Ich bin dann mal weg

Jetzt nochmal einen Wimpernschlag lang hinlegen und dann in etwa 3 Stunden aufstehen, duschen, Kaffee kochen, Reste einpacken, Kaffeemaschine putzen und los geht’s.

Meerluft schnuppern, Sonnenuntergänge am Atlantik bestaunen, die Zehen in warmen Sand graben, tinto de verano und vino tinto trinken, Tapas futtern, Zeux angucken, Gambas pulen, Spanisch üben, den Sommer noch ein bisschen verlängern,…

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Mal sehen, ob ich Lust habe, direkt von unterwegs aus ein bisschen live zu bloggen. Ansonsten bis in etwa 3 Wochen!
Lasst’s euch gut gehen!

Katja

Sonnenuntergangskitschpopitsch

Nur noch 2 Tage, dann geht’s los ins innig geliebte Andalusien und damit ihr hier auch ein bisschen was zum Hachzen habt, habe ich für den Oktoberheader eines meiner Lieblingssonnenuntergangsfotos von der letzten Reise nach Spanien rausgekramt. Entstanden ist es am allerletzten Abend in Punta Umbria, wo wir mit einer Flasche Wein und den Fotoapparaten am Strand noch einmal der Sonne beim Untergehen zugeschaut und dann, weil es so schön und der Abschied so schwer war, gründlich den Punkt verpasst haben, an dem wir schleunigst von dort hätten flüchten müssen, weil jeden Abend exakt pünktlich in dem Moment, in dem das Meer den letzten Happen Sonne verschluckt hat, kamen die drölf Schrilliarden Stechmücken, die sich alle gleichzeitig auf einen gestürzt haben, was speziell an diesem Abend zu einem größeren Problem führte, aber das ist eine ganz andere und nicht so schöne Geschichte. Dann doch lieber noch mal hochgucken und hachzen!

Katja

Über Reisevorbereitungen und Kontrollzwang

Gestern habe ich den Einkaufszettel für den ersten Einkauf, quasi den Urlaubsstarteinkauf mitsamt Öl, Gewürzen und Pipapo, im spanischen Supermarkt geschrieben und seitdem beschäftigt mich das ein bisschen. Ich mache das jetzt schon zum 2. oder 3. Mal, dass ich diese Liste schon vor der Abreise schreibe, um ehrlich zu sein, habe ich das Grundgerüst dafür sogar in einer Excel-Datei, zusammen mit der Dauerpackliste für Urlaube, die ich schon noch ein paar Jahre länger habe, damit ich nicht vor jeder Reise erneut überlegen muss, was alles mitmuss und damit ich dann nicht tagelang mit dem dumpfen Gefühl rumlaufe, dass ich doch irgendetwas _tooootal_ Wichtiges vergessen habe.

Meine freundliche Interpretation für diese „Macke“ ist, dass ich eben total gut organisiert bin und zeiteffizient. Weil ich sowieso jedes Jahr wieder eine Liste schreiben würde (abhaken ist beim Packen für mich wichtig, damit ich _weiß_, dass ich nichts vergessen habe). Weil die vorher angefertigte Einkaufsliste mit dem Grundbedarf für die ersten Tage dafür sorgt, dass wir auch tatsächlich die dringenden Dinge besorgen und nicht in den ersten Tagen schon zwei-, dreimal einkaufen müssen, wie es uns in den ersten Jahren immer ging, wenn wir völlig gaga nach 2.500 km und 3 Tagen Fahrt, ohne Liste zum ersten Einkauf in einen Supermarkt stürmten und dann plan- und wahllos ein paar Dinge einsammelten, aber garantiert die Milch für den Kaffee oder ähnliches vergaßen. Meine ollen Listen sparen also wertvolle Urlaubszeit, Nerven, whatever.

Seit gestern treibt mich, forciert durch ein paar neue Erkenntnisse über mich in den letzten Monaten, der Gedanke um, dass die weniger freundliche Interpretation „Kontrollzwang“ heißen könnte. Nur nix dem Zufall oder Glück überlassen. Nur nicht hilflos überfordert im Laden rumstehen und nicht drauf kommen, was noch fehlt. Nur nicht die Packliste jedes Mal neu machen und riskieren, dass ich wirklich mal was vergesse.

Jetzt weiß ich auch nicht so genau. Naja, ein bisschen schon und ich einige mich vielleicht am besten mit mir selber auf eine Interpretation irgendwo in der Mitte: Warum sollte ich nicht auf solche Hilfsmittel zurückgreifen, wenn sie mir doch soviel Sicherheit verleihen? Was ist denn so schlecht und böse daran, wenn ich ein bisschen „trickse“, um der Komplett-Überforderungs-Panik-Attacke zu entgehen? Oder den „Oh Mann, nix kriegste hin und jetzt hast du auch noch das Shampoo vergessen!“-Selbstvorwürfen?

Warum kann ich mich nicht einfach darüber freuen, dass ich ganz gut darin bin, Strategien zu (er-)finden, die mir in Situationen, von denen ich weiss, dass sie mir Angst machen oder mich schnell überfordern (was blöderweise immer noch oft in Panik-Attacken mündet), Sicherheit verleihen? _Eigentlich_ ist das doch etwas Gutes und Positives. Aber ich muss so für diese Sichtweise gegen die innere Stimme ankämpfen (immerhin kann ich das mittlerweile überhaupt), muss mir diese Kompromiss-Interpretation hart gegen mich selbst erstreiten, weil ich immer noch so streng mit mir bin, mein Fokus nur darauf liegt, was alle anderen mit Leichtigkeit können und ich nicht…

Ist doch Mist!

