Strukturverlust

Kaum ist das Jahr mal drei Tage alt, stellt sich bei mir so eine innere Unruhe ein, ob es wirklich eine gute Lösung war, vorsatzfrei ins neue Jahr zu rutschen. Das, was mich letztes Jahr einigermaßen aktiv hat werden lassen und aktiv gehalten hat, auch wenn es mir schlecht ging und was mich dazu gebracht hat mich aufzuraffen und durchzuhalten, waren meine Projekte, meine Ziele, die ich mir zum Jahresbeginn vorgenommen und gesetzt hatte. Weil die mir aber stellenweise auch ganz schön die Luft abgeschnürt haben und wenig Zeit, Raum und Motivation für ungeplanten Kram blieb, bin ich eigentlich ganz froh, es dieses Jahr ruhiger angehen zu lassen und mir mehr Luft zu lassen.

Aber auf einmal kriecht da eine vage Angst in mir hoch, gar nichts auf die Reihe zu bekommen, wenn ich nicht alles durchplane, nichts zu haben, an dem ich mich langhangeln und festklammern und hochziehen kann.

Diese Angst ist eigentlich blödsinnig, das weiss ich. Die Jahre vorher ging es ja auch immer voran, zwar immer alles nur furchtbar langsam, aber unterm Strich in die richtige Richtung. Ganz ohne Struktur kann ich das nie, ich brauche ein gewisses Raster, um den Alltag auf die Reihe zu bekommen. Und oft hilft mir die äussere Struktur, auch innerlich wieder Ordnung zu schaffen.

Ich weiss nicht, was mir da gerade solche Angst macht an einer Stelle, wo ich eigentlich endlich mal wieder durchatmen sollte. Und doch kommt mir gerade als ich diesen Satz schreibe der Gedanke, dass es vielleicht einfach wieder mal das Misstrauen mir selber gegenüber ist. Dass ich nicht einfach darauf vertrauen kann, dass ich auch in diesem Jahr wieder aktiv werde, wenn ich das nicht vorher irgendwo für mich aufschreibe, dass ich aktiv sein muss. Und aus diesem mangelnden auf mich selber vertrauen wird die Angst. Schräg, da muss ich noch ein bisschen drauf rumdenken und auch darauf, wie das mit den Strukturen ist und wie engmaschig ich die wirklich brauche und aus welchen Gründen. Hmm.

Katja

 

 

Struktur

Etwas, was ich in den letzten Jahren über mich gelernt habe ist, dass ich eine gewisse Struktur in meinem Leben brauche. Stabilität, die mir Halt gibt, um nicht bei beginnenden schlechten Phasen oder an simplen miesen Tagen, in den (Abwärts-)Strudel der Depressionen zu geraten.

Manchmal denke ich, dass ich ganz schön unflexibel geworden bin, wenig spontan sein kann, aber einfach treiben lassen, das funktioniert nicht, damit komme ich (aktuell zumindest) nicht klar.

Nach dem Urlaub war alles noch ziemlich chaotisch. Erst funktionierte die Heizung gar nicht, weil die Pumpe im Keller kaputt war und die Wohnung war eisig kalt. Als sie dann warm wurde, hörte auch das nicht mehr auf, weil die Thermostate in der Wohnung irgendeinen Hau haben. Die letzten Tage herrschten hier kuschlige 24°C und die Heizung ließ sich nicht stoppen. Dazu kamen noch 5 Tage lang irgendwelche Probleme mit dem DSL und das Web war langsam wie zu Zeiten des 56k Modems. Und das ausgerechnet dann, wenn der Feedreader nach dem Urlaub sowieso aus allen Nähten platzt – ich glaube, ich hatte vorher die ‚als gelesen markieren‘ Funktion noch nie genutzt, aber jetzt hat’s mich teilweise so genervt…

Heute ist der erste Tag seit ich wieder zurück bin, wo (zumindest hat es bisher den Anschein) alles funktioniert, wie es soll. Und prompt habe ich heute morgen zum ersten Mal endlich wieder eine todo-Liste geschrieben, um auch den Rest endlich wieder ‚in Funktion‘ zu nehmen, Struktur in meinen Tagesablauf zu bekommen. Und das heisst auch, dass ich heute endlich wieder in den Spanischkurs gehe. (Freude drauf und Miristschlecht reichen sich da gerade die Hand, je näher das Losfahren rückt, desto mehr gewinnt Miristschlecht die Oberhand. 🙄 )

Und ausserdem bedeutet Struktur, dass ich den ersten des Monats nicht verpassen sollte, weil es da Zeit ist für einen neuen Teil des Katja übt Loslassen-Projektes – sprich Zeit den Header für’s Blog auszutauschen.
Nachdem es zuletzt ganz schön viele blaulastige Hüte gab, mal wieder ein ‚wärmerer‘, Wärme kann man ja gerade kaum genug bekommen. Also wenn’s denn nicht gerade 24°C in der Wohnung sind.

Das Foto des neuen Headers ist im Februar in der kleinen Stadt am Rheinufer entstanden. Mehr Fotos von diesem unglaublichen Sonnenuntergang hatte ich damals schon direkt gebloggt. Die gibt es hier.

Katja

zwölf am zwölften: Januar 2011

Heute aus der Abteilung: quick’n’dirty.

Um nicht direkt schon wieder meine Kaffeetasse und mein Abendessen zu knipsen (womit ich euch ja jetzt auch noch mit meinem täglichen Bild foltere), war heute Morgen der spontane Gedanke da, ’ne Viertelstunde durch die Wohnung zu robben und zu gucken, was mir an Mustern und Strukturen vor die Linse hopst.

Ich bitte um Applaus für soviel Kreativität vorm ersten Kaffee! Gerobbt (naja!) bin ich dann aber erst als ich die Tasse in der Hand hatte. Am Ende war ich überaus erstaunt, wieviel es dahingehend zu sehen gibt! Ich hatte in 20 Minuten (wer wird schon kleinlich sein?) mehr als 120 Bilder geknipst, alle aus der Hüfte geschossen, ohne auch nur einmal eine Einstellung der Kamera anzufassen (alle im Makromodus gemacht). Ufff. Da war die Auswahl zugegebenermaßen nicht so leicht und ich werde das bestimmt demnächst noch häufiger machen.

Ich hoffe also mal, das war jetzt keine zu freie Interpretation der Projektidee. Laune gemacht hat’s mir auf jeden Fall (und das schon während des ersten Kaffees!1elf um das nochmal zu wiederholen) und das ist, zumindest für mich, immer der wichtigste Aspekt an solchen Projekten.

Äh lange Rede, jetzt die Bilder:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Und weil ich’s gerade so mit Collagen habe, nochmal alle auf einen Blick:

 

Das Projekt ist die grandiose Idee von Caro, ich kenn’s über Tanya und hier gibt es eine Liste, in der sich alle Teilnehmer eintragen können. 🙂

Katja