Uitkijk / 27 to go (ich könnte die Nummern ja weglassen, aber so bin ich disziplinierter nicht zu schummeln)

Alles wie immer: mir fehlt gerade die Zeit. Heute allerdings aus dem guten Grund heraus, dass wir lange draussen gesessen haben, grillend, Wein schlürfend, schnackend – bis ich irgendwann vor den Stechmücken ins Haus geflüchtet bin. Danach bin ich in Amsterdam-Fotos versunken, weil ich euch eigentlich heute ein paar davon zeigen und ein bisschen was dazu erzählen wollte, aber darin hing ich so lange fest, dass es mir jetzt zu spät für langes Erzählen ist. Daher heute nur ein paar niedliche Tierfotos von der Zaanse Schans, ganz ohne Erzählung, was es da sonst noch so gibt. Tierfotos, das geht ja immer, die sprechen ja für sich, da kann ich mir viel Gesabbel sparen. Und das ist dann auch so ’ne Art Uitkijk auf den Rest der fucking awesome Idylle der Zaanse Schans.

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Müde und morgen wird ein harter Tag. Denkt bitte mal an mich!

Katja

4 Tage Amsterdam in short / 29 to go

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gesehen: Zaanse Schans (incl. einer Farbmühle, einer Ölmühle und einer Sägemühle), Van Gogh Museum, Käsemuseum (naja), Rembrandts Nachtwache in 3D, Woonbootmuseum, Museum Het Grachtenhuis, Museum Van Loon, Nieuwe Kerk, Het Rembrandthuis, die Nordsee

gemacht: ausgiebig an den Grachten geschlendert und über den Bloememarkt und über den Flohmarkt am Waterlooplein, durch Grachten geschippert, am Strand gelegen und die Füße in die Nordsee getaucht, zum ersten Mal seit langem – viel und mit Spaß – fotografiert, hingefallen und wieder aufgestanden, so viel Tram gefahren wie nie zuvor, die öffentliche Bibliothek (OBA) besucht und dort das Mäusehaus und die Aussicht über die Stadt bestaunt, hungrig über den Großen Marktplatz rund um die Kirche in Haarlem geschlendert, wo sich Restaurant an Restaurant reiht

gekauft: Tulpenzwiebeln, eine neue quietschbunte Handtasche vom Flohmarkt, Van Gogh Kühlschrankmagnete, Käse und Vla

gegessen: viele Vlamse Frites, sehr gute Brownies, zum ersten Mal indonesisch, wirklich (!) gute (!) Falafel, ausgezeichnete Pfannkuchen mit frischen Erdbeeren und einer Karamellsoße für die ich töten würde

getrunken: fast nur Wasser, weil’s so heiss war, Kaffee, belgisches Bier, holländisches Radler, einen Baileys in der Hotelbar, die keine Cocktails kann und einen Campari in frischgepresstem Orangensaft in der Bar 100 m weiter, die auch keine Cocktails kann

gerochen: Gewürze, frisch gemähtes Gras, frisch gerauchtes Gras, das Meer

Katja

 

Ich bin wieder da!

Es ist fast in jedem Herbst das gleiche. Wenn ich aus Spanien zurückkomme, fühlt es sich doch so an, als bliebe ein Teil von mir dort. Dort in der Sonne. Dort am Strand. Dort mit den Zehen im warmen Sand. Dort mit den Augen in der blauen Weite, wo Meer und Himmel sich begegnen. Dort mit dem Kopf in alter Geschichte, Architektur und Kultur.

Und in jedem Jahr ist da dieses seltsame Gefühl in mir, das alles noch ein bisschen länger festhalten zu können, wenn ich nur so tue als sei ich noch dort. Und dann stürze ich mich in den ersten Tagen in Geschäftigkeit, packe alles aus, wasche etliche Maschinen schmutziger Wäsche und räume die saubere Wäsche zurück in die Schränke, suche Platz für die neu mitgebrachten Dinge und vermeide fast alle Kommunikation. Kein Anruf bei der Familie, dass ich wieder da bin und zum Glück wissen die selten so genau, wann ich wieder zurück sein wollte. Kaum Zeit am Rechner, kaum Twitter, kein Blog.

