Neulich im Odenwald

Am Sonntag waren wir im Odenwald auf der Suche nach dem Winter und wurden – wieder einmal – in der Nähe von Neunkirchen fündig. Da hält er sich gerne mal auf, da haben wir ihn schon häufiger gefunden, wenn man ihn hier sonst nirgendwo antreffen kann. Also er, der große weisse wattige Winter; hier in der Kleinen Stadt kommt immer nur der kleine Schmuddelbruder vorbei, bei dem nicht mehr als 10 cm Schnee fallen, die dann sofort zu schmutzigem Matsch zerfallen und als traurige graue Häufchen ihr Dasein fristen.

Es gab zwar keinen blauen Himmel und keinen Sonnenschein, aber schön war’s trotzdem. (Klick macht groß)

Das war übrigens wieder auf dem Kussweg, von dem ich hier schonmal Bilder gezeigt hatte. Die stammten allerdings aus einer ganz anderen Jahreszeit, für die es jetzt wieder dringend an der Zeit ist. Also ich wäre zumindest bereit für den Frühling!

Katja

Schnieselig!

Aufmerksame Blogleser wissen natürlich längst, was Schniesel ist und warum man es unbedingt so nennen sollte.

Hier dann auch ein paar Bilddokumente. (Klick macht groß.)

Jetzt reicht’s aber mal mit diesem Winterdingens, ja?

Katja

Neulich im Odenwald

Ich hatte ja eigentlich für heute Sonnenschein bestellt und bis gestern war die Wettervorhersage auch noch gnädig und kündigte welchen an. Bekommen haben wir hier aber dann doch wieder einen gänzlich trüben Samstag. Weil dieses Wochenende aber vermutlich (hoffentlich!) das letzte weisse für diesen Winter ist, sind wir dann trotz des grauen Himmels im Odenwald unterwegs gewesen und da ist ja mal richtig Winter! Da kann die kleine Stadt einpacken, obwohl aktuell hier schon wirklich verhältnismäßig viel Schnee – und das auch mal ausdauernd – liegt. Obwohl ich die Nase ganz schön voll hab vom Winter, war das wirklich sehr schön, auch ohne Sonnenschein. An den Bäumen war an einigen Stellen der Nebel in Zacken von den Ästen weggefroren, das sah aus wie ein verwunschener Zauberwald.

Ein paar Mitbringsel (Klick macht die Galerie groß):

Katja

Nachschlag

…vom Samstagnachmittagkuchenholspaziergang durch’s verschneite Dillingen an der Donau. Wirklich schön isses da. 🙂

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Katja

 

Erkenntnis des Tages

 

10 Zentimeter Schnee hören exakt dann auf, malerisch oder idyllisch zu sein, wenn man sie mit knapp über 1,60 m Körpergröße vom Auto fegen und kratzen muss und sich bei dem Versuch, auch die Mitte der Frontscheibe irgendwie zu erwischen, einmal sämtliche Klamottenschichten durchweicht. Gnarz.

Katja

High-Speed-Perspektivenwechsel

Eben noch war ich ziemlich angenervt, dass ich – nachdem ich mir vorhin schon beim Schneeschippen nasse Füße geholt hatte – gleich nochmal raus in Schnee und Kälte muss, um einzukaufen.

Jetzt, wo ich gerade draussen war, mein Golfi (oh Wunder!) mal nicht rumgezickt hat, mit eingefrorenen Türschlössern und / oder eingefrorener Zentralverrieglung, wie er das ansonsten wirklich bei jeder einzelnen Fahrt gemacht hat, wenn so Mistwetter war und was ich ihm nicht mal richtig übel nehmen kann, wo ich doch selber den Winter so wenig mag, aber stattdessen meine Motorstartversuche nicht mal mehr mit ’nem müden Husten quittiert hat, sondern gar nichts gemacht, fühle ich mich wie eingesperrt und die Läden, voll mit hektischen, schlechtgelaunten, rotnasigen Menschen erscheinen mir wie das Paradies, in das man mir heute den Einlass verweigert.

Wie schnell sich die Perspektive, das Gefühl wandeln kann, wenn das zu Hause bleiben kein freiwilliges mehr, sondern aufgezwungenes ist. Wie groß die Verlockung einer eigentlich heute als eher lästig empfundenen Sache werden kann, nur dadurch, dass sie unerreichbar geworden ist.

Eigentlich sollte ich auch bei Wind und Wetter jeden verfluchten Tag draussen verbringen und heilfroh und dankbar sein, dass sich meine Perspektiven in den letzten Jahren so gewandelt haben und ich wieder rausgehen kann. Und das meistens ohne länger darüber nachzudenken.

Katja