Uitkijk / 27 to go (ich könnte die Nummern ja weglassen, aber so bin ich disziplinierter nicht zu schummeln)

Alles wie immer: mir fehlt gerade die Zeit. Heute allerdings aus dem guten Grund heraus, dass wir lange draussen gesessen haben, grillend, Wein schlürfend, schnackend – bis ich irgendwann vor den Stechmücken ins Haus geflüchtet bin. Danach bin ich in Amsterdam-Fotos versunken, weil ich euch eigentlich heute ein paar davon zeigen und ein bisschen was dazu erzählen wollte, aber darin hing ich so lange fest, dass es mir jetzt zu spät für langes Erzählen ist. Daher heute nur ein paar niedliche Tierfotos von der Zaanse Schans, ganz ohne Erzählung, was es da sonst noch so gibt. Tierfotos, das geht ja immer, die sprechen ja für sich, da kann ich mir viel Gesabbel sparen. Und das ist dann auch so ’ne Art Uitkijk auf den Rest der fucking awesome Idylle der Zaanse Schans.

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Müde und morgen wird ein harter Tag. Denkt bitte mal an mich!

Katja

Neulich am Rhein

*Die Frau mit dem bezaubernden Hund ‚Paul‘, dessen Name ich schon lange kenne als er von hinten auf mich zuflitzt, weil sie sicher 2 Dutzend Mal versucht hatte, ihn zurückzurufen.

*Der Storch, der in seinem, auf einem hohen Pfahl stehenden, Nest aufsteht, einmal die Flügel kräftig ausschüttelt, vom linken auf’s rechte Bein umsteigt und wieder zurück, just als wären sie ihm eingeschlafen, und sich dann wieder hinsetzt.

*Das Paar, das seinen riesigen Wuschelhund mit Hilfe eines in den Rhein geschleuderten Gummihuhns zum Baden bringt und der Wuschelhund, der vom Gummihuhn begeisterter zu sein scheint als vom kalten Rheinwasser, in das er sich trotzdem laut prustend und schnaubend stürzt. Es gilt schließlich ein Gummihuhn zu retten!

*Die Frau auf dem Rad, die, jeder Pfütze auf dem Weg weiträumig ausweichend, durch die Wiese fährt, mit ihrer kleinen Tochter, die juchzend von Pfütze zu Pfütze fährt.

*Die Frau, mit dem frischgepflückten Bärlauchblätter-Strauß, fröhlich grinsend, sich möglicherweise gerade ausmalend, was aus dem Bärlauch später wird.

*Der Schwan, nur einer alleine, was man an der Stelle selten sieht, der im, vom Gegenlicht glitzernden Wasser, majestätisch in der Nähe des Strandes immer ein Stück stromaufwärts und dann wieder -abwärts schwimmt oder vielleicht auch umgekehrt.

*Die Frau, die nach der Therapiesitzung erst mal zum Rhein fährt, um ihren Kopf ein bisschen frei zu laufen, anfangs kurz leise fluchend, weil sie keine Jacke dabei hat und es so windig ist, deren Händiakku fast leer ist, so dass sie all ihre Beobachtungen nur im Kopf sammelt, statt sie wie ansonsten in letzter Zeit meistens auf Bildern und in kurzen 140-Zeichen-Nachrichten zu bündeln, die es auf dem Heimweg mit dem Auto dem kleinen Mädchen gleichtut und die schwungvoll durch sämtliche Pfützen fährt und die dann später, wieder zu Hause, vor einem Kaffee sitzend, denkt, dass sie solche Gedanken und Eindrücke in letzter Zeit viel zu selten im Blog hinterlässt und die das dann endlich wieder mal tut.