Fast so als wäre ein „ich bin wieder da“ so lange nicht wahr bis es ausgesprochen ist. Als könnte ich Spanien, Sommer, Sonne, Meer und alles was dazu gehört, ein bisschen länger festhalten, wenn ich nur niemandem sage, dass ich wieder zurück bin.

Aber so richtig funktioniert das ja auch nicht, denn zB friere ich, seit wir Donnerstag Abend wieder zuhause angekommen sind. Trotz – dank programmierbarer Thermostate – vorgeheizter Wohnung, trotz warmer Klamotten. Mir fehlt die Sonne, mir fehlt die Helligkeit der Costa de la Luz, der Küste des Lichts, die nicht umsonst diesen Namen hat und mir fehlt die Wärme, auch wenn es in diesem Jahr mit teilweise an die 40°C-Marke ran eigentlich deutlich zu heiss für mich war.

Aber das ist auch so eine schräge Sache: bei solchen Temperaturen von 35°, 37°,… da würde ich zu Hause in der abgedunkelten Wohnung vorm Ventilator sitzen und mir wäre jede Bewegung zu viel und Rausgehen käme schon mal gar nicht in Frage. Anders in Spanien, da stapfe ich auch bei dieser Hitze den ganzen Tag draussen rum und fluche zwar auch ein bisschen über die Höllenglut, aber nichts würde mich dort drinnen halten.

Jetzt aber… lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin wieder da!

Und auch wenn der diesjährige Urlaub unser bisher unfall- und pannenträchtigster war und wir an Verletzungen einiges wegzustecken hatten und so ungeplant viel mehr am Strand rumlagen als dass wir uns, wie eigentlich geplant, Dinge angesehen hätten und auch wenn das, weil dauernd wieder etwas neues Blödes passiert ist, weniger erholsam war, als es hätte sein können und wir jetzt dringend ein bisschen Urlaub brauchen könnten, war es doch wieder eine sehr schöne Reise! Wir hatten ein Superferienhaus, so dermaßen direkt an einem phantastischen Strand, dass man bei geöffneten Fenstern Tag und Nacht das Wellenrauschen im Ohr hatte und ich (die ich seit vielen Jahren von Schlaflosigkeit geplagt bin) habe dort so gut geschlafen wie wohl seit über 10 Jahren nicht mehr. Und wenn ich irgendwann Zeit und Muße habe dann gibt es hier auch mehr über die Reise zu lesen und zu sehen!

Nochmals von Herzen ❤ vielen Dank an meine sämtlichen Gastblogger*innen! Ich lose auf jeden Fall in der kommenden Woche die/den Gewinner*in unter euch aus!

Meine Lieblingsbeschäftigung: Stundenlang auf's Meer gucken (Symbolbild)

Meine Lieblingsbeschäftigung: Stundenlang auf’s Meer gucken (Symbolbild)

Katja

 

 

Hamburg liegt ja von hier aus kurz vorm Meer #5

Der Rest ist schnell erzählt.

Mittwoch Morgen beim Aufstehen ist es noch ein bisschen trüber und ein bisschen dunkler als am Dienstag. Nach dem Frühstück gehen wir nochmal für eine Weile an den Strand zum Abschiednehmen von der Ostsee. Auf dem kurzen 2 Minuten-Weg dorthin merkt man schon, dass der Sturm in der Nacht mächtig gehaust hat. Von den Bäumen, die den Meerblick vom Hotelzimmer so gut kaschieren, sind große Äste herabgestürzt und liegen noch auf dem Weg rum.

