…macht kluch

Den ganzen Tag über das Gefühl, unter einer Dunstglocke zu sitzen. Die Gedanken breiig, verwaschen, die Gefühle ebenso. Zu viel Anspannung gestern und überhaupt gerade die ganze Zeit und sobald die mal einen Moment lang die Zügel locker lässt, ist da nur noch porentiefe Erschöpfung von Körper und Geist. Entsprechend ist der Wunsch, mich gerade in ein kuschliges Kissenfort zu verziehen groß und doch mache ich genau das Gegenteil: ich bin auf dem Sprung und gehe gleich noch aus. Aktivität gegen Nebel, Lebendigkeit gegen Taubheit, Gesellschaft gegen Isolationsdrang. Schlimmer werden kann’s ja gerade eigentlich kaum, aber vielleicht ja besser.

Versuch und so. Und wenn der nach hinten losgeht, dann hab ich’s aber immerhin versucht. Anders machen. Muster aufweichen. Neue Pfade suchen.

Auf los geht’s los, würde ich jetzt normalerweise eventuell sagen, bin aber Twitterin, also:

So!

Katja

Bitte nicht werfen!

Manchmal braucht es nicht viel, nur ein paar wenige Worte, einen Satz und dann merkst du, wie zerbrechlich all diese neuen Teile von dir noch sind, alles was irgendwie ein Selbst im Namen trägt und auf Sicherheit oder Vertrauen endet und ausnahmsweise mal nicht auf Hass, und dass sie zwar mittlerweile manchmal und manchmal gar nicht mehr so selten, Teile von dir sind, aber noch lange keine _Bestand_teile, die auch heftigerem Wind oder Kratzern standhalten und im Bestand bleiben. Stattdessen verflüchtigen sich die Sicherheit und das Vertrauen immer noch bei der kleinsten Erschütterung wie ein frischer leichter Sommerduft, dessen Kopfnote direkt verfliegt und zurück bleibt für eine Weile nur ein Hauch, eine Idee, ein vager Schimmer. Und Tränen.

Katja

Memo für mich.

Morgen kommt Ralph zu Besuch.

Den Satz kann ich gerade mit entspannter Lässigkeit sagen bzw. tippen und deswegen muss ich das dringend mal hier festhalten. Also nicht die Tatsache, dass Ralph mich (schon zum wiederholten Male) besucht, sondern dass ich dabei mittlerweile so ruhig bleibe, ist das, was ich dringend aufschreiben muss.

Es ist noch kein Jahr her, dass wir uns zum ersten Mal begegnet sind und vorher hat Ralph sicher schon ein Jahr lang versucht, mich zu einem gemeinsamen Kaffee zu überreden und ich war so ein unheimlicher Hasenfuß und wollte so gerne (wie so vieles andere auch) und habe mich doch nicht getraut. Immer die Angst, Menschen könnten mich „in echt“ nicht mögen. Immer die Angst, nicht zu genügen.

Wenn man sich selber verändert, ist einem das oft gar nicht bewusst, wie krass manche Änderungen sind (eine dahingehende Erkenntnis hatte ich heute auch noch in einem ganz anderen Bereich) und man muss erst mal einen Schritt zurücktreten, um nicht zu dicht dran zu sein, um es wirklich zu bemerken.
Der beste Freund ist für mich oft ein Indikator, der mich den Schritt zurücktreten lässt. Häufig kommt es vor, dass ich ihm etwas erzähle und er fängt schallend an zu lachen, weil ihm direkt auffällt, wieviel mutiger ich in den, jetzt schon über 9 Jahren, geworden bin, die wir befreundet sind. Wenn mich dann sein Lachen irritiert, erzählt er mir, wie jene Katja von vor einigen Jahren war – speziell was solche Sozialkontakte und den Mut, den sie mir abverlangen, angeht. Und es ist echt erstaunlich, dass ich manchmal seine Erinnerung und seine Hinweise brauche, um das selber überhaupt wahrzunehmen. Man merkt es manchmal wirklich gar nicht, wie sehr man sich verändert. Das geht ja auch selten von heute auf morgen in dieser ganzen Krassheit.

