Guten Freunden grillt man gerne ein Würstchen

Oder ein Steak oder so. Zum Beispiel Sonntagnachmittags auf der überaus heissen, da mit Plexiglas überdachten, Terrasse in einer solchen Gluthitze, dass sich die mediterrane Butter innerhalb kürzester Zeit verflüssigt hat. Lecker war sie trotzdem und weil ich die schon häufiger gemacht habe und sie ganz fix und einfach nachzumachen ist und viel besser als jedwede fertig gekaufte Kräuterbutter, hier das Rezept.

Das stammt aus dem tollen „Geschenkideen aus der Küche“ von Nicole Stich & Coco Lang und ist bei Gräfe und Unzer erschienen. Bisher alle Rezepte, die ich daraus probiert habe, sind ziemlich klasse – einziges Manko: die meisten Sachen sind nicht lange haltbar und was schlimmer ist: nicht tauglich, um sie per Post zu verschenken. Und da bei mir die meisten Küchenbasteleien, die ich verschenke, bei einem von euch landen, ist das vor allem für euch ziemlich schade. :mrgreen:

Hier jetzt aber die Butter – wie immer ein bisschen abgewandelt – wenigstens zum Selbernachbasteln. 🙂

Man braucht dafür:

250 g weiche Butter (je weicher desto einfacher)
1 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
6-8 (ich nahm 10) getrocknete Tomaten (ich kaufe immer die ohne Öl und weiche lieber bei Bedarf ein)
1 Zehe konfierten Knoblauch (oder frischen)
15 Blätter Basilikum
5 EL frisch geriebener Parmesan (das mache ich immer \pi\ mal Daumen)

Die Tomaten und den Basilikum in feine Streifchen schneiden. Den Knoblauch, falls er konfiert ist, zerdrücken, ansonsten fein würfeln. Parmesan reiben. Butter, Olivenöl und Tomatenmark in einer kleinen Schüssel oder einem tiefen Teller mit einer Gabel gut miteinander verrühren. Die restlichen Zutaten dazugeben und alles gründlich einrühren. In eine Dose füllen und ab in den Kühlschrank damit, Freunde einladen, Grill anheizen, Radler kalt stellen.

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Und was gab’s dazu? Naja, ein bisschen Fleisch und…

IMG_1384 Eingelegte Oliven. (Rezeptklick)

IMG_1386Gegrillten Schafskäse. (Rezeptklick)

IMG_1395Schafskäse-Knobi-Creme. (Rezept-bei-Sinchen-Klick)

IMG_1393Gemischter Salat. Ganz ohne Rezept mit Zitronenabrieb in der Vinaigrette.

IMG_1394-001Pizza-Schnecken. (Rezeptklick)

IMG_1392Mediterraner Nudelsalat. (Rezept-nochmal-bei-Sinchen-Klick)

IMG_1400-001Und dann irgendwann, weil’s so heiss war, noch Cheese-Cake-Icecream (Rezeptklick)

Schön war’s. 🙂

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Optimistischen Schätzungen zufolge, könnte es sein, dass wir die Reste vertilgt haben, bis wir dann Freitag Abend nach Italien aufbrechen. :mrgreen:

Katja

Kochbuchkochen 17/36

Ich glaube, mein Vorhaben, so viele Rezepte aus den diversen Kochbüchern im Regal zu testen, war eine gute Idee, weil ich sonst unter anderem vermutlich auch nie auf die Idee gekommen wäre, einen Braten auf dem Grill zuzubereiten. Die Lammkeule „Miami Beach“ aus Grillen aus dem Lingenverlag hat zwar einen echt albernen Namen, war dafür aber unheimlich fruchtig und lecker und die Marinade werde ich sicherlich noch häufiger verwenden!

Man braucht dafür:

Braten aus der Lammkeule, entbeint (Das Originalrezept sieht 1,8 kg für für 4 Personen vor, was meine Augen hat ungläubig aus dem Kopf treten lassen. Wir hatten knapp 600 g und das war eine mehr als reichliche Fleischportion für zwei.)

Für die Marinade braucht man (hier habe ich allerdings die Originalmenge genommen, trotz der stark verringerten Fleischmenge)

2 Knoblauchzehen (kleingeschnitten oder konfierte zerdrückte)
6 EL Olivenöl
2 EL abgeriebene Orangenschale (die habe ich im Winter auf Vorrat produziert und getrocknet als es unbehandelte für bezahlbare Preise gab)
6 EL frisch gepresster Orangensaft (oder Direktsaft)
3 EL Orangenmarmelade
Pfeffer und Salz, möglichst frisch gemahlen

Das Lammfleisch waschen und trocken tupfen. Alle Zutaten für die Marinade in einem kleinen Topf glatt rühren und so lange erhitzen bis eine flüssige Konsistenz entsteht. Das Fleisch von allen Seiten gut mit der Marinade einstreichen und für ca. 10 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Durch die geringere Fleischmenge und eine Schüssel, in die der Braten gerade reinpasste, reichte die Marinade bei mir aus, damit das Fleisch komplett bedeckt war. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man die Lammkeule in den 10 Stunden mehrfach in der Marinade wenden.

Kohlen zum Glühen bringen, ersatzweise einen elektrischen Grill ordentlich vorheizen und den Braten für 40 bis 50 min auf den Rost legen.

Etwa alle 10 min wenden und mit der Marinade bestreichen. Zur Garzeit: ich hatte den Braten knapp über 40 min auf den gut glühenden Kohlen und danach war er wunderbar zart und genau richtig rosa (auf den Fotos sieht das stärker rosa aus als er tatsächlich war). Das Rezept sieht diese Garzeit allerdings auch für den dreimal so großen Braten vor. Ich glaube, der wäre mir noch zu roh nach dieser Dauer.

Fleisch vom Grill nehmen und noch für 10 min in Alufolie wickeln und ruhen lassen. In Scheiben schneiden und mjam!

Dazu gab es bei uns Mediterranen Nudelsalat mit Tomaten, getrockneten Tomaten und Parmesan nach Sinchens Rezept und das ergänzte die Lammkeule wunderbar – beides sehr fruchtig und aromatisch. Toll!

 

Katja