Kochbuchkochen 34/36

Tadaaa! Man beachte bitte die beachtlich hohe Nummer! Vier Wochen bleiben mir noch, um noch weitere 2 Kochbuchrezepte zu kochen und dann habe ich mein zu Jahresbeginn vorgenommenes Ziel tatsächlich erreicht. 🙂

Nummer 34 stammt aus ‚Lust auf Landhausküche – Ofengerichte‘ aus dem Lingenverlag und es gab Gefüllte Zucchini.

Eigentlich sollten die mit Gemüse und Quinoa gefüllt werden, nur dass sich leider in der kleinen Stadt kein Quinoa auftreiben ließ. Das Rezept war aber so gut, dass ich beim nächsten Metroeinkauf mal danach gucken werde. Dort bekomme ich oft die Dinge, die es hier nicht gibt.

Neben dem Rezept ist angemerkt, dass man grundsätzlich Quinoa gut anstelle von Reis verwenden könne (umgekehrt müsste also auch gehen), mir stand der Sinn aber mehr nach Couscous und der passte gut dazu.

Man braucht dafür:

5 Zucchini
2 Möhren
30 g Rosinen (Ich hatte dooferweise nicht nachgeschaut und dann doch keine mehr zu Hause und hab durch getrocknete Aprikosen ersetzt. Die hatte ich aber vermutlich zu klein geschnitten, man nahm sie nämlich kaum im fertigen Essen wahr. Beim nächsten Mal würde ich da tatsächlich Rosinen reingeben.)
120 g Couscous (nach Rezept 180 g Quinoa, das kam mir für Couscous zu viel vor)
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 EL gehackter Basilikum (eigentlich Petersilie – ich hab dieses Mal tatsächlich viel ausgetauscht)
geriebener Käse
Olivenöl

Und so geht’s:

Couscous oder Quinoa nach Packungsanweisung zubereiten.

Die Zucchini waschen und die Enden abschneiden. Vier der Zucchini längs halbieren und mit einem Teelöffel aushöhlen. Die ausgehöhlten Zucchini in einem großen Topf mit kochendem Wasser ca. 3 Min blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und nebeneinander auf ein Backblech oder in eine große Auflaufform legen.

Die Karotten waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Die letzte Zucchini ebenso klein würfeln. Die Rosinen in Wasser einweichen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Gemüsewürfel darin ca. 5 Min braten und dabei salzen und pfeffern. Dann Couscous (Quinoa), Basilikum und die Rosinen dazugeben und ordentlich durchmischen. Die Masse in die ausgehöhlten Zucchini füllen und mit dem Käse bestreuen. Ich hatte einen recht kräftigen Käse, der fertig gerieben als Spätzlekäse verkauft wurde – eine Mischung aus Emmentaler und Bergkäse – und der passte sehr gut dazu.

Die Füllung passte jedoch nicht komplett in die Zucchini, deswegen wanderte der Rest in eine kleine Paprikaschote. Kann man gut machen, fand ich mindestens genauso gut wie in den Zucchini.

Bei 180°C ca. 25 Min backen.

Ziemlich fix und einfach zubereitet und mir fallen spontan jede Menge Möglichkeiten ein, das zu variieren. Das gibt’s bald mal wieder!

Katja

Kochbuchkochen 31/36

Ganz schön lange her, dass das letzte Rezept von meinem Kochbuchkochenprojekt hier seinen Platz gefunden hat, aber irgendwie war da nix dabei, was lohnend genug gewesen wäre, um es hier festzuhalten. Das hat sich gestern geändert, denn da gab es Hühnertopf mit Äpfeln. Das war überraschend und erfreulich anders und gut obendrein, deswegen hier das Rezept, das aus dem Buch ‚Aufläufe & Co.‘ stammt über dessen unsinnigen Namen ich mich hier schon ausgelassen hatte.