Dieses Mal brauchte ich sein Lachen gar nicht. Ich muss mich nur in der Wohnung umschauen, die gerade alles andere als tippitoppi besuchsfein ist, sondern eben ganz normal aussieht, wie wir hier so wohnen und ich muss daran denken, in welche panische Hektik ich noch vor einiger Zeit am Vorabend geraten wäre, wenn ich am nächsten Tag Besuch erwarte, weil dieses Aufräumen und Saubermachen bei mir so viel Angst und Nervosität kompensiert hat. Weil ich dachte, wenn hier nur alles ordentlich ist, kann es vielleicht darüber hinwegtäuschen, wie doof und wenig liebenswert ich „in echt“ bin. Und jetzt? *zuckt die Schultern* Jetzt sitze ich lieber hier und denke darüber nach, wie viel leichter es mir mittlerweile schon oft fällt, Menschen zu begegnen und wie lässig ich mich darauf freuen kann. Ganz ohne Panik.

Katja

Verzögerte Erkenntnis

Am Donnerstag war hier ein Techniker von der Telekom, weil wir seit einer Weile Probleme mit der DSL-Leitung haben. Der war freundlich und hilfsbereit und kommunikativ und nachdem er das Problem zwar identifizieren, aber nicht komplett lösen konnte, saßen wir zusammen am Tisch, tranken einen Kaffee und quatschten noch ein bisschen. Alles ganz cool & froody.

Cut.

Es dauerte bis heute Morgen bis mir langsam dämmerte, was da überhaupt passiert war.

Ein wildfremder Mann klingelte unvermittelt hier an der Tür, obwohl ich damit gerechnet hatte, dass er sich vorher nochmal ankündigen würde und musste in die Wohnung – meinen geschützten Raum, bei dem es immer mindestens ein bisschen komisch ist, wenn ich Menschen (zum ersten Mal) reinlasse – obwohl mein vorheriger Kenntnisstand war, dass er, falls er überhaupt ins Haus müsse, nur in den Heizungskeller zum Hausanschluss, keinesfalls aber in die Wohnung müsse. Das alles kam für mich also _eigentlich_ eher überrumpelnd daher und hätte mich vermutlich _normalerweise_ erst mal in eine Art Schockstarre versetzt. Stattdessen plauderte ich die ganze Zeit mit dem fremden, in der Wohnzimmerecke knieenden Mann, während ich um ihn rumwuselte und die Spülmaschine ausräumte und dann ganz locker und ohne nachzudenken fragte, ob er auch einen Kaffee möchte, weil ich gerade im Begriff war, mir einen zu machen.

Und das alles fühlte sich noch dazu so dermaßen normal an, dass es fast 2 Tage braucht, bis bei mir die Erkenntnis einsetzt, wie _ungewöhnlich_ ich mich in der Lage tatsächlich gefühlt und verhalten habe.

Oh wow. Yay! Much Normalität. \o/

Katja

Too much information

Ich bin Katja. Ich habe Depressionen und eine Angststörung. Eines meiner Probleme, welches letztere mit sich bringt ist, dass es eine riesige Hürde für mich bedeutet, Menschen in meine/unsere/die Wohnung zu lassen. Das betrifft sowohl Fremde als auch die meisten Menschen, die ich schon eine Weile kenne. Ganz spontan fallen mir nur sehr wenige Ausnahmen ein, bei denen mir das leicht (oder wenigstens nicht allzu schwer) fällt. Und auch wenn ich mir häufigere Besuche meiner Familie wünsche, fällt es mir selbst bei so nahestehenden Menschen nicht leicht.

Meistens lässt sich das ganz gut umgehen. Ich benutze nie den Türöffner sondern gehe immer, wenn es klingelt über den Flur zur Haustür und öffne dort. Da lassen sich diverse Post- und Paketboten, Stromzählerableser, Zeugen Jehovas ganz gut direkt ‚abfertigen‘ und ich muss mich nicht weiter damit auseinandersetzen. Der Heizungsableser ist komplizierter, aber das ist seit 8 Jahren der gleiche, irgendwie geht das dieses eine Mal pro Jahr und der Mitdings versucht,  einzurichten zum angekündigten Termin anwesend zu sein. Das ist zum Glück immer irgendwann am frühen Abend, wo das nicht so kompliziert ist.

