Wie gewonnen, so zerronnen

Üblicherweise kommt mir mein Kopf wie ein großes Sieb vor – was ich nicht notiere, vergesse ich binnen Sekundenbruchteilen. An manchen Tagen wäre es sogar besser, mir ‚Kaffee holen‘ in die Handfläche zu schreiben, weil ich in der Küche angekommen, plötzlich nicht mehr weiss, was ich überhaupt dort wollte.

Gerade hätte ich eigentlich Grund mächtig stolz auf dieses große Sieb zu sein. Jetzt nicht unbedingt, weil ich meinen Einkaufszettel zuhause auf dem Schreibtisch vergessen hatte, sondern weil ich vorhin als ich zurück gekommen bin, natürlich verglichen habe, was drauf stand und was ich eingekauft habe. Unglaublicherweise habe ich exakt die 28 (in Worten: achtundzwanzig) Dinge besorgt, die auf dem Zettel standen. Keins mehr, keins weniger. Yehaaaw!

Eigentlich müsste ich jetzt also stolz sein, weil mein Hirn in Wahrheit skandalös begabt ist!1elf 😀

Aber dann stieß ich mir beim Aussteigen aus dem Auto den Kopf ganz furchtbar an und habe kurz darauf fast 2 Minuten gebraucht, bis mir auffiel, dass der Schlüssel deswegen nicht ins Haustürschloss passt, weil es sich um den Autoschlüssel handelt.

Also alles wieder im Lot! :mrgreen:

Katja

Nur rhetorisch gefragt

Wie doof kann man eigentlich sein? So einer alleine?

In der Liste meiner Schussligkeiten der Woche hat

    den welken Blumenstrauss samt Vase zum Biomüll bringen – damit ich zum einen die Wohnung nicht volltropfe und zum anderen das stinkende nicht mehr ganz frisch riechende Wasser direkt in den Garten kippen kann, um es nicht in der Wohnung entsorgen zu müssen – und mir beim Auskippen der Vase dann die Brühe über den Fuß samt Flipflop zu kippen

gerade haarscharf

    dreimal (!) den Schraubverschluss der Milch in die volle Kaffeetasse fallen lassen

von Platz 1 verdrängt.

Und wie ist euer Tag so? :mrgreen: (nicht nur rhetorisch gefragt^^)

Katja (nur echt mit frisch gewaschenen Füßen!)

Dappigkeit verlass mich nicht

Ich habe gerade James (meine Spülmaschine) eingeräumt und angeschaltet und das erscheint mir im Moment wie ein kleines Wunder, weil ich das eigentlich schon heute Morgen, vor 10 Uhr, gemacht hatte/hätte machen wollen. Seitdem war ich geschätzte 2-dutzend Male in der Küche und habe es in der Tat sogar in 5 oder 6 Etappen geschafft, James auszuräumen. Bei zweien der Etappen war ich eigentlich in die Küche gegangen, um mir ’nen Kaffee zu machen. Beim einen Mal hatte ich das sogar geschafft und scheinbar sauberes Geschirr weggeräumt während Petra (meine Kaffeemaschine) das Wasser aufheizte und der Kaffee durchlief. Bei einem Mal hatte ich lediglich die Tasse auf der Arbeitsplatte abgestellt als mir auffiel, dass ich die Spülmaschine ja noch gar nicht aus- und eingeräumt hatte.

Freilich bin ich beide Male ohne den Kaffee irgendwann wieder vorm Rechner angekommen und natürlich auch ohne dass die Spülmaschine wirklich fertig gewesen wäre, was die hohe Anzahl der Küchenbesuche vielleicht ein wenig erklärt.

Während ich einen Kommentar schrieb, wollte ich im Hintergrund ein neues Video auf youtube starten. Eine halbe Stunde später, als ich mich durch etliche putzige Katzenbilder in meinem Feedreader geklickt hatte und feststellte, dass ich wieder mal viel zu viele Tabs offen hatte, schloss ich den Tab mit dem halbfertigen Kommentar. Immerhin ist mir das fast im gleichen Moment aufgefallen. Also nur Sekundenbruchteile zu spät.

Irgendwann heute Morgen hatte ich schon die Karteikarten mit den Spanischvokabeln in der Hand (das weiss ich noch sicher!) um sie zu wiederholen. Ich glaube, es war das ‚Pling‘ einer eingegangenen Mail, was sie mich wieder aus der Hand hat leg…da schon wieder!

