Ich hatte versprochen, meinen Rezeptbeiträgen aussagekräftigere Titel zu geben, deswegen heißt dieser hier jetzt: Roasted Garlic Barbeque Sauce

So! Wird Zeit, dass ich mal anfange, die Rezepte zu verbloggen, von denen ich in der letzten Zeit irgendwem versprochen hatte, sie aufzuschreiben.

Heute:

Roasted Garlic Barbeque Sauce

So eine gab es bis vor einiger Zeit als Fertigsauce von HP (die wohl zu Heinz gehören), aber seit ein paar Monaten bekommt man die nirgends mehr zu kaufen. Klar, war ja auch meine Lieblingsbarbequesauce, da war es nur eine Frage der Zeit bis sie aus dem Sortiment verschwindet. (Ich bin ja nicht umsonst Produktvergrämerin. *klick*)

Aber selbst ist die Frau und wenn’s die eben nicht mehr so gibt, dann versuche ich, sie selber nachzumachen. Nämlich!

Ich habe sie bisher zwei Mal selber gemacht. Die erste ist enorm scharf geworden, weswegen ich für die zweite die Mengenverhältnisse ein bisschen abgewandelt habe. Die ist mir allerdings jetzt ein bisschen zu mild, sodass ich immer beide mische und beim nächsten Mal werde ich mal irgendwas mitten drin versuchen. Ich notiere die Angaben für die scharfe Version normal und setze die Mengen für die milde Version in Klammern. Die Zubereitung ist ansonsten identisch.

Man braucht dafür:

6 Knollen Knoblauch (4 Knollen)
2 Zwiebeln
2 Dosen Tomaten (3 Dosen)
4 EL brauner Zucker (6 EL)
400 ml Coke – ich nahm Zero
100 ml Whisk(e)y – ich nehme zum Kochen/Backen immer den Non Age Statement von Bushmills, für die Barbequesauce wäre allerdings auch ein rauchiger sehr gut gegangen. Das scheitert bei mir nur daran, dass ich nur einen Islay habe.
4 EL Worcestershiresauce
2 EL scharfes geräuchertes Paprikapulver
2 TL Thymian oder 2 Zweige frischer Thymian
1 TL Chipotle Jalapeno Chili mit 20.000 Scoville (weglassen oder entsprechend eins mit weniger Scoville verwenden)
Geräuchertes oder normales Salz
Pfeffer
etwas Öl
evtl. ein paar Tropfen Liquid Smoke

Und so geht’s:

Die Knoblauchknollen ungeschält längs halbieren (siehe Bild), mit der Schnittfläche nach oben in eine kleine Auflaufform (oder auf Alufolie) legen, dünn mit Öl einpinseln und dann entweder für 45 min auf dem Grill bei 180°C räuchern oder für 45 min bei 180°C im Backofen rösten. Solltet ihr keine Möglichkeit zum Räuchern haben, ist es gut, wenn ihr auf andere Weise ein bisschen Rauchgeschmack in die Sauce bekommt, um den typischen BBQ-Saucen-Geschmack zu erhalten – also zB rauchiger Whisky, Liquid Smoke, geräuchertes Salz und geräuchertes Paprikapulver.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und klein schnippeln und die restlichen Zutaten bereitstellen und abmessen. Den Knoblauch etwas abkühlen lassen und aus der Schale rausdrücken – das geht total easy, wenn er gegart ist. Die Zwiebel in etwas Öl leicht glasig werden lassen, dann den Knoblauch und die Tomaten dazugeben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Die ganzen restlichen Zutaten hinzugeben und so lange bei mittlerer Hitze im offenen Topf köcheln lassen bis die gewünschte Saucenkonsistenz erreicht ist.

Heiß in sterilisierte Gläser abfüllen (Wie man das im Backofen machen kann, hatte ich hier mal beschrieben: *klick*), fest zuschrauben und für 5 min auf den Deckel stellen, dann rumdrehen.

Die Menge reicht für etwa 4 Gläser à 400 ml. (Klick macht big)

 

Falls ihr das Rezept ausprobiert, sagt doch bitte mal Bescheid, wie’s geklappt hat. Viel Spaß beim Rumprobieren. 🙂

Katja

Against desert desserts, Teil 4

In der Reihe schnell zuzubereitender Nachspeisen heute:

Røde Grøde, die man eigentlich des Klangs wegen med Fløde machen müsste – sagt das mal schnell dreimal hintereinander: Røde Grøde med Fløde, Røde Grøde med Fløde, Røde Grøde med Fløde – wir mögen sie aber lieber mit Vanillesoße, deswegen hier das Rezept für die nicht ganz so schick klingende

Røde Grøde med Vanille Sauce

Für die Grütze braucht man:

1 Glas Sauerkirschen
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
ca. 300 – 400 g TK-Beerenmischung oder natürlich im Sommer frische gemischte Beeren (Him, Brom, Erd, Johannis, Heidel oder in beliebiger anderer Zusammensetzung, die man gerne mag)
3 EL Zucker
evtl. etwas Wasser

Und so geht’s:

Die Sauerkirschen über einem Sieb abtropfen lassen und dabei den Saft auffangen. Die Sauerkirschen zusammen mit den Beeren in eine Schüssel geben. Die Beeren kann man, so sie tiefgekühlt waren, direkt aus dem Tiefkühler verwenden und muss sie nicht erst auftauen lassen.

