Neulich in meiner Küche

 

 

img_20161213_104606Jaja, es ist schon ein bisschen länger her und statt neulich könnte ich fast schon damals™ sagen, aber da ich einer meiner Spanischcompañeras versprochen habe, dass ich ihr die Fotos und ein Rezept endlich mal schicke, habe ich endlich mal auf dem Händi gekramt und wenn ich sie jetzt eh schon rausgesucht habe, kann ich sie ja auch direkt noch bloggen.

Nachdem ich schon eine ganze Weile die Idee im Kopf gewälzt hatte, mal Tapas für die Leute von meinem Spanisch-Stammtisch formerly known as Spanisch-Kurs zu machen, bot sich das mit der neuen innig geliebten Riesenküche jetzt tatsächlich an. Noch dazu, weil wir wieder einiges an Lebensmitteln aus Spanien nach Hause geschleppt hatten, unter anderem einen kompletten Pata Negra und diverse Käsesorten.

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Und damit meine Gäste was zu tun hatten, während ich mit diversen Töpfen und Pfannen beschäftigt war – denn bei Tapas bietet es sich an, sie nach und nach zuzubereiten – durften sie ein bisschen Spanisch üben und die zerschnippelte Tapaskarte am Kühlschrank zusammenbasteln. (Klick macht Extragroß)

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Am Tag vorher sah meine Küche übrigens so aus. Und das war nachdem ich zwischendrin aufgeräumt hatte.

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Und jetzt: Bilder von Essen. (Falls ihr Interesse an den Rezepten – oder Teilen davon habt – piepst ruhig in den Kommentaren. Ansonsten spare ich mir das gerade mal, weil es wirklich viel Zeug war.)

Nicht ins Bild haben es geschafft: die Gambas al ajillo con romero und die Crema catalana. Die waren schneller verputzt als ich dran gedacht habe, Fotos zu machen. Und ja, lausige Händiqualität bei Schummerlicht bei den Fotos.

 

Schee war’s! Die lade ich garantiert wieder ein. 🙂

Katja

Knapp über’m Horizont

Und dann im Auto auf dem Heimweg vom Treffen mit den Ex-Spanischkurs- , jetzt Spanisch-Stammtisch-Menschen, heute gar nicht zum Spanischlernen oder auch nur -sprechen, sondern zum Essen und Quasseln auf der Terrasse des Restaurants, dessen Betreiber uns seit einigen Monaten auf freundlichstmögliche Art und Weise alle 2 Wochen dienstags, mitsamt unserer Spanischbücher und dem Getöse, das wir beim Lernen manchmal machen, beherbergen, nie auch nur komisch guckend, obwohl wir ihnen meist nur wenig Umsatz bescheren, leuchtet knapp über’m Horizont noch ein schmaler goldener Streifen, während sich von oben bleigrau die Nacht herabsenkt und genau in dem Moment, wo ich den Anblick bestaune, mich über den letzten Schimmer des Tages freue und dass ich ihn noch erwische, dudelt vom USB-Stick aus dem Autoradio „Gold gegen Blei“ los und ich drehe den Regler noch ein Stückchen in Richtung lauter – mein neues Autoradio hat nämlich einen herrlich unkomplizierten Lautstärkendrehknopf, den ich mir sehr gewünscht hatte – und gröle lauthals mit.

Das gute Leben scheint ein Leben lang her
Vielleicht liegt’s vor uns und wir sehen’s bloß nicht
Das nächste Glashaus nur ein Steinwurf entfernt
Wir können ein schöneres bauen wenn es zerbricht

Wir kauen Stunden und wir brennen von Innen
In einer Welt wo alle hungern und frieren
Wenn alles weg ist, wir von vorne beginnen
Ham wir immerhin nichts mehr zu verlieren

Jeder Tag an dem du atmest soll der erste sein
Jeder Tag auf den du wartest soll der nächste sein
Und ihr Rastlosen tauscht euer Gold gegen Blei
Und tut so als wär’ das gewollt
Und ihr stellt euch ein Glück vor
Wie ihr’s aus den Liedern kennt und werdet davon überrollt
Ich bin einer von euch
Ich bin einer von euch

Vielleicht macht’s Sinn sich noch mal neu zu verirren
Denn jede Suche führt uns näher zu uns
Das was wir finden nicht kaputt reparieren
Des einen Fehler ist des anderen Kunst

