Ich würd‘ so gerne das Meer seh’n #2 (Spanien 2012)

Hier, endlich wieder mal ein bisschen zum Gucken aus dem Spanienurlaub im Oktober 2012. Der rechte Stein im Video ist übrigens größer als ich, nur damit man eine grobe Vorstellung der Dimension der Wellen hat.

Heute mal als Meerblick mit Widmung: Heute vor genau 3 Jahren hat eine Welle aus Meeressehnsucht nämlich Corina auf meinem Blog angespült. Ick freu mir immer noch riesig darüber. Drück dich, du Liebe!

(aufgenommen in Atlanterra, Zahara de los Atunes, Spanien am 26.10.2012)

(Und bevor hier irgendein Missverständnis über meine Gedächtnisleistung aufkommt  :mrgreen: – sie wurde nicht nur hier angespült, sie ist auch diejenige mit dem Supergedächtnis (oder Superkalender :D), die den Tag noch im Sinn hat!)

Katja

Ich würd‘ so gerne das Meer seh’n #1 (Spanien 2012)

Ich weiss gar nicht, ob ich schon erzählt hatte, dass ich (neben Massen an Fotos insgesamt) mit unfassbaren Mengen an Meerbildern aus dem Spanienurlaub im letzten Oktober nach Hause gekommen bin. Keine Chance zu lesen oder sonst etwas zu machen, ich musste stundenlang Wellen beobachten und hätte am liebsten jede einzelne Welle im Bild festgehalten, weil ich bei fast jeder sicher war, dass sie die schönste war, die ich je gesehen habe.

Und weil ich immer noch nicht dazu gekommen bin, hier ein paar Erinnerungen an den Urlaub in Worten festzuhalten, mag ich aber wenigstens mal anfangen, ein paar der Meerfotos zu zeigen – für alle die diesem wunderbaren Nass ebensowenig widerstehen können wie ich. Mich hat nämlich gerade die Sehnsucht im Griff und ich muss eh ein bisschen durch die Fotos blättern.

Hier also ein Dutzend Meerblicke vom ersten Abend am Strand direkt vor der Ferienwohnung. Man stelle sich dazu eine überaus juchzende Katja vor, die sich in den unberechenbaren Wellen zum ersten Mal für diesen Urlaub die Klamotten ungeplant und fast komplett durchgeweicht hat.

(Klick macht groß)

(allesamt vom 19.10.2012 in Atlanterra, Zahara de los Atunes)

Katja

Back to life

Merkwürdig, wie fremd die eigene Wohnung erst mal riecht, wenn man ein paar Wochen nicht zu Hause war und dann zum ersten Mal wieder reinkommt. Und ich weiss nicht, ob es so ist, dass das Fehlen des eigenen Geruchs die Fremdartigkeit ausmacht oder ob da ein zusätzlicher Geruch in den Räumen liegt, der normalerweise nicht hingehört. Ich muss auf jeden Fall erst Mal für eine ganze Weile alle Fenster weit aufreissen und gründlich lüften, damit die Wohnung und ich dann wieder was Gemeinsames anfangen können, damit wir wieder unseren Zuhausegeruch entwickeln können.

Da bin ich also wieder!

Gestern Abend kurz vor halb 12 angekommen, die erste Nacht im eigenen Bett fast komplett durchwacht, weil ich über diesen toten angestrengten Punkt der Rückreise lange drüber war und nur das Aufgekratzte übrig blieb und trotzdem bin ich heute nicht völlig tot und fertig, sondern habe schon so gut wie alles ausgepackt und wieder verräumt und im Keller läuft gerade die Waschmaschine zum vierten Mal für heute.

Im Dekollete schält sich noch die Haut vom Sonnenbrand und ich sitze hier mit warmen Socken und einer heissen Tasse Tee und kann gar nicht greifen, ob sich das jetzt wie zu Hause oder einfach alles nur sehr unwirklich anfühlt.

Ich bin wieder hier. Aber ich muss nur die Augen schließen und da ist noch das Rauschen der Atlantikwellen im Ohr und der salzige Geschmack auf den Lippen und wäre ich nicht ohnehin schon ein großer Fan dieses wunderbaren Ozeans gewesen, dann hätte er mein Herz spätestens in den letzten beiden Wochen im Sturm erobert.

