Sternzeit 23092014

Logbuch des Captains:

Unsere Landung auf dieser seltsamen, von der Welt gänzlich abgeschnittenen Planeten namens DSL-Störung liegt jetzt 3 Tage hinter uns, doch bisher gibt es noch keine Linderung im Reflex, alles googeln zu wollen. Unsere Kräfte sind nahezu aufgebraucht, die linke Schulter schmerzt, ob des ungewohnten dauerhaften Hochhaltens des kleinen mobilen Kommunikationsgerätes. Der Akku ist dauernd erschöpft, unsere Vorräte an mobilem Datenvolumen sind fast vollständig aufgezehrt. Die geistige Kapazität der Crew nähert sich, durch die mangelhafte Versorgung mit Informationen, jener eines 4-jährigen. Wobei auch das nur einer Vermutung unterliegt, da mir der Zugang zu Daten, die eine genauere Einschätzung zuließen, fehlt.

Heute im Morgengrauen erreichen uns Funkzeichen jener fernen Gottheit, die man als Service-Hotline verehrt. Unter Umständen wird uns noch heute ein, mit einem Techniker bemanntes Rettungsshuttle von diesem Höllenplaneten abholen. Die Hoffnung mobilisiert unsere letzten Reserven…

Katja

Don’t panik

Erstaunlich, wie entspannt ich mittlerweile damit umgehen kann, wenn mein Rechner klump ist. Vor ein paar Jahren hätte mich das in eine tiefe Krise gestürzt und ich wäre panisch geworden. Jetzt nervt es mich immer noch, aber es ist nicht mehr das Gefühl von der (ganzen) Welt abgeschnitten zu sein, das mich nervt, sondern eher die Tatsache, dass es, wenn die neuen Teile dann mal da und eingebaut sein werden, überaus  nervig wird bis ich den wieder halbwegs so eingerichtet habe, dass er sich gemütlich anfühlt.

Dass ich trotz Rechnercrash heutzutage dank Phone und Tablet nicht ganz offline bin, spielt sicher eine Rolle beim Ausbleiben der Panik – noch mehr aber vermutlich das Wissen, dass meine wichtigen Daten und speziell meine sämtlichen Fotos dank regelmäßiger Datensicherung wohlbehütet auf dem Server liegen.

Ich bin dann übrigens mal offline – so überwiegend zumindest.

Katja