Jeder Tag an dem du atmest soll der erste sein
Jeder Tag auf den du wartest soll der nächste sein
Und ihr Rastlosen tauscht euer Gold gegen Blei
Und tut so als wär’ das gewollt
Und ihr stellt euch ein Glück vor
Wie ihr’s aus den Liedern kennt und werdet davon überrollt
Ich bin einer von euch
Ich bin einer von euch

Jeder Tag an dem du atmest soll der erste sein
Jeder Tag auf den du wartest soll der nächste sein
Und ihr Rastlosen tauscht euer Gold gegen Blei
Und tut so als wär’ das gewollt
Und ihr stellt euch ein Glück vor
Wie ihr’s aus den Liedern kennt und werdet davon überrollt

Jeder Tag an dem wir atmen soll der erste sein
Jeder Tag auf den wir warten soll der nächste sein
Ich bin einer von euch

(von Brücken – Gold gegen Blei)

 

Katja

Neulich in Absurdistan

Die Volkshochschule, bei der ich jetzt schon seit 5 Jahren Spanischkurse belege, hat sich über den Semesterwechsel ein neues Konzept ausgedacht. Vorher gab es eine Mindestteilnehmerzahl von 8 für die Kurse. Wir sind seit ein paar Semestern schon nur noch 7, was aber nicht weiter schlimm ist. In der ersten Stunde des jeweils neuen Kurses kommt eine Dame von der Volkshochschule, klärt uns darüber auf, zückt ihre Tabelle und dann verzichten wir meist auf einen, der eigentlich vorgesehenen 14 Termine und zahlen statt paarundneunzig Euro knapp über 100 und alles ist gut.

Aber jetzt hat die Volkshochschule sich ein neues, überaus beeindruckendes Konzept ausgedacht:

Hat ein Kurs 8 bis 12 Teilnehmer bleibt alles beim Alten, dann kostet der Kurs pro Nase (seit Dienstag kenne ich tatsächlich die genauen Beträge) 95,50€. Dabei ist es auch egal, ob’s denn nun 8 oder 12 sind, der Preis ist der gleiche.

Neu ist der Preis für Kurse mit 5 bis 7 Teilnehmern. Das alte Konzept des Etwas-mehr-zahlen-und-ein-Termin-weniger wurde ersetzt durch eine eigene Preiskategorie. Bei 5 bis 7 Teilnehmern soll – das hat die vhs sich spitzenmäßig ausgedacht – jetzt jeder Teilnehmer 149,40€ für die 14 Kurstermine bezahlen. In Worten: hundertneunundvierzigvierzig. Dass da irgendwer merkwürdige bunte Pillen eingeworfen haben muss, sieht man auf den ersten Blick. Simples Nachrechnen ergibt: 149,4 * 7 = 1.045,80; demgegenüber 95,5 * 8 = 764.

Spontan ergab es sich dann in der ersten Stunde des neuen Semesters, dass – wie aus dem Nichts – die Anmeldung einer weiteren Kursteilnehmerin aufgetaucht ist – unserer Nummer 8. Die Frau eines compañeros macht jetzt mit. Naja, zumindest haben wir ihm auferlegt, er möge in zukünftigen Stunden ein gerahmtes Bild seiner Angetrauten mitbringen, das wir dann vorne auf’s Pult stellen könnten.

Weil wir die Frau unbekannterweise so mögen – immerhin rettet sie uns den günstigen Preis pro Nase – haben wir beschlossen, dass wir ihr die Kursgebühren spendieren. Dafür legen wir alle zusammen. Das macht 13,64€ für jeden, insgesamt kostet der Kurs dann also jeden 109,14€. Man sieht auf den ersten Blick, dass das ganz knapp unter den Hundertneunundvierzigvierzig liegt, die die vhs bei 7 Teilnehmern veranschlagt.

Welcher Teufel die bei der vhs geritten hat, auf so ein dämliches Preismodell zu setzen, wüsste ich gerne mal. Selbst, wenn sich nur 6 Teilnehmer finden und wenn ein Kurs 2 Fakeaccounts anmeldet, ist das noch mehr als 20 Euro billiger für jeden.

Als Alternative gäbe es übrigens auch die Möglichkeit, bei 7 Teilnehmern nur 95,50€ zu zahlen und dann eben die Anzahl der Termine zu reduzieren. Auf 8 statt 14! Das ist etwas mehr als die Hälfte, da kostet uns der gleiche Inhalt also ungefähr das Doppelte. *knirsch*

Offen bleiben gerade die Fragen:

Welche Drogen haben zu einem derartigen Realitätsverlust geführt und wo kann man die kaufen?

