Therapeutisch

Daher hier endlich mal mein seit Jahren erprobtes Pfannkuchenteig-Rezept.

Man braucht dafür:

200 g Mehl
400 ml Milch
5 Eier
1 Prise Salz
2 Tütchen Vanillezucker (ersatzweise 1 EL Zucker)

Und so geht’s:

Mit einem Handrührgerät gründlich das Mehl mit der Milch verrühren und möglichst für 30 min quellen lassen. Dann die Eier, Salz und Vanillezucker unterrühren. In einer beschichteten Pfanne für den ersten Pfannkuchen wenig Margarine schmelzen und soviel Teig in die Pfanne geben, dass es beim Pfanne schwenken gerade so reicht, um den Boden komplett zu bedecken. Sobald die Teigoberseite nicht mehr flüssig ist, den Pfannkuchen wenden und noch kurz von der anderen Seite braten.

Ich verwende nur für den allerersten Pfannkuchen überhaupt Fett und brate die Pfannkuchen auf dem Herd auf Stufe 7-8 von 10; insgesamt bleiben sie bei mir, wenn sie fertig sind, eher gelb mit ein paar gebräunten Stellen als dass sie vollständig braun würden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mit Zucker und Zimt machen sie ein tolles wohliges Gefühl, ich mag sie aber auch gerne mit Käse. Der kommt dann nach dem Wenden direkt auf eine Hälfte des Pfannkuchens und der wird zusammengeklappt so lange gebraten bis der Käse geschmolzen ist. Da passt dann Schnittlauch auch noch ganz wunderbar.

Katja

 

Neulich im Lieblingsrestaurant

Vor fast 2 Monaten, beim Besuch im Lieblingsrestaurant, habe ich zum ersten Mal überhaupt Crème Brûlée gegessen und weil die dort immer herrlich ungewöhnliche Nachtischkombinationen haben, war es eine Rosmarin Crème Brûlée. Ich liebe Rosmarin und in dieser Kombination war ich der Crème sofort verfallen.

So toll sah natürlich nur jener im Lieblingsrestaurant aus.

So toll sah natürlich nur jener im Lieblingsrestaurant aus. Ich brauche mehr Geschirr! Ich kann so nicht arbeiten! 😀

Und weil ich schon seit einiger Zeit einen kleinen Brenner zum Flambieren und Karamellisieren und dergleichen mein eigen nenne, den ich bis dato noch nicht ausprobiert hatte, sollte es dann bitteschön auch genau dieser Nachtisch werden, mit dem ich das Ding einweihen wollte.

Ein Rezept war hier recht schnell gefunden, allerdings brauchte ich dann über 4 Wochen bis ich frischen Rosmarin beim Einkaufen ergattern konnte.  Beim ersten Versuch hatte ich mich genau ans Rezept gehalten, nur zusätzlich noch gehackten Rosmarin reingegeben und die Menge halbiert. Allerdings war da die untere Hälfte der Creme noch recht flüssig. Das war auch lecker, aber fest wäre natürlich schöner. Also habe ich gestern nochmal rumprobiert und das Rezept ein bisschen abgewandelt und so wurde es dann auch bei mir bis ganz zum Boden fest.

Für 4 Portionen braucht man:

200 ml Sahne
200 ml Vollmilch
das Mark aus 1-2 Vanilleschoten
6 Eigelb
50 Gramm Zucker
1-2 Zweige Rosmarin
1-2 EL sehr fein gehackte Rosmarinnadeln

1-2 EL brauner Zucker (zum Karamellisieren)

Und so geht’s:

Backofen auf 150°C vorheizen.

Die Vanilleschoten auskratzen und in einem kleinen Topf Sahne, Milch, 25 Gramm Zucker, Rosmarinzweige, ausgekratze Vanilleschoten und das Mark aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und alles noch ein bisschen durchziehen lassen. In der Zwischenzeit die Rosmarinnadeln fein hacken und dann mit den Eigelben (Eigelbs? dem Eigelb? den Eigelbsis? :D) und den restlichen 25 g Zucker mit einem Schneebesen verrühren. Der Zucker sollte sich auflösen, aber das Eigelb nicht schaumig werden.

Die etwas abgekühlte und durchgezogene Milch-Sahne-Mischung absieben und ins Eigelb rühren. In 4 ofenfeste Förmchen füllen und in eine Auflaufform oder die Fettpfanne des Ofens stellen. Wasser in die Form einfüllen, sodass die Förmchen etwa zu einem Drittel im Wasser stehen und ab damit in den Ofen.

Meine brauchten bei 150°C ca. 45 bis 50 Minuten. (Im Originalrezept steht, dass man nach 30 Minuten schon anfangen sollte, danach zu schauen.) Wenn man ein bisschen an den Förmchen wackelt oder in die Creme reinpiekst, merkt man schon, ob sie durchgehend fest ist.

Für mindestens 4 Stunden kalt stellen, besser über Nacht. Dann vor dem Servieren die Oberfläche dünn mit braunem Zucker bestreuen und mit einem Brenner karamellsieren. Wenn man keinen Brenner hat, kann man das wohl auch auf der obersten Einschubleiste des Backofens bei eingeschalteter Grillfunktion machen, aber das habe ich nicht ausprobiert.

IMG_9367

Dolles Zeug!

Katja