Little Confessions #38

Ich habe in meinem großen Vorratsschrank in der Küche eine Nudelschublade.

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Ich finde, viel mehr Leute sollten Nudelschubladen haben. Nudelschubladen sind etwas Großartiges! Man kann Nudeln darin aufbewahren. Viele Nudeln. Man hat die Nudeln immer zur Hand, wenn man welche braucht. Und wenn Platz in der Schublade ist, kann man beim Nudeleinkauf, wenn man zufällig merkt, dass die Lieblingsmarke im Angebot ist, ohne schlechtes Gewissen ein bisschen eskalieren. Sie nehmen ja keinen anderen Nahrungsmitteln deren Vorratsplatz ab.

Ich könnte jetzt gerade Nudeln kochen! Alleine schon ihres schönen Namens wegen: Nudeln. Wieviel schöner das klingt als Pasta!

Katja

(Es gab hier schonmal ein Geständnis über Nudeln. Ich mag Nudeln.)

Little Confessions #33

Ich bin die Retterin der verlorenen Nudel!

Immer, wenn ich Nudeln koche und anschließend abgieße, muss ich hinterher sämtliche noch am Topfboden kleben gebliebene Nudeln dort abfummeln und mit ihren Schwestern vereinen. Ich kann auch nicht daneben stehen, wenn andere Menschen das nicht genauso handhaben. Dann pule ich zur Not auch in deren Töpfen die letzte kleine einsame Nudel vom Boden.

:mrgreen:

Katja

9 : 8 : 10

Ich bin wieder da! Nach einer gleichermaßen schönen wie anstrengenden Woche Italien, bin ich seit knapp 40 Stunden wieder zu Hause und es scheint hier eine krude Tradition zu geben, die besagt, dass die heimische Heizungsanlage entweder zur Begrüßung oder am nächsten Tag in irgendeiner Weise kaputt gehen muss. Vor 2 Jahren kamen wir Anfang November aus fast 3 Wochen bei 30°C in eine für die nächsten 48 Stunden 12°C kalte Wohnung. Gestern sprudelte dann das heisse Wasser in Strömen irgendwo aus der Heizungsanlage und innerhalb kürzester Zeit stand im Heizkeller fast knöcheltief das Wasser. Toitoitoi hatte ich direkt 3 Maschinen Wäsche gewaschen und hab es zeitnah bemerkt als sich die Pfütze in die Waschküche ausdehnte. Das sprudelte so schnell raus, dass es sonst ein schlechtes Ende für sämtliche Waschmaschinen, Wäschetrockner und auch unseren im Keller stehenden Server hätte nehmen können.

Aber eigentlich wollte ich ja kurz schonmal ein bisschen von Italien erzählen.

9 : 8 : 10 ist der Endstand Kirchen : Eis : Kaffee nach einer Woche und nachdem es am 2. Urlaubstag mal 5 : 1 : 2 stand, sieht man, dass sich im Laufe der Zeit dort die Prioritäten eindeutig verändert haben. 😀

Wir haben wahnsinnig viel gesehen in der Woche und am Ende habe ich mich so reizüberflutet gefühlt, dass ich auch gar nirgends mehr reinwollte (ey 9 Kirchen von innen verteilt über 4 Tage reicht ja auch!), weil ich alles Gesehene und dazu die vielen, vielen Menschen gar nicht mehr sinnvoll verarbeiten konnte. Im Vorfeld hatten wir von etlichen Leuten tolle Tipps, speziell zu Florenz, bekommen. (Vielen Dank nochmal an die hier Mitlesenden!) Den mit Abstand besten davon gab mir Herr Silencer (der mir hoffentlich nicht übel nimmt, wenn ich ihn hier direkt zitiere):

Zu Florenz kann ich nur sagen: Sei froh, wenn Du ein oder zwei Sachen schaffst.

Der kam zur genau richtigen Zeit und war folglich wirklich gut und hilfreich, weil es mich schon im Vorfeld wieder ein bisschen runter und aus meinem Hamsterrad des ‚alles sehen müssens‘ rausgeholt hat.
Ich finde es wahnsinnig schwierig, in eine Gegend zu fahren, die sooo sooo viel zu bieten hat und wo es sooo sooo viel zu sehen gibt, weil ich mir da selber erst mal einen immensen Druck aufbaue, jetzt auch unbedingt alles sehen zu wollen. Und das geht ja gar nicht und schon gar nicht in nur einer Woche.

Was ich bei all den Dingen, die ich mitgeschleppt habe, getrost hätte zu Hause lassen können: sämtliche Bücher (7 an der Zahl) bis auf den Reiseführer, Socken und Pullover. Zum Lesen war überhaupt keine Zeit und ich war abends auch so fertig und übersättigt von den vielen Eindrücken, dass ich gar keine Ruhe dafür gefunden hätte. Und für die warmen Klamotten gab es bei Mitte 30°C auch keine Verwendung.