Bei Menschen, mit denen ich mich verabrede / die ich hierher einlade, habe ich immer ein bisschen Zeit, um mich darauf einzustellen, jemanden rein zu lassen. Es wird einfacher, wenn ich vorher Zeit habe, mich damit zu beschäftigen. Bei den meisten Menschen wird es auch leichter, wenn sie erst mal ein paar Mal hier gewesen sind.

Bei manchen Menschen kann ich das (irgendwann) einigermaßen offen kommunizieren, wenn ich länger mit ihnen zu tun habe. Als hier vor ein paar Jahren in beide Wohnungen neue Nachbarn eingezogen sind, mit denen ich mich auch ausführlicher unterhalte als nur im Treppenhaus zu grüßen, war es mir total unangenehm, dass ich immer an der Wohnungstür stehen geblieben bin und niemanden hereingebeten habe. Umgekehrt wäre es mir so auch am liebsten gewesen, aber das hat die Nachbarin mir schon direkt beim ersten Mal als ich hochging, um etwas zu besprechen, abgewöhnt. Als ich vor ihrer Tür bleiben wollte hat sie mich lautstark reinbeordert, damit die Katze nicht abhaut.
Danach war es mir noch unangenehmer, sie hier im Gegenzug vor der Tür stehen zu lassen. Zudem sie ungefähr 20 Mal häufiger vor meiner Tür steht als ich vor ihrer. Irgendwann habe ich mir ein Herz gefasst und ihr erzählt, weswegen ich sie nie hereinbitte und dass mir das wirklich mächtig schwer fällt. Ich weiss selber nicht genau, wieso es einfacher für mich ist, das zu erzählen, aber es lässt den für mich so wichtigen Schutzraum der Wohnung geschützt. Ich erzähle es und kann dann quasi direkt wieder dort in Deckung gehen und brauche für die Zukunft nicht mehr dauernd zu befürchten, jemand würde in diesen Raum ‚eindringen‘ wollen, der nicht hingehört. Sie hat darauf äusserst verständnisvoll reagiert und seitdem stand sie nach dem Klingeln auch nie mehr direkt mit der Nase vor der Tür (was mich immer erschreckt hat), sondern einen Meter oder weiter von der Tür entfernt im Flur, klar signalisierend, dass sie nicht erwartet, dass ich sie reinlasse. Dass sie diese Macke so respektiert und das damit zeigt, rechne ich ihr hoch an.

Dann gibt es aber noch die Situationen, bei denen ich nicht recht weiss, wie ich mich verhalten soll. In einer solchen stecke ich gerade und auch wenn es eigentlich kein drängendes Problem ist und ich eine tatsächliche Entscheidung, wie ich vorgehen möchte, aufschieben kann, spukt es mir doch permanent im Kopf herum.

Ich habe hier einen kaputten Behälter des teuren Kunststoffschüsselherstellers, der seine Produkte nur auf speziellen Veranstaltungen verkauft und 30 Jahre Garantie darauf gibt. Dieser spezielle Fehler tritt bei der Behälterart häufiger auf und das wurde bisher auch anstandslos ausgetauscht. Ich mag das Teil und die Sachen sind teuer genug, dass ich es auch dieses Mal gerne umtauschen würde. Ich suchte mir also auf deren Webseite eine ortsansässige Mitarbeiterin und wollte nachfragen, ob diese Dosen bei jenem Fehler immer noch anstandslos getauscht werden und ob sie das für mich durchführen könnte. Die erste Hürde war, dass ich entweder hätte anrufen können (was ich ja auch nicht gut kann) oder per Kontaktformular Kontakt aufnehmen. Bitte, wer hat denn heutzutage noch Kontaktformulare, bei denen zwar Adresse und Telefonnummer Pflichtangaben sind, ohne die man das Formular nicht absenden kann, aber die eMail-Adresse ist optional? Mich lässt das nichts Gutes ahnen, über die Art und Weise, wie die Antwort erfolgen wird und ich war froh, doch noch die (Firmen-)eMail-Adresse der Dame ausfindig zu machen. Zudem ich von früher weiss, dass die Mitarbeiterinnen gerne mal einfach vor der Tür auftauchen statt anzurufen, falls man versucht hat, Kontakt aufzunehmen. Weil es im persönlichen Gespräch schwerer fällt, sich nicht zu einem Verkaufsabend auf dem heimischen Sofa überreden zu lassen.

