Mir lasse de Dom in Kölle

…auch wenn mir das gestern nicht so leicht fiel und ich den schon am liebsten hätte einpacken lassen um ihn für den heimischen Garten mitzunehmen. Einfach schön. Riesig. Beeindruckend.

Ich mag die großen katholischen Kirchen – so lange kein Gottesdienst drin stattfindet. Hinsetzen. Zur Ruhe kommen. Tief durchatmen. Drüber nachdenken, wie das mit der höheren Macht so ist. Irgendwie bin ich ja schon ein gläubiger Mensch (insofern ich daran glaube, dass es etwas gibt, größer ist als das, was ich zu verstehen in der Lage bin; insofern, dass etwas so großartiges wie Leben nicht einfach aus nichts kommen kann, zumindest nicht beseeltes Leben), wenn auch kein religiöser.  Ich mag die Ruhe von Kirchen. Ich mag es, so winzig wie ich bin, durch so ein riesiges Gebäude zu laufen, mit meinen Gedanken ganz alleine, mag das Gefühl, dass all die Alltagshektik vor der Tür Halt macht und keinen Zutritt hat.

Wenn, ja wenn, große Kirchen denn noch ein Ort der Ruhe wären. Unglaublich, wieviele Menschen da laut lärmend durchhetzen, ins Handy „ja, wir sind gerade im Kölner Dom unterwegs…“ brüllend, ihren Homies „er so…. und dann ich so….“-Geschichten erzählend, dass man meint, in einem Einkaufszentrum zu sein und nicht in einer Kirche. Manchmal fühle ich mich wirklich wie auf ’nem fremden Stern ausgesetzt…

Neben drei Stunden Guckens und Staunens hatte der Ausflug nach Köln noch meinen ersten Starbuckskaffee ever (Mjam!) zu bieten, eine neue Tasse (vom Dom) für meine Tassensammlung (Ich brauche mehr Schrankplatz! *soifz*), eine neue Kaugummisorte (Wrigleys Extra Mango Melone! Auch mjam!) und über eine Stunde Stau auf dem Rückweg. Schön war’s (bis auf den Stau)!

Katja