Einfach da.

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Morgens aufstehen, ein bisschen kaltes Wasser ins Gesicht, die Sneaker an die Füße und noch vorm ersten Kaffee erst mal aus der Wohnung, den Aufzug rufen, 10 Etagen nach unten, aus dem Haus, über die Straße und dann rechts, immer in Richtung der Altstadt, der „echten“ Stadt und es ist total egal, wenn die Haare trotz Kämmens noch wüst in Bettfrisur abstehen, weil um diese Zeit fast nur Jogger und Walker und Wiesienichtalleheißen auf der Promenade unterwegs sind. Den Blick mal vor die Füße gerichtet, vorsicht, da kommen gleich zwei Stufen, aber meist auf’s Meer. Den Wind im Gesicht, in den Haaren, die Leute, die entgegenkommen oder überholen, alle irgendwie in Sportklamotten, fast alle mit Händies am Oberarm festgeschnallt und Stöpseln im Ohr, eine Frau mit Kinderwagen joggend, zwischen allen, da wo die Stadt näher kommt, der alte Mann im weißen Hemd und schwarzen Anzug, Leute die vorbeigehen, ihn respektvoll grüßen, das sind die Einheimischen, die kennen sich, kennen ihn, der Bus, unser Bus, die 7, vorbeifahrend Richtung Stadt, Wellen, Surfer, einer davon mit Surfbrett über die Promenade joggend, nur schnell zum Strand, nur die nächste Welle nicht auch noch verpassen, wo sie gerade so schön sind…

Ich glaube, das ist es, was mir seit einer Woche am meisten fehlt, dieses morgens rausgehen, losstapfen und das Meer ist immer einfach so da. Kein spezielles an den Strand gehen, einfach nur raus vor die Tür, Richtung Stadt und es gehört völlig normal zum Leben dazu. Es müsste ja viel häufiger im Leben einfach so Meer da sein…

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Katja (mit viel Meerweh)

Heute im Angebot: Meerblick im 12-er Pack

Irgendwann in der letzten Woche, habe ich mir selber immenses Meerweh gemacht, ich war so leichtsinnig, durch die Wellenfotos aus dem Spanienurlaub 2012 zu scrollen. Ich ärgere mich ein bisschen über mich selber, dass ich es in den letzten Jahren so wenig hinbekomme, Reiseerinnerungen hier sinnvoll und zeitnah festzuhalten. Eigentlich finde ich es nämlich ziemlich toll, da später drin lesen und stöbern und damit die Erinnerungen heraufbeschwören zu können. Diesem Geschludere ist es auf jeden Fall geschuldet, dass ich euch bisher fast keine meiner allerallerallerliebsten Meerfotos gezeigt habe von dem bisher allerallerallertollsten Strand an dem ich war.

Das Schlafzimmer hatte nur zur Seite hin Meerblick, aber morgens, wenn ich aufgestanden und die Treppe runtergegangen bin, war ab etwa halber Höhe der Treppe, durch die große Glasfront der Atlantik mit seinen tollen Wellen zu sehen und ich blieb jeden Morgen erst mal andächtig einen Augenblick lang stehen und starrte ins tiefe Blau des Meeres, bei jeder Welle fest davon überzeugt, dass das nun wirklich die allerallerallerschönste war, die ich je gesehen habe. Bis zur nächsten und dann von vorne.

Und wo ich eh schonmal am Wellenfotos durchgucken war, gibt es hier auch ein paar für euch. Alle vom Strand von Atlanterra, alle aus Oktober 2012, genauso wie der neue Blogheader. 🙂

Sehnsucht on. (Klick macht groß.)

 

Katja

And the winner is…. – Immer mehr vom Meer…-Verlosungs-Auslosung

Allen Teilnehmern – auch jenen, die ausser Konkurrenz die Frage beantwortet haben – an meiner Kalenderverlosung herzlichen Dank für die Antworten auf die Frage „Was ist das Meer für dich?“. Ich habe beim Lesen viel Hachzen und Seufzen müssen. So sehr Menschen sich doch in ihrer Gefühlswelt und Wahrnehmung unterscheiden, das Meer scheint für viele eine ähnliche Bedeutung, einen ähnlichen Stellenwert zu haben. Und einer von euch bekommt demnächst ein bisschen Meer für die Wand. 🙂

Mitgemacht haben:

1. Leonie
2. Arabella
3. Xeniana
4. Armin
5. Amy
6. Rüdiger
7. Rabea
8. Träumerle
9. Mecky
10. Anka
11. Ilonka
12. Markus
13. Pfefferschote

Weil’s so viele Teilnehmer waren, habe ich dieses Mal keine Zettelchen geschrieben, sondern via random.org ausgelost.

Gewonnen hat….

 

….Trommelwirbel….

