Supi-Suppi

Ich bin noch weg!

Ich weiss, ich schreibe das jetzt so leichthin hier ins Blog, aber für euch ist das sicherlich sehr hart und ihr vermisst mich alle sehr! *räusperröchelhust*
Falls euch also innerlich schon ganz fröstelig ist, habe ich hier ein spitzenmäßiges Suppenrezept für eine orientalische Tomatensuppe. Kochen ist ja ausserdem eine der schönsten und besten Ablenkungen von Kummer!*

Das Originalrezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch „Käts Start-Up Küche“, über das ich hier sicher noch ein ums andere Mal schwärmen werde. Ich habe bei diesem Rezept aber einiges abgewandelt und vor allem den Kreuzkümmel ergänzt, der für mich den orientalischen Hauch durch Linsen und Couscous unterstreicht.

Man braucht dafür:

1 Zwiebel
1 Zehe Knobi
1 Peperoni (wer’s nicht scharf mag, lässt die weg)
2-3 Stangen Sellerie
2 rote oder gelbe Paprikaschoten
800 g passierte Tomaten
500 ml Wasser
100 g rote Linsen
100 g Couscous
Pfeffer, Salz, frisch gemahlen
1 Prise Zucker
1 TL scharfes Paprikapulver (wer’s nicht gerne scharf mag, weiss selber besser, welche Menge geht)
2-3 EL kleingehackte Basilikumblätter
2 TL gemahlenen Kreuzkümmel
etwas Olivenöl
Sherry zum Ablöschen (optional)

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Und so geht’s:

Zwiebel und Knoblauch schälen und möglichst fein würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen und beides bei mittlerer Hitze darin glasig dünsten. In der Zwischenzeit Paprika und Sellerie waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Wenn die Zwiebeln und der Knobi glasig sind, Paprika und Sellerie dazu geben und kurz mitbraten. Mit einem großzügigen Schluck Sherry ablöschen – oder wer das nicht mag oder keinen hat (wobei man Sherry ja immer zum Kochen im Haus haben könnte! Bei mir zumindest ist der dauernd im Einsatz.) löscht direkt mit den passierten Tomaten ab, ansonsten kommen die Tomaten dazu, wenn der Sherry fast wieder verkocht ist.

Das Wasser dazu geben und mit den Gewürzen abschmecken. Ca. 10 min mit offenem Deckel bei schwacher Hitze kochen (also nur so stark, dass es gerade so kocht), dann Linsen und Couscous dazu geben und nochmal ca. 15 min kochen. Falls die Suppe dabei zu dickflüssig wird, einfach nochmal mit einem Schluck Wasser verdünnen. Vorsichtig: speziell zum Ende hin wird das etwas dickflüssiger und brennt dadurch schnell an. Also lieber häufiger umrühren.

Nochmal abschmecken. Fertig!

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Katja

 

[*Nein, das ist natürlich kein plötzlicher Anflug von übersteigertem oder sonstwie geartetem Selbstbewusstsein, nur eine gute Überleitung, wie ich hier endlich mal das tolle Rezept loswerden kann. 😀 ]

Gelesen im April 2014

Ach je, schon wieder ein Monat vorbei, in dem ich fast nicht zum Lesen gekommen bin.

 

Paulo Coelho – Veronika beschließt zu sterben

Veronika, eine junge Frau aus Slowenien, irgendwo in den 20ern, beschließt ihrem Leben ein Ende zu bereiten und schluckt Tabletten. Als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich in Vilette wieder, dem berühmt-berüchtigten ‚Irrenhaus‘ in Ljubljana – jetzt tatsächlich mit dem nahenden Tod konfrontiert, denn die Tabletten, mit denen sie sich umbringen wollte, haben einen irreparablen Schaden an ihrem Herzen verursacht und ihr bleiben nur noch wenige Tage zu leben.

Anfangs froh über diese Nachricht, wird Veronikas Kummer darüber mit jedem Tag in Vilette, größer, weil sie dort, zwischen den vermeintlich Verrückten, die Lust zu Leben (wieder-)findet.