Man braucht dafür

Hühnchenteile, pro Person ca. 150 Gramm, mit oder ohne Haut (ich hatte Hühnerbrust)
1 Zwiebel
3 Stangen Sellerie
ca. 2 EL Mehl
300 ml Apfelsaft
150 ml Hühnerbrühe
2-3 Äpfel
2 Lorbeerblätter
1-2 EL flüssiger Honig
2 gelbe Paprika
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen
Olivenöl
Butter
1-2 EL brauner Zucker

Und so geht’s:

Das Fleisch abspülen, trockentupfen. Das Mehl in einen Teller geben und mit Pfeffer und Salz würzen, das Fleisch darin wenden. Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen und das Hühnerfleisch bei mittlerer bis starker Hitze rundum goldgelb anbraten. Das dauert so in etwa 10 Minuten, dann wird das Fleisch aus der Pfanne in einen großen backofenfesten Schmortopf umgebettet.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein schneiden und die Selleriestangen waschen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Wenn das Fleisch fertig ist, kommt beides zusammen in die Pfanne und wird in ca. 5 min weich gedünstet. Dann das restliche Mehl drüberstäuben und ein bisschen anschwitzen lassen. Nach und nach den Apfelsaft und die Hühnerbrühe drüber gießen und unter Rühren zum Kochen bringen.

Einen der Äpfel waschen, vierteln und entkernen. Der kommt in die Pfanne dazu, ebenso die Lorbeerblätter und der Honig. Mit Salz und Pfeffer würzen und über das Fleisch im Topf gießen.

Mit aufgelegtem Deckel für etwa 25 min in den auf 180°C vorgeheizten Backofen stellen. Die Paprika putzen und klein schnippeln und nach den 25 min für weiter 10 – 15 min dazugeben und mitschmoren.

Dann wird eigentlich der Backofengrill auf höchster Gradzahl vorgeheizt und die Äpfel werden dort karamellisiert. Weil sich das Essen aber bis zu diesem Punkt prima vorbereiten ließ, habe ich das nachmittags schon gemacht und wollte dann nicht für 3 min Äpfel karamellisieren den Ofen abends nochmal ’ne Viertelstunde vorheizen. Also habe ich in einer Pfanne Butter geschmolzen und ganz leicht gebräunt, die restlichen Äpfel gewaschen, entkernt und in dünne Spalten geschnitten und in der Butter weich geschmort, dann mit braunem Zucker bestreut und ein bisschen wüst rumgerührt, damit die Karamellschicht möglichst rundum an den Äpfeln klebt. Das funktionierte wunderbar und ich würde das auch beim nächsten Mal wieder so machen, weil ich da ein viel besseres Gefühl dafür habe, wie dunkel das Karamell wird. Im Ofen wäre mir das zu riskant.

Ab auf ’nen Teller mit Huhn und Gemüse, mit den Apfelscheiben garnieren und Mjam!

Macht weniger Arbeit als es sich auf den ersten Blick vielleicht liest und die Kombination passt herrlich zur kalten Jahreszeit.

Katja

Kochbuchkochen 26+27/36

Eigentlich wollte ich die Nummer 26, die Frittata mit Gemüse – schon wieder auslassen, weil das Rezept so simpel ist, aber da erinnerte ich mich, dass Svü sich speziell über die ganz einfachen Rezepte freut, daher reiche ich das jetzt doch noch fix nach. Es stammt, wie schon die ebenfalls extrem einfachen Rezepte 24 und 25 immer noch aus Familienküche aus dem NGV-Verlag, das wirklich eine Menge solcher schnell zuzubereitenden alltagstauglichen Rezepte enthält. Gefällt mir gut. Wenn ich ohne Rezept loslege, verheddere ich mich meistens zeitlich, weil ich den Aufwand beim Kochen grundsätzlich unterschätze. Vielleicht passiert das, weil ich es nicht als Arbeit empfinde, weil’s mir solchen Spaß macht, was natürlich kein Trost ist, wenn der Hunger da, aber das Essen nicht fertig ist.