Wird J. ein gerahmtes Foto seiner Frau mitbringen?

Wieviele zusätzliche Termine bräuchten wir, um die gesparten 40€ pro Person in der überaus günstigen Tapasbar im Nachbarort zu verprassen?

#alle_irre

Katja

I proudly present…

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Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist meine erste Tomatillo – auch und besser bekannt als Grüne Tomate – und auch wenn die Ernte in diesem Jahr vermutlich nur noch 2, 3 weitere Früchte einbringen wird, bin ich doch ganz schön stolz darauf, weil es mir gelungen ist, ganz ohne Wissen und nur mit Liebe und Ambitionen an diese Frucht zu kommen.

Und das ging so:

Anfang letzten Jahres klapperte ich eine ganze Menge Läden, die Sämereien verkaufen, ab auf der Suche nach Tomatillo-Samen. Seit ich irgendwann mal das überaus empfehlenswerte Buch „Grüne Tomaten“ gelesen hatte, in dem diese südamerikanischen Früchte – nicht zu verwechseln mit grünen, da unreifen Tomaten – in gebratenem Zustand eine Rolle spielen und an dessen Ende sich ein Rezept für die Zubereitung ebenjenen Gerichtes fand, wollte ich das mal selber probieren. Da es hierzulande aber schier unmöglich ist, Tomatillos zu kaufen – nicht mal in der Metro, die sonst recht gut sortiert ist bei eher exotischen Gewächsen gibt es sie – dachte ich, ich muss sie vermutlich selber anbauen.

Aber ich fand es ungefähr genauso schwierig, Tomatillo-Samen zu finden. Also im Internet hätte es welche gegeben. Ein halbes Dutzend Samen für ebenso viele Euro plus nochmal der gleiche Betrag an Versandkosten und alleine letzteres schreckte mich ab.

Das muss doch auch anders gehen.

Also fragte ich im letzten Frühjahr meine Spanischlehrerin, die aus Mexiko stammt, ob sie mir vom nächsten Besuch in ihrer alten Heimat, vielleicht Samen für Tomatillos mitbringen könnte. Als ich im Herbst nach unserem Spanienurlaub wieder in den Kurs kam, drückte sie mir, nicht wie erwartet eine Tüte mit Samen, sondern eine halbe Frucht in einem Gefrierbeutel in die Hand. Die hatte ihre Schwester, die auch in Deutschland lebt und kurz vorher in Mexiko war, für mich mitgebracht, nur weil ich dann erst mal nicht da war, lag sie schon einige Wochen in Ms Kühlschrank und sie musste schon die Hälfte der Frucht wegschneiden.

Ich habe gegoogelt und versucht herauszufinden, was ich damit nun anfangen könnte, aber auch nach 2 Tagen habe ich keine sinnvollen Informationen gefunden, ob und wie das jetzt weitergehen könnte. Also eben einfach ausprobieren und gucken was passiert.

Ich habe dann am nächsten Tag in Fisselarbeit die kleinen Kerne (die ähnlich wie bei einer Tomate sind) aus der Frucht rausgepult und für ein paar Tage auf Küchenpapier trocknen lassen. Im Frühjahr habe ich sie ausgesäht und unglaublich viele Pflänzchen sind daraus gewachsen. Davon habe ich, weil ich gar nicht genügend Platz habe, etliche an meine Spanischkurskollegen und auch an die Spanischlehrerin weitergegeben.

Und diese Frucht oben im Bild ist jetzt die erste Tomatillo, die aus diesen selbstgepulten Kernen aus der extra für mich aus Mexiko importierten Frucht geworden ist und ich freue mich irre, dass das überhaupt alles geklappt hat und dass aus den Samen tatsächlich Pflänzchen geworden sind und dass ich tatsächlich ein paar Früchte ernten kann. 🙂

Die Tomatillo gehört übrigens zur gleichen Familie wie die kleinen orangen Physalisfrüchte, die man im Gegensatz zu grünen Tomaten quasi überall kaufen kann. Deswegen sieht die Umhüllung auch ähnlich aus. Sie ist aber viel größer als die lütten Dinger.