Ein Fazit zu ‚Veronika beschließt zu sterben‘ fällt mir nicht ganz leicht. Das Buch insgesamt und inclusive des sehr vorhersehbaren Ausgangs kommt mir eigentlich zu sehr mit der ‚lebe jeden Tag als wäre es dein letzter‘-Keule daher, die Weisheiten sind teils sehr mit Gewalt dort untergebracht.

Andererseits enthält das Buch für mich jede Menge Schätze – die sich vor allem an all jenen Stellen zeigen, wo es um die Definition von Normalität/Realität oder Verrücktheit geht. Da hat Coelho einfach schöne Beispiele eingeflochten, die mich sehr oft beim Lesen schmunzeln ließen.

Ich hatte hier schon eines der Beispiele zitiert, hier noch ein weiteres:

„[…] Es gibt Dinge, die vom gesunden Menschenverstand bestimmt werden: Daß man die Knöpfe an einem Hemd vorn anbringt, ist eine Frage der Logik, denn es wäre sehr viel schwieriger, es seitlich oder gar auf dem Rücken zuzuknöpfen.
Andere Dinge jedoch setzen sich durch, weil immer mehr Menschen glauben, sie müßten so sein. Ich werde Ihnen zwei Beispiele nennen: Haben Sie sich jemals gefragt, warum die Buchstaben auf den Tasten einer Schreibmaschine in der bekannten Ordnung verteilt wurden?“
„Nein.“
„Wir können die Tastatur QWERTY nennen, denn die Buchstaben der ersten Reihe sind so angeordnet. Ich habe mich gefragt, warum das so ist, und die Antwort gefunden: Die erste Maschine wurde 1873 von Christopher Scholes erfunden, damit die Leute schöner schreiben konnten. Doch dabei gab es ein Problem. Wenn man sehr schnell auf der Maschine schrieb, verhedderten sich die Typen und blockierten die Maschine. Da entwarf Scholes die QWERTY-Tastatur, eine Tastatur, die die Schreiber zwang, langsam zu schreiben.“

(Paulo Coelho, Veronika beschließt zu sterben, Diogenes, Seite 179)

Ich mochte am Buch, das Hinterfragen der Normalität und der Verrücktheit. Was mir überhaupt nicht gefallen hat ist, dass da eine junge Frau, deren Leben eher unerfüllt als unglücklich wirkt, als suizidal dargestellt wird. Natürlich kann auch innere Leere zu Depressionen und zu Suizidgedanken führen, aber irgendetwas stört mich bei diesem Buch gewaltig an dieser – auch nirgends schlüssig erklärten – Folgerung. Vielleicht ist es für mich deswegen nicht glaubwürdig, weil ich nicht glauben will, dass ein Mensch so leichtfertig, wie es hier auf mich wirkt, sein Leben wegwerfen will. Ich frage mich die ganze Zeit, warum Veronika denn nun überhaupt beschlossen hat zu sterben. Das wirkt auf mich alles ein wenig so konstruiert, nur damit der Autor eine Gelegenheit hat, die Weisheiten über den Wert des Lebens unterzubringen.

 

Katerina Dimitriadis – Käts Start-up Küche

Eigentlich geht es ja hier ’nur‘ um Lese- und nicht um Kochbücher. Wenn es ein Kochbuch aber schafft, dass ich – statt nur mal eben schnell reinzublättern, wie ich das normalerweise bei neuen Kochbüchern mache – das komplette Buch von vorne bis hinten innerhalb nur eines Wochenendes durchlese, dann ist das ein eindeutiges Indiz, dass auch das Lesen des Buches Spaß macht.

Und überhaupt Spaß…

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Mit dieser tollen Widmung vorne drin trudelte das Buch mit der freitäglichen Post bei mir ein, weil die Lieblingscorina wieder mal genau den richtigen Riecher hatte, dass das genau das passende Kochbuch für mich ist. ♥