 

…………….Tusch…………

 

….Schneddereddeng!

kalenderverlosungMarkus hat gewonnen. 🙂
(Schickste mir deine Adresse bitte per Mail oder DM bei Twitter?)

Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner und allen anderen nochmals Danke für die Teilnahme! Das hat Spaß gemacht, das machenwa mal wieder.

Katja

 

Immer mehr vom Meer… – Verlosung

(Edit: Das ist ein oben angepinnter Beitrag, die neueren Einträge finden sich darunter.)

Die Füße im Sand, den Blick auf die Wellen gerichtet, die Nase im Wind – nirgends bin ich glücklicher, nirgends bin ich mehr ich selber, als am Meer. Das ist für mich Sehnsucht und Erfüllung in einem; Ort mich zu spüren, Ort Schädliches los- und mit den Wellen ziehen zu lassen. Dem Auf und Ab des Wassers zuschauen, Möwen und Wellen lauschen, ein- und ausatmen – nirgendwo sonst fühlt sich alles so einfach und klar an.

Ich glaube, wenn ich wie eine Besessene Wellen fotografiere und Sonnenuntergänge am Meer und immer wieder Wasser, Wasser, Wasser, dann ist das (m)ein Versuch, möglichst viel von diesem Gefühl, mit nach Hause zu nehmen und in den Alltag zu retten, um mich über den Alltag zu retten. Ich glaube, jedes Jahr zeigen 2/3 meiner Spanienfotos das immer gleiche und doch immer andere Motiv: den Atlantik.

In diesem Jahr habe ich ein paar Aufnahmen ausgesucht, weil ich jemandem einen Kalender mit Meeresfotos zu Weihnachten schenken wollte. Und dann habe ich direkt ein paar mehr davon drucken lassen und verschenkt und selber wollte ich ja auch einen haben. Jetzt liegt noch einer davon auf meinem gerade überaus unordentlichen Schreibtisch und sucht ein schönes Zuhause, wo er im nächsten Jahr ein bisschen abhängen kann.

Den würde ich hier gerne verlosen. Es handelt sich um einen Din-A-4-Wandkalender im Querformat mit 12 (naja, 13 wenn man das Deckblatt mitzählt) von mir geknipsten Meeresfotos, die alle im Oktober diesen Jahres am gleichen Strand, direkt vor der Haustür unseres Ferienhauses (teilweise auch von der Terrasse des Hauses aus) entstanden sind. (Hier eine kleine Vorschau.)

Um an der Verlosung teilzunehmen, schreib bitte in die Kommentare, was das Meer für dich ist und ausmacht. Alternativ kannst du auch, sofern du ein Blog hast, dort einen Artikel schreiben und hierher verlinken. (Sag aber zur Sicherheit in den Kommentaren Bescheid, falls der Pingback nicht angekommen ist.) Wer am Ende gewinnt, entscheidet das Los. Alle entsprechenden Kommentare, die bis zum 10. Januar 2015 um 20 Uhr hier eingehen, nehmen an der Verlosung teil.

(Mitmachen kann jede*r, die/der volljährig ist oder das Einverständnis ihrer/seiner Eltern hat. Weil das hier eine rein private Veranstaltung ist, gibt es keinen Rechtsweg.)

Katja

Schön war’s. Sehr.

Es fällt mir dieses Mal nach der Spanienreise immens schwer, wieder in mein Zuhause, mein ’normales Leben‘ und meine Routinen zurückzufinden. Diese Zeit am Meer, die Nähe zum Wasser – so sollte es eigentlich immer sein und die Zeit fern vom Wasser sollte die Ausnahme sein. Vielleicht habe ich deswegen solche Schwierigkeiten, das wieder loszulassen.

Eigentlich wollte ich hier schon vor einer Woche piepsen und ‚Hallo‘ sagen und dass ich wieder zu Hause bin, aber irgendwie finde ich gerade auch nur ganz schwer den Zugang zu den Tasten. Ich habe viel in Blogs gelesen in der Woche, ein bisschen nachgeholt, was ich bei euch so verpasst habe, aber es ging gar nicht, selber zu schreiben.

Ich glaube, ich hatte das schon häufiger, wenn ich aus Spanien zurück war. Fast als wäre dieses ‚da bin ich wieder‘ dann endgültig der Endpunkt der Reise. Diese Zeit im Urlaub, die muss sich erst ein bisschen in mir setzen, ich muss das erst mal immer ganz fest in mir verschließen – zumindest fühlt es sich so an – damit es mir nicht direkt wieder entgleitet und verloren geht.

Äh ja, reichlich wirre Worte. :mrgreen:
Eigentlich wollte ich nur mit ein bisschen Verspätung sagen:

Da bin ich wieder! 🙂

Und wenn dieser Anfang endlich mal gemacht ist, hoffe ich auch, dass auch ansonsten das Bloggen jetzt wieder fester Teil meines Lebens wird. Irgendwie fehlt’s mir ja schon sehr.