Katja

Nerv getroffen

Das mit dem Nerv ist gestern in Spanisch passiert. Ich war völlig durch den ganzen Tag, weil ich nächtelang gar nicht oder nur sehr wenig geschlafen hatte und viel unterwegs war über Pfingsten. Gestern Mittag hatte ich dann auch keine Konzentration, um mich an die Hausaufgaben zu setzen und war abends also ohne erledigte Aufgabe im Kurs. Die Grundaufgabe ist immer die gleiche: um das Verfassen von Texten zu üben, schreiben wir auf und lesen dann im Kurs vor, was wir am vergangenen Wochenende gemacht haben. Damit haben wir angefangen als wir vor über einem Jahr die erste Vergangenheitsform gelernt haben und ich mag die Übung eigentlich sehr, weil es nicht nur dafür sorgt, dass wir was durchnehmen, was das doofe Buch nicht vorgibt, sondern weil man dadurch auch die Leute im Kurs sehr viel besser kennengelernt hat – immerhin erzählen wir uns seit über einem Jahr, was wir an den Wochenenden unternehmen. Jetzt hatten wir dooferweise in der letzten Woche eine neue Zeit gelernt – das Indefinido, das noch dazu die richtige Zeit für diesen Zeitraum in der Vergangenheit ist und den Text direkt in der neuen Zeit zu verfassen wäre mir gestern zu viel Herausforderung gewesen.

Und dann komme ich in den Kurs und als ich mich auf Spanisch stammelnd entschuldige, weil ich die Aufgabe nicht gemacht habe, weil ich so alle bin, sagt die Spanischlehrerin mir, ich könne das doch immer so gut, wenn ich’s aufschreibe, ich solle das jetzt einfach frei runterquasseln.

„Jetzt enttäusch mich nicht.“

Und wäre ich nicht mit meinem Matschhirn eh schon völlig überfordert gewesen, hätte sie das spätestens mit diesem Satz geschafft. Enttäusch mich nicht. Meine Wangen brannten heiss und ich stammelte mich durch 3 halbe Sätze, bei denen mir selbst die einfachsten Vokabeln nicht einfallen wollten und der Kloß in meinem Hals wurde immer größer und ich konnte kaum gegen die Tränen ankämpfen und habe dann möglichst schnell die Frage an den Banknachbarn weitergegeben.

Ich ärgere mich so wahnsinnig, dass ich an dieser Stelle nicht einfach ‚Stopp‘ sagen und die Aufgabe verweigern konnte, ich konnte ja vorher ahnen, dass das gestern nicht klappen konnte. Und irgendwie war das ganz schön demotivierend, angesichts der Tatsache, dass ich bis 10 Minuten bevor ich losmusste, mit mir gerungen habe, ob ich nicht lieber schwänzen sollte, weil ich so fertig bin. Aber dann habe ich mich aufgerafft und das sogar noch ein zweites Mal, weil ich als ich gerade losgefahren war gemerkt habe, dass ich komplett ohne Tasche und Spanischsachen ins Auto gestiegen war, was ja nochmal ein deutliches Zeichen dafür war, wie sehr ich durch den Wind war und das geht dann so aus.

Dieser Satz war wie ein Katapult in die Vergangenheit. Und ich weiss nicht, ob ich mir das hinterher nur eingebildet habe, dass sie den ganzen restlichen Abend mit mir geschmollt und mich grantig angeguckt hat, weil ich bei der Aufgabe so kläglich versagt habe (manchmal habe ich den Eindruck, dass es ganz unabhängig von meiner dahingehenden Prägung bei ihr einen ähnlichen Effekt gibt, dass sie unseren Ehrgeiz und unsere Bemühungen als Sympathiebekundungen für sich verbucht und das Ausbleiben dessen, sich dann eben für sie auch doof anfühlt). Aber ich habe hinterher auf der Heimfahrt, als ich über die Situation nochmal nachgedacht habe, gemerkt, wie tief das immer noch in mir verwurzelt ist. Wie sehr mein Selbstwert von meiner Leistung abhängig ist, weil es sich für mich immer noch so anfühlt als sei die Wertschätzung, die ich von aussen erfahre direkt an meine Leistung und mein Funktionieren gekoppelt. Und wer versagt ist nichts wert. *soifz*

Katja

 

Glück ist #27

… mit einem Bauch voller Tapas und einem Grinsen im Gesicht aus der Tapasbar, wo ich mit dem Spanischkurs, zum Kursabschluss vorm Sommer, essen war, zu kommen.