Eigentlich sind ja Kochanfänger die Zielgruppe von Käts Start-up Küche und entsprechend einfach sind auch die meisten Rezepte und auch die Tipps, die sie überall im Buch gibt, sind jetzt nicht unbedingt sagenumwobenes Neuland für mich. Aber trotzdem und gerade deswegen liebe ich das Buch seit dem ersten Aufklappen. Da ist nämlich eine, die das, was sie macht, mit großer Leidenschaft und viel Spaß macht und sie schafft es, das wunderbar mit dem Buch zu vermitteln. Noch dazu erklärt Kät viele Handgriffe und vermeidet unnötigen Fachjargon, damit auch wirklich Anfänger mit den Rezepten klar kommen und das Kochen Lust statt Frust bereitet. Sehr sehr toll! Hinten dran gibt es einen unheimlich nützlichen Anhang, der sich der Küchengrundausstattung widmet und ein paar Lebensmitteln, die in keinem Vorrat fehlen sollten, dazu viele Tipps, was man mit Resten anfangen kann oder Gemüse, das schnell weg muss, damit man keine Lebensmittel wegwerfen muss. Spätestens an dieser Stelle war ich sehr in Kät verliebt, denn genau das sind praktische Probleme, vor denen Küchenanfänger oft stehen und ich habe ansonsten noch kein Kochbuch in der Hand gehabt, das auch an diese Belange denkt.

Und schließlich ist auch an Variation gedacht. Bei vielen Rezepten gibt es ein Grundrezept und direkt mehrere mögliche Abwandlungen, bei anderen ein Zutatenkarussell mit Tipps, welche Zutaten man durch welche ersetzen kann und ausserdem steht bei vielen Rezepten noch als Tipp dabei, wie man ganz einfach durch Austauschen einzelner Zutaten ein vegetarisches oder veganes Gericht daraus macht.

Wenn es Käts Ziel war, Spaß am Kochen und an ihren Rezepten zu vermitteln so hat das bei mir bereits beim Lesen geklappt! Und heute wird direkt das erste Rezept nachgekocht! Mittlerweile habe ich schon 4 oder 5 Rezepte ausprobiert, was es bisher vorher noch bei keinem Kochbuch innerhalb so kurzer Zeit gab. Das ist alles wirklich sehr alltagstauglich. Schwärmend, begeistert! Und mittlerweile habe ich es sogar schon direkt weiterverschenkt an eine, die noch ein bisschen besser in die Zielgruppe passt. Wobei hier durchaus nicht nur Anfänger gute Ideen finden!

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Ein paar kleine Mangos [ja, ich weiss es natürlich, aber das muss so 😀 ] hat das Buch übrigens schon. Die tun meiner Verliebtheit allerdings keinen Abbruch. ZB hat es kein(e) Lesebändchen, was ich gerade bei Kochbüchern immer sehr schade finde.  Und wenn mehrere einzelne Gerichte kombiniert werden (also zB Fisch mit Kartoffeln und Salat) werden alle benötigten Zutaten zusammengefasst aufgezählt. Wenn man dann nur einen Bestandteil davon zubereiten möchte, muss man sich Zutaten und Mengen selber aus dem Text rausfischen und oft auch erst noch berechnen. Wenn bei einem vorherigen Bestandteil 4 der 6 EL Öl verbraucht wurden, steht dann bei weiteren Bestandteilen nämlich nur noch ‚das restliche Öl‘. Das finde ich gerade für Anfänger eine ein bisschen unglückliche Methode. Und als letztes: Die angegebene Zubereitungsreihenfolge erscheint mir oft nicht sinnvoll geordnet. Bei den Bifteki zB, die ich schon zubereitet habe (Rezeptklick), steht als erste Anweisung, dass man den Ofen auf 200° vorheizen soll. Danach wird Toastbrot noch für 15 Min eingeweicht und danach überhaupt die ganzen Zutaten überhaupt erst verknetet und die Bifteki geformt, Kartoffeln geschält etc. und dann kommt der Kram in den Ofen. Einem Anfänger, und das ist ja die explizite Zielgruppe der Start-up Küche, fällt nicht zwingend auf, dass er seinen Ofen dann vielleicht eine Dreiviertelstunde zu früh einschaltet.

Katja

 

 

Frisch verliebt…

…in ein Kochbuch! Die Lieblingscorina ist schuld und ich vermute, sie erträgt das breit grinsend. :mrgreen: Mehr über’s Buch demnächst, aber das erste Rezept daraus habe ich heute direkt ausprobiert und das war so gut, dass ich’s hier festhalten muss.

Es gab Bifteki mit Schafskäsefüllung und Zitronen-Thymian-Kartoffeln aus Käts Start-up Küche von Katerina Dimitriadis (mit leichten Abwandlungen von mir).

