Alles eine Frage des richtigen Werkzeuges…

…sagte die, die mit einem Silikonspritzbeutel, trotz ihrer Grobmotorik, plötzlich doch in der Lage zu sein scheint, Gebäckstücke zu verzieren.

Somit gab es hier erstmalig Cupcakes, wo es früher schnöde Muffins tun mussten. Und weil sie lecker waren, dürfen sie bei den Blogrezepten einziehen.

Zitronenhäubchenküchlein (ist das nicht ein wunderbares Wort?)

Man braucht dafür:

120 g sehr weiche Butter
100 g brauner Zucker
2 Eier
200 g Mehl
2 TL Backpulver
3 TL Zitronensaft
1 Prise Salz
110 ml Milch
abgeriebene Schale einer Zitrone
100 g sehr weiche Butter
100 g Puderzucker
120 g Frischkäse (getestet mit Philidelphia)

Und so geht’s:

Die 120 g Butter mit dem braunen Zucker mit dem Rührgerät oder der Küchenmaschine möglichst schaumig rühren, die Eier dazugeben und weiterrühren. Dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl und das Salz unterrühren. Zuletzt Zitronensaft, ca. die Hälfte der Zitronenschale und die Milch zum Teig geben und mit unterrühren.

Den Teig in Muffinformen geben – ich backe momentan am liebsten in doppellagigen Papierförmchen, die ich in die Mulden des Minimuffinblechs gebe. Die Teigmenge ergibt knapp 40 Minimuffins. Bei 180°C ca. 18 – 20 Min backen.

Während die Muffins abkühlen das Topping herstellen. Dafür die restlichen 100 g Butter mit dem gesiebten (!) Puderzucker verrühren und dann den Frischkäse und die zweite Hälfte der Zitronenschale unterrühren. Auf die erkalteten Zitronenküchlein mit dem Spritzbeutel oder der Tortenspritze ein Häubchen spritzen.

Die fertigen Küchlein im Kühlschrank aufbewahren!

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Und jetzt bitte her mit euren „musste unbedingt mal probieren!“-Lieblings-Cupcake-Rezepten. 🙂

Katja

Happy Bearsday to youuuu

Nee, noch nicht umdrehen!

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Na gut, jetzt darfst du schonmal gucken.

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Klar sind die alle für dich!

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Happy Bearsday, mein Großer. ♥♥♥

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Augen zu und was wünschen! *puuuust*

Überraschung!

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(Ja, mag sein, dass das ein bisschen übertrieben ist, aber wie oft im Leben wird der beste Bär der Welt schon vollbärig?)

Katja

¡Felicitaciones!

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Wer es schafft, zwei Jahre lang nicht zu rauchen, hat sich ja aber mal allermindestens eine Belohnung verdient! So wie heute zum Beispiel der Mitnichtraucher und hauseigene Schokoholic. Daher gibt’s nachher verdientermaßen einen großen Teller schokoladiger Minischokoladenmuffins für ihn.

Und weil die wirklich ganz schön schokoladig geworden sind, gibt’s für euch jetzt schon das Rezept. Wenn ihr ganz fix die Zutaten besorgt oder sogar zu Hause habt, könntet ihr das quasi noch schaffen, heute Abend synchron mitzufuttern. :mrgreen:

Für 50 – 60 Minimuffins braucht man:

250 g Mehl
2 TL Natron
30 g Kakaopulver
1 Prise Fleur de Sel (anderes Salz tut’s natürlich auch)
120 g Butter
2 Tafeln einer guten Zartbitterschokolade
2 Eier
120 g Zucker
2 Tütchen Vanillezucker
180 ml Milch

Und so geht’s:

Den Backofen auf 180°C vorheizen und Papierförmchen in die Mulden eines Muffinblechs zwirbeln.

Eine der Schokoladentafeln grob zerkleinern und zusammen mit der Butter bei niedriger Temperatur in einem kleinen Topf schmelzen.

Die zweite Schokoladentafel fein hacken.

Mehl, Natron, Kakao und Salz gründlich in einer Schüssel miteinander vermischen.

In einer zweiten Schüssel die Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, dann die Milch und die geschmolzene Butter-Schokoladen-Mischung gründlich mit einrühren. Aus der anderen Schüssel die trockenen Zutaten dazukippen und die gehackte Schokolade dazugeben und nur noch so kurz verrühren, dass die trockenen Zutaten gerade eben feucht sind.