Katja

Und dann wäre mir fast dieses Känguru auf den Fuß gehopst…

  • Vor den Handwerkern flüchten, anstatt mich in der Wohnung tot zu stellen ist nur so lange gut, bis ich eingekeilt zwischen zig Autos versuche, bei der Orangerie in Darmstadt zu parken und in völlige Panik gerate. Ich bin früher so herzlich gerne und viel Auto gefahren und nach der langen Fahrpause stresst mich das fast nur noch. Autobahn macht mir Angst und geht quasi gar nicht, Stadtverkehr macht mich wahnsinnig und solche Situationen wie auf diesem Parkplatz sorgen dafür, dass ich mir am liebsten Augen und Ohren zuhalten und mich tot stellen würde bis alle anderen Autos irgendwann weg sind und ich problemlos durchkomme.
  • Nach 10 Minuten aussteigen und tief durchatmen dann doch wieder dort weggekommen und nicht aufgegeben – was bedeutet hätte, wieder nach Hause zu fahren und wieder in Beklemmung in der Wohnung zu sitzen – sondern weiter zum Vivarium. Dort den allerletzten freien Parkplatz ergattern!
  • An sonnigen Nachmittagen sind quasi nur Mütter (alleine oder in Rudeln) mit Kindern im Zoo. Und zwar überwiegend diese furchtbar nervige quäkende Sorte von Müttern, die direkt neben dem Schild, auf dem ‚Schopfmakaken‘ steht dem Nachwuchs weismachen wollen, die Tiere mit den ‚roten Popos‘ seien Paviane. ‚Selina, sag mal Pavian. Und guck mal, was isst der denn da? Das ist ja Gurke. Sag mal Gurke, Selina. Weisst du, wer auch immer Gurke isst, Selina? Die Oma ist immer Gurke, Selina. Selina sag mal Oma.‘
    Selina saß übrigens im Wagen, hatte einen Schnuller im Mund und ich bin nicht sicher, ob sie überhaupt schon sprechen konnte. Zumindest hat sie weder für Pavian, noch für Gurke, noch für Oma den Schnuller aus dem Mund genommen. Ich bin aber nicht sicher, ob Selinas Mama, die ich am liebsten mit der Nase auf das ‚Schopfmakaken‘-Schild gedotzt hätte, das gemerkt hat.
  • Im Gegensatz zu den Terrormüttern herrlich entspannt die einzigen beiden Papas, die alleine mit dem Nachwuchs unterwegs waren. Einer davon mit 3 Kindern vor mir herlaufend und Spanisch plaudernd. Hachz.
    Den zweiten treffe ich mit seinem Sohn bei den Riesenschildkröten, wo der Kleine mir dann, als der Papa ihn foppt und um die Ecke verschwindet als ginge er schon weg, die Arme entgegenstreckt und ‚runter‘ begehrt, weil er noch auf dem viel zu hohen Mauerstück vorm Fenster der Schildkröten steht, um dann, direkt als die Füße wieder Bodenkontakt haben, ums Eck zu flitzen, um den Papa einzuholen.
  • Ich mag das begehbare Känguru-Gehege des Darmstädter Vivariums. Und gestern kamen die wirklich (!) dicht und eines wäre mir beim Überqueren des Weges fast auf den Fuß gehopst!1hundertelf
  • Ich glaube, ich war die einzige, die ganz alleine dort unterwegs war und als mir das bewusst wurde, fühlte es sich schon sehr sehr komisch an. Ich hab mich dann an meinem Fotoapparat festgeklammert und mir fiel wieder mal auf, dass das wirklich Sicherheit geben kann. Gut jetzt, meine winzige Kompaktkamera nicht so sehr, aber ich glaube, mit einer einigermaßen professionell aussehenden Kamera um den Hals hätte ich dieses merkwürdige Gefühl wirklich wegblenden können.
    Ich frage mich jetzt, wieso das so einen Unterschied machen könnte und komme drauf, dass das wieder mal mehr mit den anderen als mit mir zu tun hat. Hat jemand eine halbwegs vernünftige Kameraausrüstung kommt vermutlich niemand auf die Idee sich zu fragen ‚Oh, was macht denn diese Frau hier ganz alleine?‘ Eigentlich könnte mir das ja egal sein, aber ich kann dieses Gefühl aufzufallen nicht gut aushalten, wenn ich draussen bin. 🙄
  • Viele Fotos mitgebracht. Und weil ich es gar nicht gut hinbekomme, die stark genug zu reduzieren, um hier einige zu zeigen (bei Tierfotos fällt mir das noch schwerer als bei Wellenbildern), folgt bitte dem freundlichen Zebra zu meinem Picasa-Album, wo es nicht nur drei Zebrapopos in einem Bild sondern auch noch die coolsten Esel der Welt zu sehen gibt.
Vivarium Darmstadt

