Tagebuchbloggen 27.05.2020

Blöde Neuigkeiten von der Reha-Front. Wir werden schon wieder neu in Gruppen eingeteilt und ich bin ausgerechnet nicht mehr mit N. in der Gruppe. Sie zu sehen, war gerade das einzig gute an den Präsenztagen. *soifz*
Ansonsten war der Tag aber ganz gut.
*
Ich hab die Haare endlich wieder schön und sie sehen zum Glück nicht aus als sei ich direkt vom Friseurstuhl gesprungen. Karamell nannte A. die Farbe, die sich auf meinem Kopf jetzt aus mehreren Generationen Strähnchen, nur Ansatzsträhnchen und Naturfarbe zusammenmischt und das gefällt mir nicht nur seines Namens wegen gerade ganz gut.
*
Eigentlich wollte ich nur mal kurz auf den Rhein gucken, wenn ich friseurinbesuchsbedingt eh in der Kleinen Stadt war, aber dann bin ich doch ein ganzes Stück spazieren gegangen und das war ziemlich gut. Ruhe im Kopf, um Menschen zu beobachten, die außer mir unterwegs waren und trotzdem heute mit ausreichender Distanz, so dass mich die vielen Menschen nicht wieder überfordert haben.

*
Mit wehenden Haaren und den Autoscheiben auf beiden Seiten runtergekurbelt (ja, ich weiß, man kurbelt schon lange nicht mehr, aber in meinem Kopf heißt es immer noch so), lauthals die Musik mitsingend nach Hause gefahren und es war mir nur ein bisschen peinlich als ich an der Ampel bemerkt habe, dass ich ein paar Radfahrer gut unterhalten habe.
*
Selten fühle ich mich erwachsener und vernünftiger als wenn ich alle halbe Jahre freiwillig einen Zahnarzttermin zur Kontrolle und PZR ausmache. „Sind Sie auch wirklich gerade nicht erkältet und hatten keinen Kontakt zu Corona-Infizierten?“ und wie schräg ist das eigentlich, dass man das fragen muss und die Leute nicht gefälligst eh freiwillig zu Hause bleiben (und zumindest nicht zum Zahnarzt gehen), wenn es so ist?
*
Ansonsten habe ich heute viel geschafft und ausnahmsweise merke ich es auch und es fühlt sich danach an. Und dann hab ich auch noch Kartoffelsalat nach dem Rezept meiner Uroma, den es gleich zu Scholle gibt. Könnte tatsächlich alles schlimmer sein.

Feierabend!