Mit Teelöffeln in die Förmchen füllen und pro Blech ca. 10 min backen.

Natürlich kann man die auch in normalgroßen Muffinformen backen, dann brauchen sie vermutlich eher doppelt so lange. Wer kein Muffinblech oder keine Silikonformen hat und nur in Papierförmchen backt, sollte die Papierteile doppellagig verwenden, sonst werden die Muffins eher breit denn hoch.

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Katja

Backen ist doof

Obwohl ich schon immer gerne gekocht habe, konnte ich Backen nie etwas abgewinnen. Beim Kochen konnte man wüst mit den Zutaten und Gewürzen rumexperimentieren: eine Prise hiervon, eine Handvoll davon… Backen war ganz anders: man brauchte ein Rezept, das gab die genauen Zutaten in der genauen Zusammensetzung an und daran musste man sich halten. Das war mir immer viel zu starr. Und so individuelle Dinge, wie zB phantasievoll verzierte Torten oder Kuchen – dafür bin ich irgendwie zu grobmotorisch, das liegt mir nicht so. Ich bin vermutlich auch weltschlechteste Geschenkeverpackerin, Schleifchen hier, Fältchen da – ich bekomm das einfach nicht hin und bin froh, wenn ich mich beim Zukleben nicht komplett im Tesafilm verheddere.

Vor einigen Jahren backte eine Online-Bekannte von mir häufig Muffins und tat das im Chat kund. Irgendwann war’s dann so weit und ich war so heiss drauf, das auch endlich mal zu probieren, dass ich mir Muffinformen kaufte. Ich fragte sie nach ihrem Rezept und sie ging mir fast an die Gurgel für die Frage. Immerhin war das ihr Rezept. Ihr geheiligtes, geheimes Muffinrezept, das sie selber durch rumprobieren entwickelt hatte. Das gab sie doch nicht einfach so raus!

Ich suchte im Web und probierte 2, 3, 4 verschiedene Rezepte durch. Jedesmal kamen ziemlich trockene, flache, feste Flatschen dabei raus. Nicht das, was ich mir unter einem Muffin vorstellte. Die mussten doch weich, saftig und fluffig sein. Hätte diese Bekannte mir ihr Rezept nicht verweigert, weil es ’selbstentwickelt‘ war, ich wäre vermutlich nie auf die Idee gekommen, auch beim Backen einfach mal rumzuprobieren, wie ich es beim Kochen eh schon immer tat. Vielleicht hatte ich beim Backen die Hemmungen, weil man das Ergebnis erst am Ende mitbekommt, nicht mehr nachwürzen kann mittendrin, wenn man merkt, dass noch was nicht passt. *Schultern zuck*

Ich fing also an, selber Zutaten zusammenzuwerfen, Muffins zu backen, zu ändern, Muffins zu backen, das noch ausgetauscht, Muffins zu backen. Nach 3, 4 Versuchen kam ich (eher durch Zufall) auf eine Zusammensetzung und Bingo, die war’s. Seitdem habe ich mein eigenes Muffin(grund)rezept.

Weil das aber weder geheiligt noch geheim ist und ich heute seit sehr langem endlich wieder mal Muffins gebacken habe, teile ich mein Rezept jetzt mit euch:

Grundrezept:

Feuchte Zutaten:
150 Gramm geschmolzene Butter
3 Eier
1 Becher Schmand
(wenn vorhanden 1, 2 Spritzer Vanilleessenz)

Die Eier hellschaumig rühren, die geschmolzene (nicht zu warme) Butter und den Schmand gründlich unterrühren.

In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten miteinander vermischen, die da wären:

200 Gramm Mehl
1/2 Päckchen (7-8 Gramm Backpulver)
1 TL (ca. 3 Gramm Natron)
120 Gramm Zucker
2 Päckchen Vanillezucker

Das Mehl mit Backpulver und Natron vermischen und sieben, mit dem Zucker und Vanillezucker vermischen.

Die trockenen Zutaten auf einmal in die Schüssel mit den feuchten Zutaten kippen und mit der schwächsten Mixerstufe nur so kurz rühren, dass die trockenen Zutaten gerade eben feucht sind.

In Muffinförmchen füllen und bei 190°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 Minuten backen.

Haaalt, da fehlt doch noch was?

Genau!

Die Geschmacksrichtung.

Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. ‚Feuchte‘ Dinge kommen in die ‚feuchte‘ Schüssel, trockene in die ‚trockene‘ Schüssel, stückige oder empfindliche werden ganz am Schluss nur kurz mit einem Esslöffel untergezogen.