Ich mailte ihr also, gab keine meiner Kontaktdaten (bis auf die Absendermailadresse) preis, fragte wegen des Umtauschs und bekam als Antwort:

Das mit den Umtausch ist heute noch so. Gerne hole ich es mir bei Ihnen ab und besorge Ihnen das neue. Von wo kommen Sie denn? Wann würde es Ihnen am besten passen?

Seitdem ringe ich mit mir.

Wenn ich einfach frage, ob ich nicht auch bei ihr vorbeikommen kann, ohne meinen Wunsch näher zu begründen, fühlt sich das irgendwie sehr schräg an und ich fühle mich unhöflich, so auf ihr freundliches Angebot zu reagieren. Ich habe immer das Gefühl, ich muss solche Dinge erklären, eine Begründung liefern. Anders fühlt es sich an, als würde ich jemanden vor den Kopf stoßen, der freundlich zu mir war. *soifz*

Ihr einfach meine Adresse geben und mich darauf einlassen, möchte ich aber auch nur äusserst ungerne. Da sträubt sich so viel in mir.

Es sträubt sich aber auch alles in mir, mir eine Ausrede auszudenken und ihr diese zu präsentieren. Ich kann das einfach nicht. Ich bin viel zu offen und ehrlich, als dass es mir leicht fiele, Menschen bewusst anzulügen.

Aber ich käme mir auch schräg dabei vor, wenn ich ihr schreiben würde, dass ich lieber bei ihr vorbeikäme, weil ich Schwierigkeiten damit habe, fremde Menschen in meine Wohnung zu lassen…

Natürlich will ich mich nicht mehr wegen der Depressionen und allem was damit zusammehängt verstecken und dieses Tabu aufbohren, wo immer ich die Gelegenheit dazu habe. Aber es kommt mir wie eine Überinformation vor, das in diesem Rahmen zu erzählen. Ich hatte mit dieser Frau bisher Kontakt über eine Mail und ihre Antwort darauf. Ihr jetzt ungefragt und -gebeten so persönliche Details zu erzählen, wo es doch nur um eine Kunststoffdose geht, kommt mir schräg vor.

Mir ist bewusst, dass das eine total banale Sache ist, bei der es sich überhaupt nicht lohnt, viel Energie zu verschwenden. Im Endeffekt könnte ich es auch einfach sein lassen, es geht nur um diese doofe Dose. Und trotzdem kreiselt das seit gestern in meinem Kopf rum und ich schaffe es nicht, es aus meinen Gedanken zu verbannen.

Daher hier der erste ‚Kloß‘, denn da – also im Kopf – geht ja gerade nochmehr drunter und drüber. Mal sehen, ob das Aufschreiben ein bisschen Ruhe im Kopf und ein bisschen mehr Klarheit bringt. Vielleicht kann ich damit wenigstens dieses Thema erst mal beiseite legen.

Katja

 

 

(Neuer) Versuch macht kluch

Ich hab’s mal wieder getan. Habe mich bei einem (brandneuen) Portal angemeldet, um vielleicht/hoffentlich/möglicherweise doch irgendwann/irgendwie eine Freundin hier in der Gegend zu finden.