Katja

Tagebuchbloggen 25.5.20

Ich hab gerade zum ersten Mal seit langem wieder täglich eine todo-Liste am Start und bin noch nicht sicher, ob das jetzt gut ist und sich nach „juhu, was geschafft“ anfühlt oder ob es doch wieder eher das Gegenteil bewirkt, weil ich dazu neige, dann alles zu notieren, damit ich nur ja nichts vergesse und dann wächst die Liste sehr viel schneller als ich’s abarbeiten kann und es fühlt sich ewig nach Druck und viel „müsste jetzt dringend“ an. Hmm. Hmm. Mal beobachten. Diese Woche geht’s nicht ohne. Zu viele Termine, zu viel was damit zusammenhängt, woran ich denken muss.
*
Sagte ich schon „Ufff!“? Nach so langer terminarmer, wenn nicht sogar terminloser Zeit schafft es mich gerade tatsächlich sehr, viele oder überhaupt wieder Termine zu haben. Aber das kenne ich schon von mir, dass ich immer eine Weile brauche, mich damit zu akklimatisieren, wenn ich viel Zeit nur zu Hause verbracht habe.
*
Heute ist mir zum ersten Mal richtig bewusst geworden, dass ich die erste schlimme depressive Episode gar nicht 2001 als mein kompletter Zusammenbruch war, hatte, sondern schon 3 Jahre vorher in der Zeit zwischen Abi und Studienbeginn. Meine Erinnerung an die Zeit ist vage (ach, das kenne ich doch irgendwo her) und ich hab immer nur gedacht, ich sei damals in ein Loch gefallen, weil ich nach dem großen Stress, den ich mir des Abis wegen gemacht hatte, erst mal nichts mit mir anzufangen wusste. Heute ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen, dass ich damals schon mal diese Einigelungsnummer gebracht habe und fast schlagartig nach der Abiprüfung den Kontakt zu fast allen, mit denen ich Abi gemacht habe, abgebrochen habe. Mir war das gar nicht bewusst, wie sehr der Rückzug immer von mir ausging, ich hab mich stattdessen oft außen vor und nicht dazugehörend gefühlt. Das hat mich ganz schön erschüttert und ich muss wohl auch das auf die tothinkabout-Liste setzen. Diese Zeit und wie es mir da ging war mir völlig durch die Lappen gegangen.
*
Rausgehen und unter Menschen ist gerade noch anstrengender als ich es ohnehin schon finde. Punkt.
*
Mit Freuden festgestellt, dass immer noch gilt, dass ich von manchen Autoren wirklich jedes Buch innerhalb weniger Seiten liebe. Nick Hornby ist so einer und ich habe gerade „Juliet, naked“ angefangen.
*
Jetzt: müde, aber zugleich unruhig, weil die Woche so viel Programm hat. Morgen ist der erste Präsenztag der Woche und der Wecker klingelt früh, ich sollte also mal zusehen, ins Bett zu kommen. Oh und vorher noch Klamotten raussuchen – das klappt morgens so früh und so müde nur semigut und ich brauche ewig, um mich zu entscheiden. Und die Bildschirmbrille einpacken, sobald ich sie gleich von der Nase nehme. Und an den USB-Stick denken.
*
Und ihr so?
Katja

Tagebuchbloggen 20.5.20

Ich merke, wie das tägliche Bloggen mich gerade dazu bringt, wieder aufmerksamer dafür durch die Gegend zu stapfen, was mir am Ende des Tages aufschreibenswert erscheint. Das ist gut, weil es insgesamt dazu führt, dass ich fokussierter bin.

Heute ist da zum Beispiel die Sonne auf dem Weg morgens, wie sie durch die Wolken bricht und Transporterstrahlen zur Erde schickt und die Mutter mit ihrer Tochter auf dem Beifahrersitz, die ich an 3 roten Ampeln in der Stadt hinter mir habe und die allem Anschein nach an jeder Ampel einen Wettbewerb im Kaugummiblasenmachen austragen und sich dabei köstlich amüsieren – und zum Glück durch ihre Kaugummis so abgelenkt sind, wie ich durch das Geschehen im Rückspiegel, so dass wir beide verpassen als die Ampel grün wird.

Da ist außerdem die Ratlosigkeit, wie ich mit einer gewissen Situation umgehen soll, wie einem Menschen begegnen, der, sobald man ansetzt, ihm eine Frage zu stellen, nach einem halben Satz dazwischen geht, weil er glaubt zu wissen, welche Frage kommen wird, dann weitschweifig anfängt etwas zu beantworten, was nicht gefragt war und einem keine Chance lässt, nun umgekehrt dazwischen zu gehen, um zu sagen, dass man auf etwas ganz anderes hinauswollte und der dann, wenn er fertig ist mit seiner Antwort auf eine ungestellte Frage und wenn man dann die Frage zu Ende stellt, die man direkt schon stellen wollte, ungehalten reagiert, weil er da jetzt nun nicht auch noch drauf eingehen kann, wo er doch gerade schon so lange erklärt hat und mit einer Frage müsste es ja nun auch mal gut sein, die andere könne man wann anders und an anderer Stelle stellen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass das kein einmaliges Erlebnis war, sondern jedes Mal so abläuft. Es. ist. so. unfassbar. anstrengend. Und es bringt mich keinen Millimeter voran, weil ich meine echten Fragen niemals stellen kann und inzwischen glaube ich, es ist auch besser, es gar nicht mehr zu versuchen. Antworten bekomme ich ohnehin keine, dann kann ich mir auch diesen Kraftakt sparen und gleich alleine versuchen, eine Lösung zu finden. Aber eigentlich war das nicht so gedacht.

