Gestatten, mein Name ist Su, Tirami Su

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Man braucht dafür:

ca. 100 – 150 g Löffelbisquit (am besten die breiten italienischen, die bleiben auch getränkt stabil, die genaue Menge ergibt sich aus dem Gefäß, das man nutzt)
ca. 200 ml Espresso
2 großzügige Schluck Amaretto
50 g Puderzucker
2 Eigelb
1 Eiweiss (die Eier sollten sehr frisch und von guter Qualität sein!)
250 g Mascarpone

Kakao zum Bestäuben

 

Und so geht’s:

Espresso (ersatzweise sehr starken Kaffee) kochen und abkühlen lassen.

Den Espresso mit einem guten Schuss Amaretto vermischen und in eine flache Schale oder einen tiefen Teller füllen. Das Eiweiss zu steifem Schnee schlagen. Den Puderzucker sieben und mit den beiden Eigelb, dem Mascarpone und ebenfalls einem großzügigen Schluck Amaretto mit einem Schneebesen oder dem elektrischen Handrührgerät gründlich miteinander vermischen. Dann ganz vorsichtig den Eischnee unterheben.

Eine Auflaufform oder eine Schüssel oder vier Förmchen bzw. Schüsselchen bereit stellen. Ich nehme dafür immer eine hohe, eckige Jenaer Glas Auflaufform ca. 18*18 cm groß, da passen die Löffelbisquits ideal rein.

Die Bisquits einzeln schnell durch den Espresso ziehen, so dass sie vom Kaffee benetzt sind, aber nicht matschig durchweichen, und eine Lage davon auf den Boden der Form schichten. Darauf ca. die Hälfte der Mascarpone-Creme verteilen, dann eine weitere Runde Löffelbisquit mit Espresso tränken und die Creme dicht damit belegen und als obere Schicht den Rest der Creme verteilen.

Für mindestens (!) 4 Stunden in den Kühlschrank stellen, gerne auch über Nacht. Vor dem Servieren eine dicke Schicht Kakaopulver darüber sieben.

Augen schließen, genießen!

Katja

Against desert desserts, Teil 3

Bei einer Sammlung einfacher Nachspeisen darf eine Art Crumble natürlich nicht fehlen!

Mein Favorit ist da eindeutig Pfirsich-Crumble, weil ich die Kombination aus Pfirsich mit mandeligem Amaretto-Geschmack sehr stimmig finde.

Man braucht dafür:

pro Nase 1/2 bis 1 Pfirsich
etwas Amaretto

für die Streusel:

100 g weiche Butter
100 g Zucker (ich nehme meist 2/3 braunen, 1/3 weissen)
100 g gemahlene Mandeln
100 g Mehl

Margarine zum Fetten der Form

Und so geht’s:

Die Pfirsiche mit einem Messer einschneiden und vorsichtig vom Kern lösen, sodass die Hälften möglichst heil bleiben. Den Kern raustrennen, die Pfirsiche in eine gefette Auflaufform setzen und in die Mulde vom Kern einen guten Schuss Amaretto geben.

Mehl, Mandeln und Zucker vermischen und die Butter in kleinen Stückchen dazugeben und mit den Fingern unterkneten. Alles gründlich kneten (das dauert schon ein paar Minuten) und dabei dann zu Streuseln zerbröseln.

Die Streusel über die Pfirsiche streuen. Bis hierhin kann man das sehr gut vorbereiten und entweder die Form direkt bei 180°C für ca. 30 min in den Ofen schieben oder im Kühlschrank zwischenparken bis es soweit ist.

Wenn das mit dem Stein auslösen so gar nicht hinhauen will und die Pfirsichhälften dabei total kaputt gehen, ist das nicht schlimm! Dann einfach das Fruchtfleisch in Stücke schneiden, in die Form geben, mit ein bisschen Amaretto beträufeln und die Streusel drübergeben. Kann man nicht mehr ganz so hübsch anrichten, aber schmeckt genauso lecker.

Crumble kann man auch sehr gut mit anderen Früchten machen. Kennengelernt habe ich das ganze als Dessert bei einem Engländer. Der Crumble dort war mit kleingeschnittenen Äpfeln zubereitet und dazu gab es eine köstliche selbstgekochte Vanillesoße mit Whiskey.

Bei den Streuseln kann man auch die Mandeln weglassen und einfach die doppelte Menge Mehl verwenden. Oder statt Mandeln Haselnüsse reingeben. Oder man macht Vanillestreusel mit dem Mark aus einer ausgekratzten Vanilleschote.

Und je nach Vorliebe kann man den Crumble einfach pur essen oder mit Vanillesoße oder Sahne oder Eis. 🙂

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(Furchtbar unscharf!)

Katja