Ich weiss nicht, wieso mich das jedes Mal so viel Mut kostet und wieso ich mir so schwer damit tue. Im Grunde habe ich überhaupt gar nichts zu verlieren und kann nur gewinnen. Aber dann muss ich an die letzte Erfahrung denken, die ich dahingehend gemacht habe und wie sehr verletzt ich war als jene Frau, der ich meine Freundschaft geschenkt hatte, mir ein Ultimatum stellt und mir urplötzlich zu verstehen gibt, dass ich so wie ich bin, für sie nicht ok bin. Das nagt immer noch an mir. Vor einer Weile sah ich auf einem Parkplatz eine Frau mit einer Frisur, die ihrer glich aus einem Wagen steigen, der ihrem glich und ich war schlagartig wie gelähmt und wusste nicht, wie ich mich verhalten soll. Hingehen oder in Deckung gehen? Letztendlich war sie es nicht und ich war irgendwie heilfroh darüber. Dann habe ich aber hinterher doch überlegt, ob ich ihr mal eine Mail schreiben sollte, sie mal fragen wie es ihr geht. Aber das wäre ja murks, dieser Zug ist ja doch längst schon abgefahren.

Aber was ist das nur, was mir solche Angst macht und weswegen ich mir so schwer tue, überhaupt wieder aktiv nach jemandem in der Gegend zu suchen? Ich ertappe mich selber dabei, wieder einmal generalisierend negativ zu denken, mir jede Menge „aber was wenn?“-Fragen zu stellen. Aber was wenn es hier einfach keine gibt, die auf der gleichen Wellenlänge tickt? Aber was wenn ich mich wieder jemandem öffne und laufe damit vor die Wand? Aber was wenn sich von vornerein überhaupt niemand meldet? Aber was wenn ich einfach keine Freundin verdient habe…

Und dann kommt die neue Katja, quasi die 3.0, die mit dem Vorsatz, endlich anzufangen, sich selber zu mögen, endlich mutiger zu sein und sich nicht dauernd im Weg rumzustehen und boxt die mit den ganzen Bedenken in die Seite und während jene noch strauchelt hat sie ratzfatz das Profil und die Suchanfrage ausgefüllt.

Drückt ihr mir ein bisschen die Daumen? Ich liebe das Internet und den Austausch in Kommentarspalten oder bei Twitter, aber wenigstens ab und zu würde ich so unheimlich gerne mal jemandem an einem Tisch gegenübersitzen, eine Kaffeetasse in der Hand halten und reden, ohne dafür tippen zu müssen.

Katja

 

Ufffufff

Leichtsinnigerweise habe ich mich vor ein paar Wochen mit einer Frau aus meinem Spanischkurs für heute Abend zu einem Poetry-Slam verabredet. Ich kenne etliche Videos von Slammern, hab zumindest von Mischa Anouk (der früher Mischa Sarim-Verrolet hieß) viele Texte online und eines seiner Bücher gelesen und wollte das eigentlich schon lange mal machen – mir irgendeinen Slam live ansehen, weil das natürlich etwas ganz anderes ist als Texte, die ja einem bestimmten Rhythmus folgen, selber zu lesen. (Also das stelle ich mir zumindest so vor. Ich weiss es ja eigentlich gar nicht…)

Was ich völlig verdrängt hatte ist, dass das eine ziemlich große Veranstaltung mit vielen Menschen wird  und das ist etwas, worin ich ja gar keine Übung habe. In den letzten 12 Jahren war ich auf genau 4 Veranstaltungen, wo annähernd so viele Menschen waren, davon eines ein Rummel hier im Ort, wo ich jederzeit hätte verschwinden können, eines ein Weihnachtsmarkt.

Seit Tagen geht’s mir immer schlechter bei dem Gedanken an die vielen Menschen auf einmal und ich merke, wie die Angst mir den Rücken hochkriecht und sich im Nacken breit macht. Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden und meine Vorfreude ist fast völlig der Nervosität zum Opfer gefallen. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Ich gehe da hin und wenn’s ganz schlimm wird, kann ich sicher einfach früher wieder weg.

Ein paar gedrückte Daumen nähme ich trotzdem. Denkt ihr bitte mal an mich heute Abend?

Zitternd,
Katja