Und dann hab ich noch zwei Termine ausgemacht, die mich tatsächlich voranbringen werden und einen dritten angeschoben und vielleicht ist mir ein bisschen übel, weil sich Termine ausmachen, auch wenn es eigentlich nichts besonderes ist, worum es geht, so wirklich anfühlt.

Katja

tothinkabout

Wenn dir auf einmal auffällt, dass einer der Sätze, die du gerade am häufigsten denkst „da muss ich unbedingt mal drüber nachdenken“ ist und du ernsthaft darüber nachdenkst, ob es wohl funktionieren könnte, analog einer todo-Liste eine tothinkabout-Liste anzulegen. Wenn da nicht das Problem wäre, dass es ja umso schwieriger wird, ruhig zu bleiben und konzentriert und fokussiert nachzudenken, je mehr Druck da ist und alleine die Länge der aktuellen Liste würde quasi direkt zu Überforderung führen und die ist nun wirklich kein guter Begleiter.

Zu viel auf der tothinkabout-Liste, das ist noch schlimmer als zu viel auf der todo-Liste, weil stures Abarbeiten auch unter hoher Last immer noch irgendwie funktioniert, irgendwie besser zumindest, als in Ruhe nachzudenken. Und wahrscheinlich ist genau das der Grund, weswegen du nur darüber nachdenkst, dass du darüber nachdenken müsstest, aber das eigentliche – auf ein Ziel und/oder Ergebnis fokussierte -Nachdenken bleibt aus und die imaginäre Liste wächst und wächst und wächst dieser Tage. Vielleicht also doch Dinge notieren? Alleine schon, um sie nicht zu vergessen? Und dann die Liste erst mal beiseite legen und nur als Gedächtnisstütze behalten, nicht um sie wirklich abzuarbeiten? Vielleicht macht sie dann weniger Druck und rumort nicht so im Hintergrund?

An den begrenzten Ressourcen merkst du am deutlichsten, wie (heraus-)fordernd diese Zeit gerade ist. Das, was im Draußen passiert, das was drinnen passiert und wäre es sprachlich nicht enorm elegant, wenn man Dinge, die man in sich drin und mit sich selber ausmachen muss, Herein- oder noch schöner Innendrinforderung nennen würde?

Katja

Tagebuchbloggen 18.5.20

gefreut: N. nach fast 9 Wochen wiedergesehen / unerwartet das Essensgeld der letzten Wochen ausgezahlt bekommen / positive Rückmeldung bekommen

genervt: chaotische Organisation / im EDV-Unterricht wieder bei Adam und Eva und wie man ’nen Laptop einschaltet angefangen und das nur, weil 2 Neue in der Gruppe sind – ohne überhaupt mal deren Kenntnisstand abzufragen (oder den von sonst jemandem) / über Blattläuse im Feigenbäumchen

gelernt: hm, am ehesten Selbstbeherrschung im Zusammenhang mit den beiden ersten Punkten oben drüber

gelacht: über meine eigene Grimasse heute Morgen beim Versuch, wie mein Shirtprint zu gucken:

geschnuppert: den betörenden Duft der Rosen im Vorgarten

gekocht: eins meiner Lieblingsalltagsgerichte: Putenpfannengyros mit Zaziki und Reis

gehört: den halben Tag Hero von der Family of the year im Kopf gehabt und es dann auch ein paar Mal gehört:

gemacht: zum ersten Mal seit über 8 Wochen zur Reha gefahren für einen Präsenztag, in der Mittagspause mit N. spazieren gegangen und gequatscht, zu Hause nicht so viel außer Kochen und gerade vor TBBT auf dem Sofa zu lümmeln, weil’s ganz schön anstrengend war wieder den ganzen Tag unter Leuten zu verbringen

gedacht: über Lücken im Lebenslauf und damit zusammenhängender Selbstabwertung nachgedacht und wie blödsinnig das eigentlich ist (da hab ich noch Arbeit vor mir)