Dass ich eben noch im Begriff war, den Flur aufzuräumen, merkte ich als die im Treppenhaus lärmenden Nachbarn mich aus meiner Betrachtung von Urlaubsbildern rissen. Das gestern gekaufte Toilettenpapier, das ich ins Bad bringen wollte, weil es seit gestern noch im Flur lagerte lag neben meinem Schreibtisch.

In meinen offenen Tabs sehe ich auf Anhieb mindestens 3 Blogartikel, die ich heute schon irgendwann angefangen hatte zu lesen. Die lese ich gleich aber wirklich fertig. Wovon ich mich mitten im Lesen hatte ablenken lassen? Ich hab keine Ahnung mehr. Es gibt wirklich Tage, da denke ich, meine Aufmerksamkeitsspanne reicht nicht mal bis an die Brillengläser vor meinem Kopf ran.

Vorhin war ich in der Küche, um mir eine volle Wasserflasche zu holen. Seitdem ist der Herd sauber. Das Wasser habe ich freilich immer noch nicht, aber ich fürchte ein bisschen, wenn ich mir das jetzt holen gehe, landet der Artikel im Nirvana, wenn ich dann, nachdem ich den Müll rausgebracht habe, ohne Wasser wiederkomme und den Tab unbedacht schließe.

Katja

Schusseln muss das – offizielle Bewerbung

Hier hatte ich noch dankend abgelehnt, dass das Rebhuhn meinen Kommentar, den ich vorher geschrieben hatte, schon als Bewerbung um den sagenhaft einmalig wunderschönen Schusseln-muss-das-Orden annehmen wollte, weil meine Geschichte ja ihrer viel zu sehr ähnelte. Ich wusste schon wieso. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch völlig eigenständig und ganz neu schusseln könnte. 🙄

Heute war echt ein guter Tag:

Der Zeitungsausträger stecke die Zeitung gerade in den Briefkasten als ich weg zum Einkaufen wollte und grüßte mich mit einem ungeheuer freundlichen Lächeln.
Der Parkplatz direkt vorm Ladeneingang wurde just in dem Moment frei als ich auf den Parkplatz fuhr.
Der Pfandautomat hupte exakt bei der Frau, die nach mir dran war, los weil die Papierrolle zu Ende war.
Die 12-köpfige Kinderhorde, die den Discounter unsicher machte, kam exakt nach mir an der Kassenschlange an. Von denen hatte zwar jeder nur maximal ein Teil, aber die wollten natürlich alle getrennt zahlen.
Das Einkäufe auf dem Parkplatz im Auto zu verstauen hat zum ersten Mal dieses Jahr richtigen Spaß gemacht, weil die Sonne lachte.

Rundum: Alles supi! Und ich habe mit der Sonne um die Wette gestrahlt.

Rein in den nächsten Laden, weil ich noch Lammfleisch brauchte.  Ich will endlich am Wochenende wieder mal einen Provencalischen Lammtopf machen, für den ich eigentlich Lammkeule brauche, Rücken ginge auch. Im Discounter gab’s nur Filet und das war mir mit ’nem Kilopreis von fast 18 Euro zu teuer für die Zwecke.

An der Metzgertheke hatte ich nach einigem hin und her mit der Verkäuferin, die zuerste meinte, keines zu haben, dann aber sehr zuvorkommend mehrfach meinetwegen losgegangen ist, um doch noch welches aufzutreiben, endlich mein Lammfleisch im Wagen. Dass es das einzige war, das es gab und dass die Verkäuferin sich wirklich sehr bemüht hat, hat mich mit doofem Gefühl im Bauch, den fies hohen Preis zahlen und es nehmen lassen.

Als ich aus dem Laden raus wieder ins Sonnenlicht kam fiel mir auf, dass ich gerade Lammfilet gekauft hatte. Ja genau. Das, was es im Discounter zu ’nem mehr als 10 Euro günstigeren Kilopreis gegeben hätte, ich aber nicht kaufen wollte, weil ich’s ja „nur“ kleinschnippeln und in Rotwein kochen wollte und es dafür kein Filet zu sein braucht.

Wehe, wenn das jetzt nicht lecker wird!

Katja