Dafür braucht man:

3 Scheiben Toastbrot
400 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
1 Ei
1/2 Bund Minze (ich bekam keine und nahm ca. 1,5 EL getrocknete)
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

100 g Schafskäse
3 Cocktailtomaten
1/2 frische Chilischote oder ein bisschen getrocknete gemahlene
1 EL fein gehackte, glatte Petersilie

für die Kartoffeln:

ca 1 Dutzend Drillinge aus neuer Ernte (das sind die ganz kleinen Kartöffelchen)
3 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
3-4 Zweige frischer Thymian
1 EL getrockneter Oregano
Salz

Und so geht’s:

Das Toastbrot für ca. 15 Min in viel kaltem Wasser einweichen. Die Kräuter waschen und zum Trocknen auf Küchenpapier legen, ebenso die Kartoffeln.

Den Schafskäse in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel fein zerdrücken, die Cocktailtomaten waschen und in winzige Stücke schneiden, die Petersilie hacken, ebenso die Chilischote, falls man frische nimmt und dann Tomaten, 1 EL Petersilie und Chili mit dem Schafskäse vermischen.

Die Zwiebel schälen und auf einer Reibe grob raspeln. Ins Originalrezept kommen 2 Zwiebeln, ich nahm aber nur eine, weil die recht groß war. Beim nächsten Mal werde ich die aber nicht mehr reiben, sondern schneiden – da bin ich viel schneller und es gelingt besser. Zwiebeln in eine Schüssel geben, zusammen mit dem Hackfleisch, dem Ei, dem gründlich ausgedrückten Toastbrot, fein gehackter (oder getrockneter) Minze und fein gehackter Petersilie. Mit etwa 1,5 TL Salz und 3/4 TL schwarzem Pfeffer würzen. Die Masse mit den Händen gründlich durchkneten bis ein homogener Matschepamp entsteht. Dann in vier etwa gleich große Portionen teilen, daraus Kugeln formen und die direkt wieder groß und flach drücken. Je 1/4 der Schafskäsemasse daraufgeben und das Hackfleisch aussenrum zusammenklappen, sodass der Schafskäse als Füllung drin ist. Dabei das Hackfleisch gründlich verschließen. Ich hab das nicht richtig ordentlich gemacht und die Bifteki klappten im Ofen wieder ein Stückchen auf und ein Teil des Schafskäses lief dadurch aus. (Entschuldigung, die Fotos sind heute wieder mal in extralausiger Qualität!)

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Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Bifteki in eine eingeölte Auflaufform setzen.

Die Kartoffeln längs halbieren und mit der Schnittkante nach oben in die Zwischenräume legen. Kät nimmt übrigens im Originalrezept normalgroße geschälte Kartoffeln und schneidet sie in ca. 1 cm dicke halbe Scheiben, aber gerade die Drillinge mag ich gerne mitsamt Schale essen. Und es reduziert die Arbeit ja auch nochmal ein ganzes Stück weit.

Zitronensaft mit Öl in einem Schälchen grob vermischen und mit einem Backpinsel die Kartoffeln einpinseln, sodass sie überall Öl abbekommen haben. Kartoffeln salzen (am besten frisch gemahlen), die Thymianblättchen von den Zweigen zupfen und über dem Inhalt der Form verteilen, ebenso den Oregano. Ein bisschen Wasser in die Auflaufform füllen, sodass es ca. 2 mm hoch am Boden der Form steht und für 50 min im Ofen backen.

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Essen aus dem Ofen holen, futtern, freuen und nach dem nächsten Rezept im Buch schielen, was man ausprobieren könnte.

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Liebe Kät – und natürlich Corina ♥ – vielen Dank, den habe ich! 🙂

Katja

52 Bücher, Teil 12 und 13

Und auch heute begrüßen wir Sie wieder zu einer neuen Ausgabe unserer Serie „Im Doppelpack braucht’s halb so lange“.

Janee, die Zeit rast immer noch schlimmer als mir lieb ist und gerade ist auch noch endlich Gartenwetter – da bekomme ich das gar nicht auf die Reihe pünktlich an Projektdingse zu denken. Deswegen ist auch schon wieder das 13. Thema aktuell, obwohl ich noch nicht mal das 12. gebloggt habe. Bevor ich also jetzt nur die Nummer 12 abhandle und dann direkt wieder hinterherhinke also hier wieder mal zwei zum Preis von einem. Wenn das mal kein Schnäppchen ist.

