das werden und lieber so erzählen, dass ich hinterherkomme und nicht immer so viel Zeit am Stück zum Aufschreiben brauche. Ist ja vielleicht auch lesefreundlicher, wenn es nicht zu lange Monsterbeiträge werden.)

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Vom Battisterium aus gehen wir als erstes bei der Touristeninformation vorbei und holen uns einen kostenlosen Stadtplan, was sich im Laufe des Tages als sehr gute Idee herausstellt. Zwar haben wir dank der italienischen SIM Internet und damit auch google-Maps verfügbar, aber die Orientierung in einer Stadt ist doch nochmal wesentlich einfacher, wenn man ausserdem eine einfache Übersicht hat, in welche Himmelsrichtung man, vom eigenen Standort aus, überhaupt suchen muss, um zum nächsten Ziel zu kommen. (Serviceinfo: Die, oder zumindest eine, Touristeninformation befindet sich, wenn man zwischen Dom und Battisterium die Straße Richtung Süden – also Richtung Arno – nimmt, die Via dei Calzaiuoli, direkt im Eckhaus auf der rechten Seite.)

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Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #9

Wo ist hier nur Gleis 9 3/4?

Jetzt aber endlich: Florenz! Eigentlich will ich mich um 7 vom Wecker wecken lassen. Das ist aber wieder mal gar nicht nötig, weil ich schon vor 6 nicht mehr schlafen kann. Dann also wenigstens Zeit, in Ruhe Kaffee zu schlürfen und ein bisschen wach zu werden. Das ist ja auch nicht verkehrt.

Wir kommen endlich mal so rechtzeitig wie geplant los (was – und das muss ich hier natürlich ausdrücklich betonen – in keinerlei Zusammenhang mit meinem verfrühten Aufwachen steht, sondern rein der übergroßen Disziplin an diesem Morgen geschuldet ist) und haben auch eine grobe Vorstellung davon, wo wir parken können. Sinchen hatte mir den Parkplatz an der Fortessa Fiera empfohlen, den hatten wir vorher im Navi abgespeichert und der war auch gut in der Stadt ausgeschildert. Als wir ins Parkhaus fahren, ist es dort noch ziemlich leer und wir können problemlos parken, dieses Mal mehr Wasser im Rucksack verstauen, damit wir nicht wieder viel zu wenig trinken, wie in Siena, und dann los – erst mal in Richtung Dom. (Klick macht alle Fotos größer)

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Selbstmotivationshütchen

Den ganzen Oktober über habe ich es verpennt, hier einen neuen Header einzubauen, aber jetzt wird es Zeit für einen neuen Hut für’s Blog!

Jener oben stammt von unserer Reise in die Toskana im Juli und zeigt einen Blick auf Florenz vom Piazzale Michelangelo aus, wo ich am liebsten gar nicht mehr weg wäre, weil ich den Blick auf die Stadt von dort aus so so so unglaublich toll fand. (Für alle, die es nicht kennen: links im Bild der Ponte Vecchio, mittig der Palazzo Vecchio, rechts die Kathedrale.)

Der Blick muss jetzt sein, als Heaer hier im Blog, damit ich mich endlich mal aufraffe, den Italienurlaub zu Ende zu erzählen! Ich ärgere mich mächtig, dass ich das vor der Spanienreise nicht mehr geschafft habe, denn zum einen fühlt es sich ein bisschen schräg an, sich so über Kreuz zu erinnern, zum anderen war ich vorher irgendwann so im Fluss und muss mich da erst mal wieder reinfinden. Aber ich lasse mich jetzt einen Monat lang vom Blogheader täglich dran erinnern und hoffe, dass ich die Zeit und vor allem die Ruhe dazu finde. 🙂

Katja

Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #8

Montecatini-Terme – jetzt aber mal Urlaub vom Urlaub.

Um überhaupt eine Chance zu haben, das am Vortag Gesehene irgendwie zu verarbeiten, beschließen wir, einen Quasi-Urlaubs-Tag einzulegen – schließlich sind wir ja auch im Urlaub. Für den nächsten Tag haben wir geplant, nach Florenz zu fahren, was sicherlich wieder unglaublich viele Eindrücke bescheren wird – heute also Sparflamme.

Nachmittags zieht es uns raus und wir fahren den Berg runter, um Montecatini-Terme, auf das wir von unserem Berg aus diesen herrlichen Blick genießen, endlich einen kurzen Besuch abzustatten.

Bei jeder Fahrt durch die Serpentinen den Berg hinunter bin ich auf’s neue fasziniert von den Nachbarhügeln, auf die so malerisch hingekleckst Montecatini-Alto liegt. (Klick macht alle Bilder groß.)

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Und kurz darauf bin ich das nächste Mal fasziniert. Als wir nämlich durch die Straße, die entlang der prachtvollen Kurhausbauten aus dem 19. Jahrhundert stammen, langschlendern, sieht man, wie geschickt die damals die Lage ihrer Kliniken und der Prachtstraße gewählt haben. Zwischen den Gebäuden fällt der Blick nämlich wieder genau auf Montecatini-Alto und sowas mag ich ja sehr, wenn sich in Städten zwischen Häuserschluchten auf einmal der Blick öffnet und dahinter Berge auftauchen.

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Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #7

Das muss dieses Dolce Vita sein!

Eigentlich wollen wir über die Landstraße nach Monteriggioni fahren, aber das funktioniert mit dem Navi nur so unterdurchschnittlich gut und bis ich das Tablet überhaupt rausgekramt habe, um nach einem alternativen Abzweig Ausschau zu halten, sind wir schon auf der Autobahn.

Das ist ausnahmsweise ganz ok, denn es geht vorbei an einer Menge Weinbergen.

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Mein durch die viele Sonne ermüdeter Humor verlangt danach, dass die doch bitte Badesee richtig schreiben mögen und ausserdem würde ich gerne nach der vielen Bergauf-Bergab-Lauferei in Siena, dann wenigstens kurz meine Füße reinstecken.

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Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #6

Ha, Moment! Ich brauche unbedingt noch ein paar Postkarten!

Dann endlich rein in den Dom und ich muss erst mal direkt bei der Tür stehen bleiben, um diese ganzen Eindrücke zu verabeiten. (Klick macht alle Bilder groß.)

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Wie schön das ist mit den gestreiften Säulen. Ich muss an Leuchttürme denken und an Ringelsocken und mir gefällt das auf Anhieb wahnsinnig gut. Ringsum steht eine Menge Leute, vor allem Frauen und Mädels mit seltsamen Umhängen. Die sind dort tatsächlich darauf eingestellt, dass die Besucher sich nicht – im Sinne der strengen italienischen Kirche – angemessen bekleidet haben und weisen die Besucherinnen dann aber nicht ab, sondern verteilen Einwegüberzieher, wenn jemand im ärmellosen Top oder mit zu kurzen Hosen kommt. Ich kann mich gar nicht erinnern, wie die Spanier das handhaben, derartige Überzieher habe ich dort nie gesehen, vielleicht wird das dort tatsächlich weniger eng gesehen.

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