Katja

Tagebuchbloggen 17.5.20

Ich habe eine neue Haarbürste, eine speziell für lange Haare, und jetzt möchte ich ein bisschen vor Freude weinen, weil ich endlich beim Kämmen nach dem Haarewaschen nicht mehr vor Schmerz beinahe weinen muss. Juhu! Ehrlich, eigentlich denke ich ja nicht, dass sowas tatsächlich einen Unterschied machen könnte, aber es hat in letzter Zeit so elendig geziept, dass ich bereit war, es jetzt wenigstens zu probieren und das war eine meiner besseren Ideen in der letzten Zeit.
*
Auch gut ist, dass ich endlich wieder lesen kann. Zwei Jahre lang ging da so gut wie gar nichts, weil mir Zeit, Ruhe, Whatever gefehlt haben. In diesem Jahr fluppt es endlich wieder und ich hab heute das 15. Buch für dieses Jahr ausgelesen. Wieder mal eins von Minette Walters, von der ich schon einiges gelesen habe und die ich ausnahmslos mochte. „Des Teufels Werk“ ist zwischendurch immer mal echt schwere Kost, weil es unter anderem um Panikattacken als Symptom einer PTBS geht, aber es ist durchweg spannend und lesenswert.
*
Ansonsten habe ich heute doch noch eine weitere Marmelade gekocht. Ich hatte gestern noch 500 Gramm Blaubeeren übrig gelassen, die eigentlich zum direkt weghapsen gedacht waren, aber es hat mich doch gereizt noch ein paar Gläschen zu füllen und es ist eine Blaubeermarmelade mit Gin geworden und äh, ich musste mich natürlich erst mal durch die Ginsammlung (naja einen Teil davon) probieren, um den am besten passenden Gin rauszufinden. *hicks*
*
Wie sehr mich immer noch Dinge triggern, die mich an meine Mutter erinnern, ist mir heute auch wieder aufgefallen. *soifz* „Aber jemand müsste doch…“ und die inneren Nackenhaare gehen nur beim Ansatz davon hoch. Eigentlich *müsste* (orrr) ich mich längst mal bei ihr melden. Seitdem mein Neffe ihr in monatelanger Übung endlich beigebracht hat, wie man SMS schreibt, versucht sie wenigstens nicht mehr, hier anzurufen (wo ich eh quasi nie rangegangen bin), sondern schreibt mir alle paar Wochen mal ’ne SMS. Die letzte ist schon länger her, da war gerade das mit dem Schwindel und mir war nicht nach Kontakt zu ihr und dann war Muttertag, da konnte ich mich auf keinen Fall melden und dann war schon wieder ’ne Woche rum und ach irgendwie geht das gerade nicht und ich versuche, die Schuldgefühle im Zaum zu halten. Ich schulde ihr nämlich tatsächlich überhaupt gar nichts. Ommm.
*
Seit langer Zeit wieder mal über das Modell mit den Schiebereglern nachgedacht, das ich von meinem Bezugspfleger aus der Tagesklinik mitgebracht habe. Und dann habe ich überlegt, weswegen ich aufgehört habe, es anzuwenden, weil genau das ja – bis auf die Lieblingsmitpatientin und das Malen – das Allerbeste war, was ich von dort mitgebracht habe. Also vielleicht mal einen Schritt nach dem anderen machen und überlegen, wieso ich um so viele Themen seit einer ganzen Weile lieber einen Bogen mache und mich nicht damit befasse. Dazu passt natürlich auch, dass ich so lange fast nichts geschrieben habe. Hmm. Hmm. Aber nicht mehr heute. Das ist zu groß, um so spät noch drauf rumzudenken, wo ich doch morgen tatsächlich früh fit sein sollte.
*
Ich stelle jetzt noch meinen Wecker (eine halbe Stunde später als vorher, weil das gemütlich ankommen und erst mal ’nen Tee kochen und ihn in der Firmenküche trinken wahrscheinlich eh ausfallen müssen), suche mir’n Shirt für morgen raus und falle noch auf die Couch für ’ne Episode TBBT. Oder zwei. Ich bin beim früheren Gucken bei Staffel 8 irgendwann raus gewesen und gucke jetzt endlich noch die letzten Staffeln und mag das wieder deutlich lieber als zwischendurch mal.