Das 12. Thema stammte von Cogito und lautet *hüstel*

Vampir

Jetzt überlege ich schon seit das Thema draussen ist, wie ich mich drumrum reden kann, dass die einzigen Vampirgeschichten, die ich bisher gelesen habe, die ersten drei Teile von Stephenie Meyers Glitzerblinkerkitsch Twillight Serie sind, aber eigentlich kann ich das ja ganz gut, mich selber blamieren, also erzähle ich das jetzt doch. Weil irgendwas macht diese Frau Meyer denn dann doch auch richtig, wenn es Leute gibt, wie sagen wir mal mich, die die Bücher zwar von den ersten Seiten an eigentlich ganz furchtbar finden, weil sie gar nicht so schnell brechen können, wie der triefende Kitsch und das furchtbare Geseier von Bella es verlangen würden, die dann aber trotzdem mit einer Art morbider Faszination nicht nur einen Band lesen, sondern sich auch noch die folgenden besorgen. Wohl wissend, dass man die Bücher eigentlich ganz furchtbar schlecht findet und sowas nie lesen würde, aber sie dann trotzdem verschlingend. Ich weiss nicht was es ist, vielleicht hab ich zu lange einen in der Sonne glitzernden Vampir betrachtet und das hat jenen Teil in meinem Hirn geschmolzen, der dafür gesorgt hätte, dass mir das nicht passiert. :mrgreen:

Ich meine, um mein Selbstbewusststein ist es ja schon nicht so prall bestellt, aber Bella mit ihrem „ich bin gar nix und der Glitzervampir ist alles“-self-bashing ist einfach un.er.träg.lich!

Und dann als sie die Wahl hat, das alles irgendwie wieder gut zu machen, schickt sie Jake weg! Ey geht’s noch?! Ich hätte mich natürlich für Jakob entschieden! Echt wahr! Wie kann man denn freiwillig lieber so ’nen eisigen Glitzerblingblingtypen wollen als ’nen warmen kuschligen Wolf? Aber ok, wo sollte denn auf einmal der Verstand bei Bella herkommen? Der ist doch vermutlich in der ersten Begegnung mit Edward eingefroren und nie wieder aufgetaut. Puh. Äh ja. 😳

Als Kind habe ich übrigens auch die Serie ‚Der kleine Vampir‚ von Angela Sommer-Bodenburg gelesen. Meine Freundin hatte sämtliche Bücher der Reihe und ich habe sie mir nach und nach ausgeborgt und immer, wenn ich sie (also die Freundin) ärgern wollte, habe ich sie damals Rüdiger von Schlotterstein genannt, wobei ich mich aber nicht mehr erinnern kann, weswegen sie das so geärgert hat. 😀

Wenn ihr also unbedingt für ein komisches Buchprojekt oder so, eine Vampirgeschichte lesen müsst/wollt, nehmt lieber Rüdiger von Schlotterstein als Edward Cullen! 😀

Das 13. Thema hat sich DarkJohann ausgedacht und es lautet:

Ein Buch, dessen Titel wirklich nichts, aber auch gar nichts, mit dem Inhalt (der Geschichte) zu tun hat.

Zuerst dachte ich, dass ich hier zum ersten Mal für dieses Jahr tatsächlich passen müsste, weil mir partout kein passendes Buch zum Thema einfiel, aber dann fiel mein Blick zufällig auch in die abwegigste Regalecke für ein solches Thema und ich musste breit grinsen.

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Wenn eines meiner Bücher die Themenanforderung erfüllt, dann dieses: 40 Rezepte sind insgesamt enthalten, davon 35 Eintopfgerichte, 2 irgendwas und 3, die man als Auflauf durchgehen lassen könnte. 😀 Nicht, dass es mich stören würde, ich koche ja furchtbar gerne Eintöpfe, aber der Titel ist doch schon arg irre führend. 😀
Die Rezepte darin, die ich bisher ausprobiert habe, sind übrigens wirklich gut. Zwei davon hatte ich auch schon letztes Jahr bei meinem Kochbuchkochen verbloggt: hier den Schweinefleischtopf und hier den Hühnertopf mit Äpfeln.

