Prummedatschi

Wenn ich eines in den letzten Jahren auf Twitter gelernt habe, dann dass es vom Twittern eines Fotos von Pflaumenkuchen ungefähr 10 Minuten bis zum „Prummetaat!  😍“-Kommentar von Micha und dem „Zwetschgendatschi! 😍“-Kommentar von Armin dauert und natürlich auch, dass das die regionalen Vokabeln im Westen bzw. Süden der Republik sind.

Und weil ich unlängst jemandem versprochen hatte, mein Rezept für die Prummedatschi (und vielleicht nenne ich Pflaumenkuchen einfach ab jetzt immer so, als Hommage an die beiden Vokabelgeber 😅) aufzuschreiben, mache ich das direkt hier.

Meine beiden bisherigen diesjährigen waren beide mit Quark-Öl-Teig und Zimtstreuseln und das war ziemlich grandios.

Für 1 Blech dafür braucht man:

Für den Boden:

400 g Mehl
1 Tütchen Backpulver
125 ml Milch
125 ml neutrales Öl (ich nehme Rapsöl)
100 g Zucker
250 g Magerquark

Für den Belag:

ca. 1,5 kg Pflaumen

Für die Streusel:

300 g Mehl
150 g Zucker
2 Tütchen Vanillezucker
150 g weiche Butter
2 TL Zimt
(2 Handvoll grob gehackte Walnüsse – optional für mehr Crunch)

 

Und so geht’s:

Die Zutaten für den Quark-Öl-Teig zusammenkneten und auf dem gefetteten Backblech ausrollen und mit einer Gabel ein paar Mal einpieken. Die Pflaumen waschen, entsteinen und leicht einschneiden und ziegelartig überlappend auf dem Teig verteilen.

Die Zutaten für die Streusel mit der Hand zusammenkneten und über die Pflaumen streuseln.

Bei 200°C Ober-/Unterhitze für ca. 25 min backen.

 

 

That’s all.

Katja

Wenn man von etwas nicht genügend Varianten haben kann, dann ja wohl von Käsekuchenrezepten!

Neueste Eigenerfindung, ohne Boden, dafür dieses Mal nicht ganz ohne Aufwand. (Ein easypeasy 10 Minuten Käsekuchenrezept gibt es hier: Klick!)

Man braucht dafür:

1 kg Magerquark
250 g weiche Butter
300 g Zucker
1 Vanillezucker
6 Eier
1 Prise Salz
100 g Weichweizengries
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 TL Backpulver
Orangenschalenabrieb (von einer Bio-Orange bzw. die Backvariante von Dr. Oetker oder sonstwem, weil es nicht so trivial ist, unbehandelte Orangen aufzutreiben)
3-4 EL Grand Marnier

Und so geht’s:

Den Magerquark für mind. 1 Stunde in einem Sieb abtropfen lassen. Eine 26 cm Springform einfetten und mit Backpapier auslegen, den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker 5-6 Minuten lang mit Küchenmaschine oder Rührgerät schaumig rühren. Die Eier trennen und die Eiweiß zusammen mit dem Salz zu steifem Eischnee schlagen. Die Eigelb nach und nach zur Zucker-Butter-Mischung geben. Den Gries mit dem Puddingpulver und Backpulver vermischen und zu der Masse geben, dann den Quark, die Orangenschale und den Grand Marnier und alles gründlich verrühren. Zuletzt vorsichtig den Eischnee unterheben und die Masse in die Springform geben. Ca. 1 Stunde auf der unteren Schiene backen, nach etwa 40 min mit Backpapier oder Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Am besten in der Form und im Backofen auskühlen lassen.

Ich hab natürlich zum einen den Kuchen zu spät abgedeckt und obwohl ich ihn im Ofen hab abkühlen lassen, ist er wieder auf die Hälfte zusammengefallen und weil er für Gäste ist und ich mit der Optik so unglücklich war, hab ich meinen hinterher noch mit geschmolzener weißen Schokolade, zerbröselten Schokoladenkeksen und Blaubeeren optisch aufgemotzt und mir fällt jetzt kein sinnvoller Grund ein, wieso ich das nicht immer tun sollte, weil es nicht nur hübscher aussieht, sondern auch geschmacklich total gut passt.

