Heute im Angebot: Meerblick im 12-er Pack

Irgendwann in der letzten Woche, habe ich mir selber immenses Meerweh gemacht, ich war so leichtsinnig, durch die Wellenfotos aus dem Spanienurlaub 2012 zu scrollen. Ich ärgere mich ein bisschen über mich selber, dass ich es in den letzten Jahren so wenig hinbekomme, Reiseerinnerungen hier sinnvoll und zeitnah festzuhalten. Eigentlich finde ich es nämlich ziemlich toll, da später drin lesen und stöbern und damit die Erinnerungen heraufbeschwören zu können. Diesem Geschludere ist es auf jeden Fall geschuldet, dass ich euch bisher fast keine meiner allerallerallerliebsten Meerfotos gezeigt habe von dem bisher allerallerallertollsten Strand an dem ich war.

Das Schlafzimmer hatte nur zur Seite hin Meerblick, aber morgens, wenn ich aufgestanden und die Treppe runtergegangen bin, war ab etwa halber Höhe der Treppe, durch die große Glasfront der Atlantik mit seinen tollen Wellen zu sehen und ich blieb jeden Morgen erst mal andächtig einen Augenblick lang stehen und starrte ins tiefe Blau des Meeres, bei jeder Welle fest davon überzeugt, dass das nun wirklich die allerallerallerschönste war, die ich je gesehen habe. Bis zur nächsten und dann von vorne.

Und wo ich eh schonmal am Wellenfotos durchgucken war, gibt es hier auch ein paar für euch. Alle vom Strand von Atlanterra, alle aus Oktober 2012, genauso wie der neue Blogheader. 🙂

Sehnsucht on. (Klick macht groß.)

 

Katja

Ich würd‘ so gerne das Meer seh’n #3 (Spanien 2012)

Heute fast den ganzen Tag (und bisher erfolglos) nach einer spanischen Behausung für ein paar Tage im Herbst gesucht und dabei so große Meeressehnsucht bekommen, dass ich unbedingt wieder mal in die Videos vom letztjährigen Strand schauen musste.

Die Fotos liegen immer noch fast unangetastet und dabei wollte ich so gerne von der Reise erzählen. Ich hoffe, ich schaffe das noch irgendwann, bevor die Erinnerung gänzlich verblasst ist…

Aber wenigstens ein bisschen Meer zum Anschmachten mag ich wieder mal mit euch teilen.

*lautsoifzend*

Katja

Ich würd‘ so gerne das Meer seh’n #2 (Spanien 2012)

Hier, endlich wieder mal ein bisschen zum Gucken aus dem Spanienurlaub im Oktober 2012. Der rechte Stein im Video ist übrigens größer als ich, nur damit man eine grobe Vorstellung der Dimension der Wellen hat.

Heute mal als Meerblick mit Widmung: Heute vor genau 3 Jahren hat eine Welle aus Meeressehnsucht nämlich Corina auf meinem Blog angespült. Ick freu mir immer noch riesig darüber. Drück dich, du Liebe!

(aufgenommen in Atlanterra, Zahara de los Atunes, Spanien am 26.10.2012)

(Und bevor hier irgendein Missverständnis über meine Gedächtnisleistung aufkommt  :mrgreen: – sie wurde nicht nur hier angespült, sie ist auch diejenige mit dem Supergedächtnis (oder Superkalender :D), die den Tag noch im Sinn hat!)

Katja

Neuer Monat, neuer Header

Dieses Mal ganz kurz und knapp:

Ich brauche dringend einen Header, der meiner Meeressehnsucht wieder mal gerecht wird. Und da ich letztens eh schon, wenigstens die Meerfotos des ersten Abends am Strand von Zahara de los Atunes durchgeguckt und sortiert hatte, stammt der Märzhut auch von jenem Abend im Oktober 2012.

