Neulich in meiner Küche

„Wir haben dir gerne den Gefallen getan, uns aufopferungsvoll um deine Köstlichkeiten zu kümmern, damit du 2 Tage lang beim Kochen glücklich sein konntest.“ verabschieden sich meine Lieblingsgäste, für die ich deswegen so gerne koche, weil sie tatsächlich niemals sagen, dass man sich doch nicht so viel Mühe hätte machen sollen. Ich liebe es, mir die Mühe zu machen. Ich liebe es, wenn Menschen sich richtig darüber freuen können, dass man mit Liebe und Freude für sie kocht und jene Gäste können das.

Nachdem ich gestern 8 Stunden und heute ab kurz nach 7 morgens in der Küche stand, bin ich gerade überaus erledigt, aber zufrieden grinsend, weil meine Gäste vorhin satt und glücklich wieder in Richtung ihrer Heimat aufgebrochen sind.

Heute hier so. In ein paar Bildern: (Klick macht groß)

 

Kann losgehen!

Aperitif (schnöder Holunderblütenlikör bzw. -sirup mit Mineralwasser)

Meine ersten Antipasti…

…und ich bin zugegebenermaßen stolz darauf.

Dazu Focaccia.

Spinatgnudi mit Salbeibutter

Pizza

Pizza

und Pizza

Saltimbocca ala Romana mit Peperonata und Risoleekartoffeln

Pflaumencrumble mit Amarettini-Streuseln und Vanilleeis

Und weil die Gäste dann noch so hungrig aussahen, gab es hinterher noch Monkeybread.

 

Küchenchaos. (Mittlerweile fast schon wieder in Ordnung.)

Das war sehr schön! Ich hoffe, die kommen bald wieder. 🙂

Katja

 

 

Rezeptbaukasten: No-Butter-Dingsi, #1 Chicken

Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte stammt von Tanya, deren Blog leider schon seit geraumer Zeit ganz verwaist ist. Jedes Mal, wenn ich das kochen will – und das ist bei diesem Essen aufgrund der explosiven Aromenvielfalt wirklich oft der Fall – googele ich „kyramae butter huhn“ oder etwas ähnliches und jedes Mal halte ich die Luft an, ob google mich hinführt, weil ich immer ein kleines bisschen Angst habe, die Lieblingstanya könnte ihr feines Blog, das übrigens das allerallererste Blog war, das ich jemals gelesen habe, irgendwann ganz abschalten und das Rezept könnte damit im Nirvana versinken. Klar, eigentlich weiß ich, was alles rein kommt, aber bei all den Gewürzen bin ich nie 100%ig sicher, von welchen die Ess- und von welchen die Teelöffel reinkommen, daher gucke ich doch immer wieder nach.

Um meine Nerven endlich mal zu beruhigen und mir die Angst zu nehmen, muss ich jetzt endlich mal die genauen Mengen noch irgendwo greifbar festhalten und weil es wirklich so ein grandioses und einfaches Gericht ist, das in der ganzen Wohnung großartigen Duft verbreitet, halte ich’s hier fest auf dass ihr auch alle No-Butter-Chicken süchtig werdet. Kocht. Das. Nach. Das ist wirklich famos! (Oder kocht einen der anderen Teile, die hier irgendwann demnächst noch folgen werden und mit ein Grund dafür sind, dass ich’s endlich mal hier verblogge.)

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Man braucht dafür:

500 g Hühnerbrust
1 (rote) Zwiebel
2-3 Zehen Knobi
1 etwa daumengroßes Stück Ingwer
2 EL Tomatenmark
1 EL braunen Zucker
1 EL Kreuzkümmel (ganz, wenn ihr habt, sonst geht auch gemahlen)
1 EL Garam Masala
1 TL Salz
1 TL Kurkuma
1 TL rote Chiliflocken
1 Schluck Olivenöl
2 EL Joghurt
200 ml Wasser

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Und so geht’s:

Gewürze zusammensuchen, Hühnerbrust in kleine Würfel schnippeln, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln.

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Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knobi und Ingwer ein paar Minuten bei mittlerer Hitze unter Rühren anschwitzen, dann die Gewürze dazugeben und ein paar Minuten rösten bis die ganze Küche intensiv danach duftet. Das Tomatenmark dazugeben und mit den Zwiebeln und Co. vermischen.

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Die Hühnerbrust ebenso in die Pfanne und so lange wüst drin rumrühren bis die Fleischstücke rundum mit der roten Gewürzpaste überzogen sind und dabei ein bisschen anbraten. Die müssen bei weitem nicht garen, das tun sie gleich, indem sie in der Soße durchziehen und werden dabei wunderbar zart.

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Wasser angießen, kräftig rühren und ca. 20 min vor sich hinblubbern lassen, dann den Joghurt reinrühren, nicht mehr kochen (sonst gerinnt der Joghurt). Fertig.

Reis passt wunderbar dazu oder auch Naan-Brot. (Das auf dem Foto ist mit Shirataki-Nudeln.) Wem’s zu scharf ist, der verrührt ein bisschen Joghurt mit einem Schluck Olivenöl und frischer oder getrockneter Minze. Das kühlt herrlich und nimmt die Schärfe.

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Omnom! Ich glaube, ich muss das nächste Woche schon wieder machen.

Katja

So easy-peasy war Brotbacken noch nie!1elf / 3 to go

Nach viel zu langer Zeit, habe ich endlich wieder mal ein Brot gebacken und wat sollsch sachen? So einfach und vor allem so schnell (!) war das wirklich noch nie. Ca. 30 min incl. Backzeit und heraus kommt ein wirklich leckeres Brot. Nachdem ich hier und hier schon zwei super einfache Brotrezepte Schrägstrich Brotbackmethoden verbloggt habe, ist das Irische Sodabrot wirklich nochmal einfacher. Das Rezept stammt aus „Cook’s Bible Backen“, mit dem ich recht zufrieden bin, weil alle bisher ausprobierten Rezepte, gut funktionierten und die Ergebnisse lecker waren.

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Für das Irische Sodabrot braucht man:

450 g Mehl (+evtl. 50 weitere Gramm)
400 ml Buttermilch
1 TL Salz
1 TL Natron

Und so geht’s:

Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen und daran merkt man, dass das Brot tatsächlich ruckzuck geht – man ist nämlich mit dem Teig fertig, wenn der Ofen heiß ist. Ein Backblech mit Backpapier belegen (das Originalrezept fettet das Blech ein, aber ich halte das Spülen lieber einfacher).

Mehl mit Natron vermischen und in eine Schüssel sieben, Salz untermischen, eine Mulde in die Mitte drücken und die Buttermilch komplett in die Mulde gießen. Den Teig zuerst in der Schüssel mit einem Löffel vermischen und dann mit der Hand durchkneten. Der Teig soll sehr weich, aber nicht zu feucht sein. Meiner war sehr feucht, ich habe noch etwas zusätzliches Mehl untergeknetet. Dann auf der bemehlten Arbeitsfläche noch ein bisschen weiterkneten und einen runden Laib formen. Den Laib auf’s Blech legen, mit einem scharfen Messer ein Kreuz in die Oberseite ritzen und für 20 bis 25 Min in der Mitte des Ofens backen. Mein Brot war nach 20 min fertig. Man erkennt das – außer an der Farbe – daran, dass es hohl klingt, wenn man drauf klopft.

Auf einem Gitter abkühlen lassen, anschneiden. #Omnomnom!

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Katja