(Man kann übrigens auch die Orangenschale und den Grand Marnier durch Zitronenschale und Zitronensaft ersetzen, was ja in Käsekuchen durchaus gängiger ist. Ich bin aber so ein großer Grand Manierfan und wollte unbedingt mal Käsekuchen mit Orangenaroma testen und bin ordentlich begeistert davon.)

Katja

Rumfort-Kuchen aka Banana Bread

Was tun, wenn man viel zu viele Bananen gekauft hat und die dann irgendwann dringend weg müssen? Richtig – man backt ein Banana Bread. Und wenn es sehr viele zu viel waren und das Banana Bread sehr lecker geworden ist, kann man das ruhig am nächsten Tag nochmal wiederholen – das Zeug bleibt ja eine ganze Weile sehr saftig. Also es würde, wenn es denn eine Chance hätte, überhaupt alt genug zu werden, um die fortwährende Saftigkeit unter Beweis zu stellen.

Nachdem ich beim letzten Mal einfach sehr wüst Zutaten kombiniert habe, ohne darauf zu achten, was und in welcher Menge überhaupt und mich hinterher darüber geärgert habe, dass das leckere Ding dadurch nicht reproduzierbar war, hab ich dieses Mal abgemessen und notiert – nur für den Fall, dass es wieder so gut würde. Ist sogar noch besser, deswegen jetzt hier der dauerhaftere Notizzettel.

Für eine Kastenform von geschätzt Mitte 20 cm braucht man:

3 sehr reife Bananen
100 g Butter‘
2 Eier
100 g brauner Rohr.ohr.zucker (+1 EL)
1 TL Zimt
1 TL Vanilleextrakt bzw. das Mark aus einer Vanilleschote
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
75 g gemahlene Haselnüsse
75 g Walnüsse

Und so geht’s:
Die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen, die Bananen schälen und mit einer Gabel grob zerdrücken (die müssen nicht ganz Matsch sein, mit Stückchen wird die Kuchenstruktur ganz prima). Das Mehl mit dem Backpulver, Salz und den gemahlenen Nüssen in einer kleinen Schüssel vermischen. In einer größeren Schüssel die Eier, den Zucker (ohne den Zusatzesslöffel), den Zimt und die Vanille mit einem Schneebesen zusammenrühren, die Mehl-Nuss-Mischung dazugeben und einrühren, dann die Bananen und zuletzt die flüssige Butter. In der Pfanne die Walnüsse (nur sehr grob zerkleinert) ein bisschen anrösten und dann den EL Zucker dazugeben und die Walnüsse karamellisieren und dann als letztes unter den Teig mischen. Den Teig in eine gefettete und leicht bemehlte Kastenkuchenform einfüllen und für 40 min bei Ober-/Unterhitze backen. (Stäbchenprobe machen, der Teig soll nicht mehr kleben.)
5 min in der Form und den auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und am besten schon lauwarm das erste Stü…naja die ersten beiden Stücke testen. 😀

Katja

Whisky-Schokoladen-Kuchen

Wenn man im Dezember auf der Interwhisky in Frankfurt nach dem Genuss von 3 bis 17 Drams (man zählt ja besser nicht so genau mit) am Stand einer deutschen Whiskydestillerie landet, deren direkt aus einem Sherryfass (in dem er nicht nur zum Finish war, sondern die komplette Zeit der Reifung) gezapften Whisky probiert und für gut befindet und dann noch ’nen Flyer mitnimmt, auf dem sie für Besuche der Destillerie werben, dann hat man quasi gar keine andere Möglichkeit, als die Idee der gemeinsamen ‚Klassenfahrt‘ – denn den Charakter einer Klassenfahrt hatte schon der gemeinsame Besuch der Whiskymesse – ein paar Monate später wieder aufzugreifen und die whiskyaffine Twittertimeline zur Klassenfahrt zur St.Kilians Destillerie einzuladen.