Katja

(Und ganz ganz ganz hoffentlich kann ich beim nächsten Hutwechsel dann sagen, dass diese doofen Angstwochen jetzt erst mal wieder vorbei sind!)

 

Ich würd‘ so gerne das Meer seh’n #1 (Spanien 2012)

Ich weiss gar nicht, ob ich schon erzählt hatte, dass ich (neben Massen an Fotos insgesamt) mit unfassbaren Mengen an Meerbildern aus dem Spanienurlaub im letzten Oktober nach Hause gekommen bin. Keine Chance zu lesen oder sonst etwas zu machen, ich musste stundenlang Wellen beobachten und hätte am liebsten jede einzelne Welle im Bild festgehalten, weil ich bei fast jeder sicher war, dass sie die schönste war, die ich je gesehen habe.

Und weil ich immer noch nicht dazu gekommen bin, hier ein paar Erinnerungen an den Urlaub in Worten festzuhalten, mag ich aber wenigstens mal anfangen, ein paar der Meerfotos zu zeigen – für alle die diesem wunderbaren Nass ebensowenig widerstehen können wie ich. Mich hat nämlich gerade die Sehnsucht im Griff und ich muss eh ein bisschen durch die Fotos blättern.

Hier also ein Dutzend Meerblicke vom ersten Abend am Strand direkt vor der Ferienwohnung. Man stelle sich dazu eine überaus juchzende Katja vor, die sich in den unberechenbaren Wellen zum ersten Mal für diesen Urlaub die Klamotten ungeplant und fast komplett durchgeweicht hat.

(Klick macht groß)

(allesamt vom 19.10.2012 in Atlanterra, Zahara de los Atunes)

Katja

ge-urlaubt

gefahren: 6.760 km – durch wahnsinnig viele Serpentinen

geschlafen: in 5 verschiedenen Betten, eines in einem Ferienhaus und vier davon in Hotels und eines davon in einem Kloster – in Campdevanol, Totana, Atlanterra (Zahara de los Atunes), Las Mestas und Gradignan – vier davon in Spanien, eines in Frankreich

gelesen: insgesamt für Urlaub superwenig (echt wahr, ich konnte meinen Blick nicht von den Wellen reissen, Bücher hab ich ja auch zu Hause) und viel viel weniger als ich Bücher mitgeschleppt hatte, Biss zum Abendrot, In Plüschgewittern, Die Märchen von Beedle dem Barden, Lauf, Jane, lauf!, Erledigungen vor der Feier, Hummeldumm (angefangen), viel im Andalusienreiseführer, im Kunst und Architekturführer Andalusien und bei Wikipedia und auf diversen Tourismuswebseiten über Ausflugsziele, bisschen Blogs und Twitter

gegessenschlemmt: Fisch, fast ausschließlich und vermutlich fast mehr davon als im ganzen letzten Jahr (kann ich das mit diesem gesunden Kram aus Fisch nicht irgendwie schutzimpfungsmäßig immer im Urlaub hinter mich bringen, wenn ich am Meer bin?), fast alles davon frischer Thunfisch (alles andere wäre in dieser Thunfischgegend quasi Sünde gewesen) – selbstgepulte Garnelen mit Knoblauch, Rosmarin und selbstgemachtem Knoblauchbrot – Buñuelos – Queso y Jamón – unglaublich gute Fertigpizza aus dem Kühlregal (genau DIE will ich in Deutschland!) – zum ersten Mal Ochsenschwanz (den Mutigen gehört die Welt! aber was für ein Gepröckel mit den Knochen) – zum ersten Mal Jakobsmupfel und direkt verliebt (ein bisschen zäh und trotzdem unglaublich zart, und salzig nach Meer schmeckend ohne nach Fisch zu schmecken) – wenn nicht im Ferienhaus, dann in 3 sehr guten Hotelrestaurants, 2 sehr guten und einem herausragenden Restaurant (und dabei nur ein einziges Mal das Gefühl gehabt, kein wirklich sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis erwischt zu haben)