Ideen für Kombinationen:
Statt des Schmands Fruchtjoghurt nach Belieben, ein Klecks Marmelade der passenden Geschmacksrichtung macht den Geschmack intensiver.
Pürierte Bananen und Nussnougatcreme.
Gemahlene Nüsse (dann die Mehlmenge reduzieren).
Schokotropfen und Mandarinen aus der Dose (einer unserer Favoriten).
Sehr kleingeschnippelte Äpfel (sehr lecker mit einem guten Spritzer Buttervanillearoma).
Sauerkirschen und kleingeschnippelte Marzipanrohmasse (Bines absolute Lieblingssorte).
Geraspelte Äpfel und Backkakao.
Vanillepuddingpulver.
Schokolade (am einfachsten, wenn man sie zusammen mit der Butter schmelzen lässt).

Das Herrliche ist, dass Muffins zu backen ebenso kreativ ist wie Kochen, weil man selbst mit Grundrezept immer noch mit den Geschmacksrichtungen rumexperimentieren kann. 🙂

Heute gab’s Mandarinen-Schokotropfen und welche mit Äpfeln, die ich zum Kaffeebesuch bei der Freundin, die hier in der Nähe wohnt, mitgenommen habe. (Schön war’s übrigens. Sehr. :))

 

Viel Spaß beim Rumprobieren, falls jemand das nachbacken mag. 🙂

Katja

 

MSM = Magrat Solidaritäts-Muffins

Vor gar nicht langer Zeit, hatte ich Magrat versprochen, mich mal am glutenfreien Backen zu probieren. Seitdem hat mir das keine Ruhe gelassen und ich habe es heute direkt gewagt und einen ersten Versuch gestartet. Statt Kuchen sind es Muffins geworden, dafür aber auch mit selbstausgetüdeltem Rezept. Für Muffins hatte ich mir schonmal ein Grundrezept zusammengebastelt und das erschien mir einfacher, weil ich da Mengen besser einschätzen kann als bei einer Kuchenform. Ich finde sie direkt im ersten Versuch sehr gut gelungen. Sie sind locker, sie sind lecker, sie sind saftig. Bisschen eindeutigeren Geschmack dürften sie haben, momentan das sind weder ganz richtige Schokoladenmuffins, noch ganz richtige Nussmuffins und die beiden Geschmäcker vermischen sich ziemlich, symbiotisch aber nicht einwandfrei identifizierbar. Aber das lässt sich ja noch variieren.

Und so hab ich sie gebacken:

Glutenfreie Schoko-Nuss-Muffins:

150 Gramm Butter zusammen mit 80 Gramm Zartbitterschokolade im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen.

In einer Schüssel die trockenen Zutaten abmessen und gründlich vermischen:

100 Gramm gemahlene Haselnüsse
100 Gramm Maisgries
100 Gramm Speisestärke (Maisstärke)
1/2 Päckchen Backpulver
130 Gramm Zucker
2 Päckchen Vanillezucker

4 Eier trennen und das Eiweiss zu Schnee schlagen.

In einer weiteren Schüssel die nassen Zutaten vermischen:

Die 4 Eigelb
das geschmolzene Butter-Schokoladen-Gemisch und
1 Becher Schmand

gründlich mit dem Mixer verrühren.

Die trockenen Zutaten in die Schüssel mit den feuchten Zutaten kippen und nur ganz kurz und auf schwacher Stufe mit dem Mixer untermischen – sodass die trockenen Zutaten gerade so feucht werden.

Als letztes den Eischnee unterheben und den Teig mit einem Löffel in Muffinförmchen füllen.

Gebacken habe ich für 18 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze.

Und das ist dabei herausgekommen:

Im Vergleich zu „normalen“ Muffins sind sie ein wenig mehr „crunchy“ und knirschen ein bisschen zwischen den Zähnen. Ich backe aber nicht so häufig mit Nüssen und bin nicht sicher, ob es an den Nüssen oder am Maisgries liegt. Vielleicht auch an beidem. Geschmacklich finde ich sie wirklich gut. Beim nächsten Mal würde werde (ich hab ja noch 900 Gramm Maisgries :mrgreen: ) ich mich mal an was Fruchtigem probieren.

Liebe Magrat, ich denke beim Reinbeissen solidarisch an dich und hoffe, du kannst mit meiner Beschreibung etwas anfangen. 🙂

Katja