Dann: Aufwieder(meer)sehen! (Klick macht alle Fotos groß)

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Hamburg liegt ja von hier aus kurz vorm Meer #4

Dann am nächsten Morgen sieht es schon beim Aufwachen mehr als trüb und dunkel vorm Fenster aus und so schmieden wir beim (übrigens sehr tollen) Frühstück neue Pläne für den Tag, an dem wir uns eigentlich vormittags ein kleines Boot mieten wollten, um ein bisschen durch die ruhigen Seitenkanäle im Swinedelta, zwischen den Inseln im Delta zu tuckern. Aber bei dem Wetter macht das ja keinen Spaß auf dem Wasser zu sein. Also nach dem Frühstück direkt los zum Wildpark und Wisentgehege im Wald, direkt bei Misdroy.

Vom Parkplatz aus, geht es eine Strecke durch den Wald bis man beim Gehege ankommt. (Klick macht alle Fotos groß.)IMG_3637Eigentlich ist das ein recht schöner Wald und Spaziergang, allerdings lassen die Kinderhorden, auf die wir unterwegs immer wieder mitsamt ihrer Lehrer treffen, ahnen, dass das kein so ruhiger Ausflug zum Tiere gucken wird, wie wir uns das vorgestellt hatten.

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Hamburg liegt ja von hier aus kurz vorm Meer #3

Montag Morgen dann aufstehen, Abschied nehmen, nochmal mit der Freundekaffeemaschine schmusen, duschen, Franzbrötchen für die Fahrt organisieren, das ganze Gelumpe wieder im Kofferraum verstauen und los in Richtung Meer. Wenn man denn eh schon bis kurz davor ist, muss das Stück auch noch sein.

Weil aber bei der vorherigen Hotelsuche die polnischen Hotels direkt an der See um Längen hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses vorne lagen, führt uns die Reise nicht auf kürzestem Weg ans Meer, sondern wir fahren von Hamburg aus nochmal 350 km an Rostock vorbei und von Usedom aus dann mit der Fähre über die Swine auf die größte polnische Insel – Wolin. (Klick macht alle Bilder groß.)

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Mein „Awwwwwwww!“-Erlebnis des Tages habe ich dann als ich zu Fuß auf die Fähre spaziere. Direkt neben dem Autos-auf-die-Fähre-dirigier-Menschen liegt dieser Schöne im Schatten.

 

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Hamburg liegt ja von hier aus kurz vorm Meer #2

Nächster Tag, Sonntag. Noch mehr Bilder (gerade bei den maritimen Motiven kann ich mich gar nicht zurückhalten und/oder aussortieren) – deswegen verschone ich euch allzuvieler Worte – und irgendwann auch endlich ein Franzbrötchen.

Rumgeschlendere durch Speicherstadt, über den Sandtorkai mit seinen historischen (traditionellen?) Schiffen, Baumwall, Richtung Landungsbrücken. Leider ziemlich langsam mit vielen Pausen und leider auch nicht besonders weit insgesamt, weil ich quasi direkt nach Ankunft in der Speicherstadt in ein 20 cm tiefes Schlagloch gestolpert und dabei um ein Haar ordentlich auf die Nase gefallen bin. Dass ich überhaupt soviel darauf rumgehumpelt bin, hat sich abends vorm Schlafengehen dann auch mit gemeinen Schmerzen und einem dick geschwollenen Knöchel gerächt. Aber hey: Ich bin in Hamburg!

(Übrigens Memo für meinen nächsten Hamburgtrip: sollte das Wetter dann wieder gewohnt im freundlichen Hamburggrau mit Nieselregen daherkommen, möchte ich ins Gewürzmuseum! Naja, oder mich wenigstens vorher mal schlau machen, was es dort alles zu sehen und ob es dort auch zu schnuppern gibt. In meiner Vorstellung riecht es dort nämlich unglaublich gut. Weiss jemand meiner geschätzten Hamburger Leser*innen zufällig mehr darüber und war vielleicht sogar schonmal dort?)

Jetzt: Bilder! Vorsicht, das sind wirklich viele. (Klick macht wie immer groß.)

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