52 Bücher, Teil 24

Das 24. Thema des 52-Bücher-Projektes stammt von Monika und es lautet:

Musik (keine Sachbücher bitte, sondern irgendwelche Bücher über Musiker oder Romane, die mit Musik zusammenhängen oder Texte aus dem Internet)

Das muss ich mir wieder ein bisschen passend biegen, denn eigentlich geht es in dem Buch bzw. den Büchern, die mir dabei als erstes in den Sinn kamen, überhaupt nicht um Musik, für mich aber doch.

Es handelt sich um die Bücher von Sven Regener, dem Sänger von Element of Crime:

‚Neue Vahr Süd‘, ‚Der Kleine Bruder‘ und ‚Herr Lehmann‘

Inhaltlich gehören sie in diese Reihenfolge, denn alle drei handeln von ein paar Jahren im Leben von Frank Lehmann, herausgekommen sind sie aber in einer anderen Reihenfolge, da war Herr Lehmann zuerst, dann die Vahr, dann der Bruder. Ich habe sie in chronologischer Reihenfolge gelesen, weil ich erst damit angefangen habe, als schon alle drei veröffentlicht waren.

Und was hat das ganze mit dem Projektthema zu tun?

Ich liebe die Songs von Element of Crime, die sind sehr speziell und genauso speziell ist die Sprache von Sven Regeners Romanen. Das ist anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber mich hatte es ruckzuck gefangen, weil ich zum einen beim Lesen die ganze Zeit Sven Regeners Stimme im Kopf hatte, der mir vorgelesen hat, zum anderen hatte das alles die Melodie und Harmonie von EoC-Songs. Ich hatte also quasi einen inneren Vorsinger im Kopf während des Lesens.

Alle Projektbeiträge zu sämtlichen Themen (und das sind schon über 600) sammelt Katrin, la Fellmonstress und die beste Projektmuddi von allen in ihrer Liste.

Funfact am Rande: Das Auto des Mitdingens heisst, wegen dieser Bücher, Frank Lehmann – wir nennen es aber meist Herr Lehmann.

Und das kam so: Das Buch war kurz vorher frisch ausgelesen und dann kam das neue Auto. Mir fällt es immer furchtbar schwer mit sowas klar zu kommen. Ich hänge an Dingen und ich hing auch am Vorgängerauto. Weil es wieder die gleiche Marke und das gleiche Modell (nur als Kombi) war, war es also irgendwie für mich der kleine Bruder des Vorgängers. Und wenn man jetzt noch die Buchtitel im Kopf hat und also weiss, dass Frank Lehmann der kleine Bruder ist, ist ganz klar, dass das Auto so und nicht anders heissen muss. 😀

Katja

52 Bücher, Teil 46

Ich mag ja solche Projektthemen, bei denen das Ergebnis vom Zufall abhängt. So auch im nicht mehr ganz so aktuellen 46. Thema des Fellmonsterchenschen (Ist die Endung nicht epochal? Es gibt garantiert nicht viele Worte, die auf chenschen enden und dabei so puschelig wirken!) 52 Bücherprojekts. Da geht es nämlich um

Das grünste Buch in meinem Bücherschrankregal

Erstaunlicherweise finden sich sogar 4 komplett grüne Bücher in meinen Regalen:

‚Das Haushalts- und Kassenrecht der Gemeinden in Hessen‘ stammt noch aus Aus- und Fortbildungszeiten und HKR war neben Verwaltungsrecht immer mein Hassfach, was vielleicht aber auch an den unterirdisch langweiligen Dozenten lag.

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‚Die Fundgrube für den Mathematik-Unterricht in der Sekundarstufe I‘ hab ich mir während des Studiums, vor meinem Mathepraktikum, gekauft und das ist wirklich eine tolle und unterhaltsame Sammlung.

Hättet ihr zB gewusst, dass, wenn man diese Zahlen so, wie sie untereinander stehen, schriftlich addiert (also beim Taschenrechner muss man bei den Zahlen rechts am Ende Nullen ergänzen, damit die Stellen erhalten bleiben), auf beiden Seiten das gleiche Ergebnis herauskommt?

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Das dritte im Bunde meiner grünen Bücher, ist mein riesiges Spanischwörterbuch, das ich mir unbedingt kaufen musste, weil ich dachte, ich müsse in einem Buch blättern können, wenn ich auf der Suche nach der passenden Vokabel im Kurs sitze. Da mein Handy aber so viel kleiner und leichter ist und ich das eh immer dabei habe, schleppe ich, ehrlich gesagt, den Wälzer gar nicht mehr mit, sondern nutze nur die Spanisch Pons App auf dem Handy. Aber man kann bestimmt toll Gänseblümchen drin pressen! Das probiere ich nächstes Jahr mal aus.

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Und dann ist da noch die ‚Neue Vahr Süd‘ von Sven Regener. Inhaltlich ist das der erste von drei Bänden um und über Frank Lehmann (danach ‚Der kleine Bruder‘, danach ‚Herr Lehmann‘), herausgekommen ist zuerst Herr Lehmann, dann die Vahr, dann der Bruder. Ich hab sie in chronologischer Reihenfolge gelesen (Herr Lehmann gerade erst vor ein paar Tagen) und fand das auch gut so. Ich mag Element of Crime und Sven Regeners Stimme und fand es total wunderbar beim Lesen immer die Stimme im Ohr zu haben. Wer braucht schon Hörbücher, wenn er die Autorenstimme auch so hört?

Sven Regeners Stil ist wohl sehr gewöhnungsbedürftig. Den kann man vermutlich nur lieben oder hassen. Bei mir war es zum Glück die Liebe und dann ist das ein herrlich schräges Lesevergnügen.

Katja

Von Alcaidesa nach Tarifa über Delmenhorst

Element of Crime zu hören, erfüllt mich immer mit einer Ruhe, die sich irgendwie skurril anfühlt. Dabei weiss ich nicht mal ob skurril das richtige Wort dafür ist, es ist einfach so, dass mir gar kein wirklich passendes Wort dafür einfällt, wie besonders sich die Musik für mich immer anfühlt.
Steigerungsfähig ist das noch, wenn man Element of Crime hört, während man auf einer spanischen Autovia im Feierabendverkehrsstau steht und der Sonne zuschaut, wie sie hinter den Bergen untergeht und wenn man kurz vorher zum ersten Mal einen Roman von Sven Regener gelesen hat und einem der Schreibstil zur Musik im Kopf nachhallt, so wie man beim Lesen auch immer seine Stimme im Kopf hatte und wenn man merkt, wie durchgängig stimmig man die Worte empfindet, die dieser Mensch findet, wie durchgängig die Stimmung, die er vermittelt.

Und dann denke ich, Gefühle müssten sich unbedingt konservieren lassen. Momente, die ich im ‚Einmachregal‘ im Keller meiner Oma lagern würde – dieser Augenblick im Stau auf der spanischen Autovia würde dort landen.

Katja