Supi-Suppi

Ich bin noch weg!

Ich weiss, ich schreibe das jetzt so leichthin hier ins Blog, aber für euch ist das sicherlich sehr hart und ihr vermisst mich alle sehr! *räusperröchelhust*
Falls euch also innerlich schon ganz fröstelig ist, habe ich hier ein spitzenmäßiges Suppenrezept für eine orientalische Tomatensuppe. Kochen ist ja ausserdem eine der schönsten und besten Ablenkungen von Kummer!*

Das Originalrezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch „Käts Start-Up Küche“, über das ich hier sicher noch ein ums andere Mal schwärmen werde. Ich habe bei diesem Rezept aber einiges abgewandelt und vor allem den Kreuzkümmel ergänzt, der für mich den orientalischen Hauch durch Linsen und Couscous unterstreicht.

Man braucht dafür:

1 Zwiebel
1 Zehe Knobi
1 Peperoni (wer’s nicht scharf mag, lässt die weg)
2-3 Stangen Sellerie
2 rote oder gelbe Paprikaschoten
800 g passierte Tomaten
500 ml Wasser
100 g rote Linsen
100 g Couscous
Pfeffer, Salz, frisch gemahlen
1 Prise Zucker
1 TL scharfes Paprikapulver (wer’s nicht gerne scharf mag, weiss selber besser, welche Menge geht)
2-3 EL kleingehackte Basilikumblätter
2 TL gemahlenen Kreuzkümmel
etwas Olivenöl
Sherry zum Ablöschen (optional)

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Und so geht’s:

Zwiebel und Knoblauch schälen und möglichst fein würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen und beides bei mittlerer Hitze darin glasig dünsten. In der Zwischenzeit Paprika und Sellerie waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Wenn die Zwiebeln und der Knobi glasig sind, Paprika und Sellerie dazu geben und kurz mitbraten. Mit einem großzügigen Schluck Sherry ablöschen – oder wer das nicht mag oder keinen hat (wobei man Sherry ja immer zum Kochen im Haus haben könnte! Bei mir zumindest ist der dauernd im Einsatz.) löscht direkt mit den passierten Tomaten ab, ansonsten kommen die Tomaten dazu, wenn der Sherry fast wieder verkocht ist.

Das Wasser dazu geben und mit den Gewürzen abschmecken. Ca. 10 min mit offenem Deckel bei schwacher Hitze kochen (also nur so stark, dass es gerade so kocht), dann Linsen und Couscous dazu geben und nochmal ca. 15 min kochen. Falls die Suppe dabei zu dickflüssig wird, einfach nochmal mit einem Schluck Wasser verdünnen. Vorsichtig: speziell zum Ende hin wird das etwas dickflüssiger und brennt dadurch schnell an. Also lieber häufiger umrühren.

Nochmal abschmecken. Fertig!

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Katja

 

[*Nein, das ist natürlich kein plötzlicher Anflug von übersteigertem oder sonstwie geartetem Selbstbewusstsein, nur eine gute Überleitung, wie ich hier endlich mal das tolle Rezept loswerden kann. 😀 ]

You say tomato

Tomatensuppe aus gerösteten Tomaten, wollte ich schon seit mindestens 2 Jahren mal kochen. Jetzt gab’s sie direkt zweimal in zwei Wochen, weil ich mit dem ersten Versuch nicht so glücklich war. Da wollten die Tomaten nämlich partout nicht karamellisieren und ich hatte nach 1,5 Stunden aufgegeben und sie einfach so weiterverarbeitet. Beim zweiten Versuch hat das dann geklappt – geschmeckt haben aber beide sehr lecker und es ist ein bisschen deprimierend, dass dieses Essen so wunderbar von innen wärmt, aber in der Jahreszeit, wo man das am dringendsten braucht, die Tomaten einfach nicht so aromatisch schmecken. Und für die wässrigen Gewächshauskumpels betreibe ich nicht so ’nen Aufwand.

Für 4 Teller Suppe, von denen zwei Hungrige mit ein wenig Brot dazu, pappsatt werden – also Vorspeise reicht’s wohl für 4 bis 6 – braucht man:

1,5 bis 2 kg Tomaten, am besten ein Mix aus verschiedenen Sorten, auf jeden Fall sollten sie aromatisch sein
2 Zwiebeln
3-5 Zehen Knoblauch
Olivenöl
Pfeffer, Salz, wie immer am besten beides frisch gemahlen
1/2 l Hühner- oder Gemüsebrühe
3 Lorbeerblätter
1 Prise Zucker
2 TL Butter
1 bis 2 Handvoll Basilikum (wer mag)
pro Teller 1 TL Schmand (wer mag)

Die Tomaten halbieren oder oder je nach Größe vierteln, vom Stilansatz befreien und mit der Schnittkante nach oben in eine mit etwas Olivenöl bepinselte Auflaufform legen. Die Zwiebeln und den Knoblauch grob zerkleinern und auf die Tomaten drappieren. (Und wer’s gerne hübsch hat, besorgt ein paar Rispencocktailtomaten, wäscht sie vorsichtig, damit sie an den Rispen hängenbleiben und legt sie noch oben drauf, um später die Teller damit zu dekorieren.)
Mit einem Backpinsel eine dünne Schicht Olivenöl über die Tomaten und Zwiebeln streichen. Man kann das Öl auch einfach drüberträufeln, aber ich empfinde das Pinseln als ölsparender. Pfeffer und Salz drübermahlen (bzw. streuen).

Die Form für etwa eine Stunde bei 250° Ober-/Unterhitze in den Ofen schieben. In meinem Backofen ist da nach 25 bis 30 Minuten noch nicht viel passiert und dann schalte ich noch den Grill beim Ofen dazu. Falls jemand das Rezept ausprobieren will: Ich würde in Zukunft für das Bräunen der Tomaten lieber eine halbe Stunde mehr Zeit als zu wenig einplanen. Man muss ja auch nicht vorm Ofen rumlungern, das macht sich ja von alleine. Auf jeden Fall sollten die Tomaten am Ende einigermaßen Bräunung, gerne noch was dunkler als auf meinem Foto, vorweisen können.

Alles zusammen (bis auf die Cocktailrispen! Die werden beiseite gelegt) in einen Topf umfüllen, Brühe, Zucker, Butter und Lorbeerblätter dazugeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze für 30 Minuten vor sich hinköcheln lassen. Gelegentlich mal umrühren.

Den Basilikum waschen, trocken schütteln und grob zerkleinern. Nach der halben Stunde mit in den Topf geben, die Lorbeerblätter rausfischen und alles mit einem Pürierstab gründlich pürieren. Teller befüllen, nochmal ’ne Prise Pfeffer drübermahlen, mit den Cocktailtomaten und ’nem Klecks Schmand dekorieren.

Sommersonnentomatig in flüssig und wärmend!

Katja