Jetzt aber endlich das Rezept (wieder ein bisschen angepasst):

150 g Möhren
300 g Zucchini
2 Frühlingszzwiebeln
1 Knoblauchzehe (kleingeschnippelt oder konfiert und zerdrückt)
1,5 EL frische Rosmarinnadeln
4 Eier
2 EL Sahne
2 EL frisch geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen
Olivenöl

Möhren und Zucchini waschen, putzen und raspeln und in einer Schüssel mit dem Knoblauch vermischen. Frühlingszwiebeln kleinschnippeln und dazu geben. Rosmarinnadeln fein hacken (oder, wenn es getrocknete sind, mörsern) und ebenfalls untermischen. Die Eier mit der Sahne und den Gewürzen verquirlen, den Parmesan unterrühren und alles mit dem Gemüse vermischen. (Beim nächsten Mal würde ich auch noch einen Löffel Mehl untermischen, damit das nicht mehr ganz so flüssig ist.)

Das Öl in einer Pfanne erhitzen, aus dem Teig runde Fladen formen (oder wenn er so flüssig ist wie bei mir, eben einfach Kleckse davon in die Pfanne setzen) und von beiden Seiten knusprig braten. Auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Isst man direkt heiss oder auch abgekühlt. Zweiteres mag ich fast noch lieber.

Ich hab natürlich am Ende das Fotografieren vergessen, also gibt’s wieder mal nur Pfannenbilder. Auf dem ersten kann man gut sehen, wie das Ei zerläuft.

Das lässt sich aber mit einem Pfannenwender einfach vorm Wenden, so lange es noch ein bisschen flüssig ist, rundum einklappen und ergibt dann doch noch halbwegs runde Fladen.

 

Nummer 27 – und ich muss ja gestehen, dass ich irgendwie wohl schon froh bin, wenn ich mal bei der 36 angelangt bin – war ein Schweinefleischtopf aus einem Buch, das witzigerweise Aufläufe & Co heisst, was es mich in der Annahme kaufen ließ, es gäbe darin Auflaufrezepte. Ich weiss jetzt nicht so genau was die Macher zu diesem Titel inspiriert hat, vielleicht ja wirklich die 3 Auflaufrezepte zwischen den 35 Eintopfrezepten und den 2 weiteren Rezepten, die sich nicht so einfach beim Überblättern zwecks Durchzählung klassifizieren lassen. Im Grunde ist es auch nicht wichtig, ich koche eh viel lieber Eintöpfe als Aufläufe. 😀

Für den Schweinefleischtopf braucht man:

400 g Schweinefilet
1-2 EL Mehl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen (konfiert oder fein geschnippelt)
400 g stückige Tomaten aus der Dose
400 – 500 ml trockener Weisswein (ich koche nur noch mit Pinot Grigio)
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 EL kleingezupfte Basilikumblätter
2 EL kleingehackte Petersilie
Butterschmalz oder ein Öl zum Anbraten

Das Schweinefleisch in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Das Mehl auf einem Teller mit Pfeffer und Salz vermischen und die Fleischscheiben darin wenden. Das Butterschmalz in einem Bräter oder großen Topf erhitzen und das Fleisch (bei nicht zu starker Hitze, ich hatte die Herdplatte auf 7-8 von 10) rundum braun anbraten.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Das Fleisch aus dem Topf nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Zwiebeln bei geringer Hitze in dem Topf ca. 10 min goldbraun braten, dann den Knoblauch dazugeben und nochmal 1-2 min mitbraten. Das Rezept gibt jetzt einfach die Tomaten und den Wein dazu, aber ich habe mehrfach mit ’nem kräftigen Schluck Wein abgelöscht und immer wieder einköcheln lassen, weil das erfahrungsgemäß eine viel bessere Soße ergibt. Wenn man denkt, dass man jetzt ausreichend oft hat einköcheln lassen oder einen die Lust verlässt, den restlichen Wein, die Tomaten und den Basilikum dazugeben und alles salzen und pfeffern. Wenn alles kocht, nochmal gründlich umrühren, das Fleisch zurück in den Topf geben, den Deckel drauf und alles ca. 1 Stunde bei geringer Hitze sanft vor sich hinköcheln lassen – je nach gewünschter Soßenkonsistenz nach spätestens 45 min mal danach gucken und evtl. die letzten Minuten bei stärkerer Hitze und mit geöffnetem Deckel kochen lassen. Dann noch die gehackte Petersilie einrühren, fertig!