Hallo, ich bin Katja und ich bin, wenn ich reise, überaus gut organisiert! Ommm. (Nimm das innere Stimme!)

Katja

Spurt

Da bin ich wieder!

Nach arg strapazierten Nerven im Umgang mit der Telekom (und deren unfassbar dudeliger Warteschleifenmusik), war’s die richtige Idee von Ralph und die Ausführung vom Mitdings und nicht wirklich eine große Leistung der Telekom, dass das heimische DSL nun wieder tut. Jetzt dringend den ganzen Kram erledigen, den wir vorm Urlaub noch dringend im Netz erledigen müssen – u.a. fehlt uns immer noch ein Hotel unterwegs auf der Hinfahrt und so langsam fange ich an zu hyperventilieren, weil es gar nicht mehr lange ist, bis ich in diesem bisher noch nicht mal gefundenen Bett übernachten möchte.

Ausserdem gilt es, die relevanten Orte für die Reise in eine google Maps zu kritzeln, noch ein neues MiFi zu besorgen und dergleichen mehr. Dazu noch Kram im Garten, Berge von Wäsche. Für meine Nerven ist dann auch nicht hilfreich, dass die Friseurin mich letzte Woche schon fragt, ob ich tatsächlich immer noch nicht angefangen hätte zu packen. Sie würde damit ja immer 4 Wochen im Voraus beginnen. 😀
Aber sie hat auch, wie ich seit letzter Woche weiss, einen Schuhfimmel und nach Ausmisten jetzt immer noch (sie nennt es „nur noch“) 96 Paar Schuhe. Bis man da entschieden hat, wer mitdarf und wer zu Hause bleiben muss, das dauert wohl eine Weile. Mir geht das nur bei den Gewürzen und meinen Küchenmessern ähnlich. Das ist auch jedes Jahr ein Gerangel – wobei ich Gewürze mittlerweile auch ganz gerne zu Hause lasse und stattdessen dann vor Ort einkaufe und hinterher mit nach Hause bringe. So habe ich immerhin vor 2 oder 3 Jahren mein seitdem innig geliebtes geräuchertes Paprikapulver entdeckt.

Um die Ruhe wenigstens ein bisschen zu bewahren hilft mir (auch), dass ich seit ein paar Jahren meine Packliste digital führe. Ohne Liste kann ich gar nicht packen, da hätte ich Panik die Hälfte zu vergessen und nachdem ich ein paar Jahre hintereinander viel Zeit darauf verwendet habe, mir aus den Fingern zu saugen, was auf die Liste drauf muss, nur um sie hinterher dann wegzuwerfen und im nächsten Jahr von vorne anzufangen, ist das jetzt mit der Dauerversion spielend einfach geworden. Wenn mir das Jahr über irgendetwas einfällt, was im nächsten Jahr dringend mit muss*, zB ein neues technisches Spielzeug wie in diesem Jahr der eBook-Reader, dann kommt es schon direkt zu dem Zeitpunkt auf die Liste. Kurz vorm Packen muss ich dann nur drüber gucken, ergänzen, ausstreichen, ausdrucken, einpacken, durchstreichen, alles super. Mitterweile bin ich auch so konsequent, die Dinge, die ich mitgeschleppt hatte und nicht brauchte (mal von nicht benötigten Pflastern oder Medikamenten der Reiseapotheke abgesehen), von der Liste zu streichen, sodass sie auch durch das System eher weniger als mehr Zeug geworden ist. Man lernt ja schon durch unnötig mitgeschleppten Kram. Ausser bei Klamotten. Da fällt es mir schwer, halbwegs passend zu packen und ich bringe einen Haufen sauberer Shirts wieder mit nach Hause. Aber gut, das ist wohl das Los des Reisens mit großem Kombi mit schier unendlichem Platz. Wobei ich ja vernünftig genug bin, das Auto nicht auf der Hinfahrt schon so voll zu packen, dass auf dem Heimweg kein Platz für den Olivenölvorrat für’s nächste Jahr wäre. Oder Wein. Oder jede Menge Käse.

Und auch der Einkaufszettel für den ersten spanischen Einkauf ist schon fast fertig und ab diesem Jahr werde ich den auch digitalisieren. Es ist ja doch immer ähnlich, was wir ganz zu Anfang für die ersten Tage einkaufen, zB Olivenöl und Wein und Käse. Allerdings erst mal zum Essen, nicht zum mit nach Hause nehmen.

Jetzt kommt aber als erstes Mal das noch fehlende Hotel dran. Das macht gerade dem inneren Reisezappelphillip am meisten zu schaffen.

*

Oh und ach so, das hätte ich jetzt fast vergessen: Meine Sdfmsid-Aktion geht auch in den Endspurt. Noch bis 30. September würde ich mich freuen, falls jemand von euch Lust hat, einen Gastartikel für mein Blog zu schreiben und dafür eine Karte aus Spanien zu kassieren (näheres dazu hinter dem Link bzw. einfach oben am Blog in dem noch angepinnten Artikel der Startseite). Und mit Glück vielleicht hinterher auch noch bei der Verlosung zu gewinnen. 🙂

Katja

 

(*Ich kann diese beiden Worte nicht in dieser Reihenfolge aufschreiben, ohne automatisch die Songtextzeile ‚Der Rhythmus wo ich immer mit muss‘ aus einem Lied von Stefan Remmler im Kopf zu haben. Schlimm.)