Alle Projektbeiträge sammelt die beste Projektmuddi von allen unermüdlich in ihrer tollen Liste!

Katja

Kochbuchkochen 34/36

Tadaaa! Man beachte bitte die beachtlich hohe Nummer! Vier Wochen bleiben mir noch, um noch weitere 2 Kochbuchrezepte zu kochen und dann habe ich mein zu Jahresbeginn vorgenommenes Ziel tatsächlich erreicht. 🙂

Nummer 34 stammt aus ‚Lust auf Landhausküche – Ofengerichte‘ aus dem Lingenverlag und es gab Gefüllte Zucchini.

Eigentlich sollten die mit Gemüse und Quinoa gefüllt werden, nur dass sich leider in der kleinen Stadt kein Quinoa auftreiben ließ. Das Rezept war aber so gut, dass ich beim nächsten Metroeinkauf mal danach gucken werde. Dort bekomme ich oft die Dinge, die es hier nicht gibt.

Neben dem Rezept ist angemerkt, dass man grundsätzlich Quinoa gut anstelle von Reis verwenden könne (umgekehrt müsste also auch gehen), mir stand der Sinn aber mehr nach Couscous und der passte gut dazu.

Man braucht dafür:

5 Zucchini
2 Möhren
30 g Rosinen (Ich hatte dooferweise nicht nachgeschaut und dann doch keine mehr zu Hause und hab durch getrocknete Aprikosen ersetzt. Die hatte ich aber vermutlich zu klein geschnitten, man nahm sie nämlich kaum im fertigen Essen wahr. Beim nächsten Mal würde ich da tatsächlich Rosinen reingeben.)
120 g Couscous (nach Rezept 180 g Quinoa, das kam mir für Couscous zu viel vor)
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 EL gehackter Basilikum (eigentlich Petersilie – ich hab dieses Mal tatsächlich viel ausgetauscht)
geriebener Käse
Olivenöl

Und so geht’s:

Couscous oder Quinoa nach Packungsanweisung zubereiten.

Die Zucchini waschen und die Enden abschneiden. Vier der Zucchini längs halbieren und mit einem Teelöffel aushöhlen. Die ausgehöhlten Zucchini in einem großen Topf mit kochendem Wasser ca. 3 Min blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und nebeneinander auf ein Backblech oder in eine große Auflaufform legen.

Die Karotten waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Die letzte Zucchini ebenso klein würfeln. Die Rosinen in Wasser einweichen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Gemüsewürfel darin ca. 5 Min braten und dabei salzen und pfeffern. Dann Couscous (Quinoa), Basilikum und die Rosinen dazugeben und ordentlich durchmischen. Die Masse in die ausgehöhlten Zucchini füllen und mit dem Käse bestreuen. Ich hatte einen recht kräftigen Käse, der fertig gerieben als Spätzlekäse verkauft wurde – eine Mischung aus Emmentaler und Bergkäse – und der passte sehr gut dazu.

Die Füllung passte jedoch nicht komplett in die Zucchini, deswegen wanderte der Rest in eine kleine Paprikaschote. Kann man gut machen, fand ich mindestens genauso gut wie in den Zucchini.

Bei 180°C ca. 25 Min backen.

Ziemlich fix und einfach zubereitet und mir fallen spontan jede Menge Möglichkeiten ein, das zu variieren. Das gibt’s bald mal wieder!

Katja

Kochbuchkochen 31/36

Ganz schön lange her, dass das letzte Rezept von meinem Kochbuchkochenprojekt hier seinen Platz gefunden hat, aber irgendwie war da nix dabei, was lohnend genug gewesen wäre, um es hier festzuhalten. Das hat sich gestern geändert, denn da gab es Hühnertopf mit Äpfeln. Das war überraschend und erfreulich anders und gut obendrein, deswegen hier das Rezept, das aus dem Buch ‚Aufläufe & Co.‘ stammt über dessen unsinnigen Namen ich mich hier schon ausgelassen hatte.

