#TIL

Überaus spannend. Ich stieß heute zufällig über wiederholtes Rumklicken in der Wikipedia auf den Artikel über den Zeigarnik-Effekt (Wikipedia-Klick).

Es geht dort eigentlich um die bessere Verfügbarkeit und die bessere Erinnerung an Aufgaben, die man noch nicht abgeschlossen hat im Vergleich zu beendeten Aufgaben. Ich weiss nicht, ob es auch in die Richtung des Effektes geht und dazu gehört (Verfügbarkeit und Abrufbarkeit ist ja schon etwas anderes als unterschwellige Dauerpräsenz), aber ich musste direkt daran denken, dass ich angefangene Aufgaben permanent im Kopf rumspuken habe und dann überhaupt nicht abschalten kann.

Als ich noch gearbeitet habe, fielen mir oft mitten in der Nacht Dinge ein, die ich am Tag machen wollte und dann vergessen hatte und hinderten mich in Folge am Wieder-Einschlafen. Das wurde erst besser als ich mir angewöhnte, ein Notizbuch samt Stift am Bett liegen zu haben. Genauso ging es mir später zu Uni-Zeiten, dass mir vorm Einschlafen Ideen für die Lösung der Aufgaben für die Mathe-Übungen kamen, an denen ich abends verzweifelt war. Der Kopf hat die ganze Zeit weitergewälzt.

Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich ein bisschen besser zur Ruhe komme, wenn ich mir viele Dinge notiere, quasi das Gedächtnis auf Notizblöcke auslagere. Und im Grunde ist mein Blog auch ein bisschen so ein externer Speicher. Dinge, die ich hier zum Sortieren ablege und notiere, spuken mir nicht mehr dauerhaft im Kopf herum, meine Kreiselgedanken sind seitdem viel besser zu bändigen.

Katja

Little Confessions #31

Ich bin eigentlich eine furchtbar chaotische Gärtnerin. Meine Blumen wuchern kreuz und quer, in Beeten oder auch daneben, im Erdbeerbeet wächst ein Schnittlauch und eine Pfingstrose, die noch nie geblüht hat, und im Staudenbeet wachsen mittlerweile diverse Erdbeerpflanzen. Das war im letzten Jahr eigentlich nur eine, mit der ich nicht mehr wusste, wohin und so landete sie bei den Blumen. Wer ahnte denn, dass die sich so vermehrt, dass die Erdbeeren bis zum nächsten Jahr das halbe Beet entern würden?

Das eigentlich im ersten Satz steht da, weil ich eigentlich etwas ganz anderes erzählen wollte, nämlich das, was mir vorgestern beim Bepflanzen der Blumenkästen auffiel und was genauso charakteristisch für mich ist, obwohl es diesem Chaos oben so völlig zuwiderläuft:

Bei Blumenkästen hab ich einen absoluten Symmetriefimmel. Nicht nur, dass ich die Blumen innerhalb der einzelnen Kästen symmetrisch einpflanzen muss, ich muss auch an der Stelle wo etliche Kästen nebeneinander an der Terrassenbrüstung hängen, sämtliche Kästen, also diese ganze Seite, symmetrisch bepflanzen. Da befinden sich gerade 5 Blumenkästen und von der Petunie ganz in der Mitte des mittleren Kastens an sind alle Blümchen nach aussen hin, in beide Richtungen gleich.

Es würde sich für ich völlig falsch anfühlen, das nicht so zu machen. 😀

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Das gilt aber nur für diese länglichen Blumenkästen, bei Kübeln bin ich völlig entspannt und gewohnt chaotisch.

Katja