Und so kam es, dass Samstag 10 Twitterer aus diversen Ecken der Republik nach Rüdenau anreisten und sich erst mal auf dem Platz vor der Kirche zum Stehpicknick im Halbtrockenen versammelten und jetzt bin ich endlich an dem Ende des Bogens angekommen, wo ich hinwollte und der in Kurzform einfach nur Kuchenrezept lautet. Standesgemäß gab’s vor dem Besuch einer Whiskydestillerie *natürlich* passend dazu einen

Whisky-Schokoladen-Kuchen

und der geht so:

Idealerweise backt man den Kuchen einen Tag bevor man ihn essen möchte, damit er ein bisschen durchziehen kann. Idealerweise² fängt man da nochmal 2-3 Tage vorher an, mit

100 ml Whisky (nach Geschmack und Schmerzgrenze. Ich nahm einen Non Age Statement Bushmills, der mMn ein grandioses Preis-Leistungs-Verhältnis hat) in die man 80 g Cranberries (oder Rosinen, wer mag) einlegt.

für den Teig:

200 g Zartbitterschokolade
120 g Butter

zusammen über’m Wasserbad schmelzen

3 große Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und erst mal beiseite stellen.

Das Eigelb zusammen mit 140 g Zucker weißschaumig rühren, die geschmolzene Schokolade und Butter dazu geben und rühren, dann

100 g Mehl
1/2 TL Backpulver
120 g gemahlene Mandeln miteinander vermischen, ebenfalls unterrühren, genauso wie die Cranberries und den Whisky, in dem sie gebadet haben.

Zuletzt vorsichtig den Eischnee unterheben und den Teig in eine Springform mit 24 cm Durchmesser geben, bei der der Boden mit Backpapier ausgelegt ist und die Ränder leicht eingefettet und bemehlt sind.

Für 20 min bei 190°C Ober-/Unterhitze backen. Der Kuchen soll an der Oberseite fest sein, die Mitte bleibt Mousse-au-chocolat-mäßig weich.

Den Kuchen 10 min in der Form ruhen lassen, dann rausnehmen und vollständig erkalten lassen.

Dann 100 g Zartbitterschokolade über’m Wasserbad schmelzen, 50 g weiche Butter, 1-2 EL Whisky und 3 EL gesiebten Puderzucker unterrühren und den Kuchen mit einem Pinsel oder Messer mit einem Schokoladenguss überziehen. Bis zum nächsten Tag oder mindestens für 2-3 Stunden stehen lassen. Anschneiden.
Freuen.

Man kann die St. Kilians zwar auch ohne vorheriges Kuchenpicknick am Dorfplatz besuchen und ganz zur Not auch ohne unsere Gesellschaft, aber dann ist es natürlich nur halb so schön!

Katja

 

Zum ersten Mal #11

Möhrenkuchen gebacken (und auch gegessen). Das wollte ich schon _ewig_ mal ausprobieren und hab’s doch immer gescheut. Jetzt weiss ich gar nicht so genau weswegen, denn der ist ziemlich gut geworden. (Und dann auch noch mit Scheissherzchenstreudeko drauf!1elf ♥)

 

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Rezept von hier: *Klick* (Ich glaube das ist via Svüs Gezwitscher gewesen, nein?)

Leicht abgewandelt: Meine restlichen Möhren ergaben geraspelt nur noch 200 g, ich hab dann einfach 150 g (statt 100) gemahlene Mandeln reingetan und weil ich kein Nelkenpulver habe, habe ich stattdessen eine großzügige Prise Piment rein.

Das Rezept zum Frosting gibt es hier: *Klick*

Auch hier leicht abgewandelt: Kein Palmin, stattdessen 80 g Butter, 100 g Frischkäse, 250 g Puderzucker, 1,5 TL Vanilleextrakt ergibt ein cremiges, aber auch relativ süßes Frosting. Ich hab damit quasi noch gar keine Erfahrungen und weiss nicht, wie süß das sein sollte und wie man das weniger süß bekommt ohne die Konsistenz zu sehr zu verschwurbeln. Mal sehen, zu welcher Gelegenheit ich das demnächst mal näher ausprobieren könnte.

Falls ihr auch noch keinen Karottenkuchen kennt, probiert das mal. Der ist lecker. 🙂

Und wie heisst das Teil bei euch überhaupt? Karotte? Möhre? Sonstwie? In der Gegend, in der ich aufgewachsen bin, überwiegt Karotte. Ich nenn’s mal Möhre, mal Karotte, wobei ersteres überwiegt, ich aber nicht weiss, wann und wo ich mir das angewöhnt habe.

Katja

Umstyling

Man nehme einen der langweiligsten Kuchen meiner Kindheit, lasse ein paar Zutaten weg, packe dafür ein paar andere rein et voilà:

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Marmorkuchen, lecker!