Dafür steht auf meiner ewigen Packliste für Ferienwohnungsurlaube, seit ich wieder zurück bin, für zukünftige Urlaube eine Zehnfachsteckdose, um endlich mal das leidige Problem des Akkuaufladens der zahlreichen mitgeschleppten Gerätschäften sinnvoll zu bündeln, ohne dass man abends hinter den Möbeln rumkriechen und in dunklen Ecken nach noch einer freien Steckdose suchen muss. 😀

Worüber ich mich in Italien gewundert habe: Es gab dort nirgends, wo wir Eis gegessen haben (und das waren ja 8 verschiedene Läden), Vanilleeis! Echt wahr! Dass es keine so seltsam kreierten Eisbecher wie in Deutschland gibt, fand ich nicht so erstaunlich. Immerhin können die Eis (!) und müssen es nicht unter Soßen oder Früchten verstecken. Aber dass es kein Vanilleeis gab, hat mich wirklich gewundert. Hat da jemand andere Erfahrungen gemacht und ich hab vielleicht einfach immer nur bei den falschen Gelaterias geschaut oder isst man das tatsächlich grundsätzlich nicht in Italien?

Oh und kann es sein, dass sie dort einfach sämtliche Pizzabäcker, die es nicht drauf haben, zwangsausgewiesen und nach Deutschland umgesiedelt haben? Anders kann ich mir diese wahnsinnigen Unterschiede zwischen der Pizza dort und jener hier (die ja auch von Italienern zubereitet wird) nicht erklären. Gleiches gilt übrigens für den Cappuccino. Ich fürchte, ich werde nie wieder einen in Deutschland trinken können, ohne losheulen zu müssen, weil die Plörre nichts mit dem zu tun hat, was ich dort trinken durfte. 🙂

Neben über 2000 Fotos (uffff!) und einem italienischen kleinen Prinzen für die Sammlung, habe ich überwiegend Nahrungsmittel aus dem Urlaub mit nach Hause geschleppt. Die Küche der Ferienwohnung war leider gar nicht auf Kochen ausgelegt und der echte holzbetriebene Pizzasteinofen, der mich auf den Fotos so gelockt hatte, war eher Deko, denn wirklich benutzbar. Wer mich ein bisschen kennt, kann sich vielleicht vorstellen, welche Qualen ich erleide, wenn ich durch einen ausländischen Lebensmittelladen mit all den unbekannten Köstlichkeiten laufe, ohne sie mitnehmen und in der Ferienwohnung in den Topf werfen zu können. Es gab zwar einen schicken 5-flammigen Gasherd, aber tatsächlich nur einen einzigen kleinen Topf und keinerlei Kochgeschirr. Das konnte ich nicht mal mit den Dingen, die ich mitgeschleppt hatte, halbwegs ausgleichen und so kam es, dass mir der letzte Einkauf vor der Heimfahrt ein bisschen aus dem Ruder lief…

IMG_3600Nicht im Bild sind die ca. 1,5 kg Kirschtomaten, die die Fahrt in der Kühlbox überaus heil überstanden haben und deren Geschmack meine selbstgezogenen Tomaten vor Neid zum Erblassen bringt, das Kilo Parmesan und die zwei Flaschen Olivenöl, die wir für viel Geld direkt beim Erzeuger erstanden haben und von denen ich sicher bin, dass der Geschmack jeden Cent davon wert ist.

Schön war’s. (Aber jetzt muss ich mich erst mal vom Urlaub erholen. :D) Bald mehr darüber und vor allem ein paar der über 2000 Fotos!

Katja

 

Memo an mich

Liebe Katja,

falls du jemals wieder ein Acht-Gänge-Menü für 5 Personen planen solltest und, noch bevor du mit der ganzen Arbeit, die dran hängt begonnen hast, auf die Idee kommen solltest, du könntest ja doch noch eben fix, die Nudeln selber machen, koch dir ’nen Kaffee, setz dich hin und atme tief durch, putz dein Badezimmer (das musst du doch bestimmt eh heute noch machen, hm?), halt den Kopf mal unter fließend kaltes Wasser oder bastle einen Papierflieger und bemal ihn – wahlweise auch eine Kombination mehrerer dieser Möglichkeiten, aber um Gottes willen, unternimm etwas bzw. warte ab, bis diese Idee in deinem Kopf von dem Wissen „öh Moment, die Worte Nudeln selber machen und fix passen einfach nicht in ein und den selben Satz“ überlagert wird.

dein früheres ich (direkt nachdem es 3 Stunden lang mal eben fix Nudelteig geknetet, durch die Nudelmaschine gekurbelt und Sternchen daraus ausgestochen hat)