Wind und Wellen – die beiden waren mir schon immer lieber als die spiegelglatte Wasseroberfläche und für beides war ich zur genau richtigen Zeit am genau richtigen Ort. Ich hab mich am Meer überhachzt, ich konnte nicht aufhören, in die Wellen zu schauen und die Wellen zu fotografieren und irgendwann stand ich heulend vor Glück am Wasser, weil das Meer mich in diesen Tagen völlig überwältigt hat. Nie fühlte sich der Begriff Naturgewalt greifbarer für mich an als bei dem wahnsinnigen Wellenschauspiel, das sich an den meisten Tagen direkt vor unserer Nase bot.

Ich bin wieder da, aber so ein kleiner Teil von mir bleibt jedes Mal in Spanien und stattdessen bringe ich ein passendes Stück Sehnsucht mit nach Hause.

Toll war’s. Sehr. Sehr!

Katja

Lost

Diese Tage, an denen ich mich selber verliere, mich nicht richtig spüren kann. Innerlich zappelnd und hektisch, der Kopf dreht ohne Unterlass, äusserlich kaum etwas von den Dingen auf die Reihe bekommend, die ich tun müsste. So, als hätte ich vergessen, wie das überhaupt alles geht und funktioniert. Aufgewühlt, aufgebracht, in einer gefühlsmäßigen Achterbahn unterwegs. Immer, wenn das Kopfkarusell zwischen den Runden Pause macht, frage ich mich, was das überhaupt ist, was da gerade so in mir rumort, aber die Antwort ist mir so fern, wie ich mir selber bin.

Diese Tage, an denen ich mir selber davondrifte. Es ist kein Fallen, mir geht es nicht wirklich schlecht, eigentlich nur dauernd anders, seltsam. Es ist mehr so ein seitliches mir-selber-Entgleiten. Wo ich mich nicht richtig wahrnehmen kann und das, was ich wahrnehme nicht leiden kann, weil es so zappelnd und gar nicht in sich ruhend ist und weil ich so nicht bin, zumindest nicht sein will.

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Entzugserscheinungsbekämpfung mit Möwen

Wäre für das kommende Wochenende nicht so überaus lausiges Wetter vorhergesagt, hätte ich morgen irgendwann nachmittags die Zehen erst in Sand graben und dann, der Kälte wegen quiekend, in ein Meer stupsen können, weil wir eigentlich für ein kurzes Wochenende irgendwo ans Wasser wollten. Jetzt haben wir’s aufgeschoben und der zweite Anlauf für so eine spontane Hauruckaktion gestaltet sich, zumindest bei uns, immer umständlicher als der erste, weil das Spontan und das Hauruck dann erst mal raus sind und stattdessen dieser Hang zum Planen ins Spiel kommt. So soifze ich also ein bisschen vor mich hin, krank vor Meeressehnsucht mit dringendem Bedarf, mal wieder zur Ruhe zu kommen; einer Ruhe, wie man sie nur finden kann, wenn die Augen bis zum Horizont nur auf Wasser treffen.

Gerade eben, auf der Suche nach einem neuen Header für den Juni, fiel mir auf, dass es auch hier im Blog schon seit langen Monaten kein Meer mehr zu sehen gab. Und weil es draussen gerade ungemütlich grau aussieht, gibt es sogar Meer mit Sonnenfunkelglitzern. Geknipst vor 11 Monaten, am Strand von Wenduine in Belgien.

Mit Möwen. Und wer noch ein bisschen mehr vom Meer sehen möchte und speziell von diesem Strand, das gab’s hier zum Mitsoifzen.

Katja

Neulich im Wohnzimmer

Ich so: *tiefseufzend* Ich muss unbedingt wieder mal ans Meer.
Er so: Wollen wir fahren? Nächstes Wochenende oder übernächstes?
Ich so: *strahlstrahlstrahl*

Ich bin dann ab morgen Früh mal weg. Auf’s Meer gucken, Wind im Gesicht spüren, nasse Füße holen, Sand zwischen den Zehen haben.

Falls das angekündigte WiFi in der Hotellobby tatsächlich funktioniert vielleicht die Tage ein, zwei Worte oder Bilder, ansonsten lasst’s euch gut gehen. Ich werd‘ das nämlich auch machen. 🙂

Katja