Man braucht dafür

Hühnchenteile, pro Person ca. 150 Gramm, mit oder ohne Haut (ich hatte Hühnerbrust)
1 Zwiebel
3 Stangen Sellerie
ca. 2 EL Mehl
300 ml Apfelsaft
150 ml Hühnerbrühe
2-3 Äpfel
2 Lorbeerblätter
1-2 EL flüssiger Honig
2 gelbe Paprika
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen
Olivenöl
Butter
1-2 EL brauner Zucker

Und so geht’s:

Das Fleisch abspülen, trockentupfen. Das Mehl in einen Teller geben und mit Pfeffer und Salz würzen, das Fleisch darin wenden. Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen und das Hühnerfleisch bei mittlerer bis starker Hitze rundum goldgelb anbraten. Das dauert so in etwa 10 Minuten, dann wird das Fleisch aus der Pfanne in einen großen backofenfesten Schmortopf umgebettet.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein schneiden und die Selleriestangen waschen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Wenn das Fleisch fertig ist, kommt beides zusammen in die Pfanne und wird in ca. 5 min weich gedünstet. Dann das restliche Mehl drüberstäuben und ein bisschen anschwitzen lassen. Nach und nach den Apfelsaft und die Hühnerbrühe drüber gießen und unter Rühren zum Kochen bringen.

Einen der Äpfel waschen, vierteln und entkernen. Der kommt in die Pfanne dazu, ebenso die Lorbeerblätter und der Honig. Mit Salz und Pfeffer würzen und über das Fleisch im Topf gießen.

Mit aufgelegtem Deckel für etwa 25 min in den auf 180°C vorgeheizten Backofen stellen. Die Paprika putzen und klein schnippeln und nach den 25 min für weiter 10 – 15 min dazugeben und mitschmoren.

Dann wird eigentlich der Backofengrill auf höchster Gradzahl vorgeheizt und die Äpfel werden dort karamellisiert. Weil sich das Essen aber bis zu diesem Punkt prima vorbereiten ließ, habe ich das nachmittags schon gemacht und wollte dann nicht für 3 min Äpfel karamellisieren den Ofen abends nochmal ’ne Viertelstunde vorheizen. Also habe ich in einer Pfanne Butter geschmolzen und ganz leicht gebräunt, die restlichen Äpfel gewaschen, entkernt und in dünne Spalten geschnitten und in der Butter weich geschmort, dann mit braunem Zucker bestreut und ein bisschen wüst rumgerührt, damit die Karamellschicht möglichst rundum an den Äpfeln klebt. Das funktionierte wunderbar und ich würde das auch beim nächsten Mal wieder so machen, weil ich da ein viel besseres Gefühl dafür habe, wie dunkel das Karamell wird. Im Ofen wäre mir das zu riskant.

Ab auf ’nen Teller mit Huhn und Gemüse, mit den Apfelscheiben garnieren und Mjam!

Macht weniger Arbeit als es sich auf den ersten Blick vielleicht liest und die Kombination passt herrlich zur kalten Jahreszeit.

Katja

Kochbuchkochen 26+27/36

Eigentlich wollte ich die Nummer 26, die Frittata mit Gemüse – schon wieder auslassen, weil das Rezept so simpel ist, aber da erinnerte ich mich, dass Svü sich speziell über die ganz einfachen Rezepte freut, daher reiche ich das jetzt doch noch fix nach. Es stammt, wie schon die ebenfalls extrem einfachen Rezepte 24 und 25 immer noch aus Familienküche aus dem NGV-Verlag, das wirklich eine Menge solcher schnell zuzubereitenden alltagstauglichen Rezepte enthält. Gefällt mir gut. Wenn ich ohne Rezept loslege, verheddere ich mich meistens zeitlich, weil ich den Aufwand beim Kochen grundsätzlich unterschätze. Vielleicht passiert das, weil ich es nicht als Arbeit empfinde, weil’s mir solchen Spaß macht, was natürlich kein Trost ist, wenn der Hunger da, aber das Essen nicht fertig ist.

