Sanch van Nilpferto

Heutzutage ist es kaum noch denkbar, ohne Navigationsgerät auf Reisen zu gehen. Wo man früher als Beifahrerin den Atlas auf dem Schoß hatte oder unförmige Landkarten ent- und wieder zusammengefaltet hat, kann man jetzt lässig entspannt zurückgelehnt sitzen und den freundlich einlullenden Anweisungen des Navis lauschen.

Komplett einlullen sollte man sich allerdings doch nicht lassen, denn mitunter ist es im Ausland überaus unterhaltsam, was die Navistimme da hervorbringt, wenn der freundliche Computermann wieder mal versucht, die Ansagen in landessprachlicher Betonierung* zu machen.

„Fahren Sie rechts Richtung Franzi.“

„Biegen Sie im Kreisverkehr rechts ab in Richtung Pferto.“

„Fahren Sie in 600 Metern links in Richtung Port Ogall.“

„Nehmen Sie die nächste Abfahrt. Fahren Sie ab in Richtung Hülva.“

„Fahren Sie im Kreisverkehr links in Richtung Sanch van Nilpferto.“

Wenn man sich das als Beifahrer eine Weile lang anhört, kommt man gar nicht mehr in Versuchung einzuschlafen. Immerhin hat man auch genug damit zu tun, die schönsten Lapsus schnell zu notieren und den Fahrer zu beknien, dass er da dringend nochmal langfahren muss, damit man auf dem Schild nachlesen kann, wie dieser Sanch van Nilpferto denn nun tatsächlich heisst. 😀

Katja

(*Das ist mein Lieblingsaussprachefehler meiner Spanischlehrerin, die irgendwann in einem der ersten Kurse mehrfach von falscher Betonierung sprach und uns gestenreich erklärte, wie man auf Spanisch richtig betoniert.)

 

 

 

 

(Franzi = Francia = Frankreich, Pferto = Puerto = Hafen, Port Ogall = Portugal, Hülva = Huelva (im Spanischen wird jeder Buchstabe einzeln nacheinander betoniert), Sanch van Nilpferto ❤ = San Juan del Puerto)

Neulich beim Ausmisten

Beim Ausmisten findet man ja mitunter kuriose Dinge. Mein bisher abgefahrenster Fund ist ein Papier-Tablett-Aufleger einer großen Fastfood-Kette.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin Klick macht extragroß und nur dann offenbart sich so richtig, wie alt das Teil sein muss. Ich glaube, das ist tatsächlich das gesamte Sortiment, das es seinerzeit in deutschen McDonald’s-Restaurants gab. Wikipedia verrät, dass der abgebildete Viertel-Pfünder schon in den 80ern in Hamburger Royal umbenannt wurde. Das Ding stammt also aus den 70ern oder frühen 80ern als es ausserdem statt Fanta noch schnöde Limo und ausserdem einen Sunny Drink gab, Happy Mäc Shakes und das Eis nur in ausgewählten Filialen.

Weswegen derjenige, dem es mal gehörte und zu dem es gerade auf dem Postweg unterwegs ist, es so lange aufbewahrt hat (denn in meinem Besitz ist es frühestens seit irgendwann in den 90ern) entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Aber vielleicht fällt’s ihm ja wieder ein, wenn er’s auspackt. 😀

Katja

Neulich am Rhein

Erwähnte ich eigentlich schon, dass wir hier gerade Sopranos gucken? Die ersten vier Staffeln sind durch, die 5. gerade angefangen.

Passender hätte das gestern Abend am Rhein also kaum sein können:

IMG_1035Ehrlich, dafür muss man doch schon ziemliches Fangirl oder ziemlicher Fanboy sein, um sein Schiff so zu nennen. Sogar der Schriftzug passt!

IMG_1036Das Wasser steht übrigens immer noch sehr hoch, wenn auch der Pegel in der letzten Woche um sicherlich 1,5 m gefallen ist.

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Katja

An alle

…, die heute bei Google nach ‚Salat aus Popos‘ gesucht haben und über die Bildersuche dann hier gelandet sind, ein gutgemeinter Rat:

Geht doch einfach wieder mal in einem Restaurant essen! Man muss echt nicht immer selber kochen – auch nicht, oder vielleicht besser gerade nicht, an Tagen, an denen man besonders kreative Ideen hat!

Katja