Dazu gab’s bei uns Baguette und den ersten diesjährigen Tomatensalat, der nur aus eigener Ernte stammte.

Katja

Kochbuchkochen 24 und 25/36

Eigentlich wollte ich über die beiden Rezepte gar nicht bloggen, weil sie zwar sehr lecker, aber auch völlig unspektakulär waren. Also unspektakulär in dem Sinne, dass man für die beiden Gerichte kein Rezept benötigt, sondern einfach draufloskochen kann.

Weil aber manchmal ja doch gerade für diese einfachen und schnell zuzubereitenden Dinge ein Inspirationsstups ganz gut ist, hier wenigstens ein ganz kurzer Anriss.

Die Nummer 24 war ein Gemüseauflauf

aus: (vorgekochten) Kartoffeln, Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomaten, Frühlingszwiebeln und Oliven. Darüber Eier mit Milch und Sahne vermischt, mit Pfeffer, Salz und jeder Menge Basilikum gewürzt, mit Käse bestreut und überbacken.

 

Nummer 25 waren Hähnchenschenkel mit Gemüse vom Blech:

Hähnchenschenkel waschen, trocken tupfen. Olivenöl mit Pfeffer, Salz und einem Schuss flüssigen Honig vermischen und die Hähnchenschenkel damit einreiben. (Sehr) Kleine Kartoffeln mit Schale gründlich waschen, trocknen, mit einer Gabel einpieksen und zwischen die Hähnchenschenkel auf ein gefettetes Backblech oder in eine eingeölte, große, flache Auflaufform legen. Kartoffeln mit Salz und Rosmarinnadeln bestreuen und das Blech für 45 min bei 200° Ober-/Unterhitze in den Ofen stellen. Nach ca. 20 min Zucchinistreifen, Paprikastreifen und Tomaten dazugeben, mit etwas ausgetretener Bratflüssigkeit (oder ersatzweise einem Schuss Olivenöl) beträufeln und zurück in den Ofen damit.

Beides ziemlich einfach und lecker, beides (ein wenig abgewandelt) aus Familienküche – Schnell, preiswert und immer eine neue Idee aus dem NGV-Verlag, beides wird’s hier bestimmt noch häufiger geben.

Katja

Kochbuchkochen 23/36

Mit meinem Schätzung zu Jahresbeginn, im Schnitt 3 Kochbuchrezepten pro Monat testen zu können, lag ich gar nicht schlecht. Was mich aber wirklich selber erstaunt ist, wieviele Rezepte ich ausserdem noch nebenbei ausprobiert habe, ohne dass sie aus Kochbüchern stammen. Ich glaube, ich habe noch nie so abwechslungsreich gekocht, wie in diesem Jahr.

Gestern gab es Rezept 23 von 36 und das stammte aus Tapas – Klein, temperamentvoll und typisch Spanisch aus dem NGV Verlag. Aus dem Buch stammte auch schon das 21. Rezept und eigentlich wollte ich ja am liebsten 36 Rezepte aus 36 verschiedenen Kochbüchern ausprobieren. Ich habe aber festgestellt, dass manche meiner Kochbücher, die ich schon zu Beginn dieser Sammelleidenschaft hatte, wirklich komisch sind. Ich habe keine Lust, mir nur des Prinzips wegen das am wenigsten merkwürdige Salatrezepten von Dr. Oetker aus den 70ern oder 80ern im Buch zu suchen, wo ich aus manch anderem Kochbuch gut und gerne alle 36 Versuche zusammenbekäme.

