Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #13

In Cordoba angekommen finden wir irgendwann endlich einen Parkplatz und zum ersten Mal ist uns ziemlich unwohl dabei, das Auto vollgepackt mit unserem ganzen Gepäck mitten in einer Stadt abzustellen. Rund um die Parkplätze wimmelt es nur so von schräg aussehenden Männern, von denen man nicht erkennen kann, ob sie das einfach hobbymäßig machen oder dafür von irgendjemandem bezahlt werden, die Autos in die Parkplätze einzuweisen, sich dafür ein Trinkgeld geben zu lassen und dann zu verkünden, man bräuchte kein Parkticket zu ziehen. Vielleicht meinen sie auch etwas ganz anderes. Wir sind auf jeden Fall so verwirrt, dass wir losziehen, aber irgendwann später schleicht sich ein seltsames Gefühl ein. Was wenn der Wagen später nicht mehr dort ist, wo wir ihn abgestellt haben?

Nachdem wir uns dann auch noch erst mal im engen Gewirr der Innenstadt verlaufen haben, ragt irgendwann der Turm der Mezquita über den Dächern hervor. Da lang! (Klick macht alle Fotos groß.)

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Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #11

Wenn man den Reales Alcázares de Sevilla, den königlichen Palast durch die Puerta del leon betritt,

könnte man meinen, den kleinen Bruder der Alhambra vor sich zu haben. Auf den ersten Blick sieht das für mich alles recht ähnlich aus und als ich später im Reiseführer nachlese, wundert mich das auch nicht mehr, denn Pedro, der Grausame, der den Alcázar ab 1364 für sich bauen ließ, war Liebhaber des islamischen Baustils und weil er ausserdem mit Mohammed V. aus Granada, der bis 100 Jahre vor dem Ende der Reconquista herrschte, befreundet war, lieh er sich dessen Handwerker aus. Das finde ich wieder mal ein wunderbares Beispiel dafür, dass die bei allen Feindseligkeiten und Unterschieden der Kulturen doch auch friedlich mit- und nebeneinander konnten.

Wie auch immer, die Handwerker machten sich einen Spaß mit dem christlichen König und jubelten ihm an der prächtig geschmückten Fassade des Königspalastes, in dem Pedros private Gemächer lagen, in kufischer Schrift (das blau-weisse Band) als wiederkehrendes Ornament den Wahlspruch der Nasriden „Es gibt keinen Gott ausser Allah“ unter. Weiterlesen