Man muss sich ja nur zu helfen wissen

Auf gezwitscherten Wunsch zweier Damen. 🙂

Was tun, wenn man keinen funktionierenden Backofen, aber gründlich Lust auf Pizza (die man selber zubereitet und nicht vom Lieferdienst bestellt) hat? Man haut sie in die Pfanne. 😀

Das geht überraschend gut, wird wahnsinnig knusprig und schmeckt so lecker, dass ich die Pfannenpizza durchaus ins Repertoire aufnehmen mag – auch wenn ich jetzt einen neuen Ofen habe.

Für den Boden braucht man (die Zutaten für den Belag spare ich mir, da hat ja jeder seine eigenen Favoriten und Methode):

150 – 175 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
ca. 75 ml lauwarmes Wasser
1/2 TL Salz
1,5 EL Olivenöl

Das reicht für 2 Pfannenpizzen mit ca. 28 cm Durchmesser.

Und so geht’s:

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und die Zutaten gründlich (!) zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten. Aus dem Teig eine Kugel formen und diese mit Mehl bestäuben und in einer abgedeckten Schüssel für 30 bis 60 min gehen lassen – die Teigmenge sollte sich verdoppelt haben.

Den Teig in 2 Portionen aufteilen, nochmal kurz durchkneten und nacheinander mit ordentlich Mehl möglichst rund auf Pfannengröße ausrollen.

In einer beschichteten Pfanne (für die man einen passenden Deckel haben sollte) bei mittlerer Hitze Olivenöl erwärmen, den Teigfladen ins Öl geben bei geschlossenem Deckel 7 – 10 min backen. Man kann recht gut erkennen, wann das ausreicht, die Oberseite sieht dann nicht mehr roh aus und hat bei mir Blasen geworfen. Den Fladen umdrehen, dabei am besten nochmal einen Schluck Öl drunter gießen, mit Tomatensoße bedecken und ganz nach Wunsch belegen. Beim Belag sollte man darauf achten, dass die Sachen nur indirekt die Wärme abbekommen. Manche Gemüsesorten sollte man also besser vorher ein bisschen in der Pfanne anbrutzeln, Champignons zB würde ich nicht roh darauf legen. Frische Paprika, zB bleibt aber schön knackig, die fand ich sehr gut darauf. Von dieser Seite nochmal in etwa gleich lang in der geschlossenen Pfanne braten, dann sollte der Käse gut zerlaufen sein – fertig!

Man merkt natürlich schon, dass die Pizza nicht aus dem Ofen kommt. Der Käse zerläuft zwar, bräunt aber nicht. Dafür ist der Boden wirklich traumhaft knusprig. Yummi. Ich glaube, ich würde beim nächsten Versuch die Pizza am Ende einfach nochmal für 2-3 Minuten im Backofen unter den heissen Grill werfen, damit sie auch von oben ein bisschen Farbe bekommt.

(Man denke sich hier das Foto einer Pizza. Ich hab sie tatsächlich nicht geknipst, so groß war die Pizzalust nach so langer Zeit ohne Ofen. :D)

Aber das muss warten, die nächste Pizza wird nämlich der erste Versuch auf dem Backstein im neuen Ofen werden! 🙂

Katja

Wenn beim Alpenglüh’n…

Von Innsbruck aus zurück über die kurvigen Bergstraßen nach Fulpmes ins Hotel und endlich haben wir dank strahlend blauem Himmel und Weitsicht doch noch einen Blick auf den Stubaier Gletscher werfen können.

Was mir an den Bergen so gar nicht gefallen hat, war so manch abstruser Ohrwurm, den sie mir beschert haben. So wie zB das unglaubliche Schauspiel aus Bergen, die aussahen als stünden sie in Flammen, das sich mir abends vom Hotelzimmerbalkon aus bot, diesen schrecklichen Heinosound aus dem Artikeltitel in meinem Ohr verursacht hat. Wuhäää. Weiterlesen