Jetzt aber endlich das Rezept (wieder ein bisschen angepasst):

150 g Möhren
300 g Zucchini
2 Frühlingszzwiebeln
1 Knoblauchzehe (kleingeschnippelt oder konfiert und zerdrückt)
1,5 EL frische Rosmarinnadeln
4 Eier
2 EL Sahne
2 EL frisch geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen
Olivenöl

Möhren und Zucchini waschen, putzen und raspeln und in einer Schüssel mit dem Knoblauch vermischen. Frühlingszwiebeln kleinschnippeln und dazu geben. Rosmarinnadeln fein hacken (oder, wenn es getrocknete sind, mörsern) und ebenfalls untermischen. Die Eier mit der Sahne und den Gewürzen verquirlen, den Parmesan unterrühren und alles mit dem Gemüse vermischen. (Beim nächsten Mal würde ich auch noch einen Löffel Mehl untermischen, damit das nicht mehr ganz so flüssig ist.)

Das Öl in einer Pfanne erhitzen, aus dem Teig runde Fladen formen (oder wenn er so flüssig ist wie bei mir, eben einfach Kleckse davon in die Pfanne setzen) und von beiden Seiten knusprig braten. Auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Isst man direkt heiss oder auch abgekühlt. Zweiteres mag ich fast noch lieber.

Ich hab natürlich am Ende das Fotografieren vergessen, also gibt’s wieder mal nur Pfannenbilder. Auf dem ersten kann man gut sehen, wie das Ei zerläuft.

Das lässt sich aber mit einem Pfannenwender einfach vorm Wenden, so lange es noch ein bisschen flüssig ist, rundum einklappen und ergibt dann doch noch halbwegs runde Fladen.

 

Nummer 27 – und ich muss ja gestehen, dass ich irgendwie wohl schon froh bin, wenn ich mal bei der 36 angelangt bin – war ein Schweinefleischtopf aus einem Buch, das witzigerweise Aufläufe & Co heisst, was es mich in der Annahme kaufen ließ, es gäbe darin Auflaufrezepte. Ich weiss jetzt nicht so genau was die Macher zu diesem Titel inspiriert hat, vielleicht ja wirklich die 3 Auflaufrezepte zwischen den 35 Eintopfrezepten und den 2 weiteren Rezepten, die sich nicht so einfach beim Überblättern zwecks Durchzählung klassifizieren lassen. Im Grunde ist es auch nicht wichtig, ich koche eh viel lieber Eintöpfe als Aufläufe. 😀

Für den Schweinefleischtopf braucht man:

400 g Schweinefilet
1-2 EL Mehl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen (konfiert oder fein geschnippelt)
400 g stückige Tomaten aus der Dose
400 – 500 ml trockener Weisswein (ich koche nur noch mit Pinot Grigio)
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 EL kleingezupfte Basilikumblätter
2 EL kleingehackte Petersilie
Butterschmalz oder ein Öl zum Anbraten

Das Schweinefleisch in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Das Mehl auf einem Teller mit Pfeffer und Salz vermischen und die Fleischscheiben darin wenden. Das Butterschmalz in einem Bräter oder großen Topf erhitzen und das Fleisch (bei nicht zu starker Hitze, ich hatte die Herdplatte auf 7-8 von 10) rundum braun anbraten.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Das Fleisch aus dem Topf nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Zwiebeln bei geringer Hitze in dem Topf ca. 10 min goldbraun braten, dann den Knoblauch dazugeben und nochmal 1-2 min mitbraten. Das Rezept gibt jetzt einfach die Tomaten und den Wein dazu, aber ich habe mehrfach mit ’nem kräftigen Schluck Wein abgelöscht und immer wieder einköcheln lassen, weil das erfahrungsgemäß eine viel bessere Soße ergibt. Wenn man denkt, dass man jetzt ausreichend oft hat einköcheln lassen oder einen die Lust verlässt, den restlichen Wein, die Tomaten und den Basilikum dazugeben und alles salzen und pfeffern. Wenn alles kocht, nochmal gründlich umrühren, das Fleisch zurück in den Topf geben, den Deckel drauf und alles ca. 1 Stunde bei geringer Hitze sanft vor sich hinköcheln lassen – je nach gewünschter Soßenkonsistenz nach spätestens 45 min mal danach gucken und evtl. die letzten Minuten bei stärkerer Hitze und mit geöffnetem Deckel kochen lassen. Dann noch die gehackte Petersilie einrühren, fertig!

Dazu gab’s bei uns Baguette und den ersten diesjährigen Tomatensalat, der nur aus eigener Ernte stammte.

Katja