getrunken: Kaffee, Vino Tinto (und auch hier: mehr als im ganzen letzten Jahr überhaupt), Agua sin gas, Limettenlimo, diverse spanische lustige Mixsäfte (von denen Pfirsich-Ananas-Traube mein Favorit war. Lecker, ohne Scheiss!), Wodka-Karamell, und überhaupt viel Schnaps, jeweils lokale Spezialitäten als Digestif auf’s Haus und einmal mit einem so nachschenkfreudigen Kellner, dass ich kaum noch gerade aus dem Laden rauskam, weil ich klammheimlich um nicht unfreundlich zu sein, auch noch je das Glas des Mitreisenden geleert habe, der noch fahren musste

gebadet: im Atlantik, freiwillig und unfreiwillig, die Wellen waren so hoch und unberechenbar, dass der Vorsatz nur bis zu den Knien reinzugehen, diverse Male durch überraschende Wellen die Klamotten doch bis zur Hüfte durchgeweicht hat – im Pool mit Meerblick

gesehen: Schnee auf 2.500 m Höhe, Wellen, 3 Länder, 2 Meere, Afrika, Andorra, Sevilla, Cadiz, Jerez de la Frontera, Salamanca, La Rochelle, den Drehort einer Szene aus einem Bondfilm und den Drehort einer Szene aus einem Star Wars Film, eine Menge Surfer, atemberaubende Sonnenuntergänge über’m Atlantik, viel viel Meer und Berge

geknipst: alles! wie immer 😀

gehört: viel Wellenrauschen, wenig Musik

geredet: so viel Spanisch wie möglich und ich war immer froh, wenn die höflichen Spanier nicht direkt auf Englisch umschwenkten sondern Spanisch mit mir redeten. Insgesamt habe ich zum ersten Mal seit ich die Sprache lerne wirklich gemerkt, dass sie mir langsam vertrauter wird, zB ist mir aufgefallen, dass ich viele Aufschriften und Schilder verstehe ohne darüber nachzudenken oder im Kopf zu übersetzen

gedacht (und manchmal leise vor mich hingebrüllt): das hier MUSS das Paradies sein! – ich will hier nicht weg – oh Gott, ist das schön hier! – das sind die coolsten Wellen der Welt!

gehachzt und gefreut: über Wellen und noch mehr Wellen – über die Vögel, von denen fast immer ein paar auf dem Rand des Pools saßen um dort zu trinken – über Sonnenuntergänge – über Freundlichkeit – über Menschen, die das, was sie tun, mit Leidenschaft tun – über guten Wein – über das Kaminfeuer, das der Mitreisende eines Abends entflammte (es war zwar eigentlich viel zu warm dafür, aber wie romantisch! :D) – über ein wunderschönes Gemälde in einer Kirche – über Sternchendecken in maurischen Bädern – über das sehr coole Ferienhaus

geärgert: fast gar nicht, echt wahr – ein bisschen gestöhnt über furchtbar schmerzende Füße in Sevilla und ein bisschen genervt gewesen darüber, dass wir die Führung samt Verkostung durch die Sherry Bodega wegen 10 Min, die wir zu sehr in der Kathedrale rumgetrödelt hatten, ausfallen lassen mussten – über eine Menge Mückenstiche

geschafft: den Urlaub ohne größere Verletzungen zu überstehen (was mir normalerweise nie gelingt), mir eine spanische Prepaid-SIM für’s Internet zu kaufen, womit dann hoffentlich auch die zukünftigen Urlaube gesichert sind und das komplett auf Spanisch inclusive ‚ich erfrag mir alle wichtigen Infos‘! – meine Angst vor der Höhe und vor engen Turmtreppen soweit in den Griff zu bekommen, dass ich mir Cadiz von oben anschauen konnte