*

Allen, die mir bei meinem Aufruf zum Rückwärtsbloggen tatsächlich geschrieben haben, während ich weg war, hier nochmal vielen Dank! Ihr habt mir wirklich großes Vergnügen bereitet!1elf 🙂 😀

Bitte verpasst auf keinen Fall

Rebekkas Pavlova Rezept,
Suses Liebeserklärung an ihren Pluschelmutsch,
die Wunderbare Welt der Häschen,
den unglaublich gute Laune machenden Hund, den Guinan aufgetrieben hat,
die irre Achterbahnfahrt mit der irren Lieblingscorina
und die Abenteuer des Silencer’schen Wiesels in luftigen Höhen!

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Katja

Ich würd‘ so gerne das Meer seh’n #3 (Spanien 2012)

Heute fast den ganzen Tag (und bisher erfolglos) nach einer spanischen Behausung für ein paar Tage im Herbst gesucht und dabei so große Meeressehnsucht bekommen, dass ich unbedingt wieder mal in die Videos vom letztjährigen Strand schauen musste.

Die Fotos liegen immer noch fast unangetastet und dabei wollte ich so gerne von der Reise erzählen. Ich hoffe, ich schaffe das noch irgendwann, bevor die Erinnerung gänzlich verblasst ist…

Aber wenigstens ein bisschen Meer zum Anschmachten mag ich wieder mal mit euch teilen.

*lautsoifzend*

Katja

Geschwurbel, wieder mal.

Manche Tage sind anders, sind schlimmer als andere. Manchmal lässt sich trotz all jenen Dingen, die ich mittlerweile gefunden habe und die mich froh machen nicht verdrängen, dass das, was mir am meisten fehlt, eine echte beste Freundin ist.

Sicher, ich habe mein Blog. Hier kann ich mir Dinge von der Seele und aus dem Kopf schreiben. Hier lesen mittlerweile einige Menschen, die sich für mich – auch wenn ich sie vielleicht nie getroffen habe und nur durch geschriebene Worte kenne – nahe anfühlen. Hier fühle ich mich oft aufgefangen, wenn ich wieder mal sehr ins Trudeln gerate. Und doch ist das etwas anderes, das mir fehlt. Weil ich nicht weiss, wo ich mit den Dingen hinsoll, die nicht blogtauglich sind. Die bleiben fast immer nur in mir, kreiseln in meinem Kopf und manchmal zerfrisst mich das so von innen, niemanden zu haben, dem ich mich anvertrauen kann. Niemanden, der einfach mal zuhört und still da ist und auch mal Zeit hat oder sie sich nimmt.

Sicher, ich kenne in der Gegend mittlerweile ein paar Leute, die ich auch gelegentlich treffe. Aber das ist es nicht, was ich meine. Da fehlt dieser spezielle Draht, diese gemeinsame Wellenlänge, die nicht krampfhaft Worte finden muss, um sich zu verstehen. Mir fehlt jemand, der zuhört ohne zu (be-)werten, ohne zu vergleichen. Eine, die mich, wenn ich gerade ansetze zu erzählen, wie es mir in einer Sache geht, nicht unterbricht und mir nicht sagt, wie ich mich doch eigentlich fühlen müsste, sondern die akzeptieren kann, wenn und dass ich mich in einer Sache nicht so fühle, wie diejenige, oder der Rest der Welt, denkt, dass ich mich eigentlich fühlen müsste. Und die mir überhaupt erst mal soweit zuhört, dass ich das rauslassen könnte.

Und wenn ich mich tatsächlich traue, solche Dinge jetzt, hier aufzuschreiben, dann fühle ich mich so undankbar den Menschen gegenüber, die ich ja habe und ich frage mich, ob es mein Anspruch ist, der zu hoch ist, ob meine Erwartungen einfach nicht mehr zu meinem Lebensabschnitt passen, ob es dieses Phänomen von Freundschaft vielleicht einfach nur in der Jugend gibt, ob später automatisch mehr Distanz da ist. Aber dann denke ich wieder, dass das doch eigentlich kein so wahnsinnig hoher Anspruch oder großer Wunsch ist, einen Menschen zu haben, bei dem man sich mal ausheulen kann, ohne dass man seinen Kummer via Tastatur an eine zumeist anonyme Menge rauslässt.

Und natürlich liest sich das gerade alles furchtbar egoistisch, weil ich es nur von meiner Seite aus betrachte – aber natürlich meine ich damit, dass ich eben das nicht nur ’nehmen‘ sondern selbstredend auch geben und erwidern möchte, weil es nur dann auf Augenhöhe funktionieren kann, weil es nur dann diesen Kern von Freundschaft enthält nach dem ich mich so sehne.

Katja