Den Sauerkirschsaft mit Wasser auf einen knappen halben Liter auffüllen. Den Großteil davon in einem kleinen Topf erhitzen. Ein wenig vom Saft mit Zucker und Puddingpulver verrühren und dann in den kochenden Saft einrühren. Den Kirsch-Vanille-Pudding unter Rühren 1, 2 Minuten kochen, dann direkt aus dem Topf über die Früchte in der Schüssel geben und gründlich vermischen.

Wenn die Beeren noch gefroren waren, tauen sie durch den heissen Pudding auf und der Pudding kühlt auch direkt ein bisschen ab, sodass man direkt eine lauwarme Grütze hat, die schnell vollständig abkühlt. Das hat den Vorteil, dass man die Grütze auch ganz spontan zubereiten kann und keine Stunden vorher vorbereiten muss, damit sie nicht mehr zu warm ist.

Für die Vanillesoße braucht man:

3 Eigelb
1 Vanilleschote (das Mark daraus)
2 Vanillezucker
2 EL Zucker
200 ml Milch
200 ml Sahne
1 EL Speisestärke

Und so geht’s:

Alle Zutaten in einem kleinen Topf gründlich mit einem Schneebesen verrühren und dann bei mittlerer Hitze auf dem Herd so lange erhitzen und dabei ohne Pause weiterrühren bis die Masse deutlich eindickt. Auf keinen Fall kochen lassen!

Ich mache das auf dem Herd bei Stufe 5-6 von 9 und es dauert annähernd 10 min bis die Soße eindickt. Meist habe ich dabei mein Kochthermometer griffbereit – das Eindicken passiert ca. bei 80°C, weil das Eigelb dann bindet. Den Topf vom Herd nehmen und die Soße entweder direkt warm oder abgekühlt mit der Grütze servieren.

(Die Soße fällt übrigens auch in die Kategorie „Der Fluch des Selbermachens“. Nachdem ich die einmal selber gemacht hatte, möchte ich die nicht mehr aus Pulver zusammenrühren, weil sie so schnell gemacht ist und so viel besser ist.)

Nyd dit måltid!

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Katja

Rummelluftduft

Durch die ganze Wohnung zieht gerade ein Duft wie auf dem Rummel bzw. zu dieser Jahreszeit wohl eher Weihnachtsmarkt. Schuld daran sind die gebrannten Mandeln, die gerade in der Küche abkühlen. Das Rezept hatte ich mir vor Jahren mal von irgendwo auf einen losen Zettel notiert und seitdem wollte ich das eigentlich längst ausprobiert haben. Letztes Jahr hatte ich schon die Zutaten besorgt und dann scheiterte das an meiner akuten Unlust nach soviel Keksebacken noch mehr Süßkram herzustellen. Nachdem ich aber am Samstag am Weihnachtsmarkt versprochen hatte, das Rezept mal rauszukramen und per Mail zu verschicken, musste ich das natürlich heute ausprobieren. Ich mag es nämlich nicht, Rezepte weiterzugeben, die ich nicht selber ausprobiert habe. Und dann dachte ich gerade so, nachdem ich probiert hatte, dass ich das eigentlich schon vor Jahren mal wem hätte versprechen sollen. Yummi! (Und der Duft!1elf)

Und so geht’s:

Mandeln, Zucker und Wasser sollten im Verhältnis 2:2:1 enthalten sein. Ich hatte je 200 g Mandeln und Zucker und 100 ml Wasser. Ausserdem braucht man 1-2 Vanilleschoten und wer mag gibt noch andere Gewürze dazu, bei mir war das eine gute Prise Zimt.

Zucker, Wasser, das Mark aus der Vanilleschote und Zimt in einem Topf zum Kochen bringen. Der Topf sollte möglichst so groß sein, dass die Mandeln den Boden bedecken, aber nicht zu hoch drin stehen.

Wenn’s kocht, die Mandeln unterrühren und den Topf bei voller Hitze und unter Rühren weiterkochen lassen und zwar so lange bis das Wasser verdampft ist und der Zucker wieder fest wird und dann noch einen kleinen Augenblick weiter, bis der Zucker gerade so wieder schmilzt. Bei mir hat das alles in allem mit der angegebenen Menge etwa 25-30 Minuten gedauert – mal so als grober Richtwert. Ich hätte das wohl auch noch etwas länger drin lassen können, damit die Mandeln deutlicher glänzen, aber ich hatte Angst, der Zucker könnte mir verbrennen, weil ich auch nicht mehr so fit beim Rühren war. ( 😀 ) Es dauert eine Weile bis der Zucker wieder fest wird, aber das geschieht dann irgendwann sehr plötzlich. Daher immer schön dabei bleiben und rühren.

Die Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder Brett geben, voneinander trennen und erkalten lassen.

Und bitte alles äusserst vorsichtig und auf keinen Fall die Mandeln anfassen und auch bitte nicht probieren ohne sie ein bisschen abkühlen zu lassen, das ist wirklich schweineheiss.

Und falls noch wer ausser mir so auf diesen Geruch von gebrannten Mandeln steht: Bei der Drogeriekette R*ssm*nn gibt es von deren Handelsmarke Is*na gerade als Winteraktionsdingens Duschgel mit Gebrannte-Mandeln-Duft. Also ich mag’s. 😀

Katja