So!
Katja

Tagebuchbloggen 16.5.20

Manchmal ist mir danach, irgendwo in einen Wald zu fahren/laufen und laut zu schreien, aber wahrscheinlich würde das so enden, wie es in diesem seit Jahren immer wiederkehrenden Traum endet, dass ich – in höchster Gefahr – den Mund nur zu einem heiseren Schrei aufklappe und es kommt mir kein Ton über die Lippen. So lange ich also nicht ausprobiere, ob dieses Schreien überhaupt funktionieren würde, ist es immerhin noch als theoretische Möglichkeit verfügbar.
*
Eigentlich war ich gerade schon auf dem Weg im Bett und hatte den Rechner schon längst ausgeschaltet, aber dann war so viel im Kopf was rauswollte und ich hab mich wieder über mich selber geärgert, dass ich es in letzter Zeit (haha, letzter langer Zeit) nur so selten überhaupt rauslasse, obwohl es doch immer erleichternd wirkt. Eben gerade bin ich aber einen Schritt weitergekommen: statt mich nur über mich zu ärgern und wieder mal in der *eigentlich* und der *müsste ich schon lange wieder mal* Falle hängen zu bleiben, habe ich den PC kurzerhand nochmal hochgefahren. Leerer Kopf schläft ja auch besser, das ist so ähnlich wie mit dem vollen Bauch, der nicht gerne studiert.
*
Heute Mittag irgendwann dachte ich, dass ich beruflich dringend etwas Schöpferisches/Herstellendes tun sollte. Gestern stand ich 4 Stunden lang Früchte vorbereitend und Marmeladen kochend in der Küche und hab auch ansonsten viel erledigt und es hat sich abends total gut angefühlt und so als hätte ich den Tag erfolgreich genutzt und was *geschafft*. Heute war ich auch den ganzen Tag beschäftigt, aber es waren viele kleine Dinge, die ich gemacht habe und nichts, was sich wirklich so als greifbares Ergebnis niederschlägt wie die Marmeladengläser von gestern, die ich heute noch beschriftet und in den Schrank geräumt habe und heute fühlt sich alles irgendwie meh an und als hätte ich noch viel mehr zu tun übrig gelassen als überhaupt erledigt bekommen.
*
Meh trifft das vorherrschende Gefühl des Tages ganz gut. Seit ich weiß, dass ich ab Montag wieder aus dem Haus und zur Präsenz-Reha muss, rumort es in mir. Ich schlafe schlecht und bin auch tagsüber dauerhaft gehetzt und stehe neben mir. Ich bekomme aber (noch) nicht so genau zu fassen, was da unter der Oberfläche los ist.
*
Beim Beschriften der Marmeladengläser heute fiel mir wieder mal etwas auf, was ich gut kann, wovon ich früher immer dachte, es sei normal, dass man es kann. Meine Blaubeer-Aprikosenmarmelade ist mit einem Schuss Grand Manier und mit etwas getrocknetem Ingwer und Muskat. Die Rhabarber-Erdbeer-Marmelade ist mit Zimt und grob gemörsertem Tellicherry-Pfeffer. Dass diese Kombinationen lecker werden – speziell mit den Gewürzen drin, wusste ich schon, bevor ich die Gewürze reingegeben habe. Ich kann nämlich ziemlich gut *im Kopf würzen*, d.h. ich kann mir, wenn ich etwas probiere, vorher vorstellen, wie es schmecken wird, wenn ich eine bestimmte Komponente, ein Gewürz hinzugebe. Umgekehrt kann ich auch, wenn ich etwas probiere, ziemlich leicht erkennen, welches Gewürz oder welche Komponente dem Essen jetzt noch den letzten Schliff geben könnte. Das ist mit einer der Gründe, weswegen meine 2 riesigen Gewürzschubladen voll sind – ich den Kram darin aber auch wirklich nutze.
*
So, jetzt gehe ich wirklich ins Bett. Ich nenn’s mal Tagebuchbloggen. Vielleicht animiert mich das ja dazu, es regelmäßiger zu tun.

Gute Nacht.
Katja