Deswegen gab’s gestern wieder was aus dem tollen Tapasbuch, nämlich Hackbällchen mit Datteln und Mandeln.

Dafür braucht man (ich hab wieder leicht abgewandelt):

150 g Reis
500 g Schweinehackfleisch
1 Ei
50 g Mandelstifte
Salz
Pfeffer
125 g Datteln (ich hatte Medjouldatteln, das war genau eine Packung à 6 Stück)
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 EL Senf
ca. 4 EL Paniermehl
2 Zwiebeln
200 ml Weisswein (ich hatte einen Pinot Grigio)
200 ml Fleischbrühe
2 Lorbeerblätter

Und so geht’s:

Den Reis in Salzwasser kochen bzw. quellen lassen und abkühlen lassen. Die Mandelstifte in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen. Die Datteln in kleine Stücke schneiden.

Dann in einer großen Schüssel Hackfleisch, Reis, Datteln, Mandeln, Ei, Senf, Zitronenschale, Pfeffer und Salz gründlich verkneten, kleine Bällchen daraus formen, diese in Paniermehl wälzen und in einer Pfanne in Olivenöl von allen Seiten kräftig anbraten. Dabei kräftig fluchen, weil die Bällchen ziemlich locker und instabil sind und man sie nicht so schön rumschnicken kann, ohne dass sie zerbrechen.

Die Zwiebeln fein würfeln und in wenig Öl glasig dünsten, Wein, Brühe und Lorbeerblätter dazugeben und ca. 10 min lang köcheln lassen.

Die Hackfleischbällchen in den Sud legen und darin abkühlen lassen.

Kalt (ungeduldige/hungrige Menschen lesen das als lauwarm :D) mit Baguette servieren. Als Hauptgericht werden 3 bis 4 davon satt und zufrieden vor sich hingrinsen. Ich fand die Kombination mit den süßen Datteln, der frischen Zitronenschale und den knackigen Mandeln zwischen der weichen Reis-Hackfleischmasse extrem lecker und spannend auf der Zunge.

Katja

Kochbuchkochen 21/36

Nachdem das 20. Rezept zwar ok, aber so unspektakulär war, dass ich das Rezept nicht unbedingt festhalten mag, war das 21., das es vor ein paar Tagen gab, wieder mal extrem toll.

Es gab Hähnchenfilet in Sherry (und bei der Zubereitung fragte ich mich grinsend, ob es Hähnchenfilet in Sherry² heissen müsste, wenn Sherry es essen würde) aus Tapas, Klein, temperamentvoll und typisch spanisch aus dem NGV-Verlag. Die Zahl, der vom Mitesser mit Haftmarkern markierten Rezepte, brüllt quasi danach, dass ich daraus noch mehr Rezepte ausprobieren muss.

Eigentlich isst man Tapas ja ohne klassische Beilagen (für dieses Gericht schlägt das Rezept Bauernbrot vor) und dafür mehrere verschiedene davon, aber aus kochfaulheitsgründen habe ich einfach ein Hauptgericht mit Reis und Salat daraus gemacht, was sehr gut passte.

Man braucht dafür:

1 Hähnchenbrustfilet pro Nase
Salz, Pfeffer, am besten beides frisch gemahlen
1-2 EL Mehl
Olivenöl
250 ml Sherry (eigentlich soll’s trockener sein, ich habe aktuell eine Flasche Amoroso bzw. Oloroso angebrochen, die ich zum Kochen verwende)
125 ml Gemüsefond (das sollte lt. Rezept eigentlich Hühnerbrühe sein, aber der Fond steht gerade angebrochen im Kühlschrank)
2 Zehen konfierter Knoblauch
frischer Thymian, 1 – viele Zweige
100 g mit Paprika gefüllte Oliven

Das Hühnerfilet waschen, trocken tupfen und würfeln. Pfeffern, salzen und dann in Mehl wenden und im Olivenöl rundum goldbraun anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, den Bratensatz mit Sherry und Fond loskochen, Knoblauch und Thymian dazugeben und die Flüssigkeit auf ca. 1/3 ihres ursprünglichen Volumens einköcheln lassen. Dann das Fleisch wieder dazugeben und ca. 10 min unter gelegentlichem Rühren mitköcheln lassen.
Die Oliven in Scheiben schneiden und ein paar Minuten mit in der Pfanne erhitzen, mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Eso es todo.