gelacht: insgesamt viel mehr als üblich – über ein auf dem Parkplatz komplett rotgestaubtes Auto nach der zweiten Nacht auf der Hinfahrt – über den kleinen in der Sonne dösenden Hund auf dem Parkplatz des Mirador del Estrecho – über mich selber – über den Mitreisenden – über joggende Ampelmännchen – über den Nachbarn aus der anderen Haushälfte, der mich fast jeden Morgen, wenn ich runterkam um mir ’nen Kaffee zu kochen, erschreckt hat, weil er laut platschend in den Pool vor meinem Fenster sprang

geshoppt zu Importzwecken: eine spanische Kinderausgabe des Don Quijote (wenn ich jetzt schon das dritte Jahr in Folge vergeblich versucht habe, den ersten Harry Potter auf Spanisch zu bekommen, dann eben dieses Mal wenigstens den Quijote) – Queso de oveja viejo und ein bisschen Manchego – Jamón Iberico – Dulce de leche – geräucherten, gesalzenen Thunfisch – getrockneten marinierten Thunfisch – Wodka-Karamell – Sherry – einen Jahresvorrat Olivenöl und dieses Mal nur wenig vino tinto

gefühlt: glücklich, oft und sehr

Irgendwann vorm nächsten Spanienurlaub dann sicher auch wieder die ausführliche Version.

Katja

Back to life

Merkwürdig, wie fremd die eigene Wohnung erst mal riecht, wenn man ein paar Wochen nicht zu Hause war und dann zum ersten Mal wieder reinkommt. Und ich weiss nicht, ob es so ist, dass das Fehlen des eigenen Geruchs die Fremdartigkeit ausmacht oder ob da ein zusätzlicher Geruch in den Räumen liegt, der normalerweise nicht hingehört. Ich muss auf jeden Fall erst Mal für eine ganze Weile alle Fenster weit aufreissen und gründlich lüften, damit die Wohnung und ich dann wieder was Gemeinsames anfangen können, damit wir wieder unseren Zuhausegeruch entwickeln können.

Da bin ich also wieder!

Gestern Abend kurz vor halb 12 angekommen, die erste Nacht im eigenen Bett fast komplett durchwacht, weil ich über diesen toten angestrengten Punkt der Rückreise lange drüber war und nur das Aufgekratzte übrig blieb und trotzdem bin ich heute nicht völlig tot und fertig, sondern habe schon so gut wie alles ausgepackt und wieder verräumt und im Keller läuft gerade die Waschmaschine zum vierten Mal für heute.

Im Dekollete schält sich noch die Haut vom Sonnenbrand und ich sitze hier mit warmen Socken und einer heissen Tasse Tee und kann gar nicht greifen, ob sich das jetzt wie zu Hause oder einfach alles nur sehr unwirklich anfühlt.

Ich bin wieder hier. Aber ich muss nur die Augen schließen und da ist noch das Rauschen der Atlantikwellen im Ohr und der salzige Geschmack auf den Lippen und wäre ich nicht ohnehin schon ein großer Fan dieses wunderbaren Ozeans gewesen, dann hätte er mein Herz spätestens in den letzten beiden Wochen im Sturm erobert.

Wind und Wellen – die beiden waren mir schon immer lieber als die spiegelglatte Wasseroberfläche und für beides war ich zur genau richtigen Zeit am genau richtigen Ort. Ich hab mich am Meer überhachzt, ich konnte nicht aufhören, in die Wellen zu schauen und die Wellen zu fotografieren und irgendwann stand ich heulend vor Glück am Wasser, weil das Meer mich in diesen Tagen völlig überwältigt hat. Nie fühlte sich der Begriff Naturgewalt greifbarer für mich an als bei dem wahnsinnigen Wellenschauspiel, das sich an den meisten Tagen direkt vor unserer Nase bot.

Ich bin wieder da, aber so ein kleiner Teil von mir bleibt jedes Mal in Spanien und stattdessen bringe ich ein passendes Stück Sehnsucht mit nach Hause.

Toll war’s. Sehr. Sehr!

Katja