Noch schöner war, dass eine der Kursteilnehmerinnen dann beim Abschied vor der Tür fragte ‚Katja, du mailst mir doch mal, oder?‘, ich mich daraufhin traute sie zu fragen, ob wir mal ’nen Kaffee schlürfen wollen und dass in die Runde gefragt, alle mitkommen wollen, sofern sie’s einrichten können. Nach mittlerweile 5 Kursen fühlte sich das heute ganz stark nach Gruppe und wir an und ich habe das Gefühl, dazuzugehören.

Toller Abend das! Mit soviel Knoblauch in der Aioli, dass ich Halsweh davon habe. 😀 (Kennt das wer? Halsweh von zuviel Knoblauch?)

 

Katja

52 Bücher, Teil 15 und 16 im Doppelpack

Nur heute, zwei Teile monsterhaftes Buchprojekt zum Preis von einem – wenn das nicht überaus monströs ist!

Beim 15 Teil ging es darum, jenes Buch zu schnappen, das im Moment vor der eigenen Nase liegt bzw. am dichtesten dran. Und das ist bei mir sogar immer noch das gleiche, wie zu der Zeit als ich das Motto zuerst gelesen habe. Auf dem Schreibtisch direkt neben der Tastatur liegt jetzt nämlich seit über 2 Wochen mein neuer Spanisch Komplettkurs von Hueber. Und der liegt da nicht mal nur rum, sondern ich nutze ihn sogar regelmäßig. Yeah. Mir beim Spanischlernen eine feste Vorgabe zu setzen, wie lange ich mich da pro Woche drum kümmern muss/will, war eine gute Idee. So viel hab ich in den letzten 2 Jahren nie für den Kurs gemacht. 😀

Und weil das völlig unspektakulär und langweilig ist gibt es direkt noch das Buch zum 16. Thema, das da ‚Romantisches Gedöns‚ lautet.

Zugegebenermaßen interpretiere ich das ein bisschen freier, weil das Buch an sich eigentlich gar nicht romantisch ist. Es geht darin um einen Teddybären und eine Clownspuppe, die sich anfreunden und denen auf einem ungewollten Ausflug nach London allerlei passiert.

Das Buch heisst ‚Oddy-Bär und Anderswo auf Abenteuer in London‚ und stammt von James Roose-Evans.

Erschienen ist die deutsche Ausgabe schon in 1974 und so alt ist auch das Buch, das ich gerade neben mir liegen habe. In die romantische Kategorie passt es, weil es eines der romantischsten Geschenke ist, die der Mitleser mir je gemacht hat. 🙂

Er hatte jenes Buch (nicht meines) als Kind und damals war es eines seiner Lieblingsbücher und wohl auch eines der sehr frühen, die er gelesen hat. Und irgendwann vor einiger Zeit erinnerte er sich wieder an Oddy und Anderswo und suchte für mich genau jene Ausgabe mit genau jenem Schutzumschlag wie er es damals besessen hat. An den genauen Inahlt konnte er sich gar nicht mehr erinnern, nur noch daran, dass er das Buch als Kind so gerne mochte. Und weil’s ein Stück seiner Kindheit ist (von der er meist nur recht spärlich spricht), ist das Buch für mich so ein besonderes Geschenk.

Weil ausserdem natürlich mein Herz für Teddybären schlägt, kann ich nachvollziehen, weswegen er es als Kind so mochte. Es ist wirklich wunderschön und stellenweise hochdramatisch.

Der Klappentext verrät:

Oddy-Bär ist ein ganz besonderer kleiner Bär. Und Anderswo ist ein ganz besonderer Clown. Wenn ein so besonderer Bär und ein so besonderer Clown Freunde werden, dann müssen sie natürlich auch ganz besondere Abenteuer erleben. Und das tun sie. Oder hat etwa schon mal jemand einen Bär [sic!] und einen Clown an einem Regenschirm hoch über London dahintrudeln sehen? Oder weiß jemand, was alles passieren kann, wenn ein Bär in der Untergrundbahn einen Arm verliert? Und was ein Clown anstellt, wenn er sich langweilt und einen glitzernden gläsernen Kronleuchter in greifbarer Nähe entdeckt? Und daß es selbst in der vornehmen Königlichen Puppenklinik höchst abenteuerlich zugehen kann, wenn Oddy und Anderswo auftauchen?

Ha, wer’s nicht glaubt, soll es selber lesen. Oder sich vorlesen lassen.

Keine Bange übrigens. Am Ende wird alles gut und natürlich bekommt Oddy seinen Arm zurück!

 

Katja