 

¡Que aproveche!

Katja

Kochbuchkochen 19/36

Ich glaube, das Kochbuch, aus dem das 19. Rezept stammt, das ich getestet habe, hat meine Mutter mir mal irgendwann überlassen, weil sie ohnehin nichts daraus kochte. ‚Getreide, Die besten Rezepte‚ heisst es und ist von Jacqueline Fessel und Margrit Sulzberger, erschienen im AT Verlag.

Der Mitesser traf wieder die Vorauswahl und es gab Lauchpolenta mit Tomatensauce.

Dafür braucht man:

für die Polenta:

200 g Maisgrieß
ca. 750 ml Gemüsebrühe (die Flüssigkeitsmenge habe ich der Anleitung auf der Polentapackung entnommen, weil ich da weiss, dass die Konsistenz passt, im Rezept stehen nur 600 ml)
1 Knoblauchzehe, fein geschnippelt oder eine zerdrückte konfierte Zehe
1 Stange Lauch, fein geschnippelt
Olivenöl
ca. 100 g frisch geriebenen Parmesan (eigentlich sollten da je 50 g Pecorino und Greyerzer rein, aber ich hab beim Einkauf völlig vergessen nach dem Käse zu gucken und den Parmesan hatte ich da)
Salz, Pfeffer
Butter und Olivenöl zum Braten der Polenta

für die Soße:
1 Zwiebel, fein geschnippelt
1 Zehe Knobi, fein geschnippelt
1 Dose stückige Tomaten
100 ml Rotwein
15-20 Oliven, in Scheibchen geschnippelt (ich nehme für solche Rezepte am liebsten schwarze, entsteinte Manzanilla-Oliven, die haben ein tolles Aroma)
1-2 EL kleingeschnippelter Basilikum
Olivenöl
Salz und Pfeffer, beides am besten frisch gemahlen

Die Polenta bereitet man am besten nach Packungsanweisung zu. Die, die ich aktuell habe, soll in kochende Flüssigkeit gerührt werden, 2 min kochen und dann 10 min quellen, ich hatte aber auch schon welche, die 15 min auf kleiner Flamme köcheln sollte.

In der Zwischenzeit (während die Polenta köchelt oder zieht) werden Lauch und Knobi in einem Schlückchen Olivenöl weich gedünstet, dann nach der entsprechenden Zeit in die Polenta eingerührt. Ebenso den Käse unter die Polenta rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Polenta etwa 1 cm dick auf ein mit Backpapier belegtes großes Brett streichen und für etwa ’ne Stunde stocken lassen.

Für die Tomatensoße die Zwiebel und den Knobi in Öl dünsten, mit dem Rotwein ablöschen, die Tomaten dazu, pfeffern und salzen und mindestens ’ne Viertelstunde im offenen Topf bei kleiner Flamme vor sich hinköcheln lassen. Dann Basilikum und Oliven dazugeben und nochmal abschmecken.

Die Polenta in Rechtecke (oder Rauten oder beliebige andere Muster) schneiden und in wenig Butter und Olivenöl in einer großen Pfanne auf beiden Seiten anbraten.

Zusammen mit der Tomatensoße und ’nem Salat servieren.

Nuja, dass es explizit Lauchpolenta war, merkte man kaum – dafür ist die Tomatensoße mit ihrem tollen Aroma zu dominant, aber es war trotzdem sehr lecker! Tomatensoße mit Manzanilla-Oliven ist ohnehin meins.

Katja