Man braucht dafür:

250 g weiche Butter
250 g Zucker
1 Prise Salz
5 Eier
300 g Mehl
2 TL Backpulver
200 ml Sahne
Mark einer Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
200 g leckere Schokolade (ich nahm 100 g Vollmilch, 100 g Zartbitter)

Und so geht’s:

100 g der Schokolade in einem Topf im Wasserbad schmelzen oder ersatzweise in einem Schälchen für ca. 15 min bei 40°C in den Backofen stellen. Die anderen 100 g grob hacken. Ich schmolz die Vollmilch und hackte die Zartbitter. Bei nur einer Sorte würde ich eher Vollmilch als Zartbitter nehmen.

Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit einem Steg in der Mitte oder eine Gugelhupfform einfetten.

Die Butter mit Zucker und Salz schaumig rühren, Eier dazugeben und weiterrühren, 150 ml der (ungeschlagenen Sahne) dazu und weiterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und ebenfalls in die Schüssel mit Butter und Co einsieben und gründlich unterrühren.  Die Hälfte des Teiges in eine andere Schüssel umfüllen. Zur einen Hälfte das Vanillemark bzw. den Vanilleextrakt geben, gründlich untermischen. Zur anderen Hälfte die beiden Schokoladensorten und die restliche Sahne geben, gründlich untermischen. Beide Teige in die Form füllen und mit einer Gabel ein bisschen marmorieren.

Bei 170°C 45 bis 60 min (je nach Backofen) backen. Wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt, den Kuchen aus dem Ofen nehmen und für 10 min in der Form abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und am besten später noch lauwarm anschneiden. 🙂

Sieht aus wie Marmorkuchen. Hat aber geschmacklich wenig mit dem trockenen, langweiligen Kindheitskuchen gemeinsam.

Katja

Ei Ei Ei-erlikörkuchen

Man möge bitte den Beitragstitel laut nach der bekannten Melodie des Werbejingles eines bekannten Eierlikörherstellers mitsingen!

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Einer der ersten Kuchen, die ich damals™ häufiger gebacken habe war dieser Eierlikörkuchen, weil er total einfach und schnell zusammengerührt ist. Das Rezept begleitet mich in der gleichen Form schon seit meiner Jugend und ist eines jener Rezepte, die sich in meiner Loseblattrezeptsammlung in einer Schublade des Geschirrschranks finden. Die meisten Rezepte habe ich längst digital und schnell gefunden, diesen Kuchen hatte ich so lange nicht gebacken, dass ich erst mal eine ganze Weile nach dem Zettel kramen musste.

Damit es in Zukunft leichter auffindbar ist, bekommt es jetzt auch seinen Platz hier. Lecker ist der nämlich immer noch! Und schnell und einfach ebenso.

Für eine Gugelhupfform oder so eine Springform mit Mitteldingens, wie ich sie verwendet habe, braucht man:

5 Eier
250 g Puderzucker
2 Tütchen Vanillezucker
200 ml Öl (ein neutrales Pflanzenöl, ich nehme immer Raps, wenn Olivenöl nicht passend ist)
250 ml Eierlikör
125 g Mehl
125 g Speisestärke
1 Tütchen Backpulver

Margarine und Paniermehl für die Form

 

Und so geht’s:

Die Form einfetten und mit Paniermehl ausstreuen (damit löst der Kuchen sich nach dem Backen leichter aus der Form und bekommt eine leicht knusprige Kruste, was zu dem ansonsten sehr feinen Kuchen gut passt). Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.*

Den Puderzucker in eine Rührschüssel sieben und mit Vanillezucker und den Eiern zusammen mit dem Rührgerät auf starker Stufe schaumig rühren. Während des Weiterrührens Öl und Eierlikör langsam einfließen lassen. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und ebenfalls in die Schüssel sieben, unterrühren. Und schwuppdiwupp ist der Teig schon fertig.

In die Form füllen und je nach Ofen 50 bis 70 min backen bis die Oberfläche leicht gebräunt ist und bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr klebt. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben und freuen, wie saftig so ein ‚trockener‘ Kuchen sein kann. 🙂

(*In meinem tollen neuen Backofen backe ich solche Kuchen jetzt bei 160°C und Heissluft, die Einstellungen oben sind die aus meinem alten Rezept und bei einem anderen Ofen würde ich das auch so machen.)

Serviervorschlag:

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Katja