Warum es mich übrigens ausgerechnet bei Zebras (und bei Schafen) so fasziniert, sie von hinten und nicht von vorne zu knipsen, weiss ich nicht. Isaberso.

Katja

Tierisches

Weil ich das mit dem Aussortieren wieder mal nicht gut hinbekommen habe, gibt es die Tierfotos aus dem Frankfurter Zoo bei Picasa.

Tiere im Frankfurter Zoo

Wenn Sie mir bitte hier entlang folgen würden. 🙂

Katja

Zooschnipsel

  • sie: Guck mal der Strauss.
    er: Das ist ein Pfau.
    Tochter: Die ham ein Fahrrad.
  • Das kleine Mädchen mit 12 (!) Haarspangen, alle in rosa, pink und lila.
  • Gefühlte 2.500 Mal den Satz ‚Bekomm ich jetzt ein Eis?‘ gehört, fast ebenso oft ‚Mir ist langweilig‘ und mich gefragt, ob die nicht lieber mit den Kindern in die Eisdiele hätten gehen sollen.
  • Unglaublich viele Frauen in Pumps im Zoo unterwegs.
  • Mindestens genauso viele Männer in Flipflops und/oder mit Umhängetaschen. Daran, dass mir das auffällt merke ich, dass das auf dem Dorf tatsächlich noch nicht so verbreitet und mir der der Anblick vertraut ist wie es in der Stadt Normalität ist.
  • Und ausserdem wahnsinnig viele recht kleine Kinder, die schon mit eigenen Fotoapparaten und Handys rumgelaufen sind.
  • Beim Beobachten der Affen, die am Rande des Affenfelsens ihre Runden drehten das Bild vom Hofgang in alten Gefängnisfilmen im Kopf gehabt.
  • Auf Bänken oder Mäuerchen im Schatten gegenüber von Tiergehegen sitzen und Tiere und Tiere-guckende Menschen gucken ist interessant.
  • Der einzige Bär, den ich gesehen habe war ein Hirsche-Bär, der eigentlich ein Hirscheber war, aber ich konnte den nur in erster Sprechweise aussprechen.
  • Tierhäuser machen bei dem Wetter keinen Spaß. Zu viele Menschen. Zu warm. Zu viele Menschen, deren Deo versagt. Folglich kaum eines davon besucht. Ich glaube, ich muss da im Winter mal hin.
  • Gestreifte Zebrapopos fotografiert.
  • Viel fotografiert. Viel Puscheligkeit gesehen und fotografiert.
  • Eis bekommen! Und mir war nicht langweilig. Kein bisschen.

Katja

Nachts sind alle Katzen grau

Tagsüber jedoch sind die extrem bunt und bezaubernd und treten in Spanien gerne in Rudeln auf. Oder auch in Familien, wie zB die Palastmiezenfamilie mit Mama und zwei kleinen Kätzchen, die am Ausgang der Nasridenpaläste in der Alhambra am Rande eines Wasserbeckens saßen und dort ebenso heiss begehrtes Fotomotiv waren, wie kurz zuvor die prächtig geschmückten Palastwände. Das mag auch, aber nicht nur, daran gelegen haben, dass eines der Kätzchen ein grünes und ein blaues Auge hatte.

Die drei und noch mehr spanisches und britisches (!) Getier, wie zB die südlichsten Festlandmöwen Europas ( :mrgreen: ) findet sich in meinem Picasa-Album nach dem Klick auf’s Bild.

Spanien 2010 – Getier

Katja